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Flugverbot über Libyen

Erstellt von Charly-R1200GS, 18.03.2011, 07:14 Uhr · 146 Antworten · 6.732 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von Christian RA40XT Beitrag anzeigen
    I...sieht jetzt so aus als ob man sich bei nem Diktator gut stellt damit man ja das Öl weiterhin bekommt.
    Es mag sein dass es (leider) so aussieht, aber nein, das ist es nicht.

    Es ist eine weitere Einmischung des Westens in die inneren Angelegenheiten eines moslemischen Staates. Das hat sich noch nie gut ausgewirkt. Das muss diese Region für sich lösen. Aber ich habe in diesem Fall auch ein gewisses Verständnis für die 'Ja-sager'.

  2. CBR Gast

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    #12
    Es geht immer ums ÖL !

  3. Baumbart Gast

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    #13
    Zitat Zitat von Charly-R1200GS Beitrag anzeigen
    Aber jetzt hast du doch nicht klar gesagt, ob der Entscheid richtig oder falsch (nach deiner Meinung) war.
    Ich bin, nachdem ich zu Anfang des Bürgerkrieges spontan auch dafür war, dagegen. Von der Vorstellung der Westen greift mal eben ein und dann ist schnell Ruhe haben wir uns glaubich schon länger verabschieden müssen. Und wenn man dafür ist muss man auch bereit sein das konsequent umzusetzen und das heißt aktive Beteiligung an der Durchsetzung und das kann am Ende Bodentruppen bedeuten, auch wenn die jetzt noch ausgeschlossen sind (und das mit der Guttenberg geschädigten Bundeswehr? aber das ist ein anderes Thema).

    Libyen hat sehr viel Geld im Westen, Wirtschaftsabhängigkeiten etc. Es sollte doch möglich sein, hier soviel Druck aufzubauen dass der Irre finanziell ausblutet (z.B. vollständiger Handelsboykott, auch kein Öl mehr abnehmen).

  4. Motoduo Gast

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    #14
    Ja, CBR ... es geht immer ums Öl ...und wir und unsere Gssen brauchen das doch tatsächlich auch nur mal so als denkansatz...

  5. Registriert seit
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    #15
    Ich begrüße eine Flugverbotszone über Libyen.

    - Gaddafis Truppen zerschlagen seit der Phase der Untätigkeit die Rebellion, Stadt um Stadt wird zurückerobert. Wenn sie das ganze Land wieder zurückerobern, erwartet die Libyer, die das Regime herausgefordert haben, blutige Vergeltung. Es gibt bereits Berichte über Folter und Tod in den zurück eroberten Gebieten.

    - Das Durchsetzen einer Flugverbotszone, damit Gaddafis Kampfhubschrauber am Boden bleiben, ist einer jener Fälle, bei der mir eine UN-gestützte Militäraktion unumgänglich erscheint.

    - Der Westen hat gejubelt, als die Menschen auch in Libyen aufgestanden sind, und nun ignoriert der verantwortliche deutsche Außenminister in einer schwierigen Lage ihren Hilferuf und enthält sich einfach der Stimme.

    - Es ist keine Ost-West-Debatte alten Stils, auch nicht, wie einige befürchten, ein Öl-Grapsch-Komplott. Libyens Provisorischer Rat, den Frankreich als Libyens legitime Regierung anerkennt, hat verzweifelt um eine Flugverbotszone und internationale Unterstützung gebeten.

    - Es stehen Zehntausende Leben auf dem Spiel. Völkerrecht und UN-Sicherheitsrat sagen klar, dass bei massenhaften Verbrechen gegen die Menschlichkeit die internationale Gemeinschaft die Verpflichtung hat, die Menschen vor diesen Verbrechen zu schützen, selbst wenn der Angreifer ihre eigene Regierung ist. Obwohl wir das volle Ausmaß von Gaddafis Verbrechen nicht kennen, dürfen wir nicht wegschauen.

    - Im besten Fall reagiert Gaddafi auf die UN-Resolution über ein Flugverbot und stellt seine Luftangriffe ein. Tut er dies nicht, würde das Durchsetzen eines Flugverbots Militärschläge gegen seine Kämpfer erfordern, und möglicherweise Luftangriffe auf Gaddafis Flugabwehr-Raketensystem. Es besteht schon die Gefahr, dass eine Flugverbotszone zu verstärktem internationalen militärischen Engagement in Libyen führen könnte.

    - Dies ist nicht Irak. Libyen könnte eher wie Darfur aussehen, mit massiven Verbrechen gegen die Menschlichkeit, verübt gegen ganze Gemeinschaften von Menschen. Das Gaddafi-Regime kann auf eine lange Geschichte von Folter, Massaker an seinem eigenen Volk und Unterstützung des internationalen Terrorismus zurückblicken. Und die Libyer sind vereint gegen Gaddafis Truppen – selbst seine eigene Sippschaft und seine Heimatstadt haben sich von seinem Handeln distanziert.

    - Die Situation in Libyen – und die Reaktion der Welt darauf – ist komplex, mit vielen verschiedenen Handelnden und Absichten, und die Zukunft eines Libyens nach Gaddafi bleibt unklar, man sollte schon Vorsicht walten lassen.

    In so einer Situation aber einfach die Augen zu verschließen, untätig zu bleiben, wegzuschauen und sich der Stimme zu enthalten ist für mich eine opportunistische Weichei-Nummer – geht gar nicht.

  6. Registriert seit
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    1.537

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    #16
    Wenn man eine Verbotszone einrichtet, muss man diese konsquenterweise auch durchsetzetn. Dies geht nur mit Waffengewalt.

    Ich kann Guido nicht ab, aber seine Entscheidung war, für mich, richtig. Noch besser hätte ich es empfunden, wenn man sich hinstellt und deutlich sagt: wir werden uns nicht in jeden Krieg dieser Welt hineinziehen lassen. Aber man will immer niemand auf die Füße treten, dann ist enthalten schon praktisch.
    Auch wenn es, wie in diesem Fall, nix perversers gibt, als wenn das eigene Volk bombadiert wird.

    Man stelle sich vor: unsere eigene Luftwaffe beschießt uns, nur weil wir gegen die Regierung demonstrieren . Da erkennt man doch erst mal, was gelebte Demokratie und Freiheit bedeutet.

  7. Registriert seit
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    Standard es tut

    #17
    weh zusehen zu müssen, wie ein Diktator sein eigenes Volks beschießt.
    Das G in die Klapse gehört ist auch ziemlich klar.

    Aber WER sind denn WIR (EU oder USA oder oder..) um uns selber zur Weltpolizei zu erklären ?

    Es gibt weder einen Angriff Lybiens auf die EU, noch hat ein Staat mit dem wir per Militärpakt verbunden sind um Hilfe gebeten, noch gibt es ein UN Mandat.
    Also haben wir kein Recht militärisch zu agieren (So deprimierend dass auch ist)
    Außerdem muss jeder Staat seine internen Angelegenheiten selber regeln und wenn das nicht geht, dann ist vielleicht die Zeit und der Staat nicht reif dafür.

    Fazit (AUS MEINER Sicht) : humanitäre Hilfe für Verfolgte -> JA
    militärisches Eingreifen -> Nein

  8. Registriert seit
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    Standard

    #18
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    ... noch gibt es ein UN Mandat.
    Also haben wir kein Recht militärisch zu agieren (So deprimierend dass auch ist)..
    Genau das gibt es ja jetzt und es hat sich auch kein Einzelstaat oder Bündnis zu diesem Vorgehen entschlossen sondern der Weltsicherheitsrat.

    Wenn in einem Staat massenhaft die ‚eigenen Leute‘ abgeschlachtet werden dann ist Eingreifen von außen absolut legitim, um sowas auch weltpolitisch legal zu machen gibt es ja genau die UN und den Sicherheitsrat.

    Gruß

    frank

  9. Registriert seit
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    #19
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Aber WER sind denn WIR (EU oder USA oder oder..) um uns selber zur Weltpolizei zu erklären ?
    Das ist natürlich ein heißes Eisen, ein heikler Punkt.
    Wer will schon gerne Weltpolizei spielen. In diesem Punkt haben immerhin unter anderem die Franzosen für mich Courage gezeigt. Dem Regime wird ja erst einmal nur die Lufthoheit genommen.
    Für mich ist es eine Art Notwehr Situation, nur eben auf globaler Ebene.
    Da bombadiert ein Despot sein eigenes Volk, wenn es aufmüpfig wird.

    Wer da nur zuschaut oder sich sogar noch der Stimme enthält, der ist für mich genauso ein Feigling wie die Menschen, die bei einer Schlägerei, wo ein Großer einen Kleinen zusammenschlägt, nur drum herum stehen, gaffen und nicht eingreifen.
    Obwohl sie helfen könnten.
    Für mich unterlassene Hilfeleistung.

  10. Beduine Gast

    Standard

    #20
    Zitat Zitat von Christian RA40XT Beitrag anzeigen
    Ist ja nicht der Ammi der das beschlossen hat sondern die Weltgemeinschaft. Sogar die arabischen Länder sind dafür.
    Und es geht hier mal nicht ums Öl sondern darum das der sein eigenes Volk und eine demokratische Bewegung massakriert.

    Ich finde es schlecht das Deutschland sich zurückhält und as Flugverbot nicht offensiver unterstützt..sieht jetzt so aus als ob man sich bei nem Diktator gut stellt damit man ja das Öl weiterhin bekommt.
    Versteh ich das richtig, Christian, das du sowie andere Fürsprecher bereit wärst/wären freiwillig nach Lybien zu gehen um dort mit Waffengewalt für Ruhe zu sorgen? Auch auf die Gefahr hin das du/ihr dort dein/euer Leben verlierst!

    Oder sollen das dann andere Deutsche für dich/euch erledige?


 
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