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Frage zur Einkommenssteuer

Erstellt von C-Treiber, 03.02.2014, 13:43 Uhr · 15 Antworten · 1.341 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Frage zur Einkommenssteuer

    #1
    Hallo Forum,

    vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

    Situation.
    Wir haben gerade die ESt 2012 abgegeben. Es ist eine, nicht gerade kleine, Nachzahlung fällig. Nun ist es so, dass das FA ab dem März 2014 für Steuern aus 2012 Zinsen verlangen darf. Und zwar happige, selbst wenn das FA, die Steuer nicht bearbeitet und alles rechtzeitig da war.

    Nun, unser zuständiges FA macht seit Jahren einen Fehler nach dem anderen. Da wir die nachfolgende ESt immer erst machen, wenn der ESt-Bescheid vom Vorjahr richtig ist, was sich hier auch schon mal über 2 Jahre hingezogen hat, wollen wir natürlich weder Zinsen zahlen (wieso muß ich eigentlich die Unfähigkeit der MA des FA bezahlen, wahlweise deren Lahma****igkeit), noch wollen wir für die Erklärung 2013 bis 2015 warten.

    Sprich, wir hätten gerne den Bescheid für 2012 vor dem 31.03.2014 und wir wollen natürlich auch keine Zinsen zahlen.

    Unsere Idee ist nun einen Abschlag oder den Gesamtbetrag auf die zu erwartende Nachzahlung an das FA zu überweisen, und zwar kurz vor dem 31.03.2014.

    1. Ist das möglich, so eine Zahlung zu leisten, ohne das ein entsprechender Bescheid vorliegt (Vorauszahlungs- / Steuerbescheid)?
    2. Wenn möglich, was ist mit einer eventuellen Überzahlung, muß die vom FA verzinst werden?
    3. Beschleunigt so eine Zahlung unter Umständen die Bearbeitung der Steuererklärung?
    4. Was passiert mit der Zahlung, wenn der Steuerbescheid wieder Murks ist und ihm widersprochen werden muss?

    Danke schön.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Ich kann dir nur zu Punkt 2. etwas sagen: Ja, es wird verzinst.

    Ich hatte vor ca. 10 Jahren den Fall, dass aufgrund einer für über 10 Jahre rückwirkenden Änderung meiner Steuerabzugsmerkmalesämtliche EkSt-Bescheide durch das FA neu berechnet werden mussten. Die nachträglichen Erstattungen wurden verzinst.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Ein Blick ins Gesetz (hier AO) erleichtert die Rechtsfindung.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Ein Blick ins Gesetz (hier AO) erleichtert die Rechtsfindung.
    Nee, nicht wirklich, die AO ist ja nur die Grundlage.
    Erstens ist das ein Teil des Rechts mit dem ich mich 0 auskenne und
    zweitens gibt es da einen Haufen Nebengesetze, Durchführungsverordnungen und was weiß ich noch alles, von denen ich keinen blassen Schimmer habe.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Im Normalfall leistest Du doch spätestens nach 2Jahren Selbsständigkeit Einkommenssteuervorauszahlungen. Lass Dir von Deinem Steuerberater ausrechnen, was fällig sein wird und zahle die Summe auf Dein Steuerkonto als Einkommenssteuervorauszahlung ein. Wenn Du einen einigermaßen guten Steuerberater hast, geht die Überzahlung gegen null.

    Gruß,
    maxquer

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Im Normalfall leistest Du doch spätestens nach 2Jahren Selbsständigkeit Einkommenssteuervorauszahlungen. Lass Dir von Deinem Steuerberater ausrechnen, was fällig sein wird und zahle die Summe auf Dein Steuerkonto als Einkommenssteuervorauszahlung ein. Wenn Du einen einigermaßen guten Steuerberater hast, geht die Überzahlung gegen null.

    Gruß,
    maxquer

    Wir wissen was voraussichtlich für 2012 zu zahlen sein wird. Die Lücke zwischen den in 2012 einbehaltenen (meine Frau ist angestellt und nebenberuflich selbständig) Steuerberträgen und den geleisteten Vorauszahlungen (von mir) und der tatsächlichen voraussichtlichen Steuer ist erheblich.

    Also als Vorauszahlung deklarieren und unter der Steuernummer einzahlen?

  7. Registriert seit
    14.09.2011
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    Standard

    #7
    Natürlich mit einem entsprechenden Schreiben an das Finanzamt, damit sie die Buchung auch sauber zu ordnen können. So würde ich es jedenfalls machen.

    Gruß,
    maxquer

  8. Registriert seit
    25.10.2011
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    Standard

    #8
    Ein Profi bin ich in der Hinsicht auch nicht, aber du solltest mit dem Sachbearbeiter beim FA unbedingt einen Termin vereinbaren und mit ihm einen bestimmten quartalsmäßigen Betrag an Vorsteuerabzug vereinbaren.
    Zinsen sind fällig, in beiden Richtungen, das ist richtig. Genauso richtig ist, dass du keinen Anspruch auf zügige Bearbeitung deiner Einkommenssteuererklärung hast. Sicherlich gibt es Fristen, die sollte aber dein Steuerberater kennen, bzw. auch das FA. Einfach mal anrufen...

    Wie hoch ist denn der Zinssatz wenn man fragen darf? Bei einer Rückzahlung vom FA sind es 3% (+/- 1) wenn ich das noch recht im Kopf habe, somit eigentlich nicht weiter tragisch (wenn es auch anders herum so ist).
    Natürlich macht die Dosis das Gift, bei hoheen 5-stelligen Summen kommt da schon etwas zusammen, allerdings musst du auch berücksichtigen dass du/ihr die Zeit mit dem Geld arbeiten konntest/konntet. Da relativiert es sich dann doch....

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Man kann natürlich die QuartalsVorausszahlungen (sog.Einkommenssteuervorauszahlung) nach eigener Berechnung anpassen. Dadurch bindet man allerdings Kaptial unnötig.
    Besser ist m.E, Rücklagenbildung.
    Ohne Steuerberater (aber nur BERATER und nicht den fast üblichen Verwalter..) ist ab einem gewissen Umfang nicht empfehlenswert.

    Verzinsung bei Steuerüberzahlung s.o. Zinsen bei Nachzahlungen (Säumniszuschlägen auch, siehe insofern § 152 u 240 AO) sind immer höher und wenn sie auf Verzögerungen basieren die in den Verantwortungsbereich des Steuerschuldners gehören (nicht Verschulden ..) dann sind sie leider fällig. Bei Verzögerungen durch das FinAmt nicht.

    Logisch ist daran wenig bis nichts...

  10. Registriert seit
    16.02.2011
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    324

    Standard

    #10
    Schick dem Finanzamt einen Brief! Sofort!
    Schreib Ihnen, wie hoch Du das voraussichtlich zu versteuernde Einkommen und die entsprechende Differenz zwischen bisher einbehaltener Lohnsteuer und ESt-Vorauszahlungen einerseits und festzusetzender Einkommensteuer andererseits errechnest. Sie sollen deshalb umgehend gem. § 37 Abs. 3 S. 3 EStG eine eintsprechende Einkommensteuervorauszahlung für 2012 nachträglich festsetzen.
    Gleichzeitig überweist Du Ihnen die entsprechende Abschlagszahlung bis zum 31.03.2014.

    Dann dürften keine Nachzahlungszinsen anfallen.

    Übrigens: Der Zinssatz beträgt nicht 3 %, sondern gem. § 238 AO je vollen Monat 0,5 % (also jährlich 6 %).
    Der Verzinsungszeitraum beginnt 15 Monate nach Ablauf des jeweiligen Steuerjahres. s. hierzu § 233a AO.


 
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