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Gewerbeauskunftzentrale

Erstellt von Di@k, 12.02.2013, 10:57 Uhr · 19 Antworten · 1.650 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Gewerbeauskunftzentrale

    #1
    aus aktuellem Anlaß (es werden immer mehr Fälle hier bekannt) sei nochmals vor den Fax Angeboten bzw unaufgeforderten Fax Schreiben der sog. GEWERBEUSKUNFTZENTRALE gewarnt !!

    Es werden von dort an Gewerbetreibende Fax Schreiben gesendet, die so aussehen, als wolle man nur den Bestand der Daten prüfen und alles sei kostenlos.
    Durch ihr Äußeres erweckt die Mitteilung den Anschein sie sei von behördlicher Stelle.

    Rechts im Fließtext wird dann allerdings (und das überlesen sehr viele !!, was ja auch die dahinter stehende Absicht ist !!!) kleingedruckt darauf hingewiesen, dass es sich um ein Angebot handelt welches kostenpflichtig ist und so um die 500 € kostet per annum.

    Der BGH hat zum Aktenzeichen VII 262/11 dem ganzen allerdings bereits 2012 ein Ende gesetzt :

    "Wird eine Leistung (hier Grundeintrag in ein Branchenverzeichnis im Internet) in einer Vielzahl von Fällen unentgeltlich angeboten, so wird eine Entgeltklausel, die nach der drucktechnischen Gestaltung so unauffällig in das Gesamtbild eingefügt ist, dass sie von dem Vertragspartner des Klauselverwenders dort nicht vermutet wird, gem. § 305 c Abs 1 BGB nicht Vertragsbestandteil."

  2. Baumbart Gast

    Standard

    #2
    gleiches Thema: O.B.S. Office Business Software verschickt in betrügerischer Absicht 'Rechnungen' (297,48, hat man natürlich nie bestellt) an 4men über Software. Lt. AGB auf der Rückseite kommt die Bestellung dann durch Bezahlung der Rechnung zustande, Lieferung erfolgt in angemessener Zeit.
    Betrug, aber scheinbar steht jeden Tag ein Dummer auf der's bezahlt. Jedenfalls häng so ein Schreiben seit letzter Woche bei mir an der Pinwand.

  3. Registriert seit
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    #3
    ich krieg sowas schon seit 10 jahren immer mal wieder - mal als "offerte", mal als "aufforderung", mal mit "fristsetzung", mal mit "barcodes", "aktenzeichen", "stempeln", "adlern" etc dekoriert..

  4. Registriert seit
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    #4
    das perfide an der Sache mit der Gewerbeauskunftzentrale ist, dass eine ganze Reihe von Amtsgerichten denen Recht gaben und die Leute verurteilt wurden zu zahlen.
    Damit dürfte nun Ende sein !

    Das ganze ist so klar auf die Täuschung der Empfänger angelegt dass es brummt, aber einige Richter meinten : Als Kaufmann muss ich das lesen und im Alltagsgeschäft darf so etwas nicht untergehen.
    Ganz häufig haben Bürokräfte das Formular ausgefüllt und abgesabdt, weil sie meinten es wäre von der Gewerbeaufsicht oder so.

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    #5
    Moin
    hab ich letzte Woche in der Post bei meinem Vater gesehn
    und in den Müll geschmissen
    dennoch vielen Dank für den Tip Dirk

    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    aus aktuellem Anlaß (es werden immer mehr Fälle hier bekannt) sei nochmals vor den Fax Angeboten bzw unaufgeforderten Fax Schreiben der sog. GEWERBEUSKUNFTZENTRALE gewarnt !!

    Es werden von dort an Gewerbetreibende Fax Schreiben gesendet, die so aussehen, als wolle man nur den Bestand der Daten prüfen und alles sei kostenlos.
    Durch ihr Äußeres erweckt die Mitteilung den Anschein sie sei von behördlicher Stelle.

    Rechts im Fließtext wird dann allerdings (und das überlesen sehr viele !!, was ja auch die dahinter stehende Absicht ist !!!) kleingedruckt darauf hingewiesen, dass es sich um ein Angebot handelt welches kostenpflichtig ist und so um die 500 € kostet per annum.

    Der BGH hat zum Aktenzeichen VII 262/11 dem ganzen allerdings bereits 2012 ein Ende gesetzt :

    "Wird eine Leistung (hier Grundeintrag in ein Branchenverzeichnis im Internet) in einer Vielzahl von Fällen unentgeltlich angeboten, so wird eine Entgeltklausel, die nach der drucktechnischen Gestaltung so unauffällig in das Gesamtbild eingefügt ist, dass sie von dem Vertragspartner des Klauselverwenders dort nicht vermutet wird, gem. § 305 c Abs 1 BGB nicht Vertragsbestandteil."

  6. Registriert seit
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    #6
    Ja, da hab ich schon vor über 16 Jahren ein Prozess gewonnen, wo genau so ein kleingedruckter Text links NEBEN der Unterschrift stand.
    Der Richter nahm somit an, alle relevanten Punkte stehen oben, so dass nichts wichtiges mehr zu erwarten wäre.
    Also eine handsignierte Unter- und nicht Neben- Schrift...

    Und da gibt's noch mehr Vereine mit solchen "Updates"
    Von Einträgen aller Art :-(
    Früher gern per Fax,
    Heut immer öfter per Mail.

    Dumm nur, wenn eine Büroangestellte was unaufgefordert zugestelltes als bestellt einstuft :-((

    Da hilft nur genauer hinschauen und sofort in' Müll treten.

    Cowy

  7. Registriert seit
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    #7
    Vielen Dank für den Hinweis. Hatte auch so ein Schreiben in der Post, mich aber noch nicht darum gekümmert. Werde es mir heute abend mal genauer anschauen.

  8. Registriert seit
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    #8
    Ich denke, "die Dummen, die jeden Tag aufstehen" sind in dem Fall Existenzgründer (IchAG'ler o.ä. und Einzelunternehmer, die das erste Mal sowas machen und mit recht wenig kaufmännischem Wissen (vom juristischem ganz zu schweigen) daher kommen), die das erste mal mit solchen Schreiben konfrontiert werden und sich eben nicht gleich die Zeit nehmen, sich dieses genauer anzusehen.

    Für diese sind solche Warnungen nicht verkehrt.

    Selber hatte ich mir das Schreiben auch zum Glück genauer angesehen, da mit der Ausdruck "Gewerbeauskunftzentrale" schon etwas komisch vor kam.

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von tuxbrother Beitrag anzeigen
    Ich denke, "die Dummen, die jeden Tag aufstehen" sind in dem Fall Existenzgründer (IchAG'ler o.ä. und Einzelunternehmer, die das erste Mal sowas machen und mit recht wenig kaufmännischem Wissen (vom juristischem ganz zu schweigen) daher kommen), die das erste mal mit solchen Schreiben konfrontiert werden und sich eben nicht gleich die Zeit nehmen, sich dieses genauer anzusehen.

    Für diese sind solche Warnungen nicht verkehrt.

    Selber hatte ich mir das Schreiben auch zum Glück genauer angesehen, da mit der Ausdruck "Gewerbeauskunftzentrale" schon etwas komisch vor kam.
    Leider ist das nicht so.
    Gestandene Bürovorsteherinnen von Arztpraxen, Kleinunternehmer mit viel "um die Ohren", Handwerker die schon Jahre im Geschäft sind und auch einige Mediziner höchstselbst (obwohl die gar kein Gewerbe betreiben) usw usw...
    Das zieht sich durch alle Bildungsschichten. Hier wird schlicht der tägliche Stress und dadurch verursachte Flüchtigkeit ausgenutzt !
    Darum ist die Masche ja so erfolgreich.

  10. Registriert seit
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    #10
    Doch so viele? ... Hätte ja jetzt gedacht, dass gerade diejenigen, die schon länger entsprechend tätig sind (und für die so ein Schreiben nicht das erste Mal auf dem Tisch liegt) doch etwas sensibilisierter darauf achten.
    Aber stimmt schon - wenn man gerade zwischen Aufträgen hin und her hangelt (also im Stress ist), kann sowas schon etwas eher unter gehen.


 
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