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Finanzierungsbeteiligung beim Autokauf - Autohaus täuscht Käufer

Erstellt von Dexter, 19.11.2013, 19:51 Uhr · 15 Antworten · 2.891 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Finanzierungsbeteiligung beim Autokauf - Autohaus täuscht Käufer

    #1
    Hallo zusammen,

    ich bräuchte mal einen Rat. Vielleicht kennt sich jemand von Euch aus.

    Wir kaufen in einem Autohaus eines bekannten deutschen Herstellers ein neues Auto aus der Ausstellung.
    Wir zahlen ca. 50% an und möchten den Rest in 48 Raten zu einem eff. Zins zu 0,9% finanzieren, was auch ganz groß vom Hersteller beworben wird.

    Auf der Bestellung des Fahrzeuges steht im Kleingedruckten, neben einer angeblichen Ersparnis von 2.700,-Euro, auch eine "Finanzierungsbeteiligung über 312,- Euro, die der Kunde zahlt". Im Darlehensantrag stehen 48 Raten zu je 223,-Euro. Die 312,- Euro tauchen da nicht auf.

    Auf Nachfrage erfahren wir vom VK des Autohauses, dass diese 312,- Euro der "krumme Betrag" sei, der sich bei solchen Darlehensverträgen ergibt und dass dieser Betrag mit der Anzahlung vom Konto eingezogen wird. Ich sage, dass ja dann nur noch 47 Raten zu zahlen wären. Dies bestätigt der VK auch mündlich.

    Am 9.11. bekommen wir den Darlehensvertrag der Bank.
    Darin steht, dass wir 48 Raten zu je 223,- Euro zu zahlen hätten. Nirgens steht der Betrag über 312,-Euro.
    Ich rufe daruf hin irritiert den VK des Autohauses an und stelle diesen zur Rede.
    Der druckst rum und weiß es nicht so recht zu erklären. Erzählt wieder was von "krummer Rate" und das er sich mit der Bank in Verbindung setzen, und das klären will.

    Ich sage zum VK, dass ich das bitte schriftlich haben will.
    Der VK verspricht sich darum zu kümmern. Meine Frau schickt noch ein Fax mit der Kopie des Ratenplanes der Bank nach und markiert Dinge, die zu klären sind.

    Zwischenzeitlich weiß ich, dass diese s.g. Finanzierungsbeteiligung, oder auch Händlerbeteiligung genannt, der Betrag ist, den das Autohaus an die Bank zahlt um die günstige Finanzierung anbieten zu können.

    Dieser Zinsbetrag wurde nun einfach auf uns "abgewälzt".
    Wir sind darüber richtig sauer, haben dem Autohaus am 11.11. einen Brief geschrieben und haben um Stellungnahme gebeten.

    Eine Frist zur Äußerung haben wir bis zum 25.11. gesetzt. Der Eingang des Schreibens wurde uns am 12.11. vom Verkaufsleiter bestätigt.

    Seit dem herscht Funkstille.
    Die Bank hat heute, wie auch im Ratenplan angekündigt, die erste Rate eingezogen.

    Wir sehen uns vom VK des Autohauses belogen und getäuscht.
    Darüber sind wir entsprechend sauer.

    Ich frage mich was ich tun kann, wenn das Autohaus sich in Schweigen hüllt.


    Kennt sich Jemand aus und kann uns einen Rat geben?!

  2. jonnyy-xp Gast

    Standard

    #2
    Servus Dexter,

    Die Werbung bindet erstmal gornich, es zählt der unterschriebene Vertrag.

    Was du tun kannst? Zahlen, oder erstmal nix, das Autohaus wird dann versuchen den fehlenden Betrag bei dir einzutreiben (Mahnbescheid, Pfändung etc.)

    Grundsätzlich:
    Gezahlt muss das werden, was vertraglich vereinbart wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Aber ihr hab zwei getrennte Verträge geschlossen, einen Kaufvertrag mit dem Autohaus und einen Finanzierungsvertrag mit der Bank, Obacht also!

    Zitat: "Auf der Bestellung des Fahrzeuges steht im Kleingedruckten, neben einer angeblichen Ersparnis von 2.700,-Euro, auch eine "Finanzierungsbeteiligung über 312,- Euro, die der Kunde zahlt". Zitat Ende.
    -> das ist euer Vertrag mit dem Autohaus, den ihr zu erfüllen (zu bezahlen) habt (die verbindliche Bestellung habt ihr ja unterschrieben).

    Im Darlehensantrag stehen 48 Raten zu je 223,-Euro. Die 312,- Euro tauchen da nicht auf.
    -> das ist euer Darlehensvertrag mit der Bank, der Anteil des Gehilfen/Vermittlers "Autohändler" bleibt davon unberührt.

    Wenn ihr im Kleingedruckten eine "Bearbeitungsgebühr/Finanzierungsbeteiligung" unterschrieben habt -> zahlt.
    Wenn nicht -> kein Vertrag -> keine Zahlung, feddich.

    Blöde Praxis der Autohändler ...

    Anderes Beispiel:

    Ich habe ein Auto vom Autohaus gekauft.
    Ablöse und Finanzierung weiterhin.
    Zusätzlich Zulassung mit WKZ und Montage Winterreifen.

    Die Zusatzkosten (Zulassung, Wunschkennzeichen & Winterreifen) musste ich bei Abholung berappen, der Rest läuft wie gewohnt über die Bank.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Moin Tommy,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Gezahlt haben wir alles.

    Klar, zwei Verträge.
    Das Autohaus hat die Anzahlung inkl. der 312,- vom Konto eingezogen.
    Die Bank hat die erste Rate eingezogen. Wir sind also nicht in Verzug.

    Ärgerlich ist die Tatsache, dass uns frech ins Gesicht gelogen wurde, und das ist gar kein schönes Gefühl.

    In den AGB des Autohauses findet sich keine Aussage über Finanzierungsbeteiligung.
    Wir könnten jetzt die gesamte Anzahlung zurückholen und nur die Anzahlung wieder überweisen.

    Dann würde wir aber womöglich Ärger bekommen, weil wir ja die Bestellung in der "2.700,- Euro Ersparnis und eine Finanzierungsbeteiligung von 312,-" steht, unterschrieben haben. Die Aussage, dass es sich um die erste "krumme Rate" handelt, haben wir leider nur mündlich.

    Wir haben aber nicht bei einem "Fähnchenhändler" eine gebrauchte Schüssel gekauft, sondern ein flammneues Auto eines renomierten deutschen Autobauers. Und wenn man den Aussagen derer Verkäufer schon nicht mehr glauben kann, dann frage ich mich wo das noch hinführt.

    Wir werden das Lehrgeld wohl bezahlen müssen und es bleibt uns wohl nur die Möglichkeit andere Käufer vor dieser Masche zu warnen.

    In diesem Zusammenhang denken wir daran uns ggf. mal an Verbrauchersendungen wie "Markt" oder "Wiso" zu wenden. Vielleicht ist das ein Thema, was die breite Masse interessiert.

    Und dann ist ja da noch die Hotline des Autobauers, die uns sicherlich wieder anruft und fragen wird wie wir mit dem Autohaus und dem Kauf zufrieden waren. Dass wir da keine Lorbeeren verteilen werden, versteht sich von selbst...

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Hi,
    das kenne ich auch. Mein Nachbar wollte sich ein Moped kaufen, neu bestellen. Der Händler bewarb mit glaube ich 3,x % und dieser Drittelzahlungsregelung. Wie üblich wurde natürlich noch am Preis gefeilt und er bekam die normalen 6% auf den Listenpreis.
    Als der Vertrag gedruckt wurde zauberte der Verkäufer plötzlich noch einen Betrag von über 100 Euro aus dem Hut.
    Die Nachfrage ergab, das es sich um besondere Finanzierungskosten handeln würde, die normalerweise der Händler tragen würde.
    Da aber ein hoher Rabatt gewährt wurde müsste er diese Kosten nun selbst tragen, sonst würde der Händler nichts mehr verdienen.
    Der Händler wartet heute noch auf die Unterschrift.

    Gruß
    Pit

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Eins zur "Zahlungseinbehaltung":
    es ist zwar fast das Einzige Mittel, daß man als Kunde hat, durch Einbehalt von Zahlung oder durch Rücklastschrift das Geld wieder zu hohlen, damit dann die Bank (denn die macht ja das Finanzierungsgeschäft) dann den Händler "hoffentlich" unter Druck setzt,
    aber wenn man Rücklastschriften macht/Hat, dann kann das zu negativen Eintragungen in der Schufa führen, und wer noch andere Kredite hat/braucht, sollte sich dessen bewusst sein, daß Kreditinstitute (gleich ob normale Bank oder Herstellerbank) zuerst mal in die Schufa des einzelnen kucken, bevor Kredite vergeben werden.

    und es sind nun mal 2 Verschiedenen Geschäfte, der Autokauf und die Bereitstellung von benöteigtem "oder billigem" Geld

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    @Dexter:
    Hast Du mal nachgerechnet, ob Du wirklich auf eine Ersparnis von 2700.- kommst? Mit/ ohne den obskuren 312.- .... Vielleicht stimmt es ja auch nicht und Du könntest da ansetzen?
    Ansonsten freue dich über deinen neuen Wagen, der kann nichts für seine Familie.
    Gruß Rob

  7. Registriert seit
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    #7
    Hallo Dexter,

    ich würde ein persönliches Gespäch zusammen mit dem Verkäufer und dem Verkaufsleiter führen. Wenn der Verkäufer seinen Fehler eingesteht bekommst du dein Geld und wenn nicht würde ich mit dem Verkaufsleiter alleine weiterverhandeln und als Minimun den Gegenwert als Sachleistung (Inspektion, Zubehör, Ersatzteile) einfordern. Das meiste Geld verdient das Autohaus mit dem Service und sollte dich als Kunden behalten wollen insofern sollte man in einem freundschaftlichen Gespräch eine Lösung finden.

    Wenn das alles nichts bringt. War das halt ein Fehler der dir nie wieder passieren wird.

    Viele Grüße
    Michael

  8. Registriert seit
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    #8
    Ohne diese 312,- Euro haben wir tatsächlich diese Ersparnis von 2.700,- Euro.
    Diese Ersparnis gewährt aber der Hersteller und nicht das Autohaus.

    Rechne ich die Mehrbelastung der 312,- Euro mit ein, haben wir diese Ersparnis logischerweise nicht und der Zinsatz liegt dann bei
    2,25% eff.Zins und nicht mehr bei den beworbenen 0,9%.

    Das Autohaus ist 230 km von unserem Wohnort entfernt. Daher fallen künftige Geschäfte mit diesem Haus auch weg.

    Noch was kommt hinzu.
    Die Alufelgen, die der Wagen serienmäßig hatte, gefielen meiner Frau nicht besonders. Deshalb haben wir gefragt ob man sie nicht gegen klassische 5 Stern Felgen tauschen könnte. Hat man auch gemacht -Zuzahlung 150,-.

    Selbst diese 150,- Euro hat man jetzt angemahnt.

    Sprechen werde ich da mit niemanden mehr.
    Wenn, dann geht das nur noch schriftlich.

    Der VK sagte auch am Telefon er würde uns die Unterlagen für die Zulassung zuschicken. Die Kosten, die uns entstehen, würden wir erstattet bekommen.

    Als ich den VK bei der Abholung darauf ansprach, konnte er sich an diese Aussage plötzlich nicht mehr erinnern...

  9. Registriert seit
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    #9
    Ein kurzes Schreiben vom Rechtsanwalt löst so manches Problem!

    Gruß,
    maxquer

  10. Registriert seit
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    #10
    Was ich jetzt schreibe finde ich selber albern, aber es ist die schöne neue Welt... .
    Ich habe mir einen facebook-Account nur für Beschwerdefälle zugelegt. Heutzutage verlaufen die meisten Beschwerden meist im Sande. Nun habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man den Fall bei fb postet vieles plötzlich schnell geregelt wird, da das Problem nun öffentlich ist.
    Ich habe hierbei einige Dinge, die ich anders nicht zu meiner Zufriedenheit lösen konnte (Lieferantenzustellung, Beschwerde bei Versicherung, Paketstation....) innerhalb von kürzester Zeit mit einem für mich positiven Ergebnis abschließen können.
    Es wird scheinbar mehr Geld in Schadensbegrenzung als QM gesteckt.
    Versuche es mal!


 
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