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FÜHRERSCHEINENTZUG NACH DIEBSTAHL

Erstellt von kraichgauq, 09.01.2019, 20:52 Uhr · 177 Antworten · 11.418 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von Ralsch Beitrag anzeigen
    Und Du bist sicher dass die Einstellung "Der Pappa wird's schon richten" nicht zu genau dem Thema geführt hat?

    Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen "Der Papa wird's schon richten" und seinem Kind in einer schwierigen Situation helfend zur Seite zu stehen.

    Letzteres ist für mich als Vater eines der wichtigsten Gefühle, die ich meinen Kinder versucht habe zu vermitteln.
    Ich werde für sie lebenslang rund um die Uhr bedingungslos da sein. Dass so etwas in Einzelfällen auch missbraucht werden kann, steht ausser Frage. So etwas muss man dann im Einzelfall betrachten und bewerten.
    Da ist dann meist aber auch sonst irgendwo was schief gegangen.


    Hier geht es doch jetzt aber darum, mit der eingetretenen Situation so gut wie möglich umzugehen, oder?

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    #12
    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen "Der Papa wird's schon richten" und seinem Kind in einer schwierigen Situation helfend zur Seite zu stehen.

    Letzteres ist für mich als Vater eines der wichtigsten Gefühle, die ich meinen Kinder versucht habe zu vermitteln.
    Ich werde für sie lebenslang rund um die Uhr bedingungslos da sein. Dass so etwas in Einzelfällen auch missbraucht werden kann, steht ausser Frage. So etwas muss man dann im Einzelfall betrachten und bewerten.
    Da ist dann meist aber auch sonst irgendwo was schief gegangen.


    Hier geht es doch jetzt aber darum, mit der eingetretenen Situation so gut wie möglich umzugehen, oder?
    Hallo GSMän,

    ich stimme Dir hier voll und ganz zu: Vater ist man immer, nicht nur beim Zeugungsakt. Wenn mein Sohn solchen Mist verzappen würde könnte er sich etwas anhören von mir, trotzdem würde ich ihm zur Seite stehen. Sonst hätte ich ihn nicht in die Welt setzen dürfen.

    Wir waren auch alle mal 22, waren wir da wirklich schon erwachsen? hat nicht jeder von uns in diesem Alter irgendeinen Mist angestellt an den wir heute lieber nicht mehr denken? Kann jeder für sich mal drüber nachdenken...

    MfG Gärtner

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    #13
    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    ...Hier geht es doch jetzt aber darum, mit der eingetretenen Situation so gut wie möglich umzugehen, oder?..
    Ich kann den Vater verstehen. Keiner von uns weiß, was im Vorfeld alles passiert ist.
    Ich habe zur Zeit auch einen Spätpubertierenden zu Hause, den meine Frau und ich, ab und zu, zum Mond schießen könnten. Auch Auszug mit finanziellem Ausgleich ist ihm schon angeboten worden.
    Natürlich würden wir ihn schlußendlich nicht hängen lassen, aber manchmal einen Schuß vor dem Bug kann heilsame Wirkung entfalten und die Jungs auf den Boden der Tatsachen zurück holen.
    Wir als Eltern haben auch einen Anspruch auf ein eigenes Leben und müssen unsere Kinder nicht ständig pampern!

    Gruß,
    maxquer

    PS: Wenn er sich für die Tat und nicht für das "Erwischt worden sein" schämt, ist der erste Schritt schon gemacht!

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    #14
    Hallo,

    <Der vernehmende Polizist hat ihm erklärt, weil er mit dem Auto zum Bad gefahren ist, ist das
    einTatfahrzeug und deshalb könnten sie ihm den FS nehmen. >

    In der Vernehmung wird normalerweise Druck aufgebaut, ist ja schliesslich weder Kaffekränzchen
    noch Yogastunde.

    <Zum Anwalt will er nicht da er sich zu sehr schämt.>
    Recht haben und Recht bekommen sind 2 grundverschiedene Sachverhalte.
    Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft haben zielgerichtete Interessen - den Fall
    möglichst schnell zu Ende zu bringen und dabei eine gute Figur zu machen.

    Unterstützung durch einen (guten) Anwalt, der gerade nicht mit schämen beschäftigt ist, kann da nicht
    schaden.

    Gruß
    Christian

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    #15
    Zitat Zitat von lederkombi Beitrag anzeigen
    Den Führerschein deswegen zu verlieren, erachte ich noch als milde Strafe und es bleibt hoffentlich ein Lerneffekt (man verliert ihn ja nicht für immer).

    Aber und das ist ein grosses Aber: Wenn die 20€ Geschichte stimmt, dann würde ich dem Geschädigten schwer auf den Zahn fühlen, denn es ist klar, auch dies ist verboten und wohl ähnlich zu bestrafen wie der Diebstahl an sich! Also: Woher hatte er das Geld, kann er belegen, dass da diese 500€ drin waren etc....
    So sehe ich das auch, man kann nicht gleiches mit gleichem vergelten.
    Vielleicht kann man auf dem Ü Video was erkennen?
    Nur den Kopf jetzt in den Sand zu stecken kann auch keine Lösung sein.
    Er steht zu seiner Tat und will die Strafe nat. hinnehmeninklusive der 500€.....
    Wer bitteschön hat in seinem Spind soviel Geld verwahrt?
    Das Gegenteil zu beweisen ist sicher schwer aber nicht unmöglich.


    Kraichgauer

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    #16
    Zitat Zitat von silverfox Beitrag anzeigen
    Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft haben zielgerichtete Interessen - den Fall
    möglichst schnell zu Ende zu bringen und dabei eine gute Figur zu machen.
    Dem widerspreche ich mal.
    Grundsätzlich haben die das Interesse, einen Sachverhalt objektiv aufzuklären.
    Dass es dort auch Mitarbeiter gibt, die vorschnell in eine Richtung ermitteln, steht außer Frage.
    Ist aber m. E. die Ausnahme.

    Der dort vorhanden Druck (auch medial wird stets am nächsten Tag ein Ermittlungserfolgs eingefordert) aufgrund fehlender personeller Kapazitäten macht aber das objektive Ermitteln auch nicht zwingend einfacher.
    Aber Geld für Personal wollen wir ja alle nicht ausgeben. Sind doch eh alles faule Sesselfurzer im öff. Dienst.

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    #17
    Zitat Zitat von camalot Beitrag anzeigen
    Frag mal am besten den Geschädigten wie er die Sache sieht,
    was man mit solchen Menschen ( 22 Jahre alt ) machen soll.
    Nein! Frag ihn nicht!
    Geschädigte kommen erfahrungsgemäß mit völlig überzogenen Sanktionsvorstellungen.
    Da öffnest Du am besten kein weiteres Forum, zumal es Uneinigkeit über den gestohlenen
    Betrag gibt.

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    #18
    Tipp an der stelle. Einen Psychlogen aufsuchen.

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    #19
    Da hat er ja noch Glück gehabt, daß er nicht gelaufen ist, sonst würden die Beine amputiert werden.

    Das mit der Fahrerlaubnis abnehmen, z. B. nach einem Ladendiebstahl war mal im Gespräch
    war aber dann doch zu unsinnig.

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    #20
    Tja, heute kann man nur hoffen das man für ein solches nicht Lebensbedrohendes Delikt, für einen sich noch bildenden und noch nicht ausgereiften Jugendlichen, einen milden Richter bekommt. Nur wird mittlerweile der Maßstab für einen deutschen straffälligen jungen Mann der etwas Geld verdient und einen Führerschein ab 16 Jahre hat, sehr hoch gelegt.

    Nach 5 Buben von 28 bis runter auf 20 Jahren habe ich da meine Erfahrungen.




    Berlin – Es kommt nicht oft vor, dass der Gesetzgeber eine neue Art der Bestrafung beschließt. Der Katalog wurde historisch eher ausgedünnt. Übrig blieb im Wesentlichen: Geldstrafe und Freiheitsentzug, gegebenenfalls auf Bewährung. Ach so, und das Fahrverbot. Das kam bislang in Betracht, wenn die Straftat im Zusammenhang mit dem „Führen eines Kraftfahrzeugs“ begangen wurde.

    Das ändert sich jetzt. Der Bundestag hat gestern eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Demnach kann künftig jede Tat mit Führerscheinentzug bestraft werden. Egal, ob ein Auto dabei irgendeine Rolle spielte oder nicht. Außerdem wird die maximale Dauer des Führerscheinentzugs von drei auf sechs Monate verdoppelt.
    Der Bundestag hat die Gesetzesänderung, die noch zahlreiche weitere Maßnahmen beinhaltet, gegen die Stimmen der Opposition beschlossen. Und auch gegen die Empfehlung von vielen Verkehrsjuristen, Automobilclubs oder dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat.
    Der Vorschlag ist nicht neu. Bemühungen, das Fahrverbot als Strafe auszuweiten, gibt es schon seit Jahren. Sie wurden immer wieder verworfen. Der jetzige Gesetzentwurf wurde im Dezember 2016 vorgelegt, der Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) debattierte Ende Januar darüber. VGT-Präsident Kay Nehm sagte damals, ihm sei unklar, was die große Koalition zur Wiederbelebung des Plans veranlasst habe. „Tote werden nicht dadurch lebendig, dass man sie alle paar Jahre wieder ans Licht zerrt“, sagte der frühere Generalbundesanwalt.


    Die große Koalition und das Justizministerium sehen in dem Fahrverbot ein zusätzliches Mittel, „zielgenau, spürbar und schuldangemessen auf den Täter einzuwirken“, sagte Justizminister Maas beim VGT im Januar. Die Idee: Der Führerscheinentzug soll jene besonders hart treffen, denen eine Geldstrafe nicht weh tut. Das hatten SPD und CDU/CSU in den Koalitionsvertrag aufgenommen.

    Zum Einsatz kommen soll der Führerscheinentzug vor allem bei „kleinerer und mittlerer Kriminalität“. Also Taten, für die es üblicherweise Geldstrafen gibt oder kurze Freiheitsstrafen. Letztere sollen gegebenenfalls vermieden werden, indem ein Fahrverbot verhängt wird.


    Das Fahrverbot soll nicht als alleinige Strafe verhängt werden. Es behält weiterhin den Charakter einer sogenannten „Nebenstrafe“. Der Richter soll entscheiden, ob neben der „Hauptstrafe“ (üblicherweise: Geldstrafe) auch das Fahrverbot in Frage kommt.

    1. Eine Geldstrafe allein würde den Täter nicht ausreichend beeindrucken, um ihn von weiteren Straftaten abzuhalten. Eine Freiheitsstrafe erscheint aber als zu einschneidend und dürfte demnach nicht verhängt werden. Das Fahrverbot schließt dann die „Sanktionslücke“. Ergebnis: Geldstrafe plus Fahrverbot.
    2. Das Fahrverbot wird verhängt, um die Geldstrafe reduzieren zu können. Ergebnis: Geldstrafe plus Fahrverbot.
    3. Eine Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird, wird um den Führerscheinentzug ergänzt. Ergebnis: reduzierte Bewährungsstrafe plus Fahrverbot.
    4. Eigentlich wäre eine Freiheitsstrafe zu verhängen oder zu vollstrecken. Zur Vermeidung der Freiheitsstrafe wird das Fahrverbot verhängt. Ergebnis: Geldstrafe oder Bewährungsstrafe plus Fahrverbot.


 
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