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Gebrauchtwagen gekauft. Ich fasse es nicht...

Erstellt von palmstrollo, 07.05.2014, 18:05 Uhr · 21 Antworten · 2.411 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Böse Gebrauchtwagen gekauft. Ich fasse es nicht...

    #1
    Ich habe mir am vergangenen Montag einen Gebrauchten gekauft.
    Händler mit 100ten von 3jährigen. Allesamt Laufleistungen um die 100 tkm (Diesel).

    Meine Wahl fiel auf einen 3jährigen Golf VI TDI, 140 PS und Highline-Ausstattung. Sah aus, wie frisch aus dem Verkaufsraum. Laufleistung 104 tkm.
    Für mich lohnt sich ein Neuwagen eher nicht, da ich ca. 30 tkm/ Jahr fahre. Da hätte ich nach 3 Jahren schon die Hälfte des Neupreis verloren.
    Probefahrt; alles bestens.
    Scheckheft gepflegt bei VW.
    Kaufvertrag gemacht und darauf hingewiesen worden, dass der linke Kotflügel und die Motorhaube lackiert wurden. Dies hat ein DEKRA-Gutachter in sein Gutachten geschrieben. (hab ich sehen dürfen. Steht da wirklich so drin. Lackdickenabweichung an Kotflügel und Motorhaube). Da konnte ich mit leben.

    Nachdem mir meine Bank beim 200km entfernten Händler dann sagte, dass ich das Geld (11500 €) erst vorbestellen müsse, sank meine Laune schon etwas. Wollen die mir mein Geld nicht geben? Haben die keins mehr?
    Ich dürfe aber ausnahmsweise nach der Mittagspause (14:00 Uhr) vorbeikommen; dann hätten sie es da.

    Na gut. Zurück zum Händler und ihm gesagt, dass es 2 1/2 Stunden dauern wird, bis das Geld gedruckt sei.
    "Kein Problem, überweisen Sie es doch einfach.". Cool, finde ich, setze mich in den Wagen und fahre los. Mein Nachbar, der mich hingefahren hat, fährt vorne weg.

    90 km später auf der Autobahn. Piepen aus'm Bordcomputer und "Motorstörung Werkstatt" steht im Display.
    Notlaufprogramm. 110 km/h maximal...
    Nächste Ausfahrt runter und PC (hab ich zufällig dabei) mit Auslesesoftware dran.
    AGR-Ventil Fehlfunktion.
    Fehler gelöscht und weiter geht's.
    Auf der weiteren Fahrt fehlt zwar etwas Leistung, das schreibe ich aber dem vermutlich nicht sauber schließenden AGR-Ventil zu.
    Zu Hause angekommen, erstmal den Händler informiert.
    Der sagt "kein Problem, kennen wir. Kommt leider häufiger vor. Ist teuer und wir holen den Wagen ab, reparieren und bringen ihn repariert wieder zurück."
    Na gut.
    Am nächsten Morgen (Dienstag) rufe ich meinen Nachbarn an, der bei VW arbeitet.
    Ein kurzer Blick in die Reparaturhistorie zeigt Erschreckendes. Vorne ist so ziemlich alles erneuert worden, was auf einen heftigen Crash hindeutet.
    Stoßstange
    Kühlergrill
    Querträger
    Scheinwerfer links
    beide! Radhausschalen
    Motorhaube und Kotflügel (ok, das wusste ich)
    Luftfilterkasten (muss gebrochen sein...)
    irgendein Teil am Querlenker
    und das linke Vorderrad.

    Fein, den Händler direkt wieder angerufen: "das Abholen ist eine gute Idee. Sie können ihn aber auch gleich da behalten."
    Bei meinem "Glück" hatte ich jetzt mit einer ablehnenden Antwort gerechnet, aber er war sofort einverstanden.
    Mein Glück war allerdings, dass die Bank das Geld nicht sofort rausrückte und ich somit noch nicht bezahlt hatte.

    Wieso hakt ein "Gutachter", wenn er so etwas feststellt nicht einfach bei VW nach? Wenn ich das kann, sollte er es auch können. Ich könnte kotzen wegen dem verlorenen Tag und den sinnlos gefahrenen Kilometern.

    Eben ist die Gurke dann abgeholt worden.

    Nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen...

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Sorry Herrmann,

    aber die Hinweise auf dickere Lackstärken sind eindeutige Hinweise auf Unfallschäden (welcher Intensität auch immer) Sei froh wenn der Händler das ohne Zicken zurück nimmt. Sonst hätte sich eine längere Geschichte angebahnt.

    Echt Glück gehabt !!

  3. Registriert seit
    15.03.2014
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    #3
    War neben der Neulackierung kein Unfallschaden vermerkt im Vertrag?

  4. Registriert seit
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    #4
    Ui Glück gehabt nicht jeder kennt sich so gut aus (und weiss wie man Fehler auslesen und löschen kann). Dem nächsten Käufer wird das vermutlich nicht auffallen und dann hat sichs für den Händler trotzdem gelohnt

  5. Registriert seit
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    #5
    Da haste wirklich Glück gehabt, puhhh...
    ta-rider hat vermutlich recht....

  6. Registriert seit
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    923

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    #6
    Also für mich sieht das eher nach vorsätzlicher Täuschung aus. Du kannst mir doch nicht erzählen, dass ein gewissenhafter Händler sich nicht für die Fahrzeughistorie interessiert. Aus meiner Sicht hätte der Dich auf den Unfallschaden hinweisen müssen! Er kann sich als "Fachmann" auch nicht mit "habe von einem Unfall nichts gewusst" rausreden.
    Es ist in meinen Augen wirklich traurig, dass diese Branche aufgrund solcher schwarz Schafe so leiden muss. Glücklicherweise ist in Deinem Fall alles ziemlich reibungslos rückabgewickelt worden.

    Gruß
    Tobias

  7. Registriert seit
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    #7
    Ich habe witzigerweise auch keinen "Kaufvertrag" unterschrieben, sondern eine verbindliche Bestellung.
    An diese bin sowohl ich wie auch der Verkäufer nur 10 ? Tage gebunden.
    Die Bestellung wird zum Kaufvertrag, wenn entweder der Verkäufer schriftlich bestätigt oder aber die Lieferung erfolgt ist.
    Die Lieferung ist nach meiner Ansicht noch nicht erfolgt, da die Fahrzeugpapiere noch nicht bei mir sind.
    Da ich gestern morgen schriftlich die Bestellung widerrufen habe und der Händler den Wagen eben abgeholt hat, sehe ich mich
    auch nicht mehr an die Bestellung gebunden.
    Ich denke, es wäre schwierig für den Verkäufer geworden, auf Abnahme bzw. Bezahlung zu bestehen.
    Bei der Größe des Schadens halte ich diesen für offenbarungspflichtig. Eine Angabe "Lackdickendifferenz Kotflügel und Motorhaube und/oder Unfallschaden" reicht mMn nicht aus.
    Momentan sieht es aber nicht nach Streit aus. Püüh.
    Zitat Zitat von blntaucher Beitrag anzeigen
    ...
    Es ist in meinen Augen wirklich traurig, dass diese Branche aufgrund solcher schwarz Schafe so leiden muss. Glücklicherweise ist in Deinem Fall alles ziemlich reibungslos rückabgewickelt worden.

    Gruß
    Tobias
    Yip.

  8. Registriert seit
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    #8
    Das ist schon harter Tobak.
    Und das war ein Volkswagenbetrieb, bei dem Du das Auto geholt hast??

    Ist ja nicht zu glauben.
    Wem kann man überhaupt noch sein Vertrauen geben?

    Zumindest scheint Dir weiterer Ärger erspart zu bleiben, aber einen neuen fahrbaren Untersatz hast Du deswegen ja auch noch nicht.

    Wünsche Dir ein glücklicheres Händchen bei der weiteren Suche!

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von Dexter Beitrag anzeigen
    ...
    Und das war ein Volkswagenbetrieb, bei dem Du das Auto geholt hast??
    ...
    Nein, ein riesiger freier Händler, der wohl ausschließlich Leasingrückläufer ankauft.

    Seit dem der Wagen vor ein paar Stunden abgeholt wurde, ist er auch beim gleichen Händler in mobile.de wieder eingestellt. Gleicher Preis und gleicher Anzeigentext.
    Hoffentlich wird der nächste Käufer genauer darüber aufgeklärt, was als Unfallschaden wirklich existiert hat. Und ob die AGR-Einheit nun ausgetauscht wird oder nur gereinigt; dreimal darf geraten werden

  10. Registriert seit
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    #10
    Schwein gehabt.


 
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