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Glück gehabt

Erstellt von stone, 21.08.2009, 11:16 Uhr · 36 Antworten · 3.524 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Motorrad gegen Fahrrad ?

    #21
    Eine extrem ungünstige Konstellation ! Ein Freund von mir hatte leider mal so eine Begegnung auf der Landstrasse. Er mit dem Mopped mit ca. 70 km/h unterwegs und will an einem Fahrradfahrer vorbei fahren, als dieser plötzlich und unvermittelt vom rechten Fahrbahnrand nach links abbiegt um in einen Waldweg zu fahren. Mein Freund hatte nicht den Hauch einer Chance, die Kollision zu vermeiden. Er ist so unglücklich gestürzt, dass er sich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zuzog und mehrere Wochen im Koma lag. Gott sei Dank ist er noch ganz gut aus der Sache rausgekommen und weitestgehend wieder hergestellt, wenn auch mit bleibenden Beeinträchtigungen für den Rest seines Lebens. Seitdem fahre ich immer langsam und mit großem Abstand an Radfahrern vorbei.

    Auch muss leider mal gesagt werden, dass einige Zeitgenossen (Anwesende natürlich ausgenommen ), die mit dem Rennrad unterwegs sind, ganz offensichtlich erheblich was an der Birne haben. Die Straßenverkehrsordnung ist für sie ein Fremdwort. Da wird rücksichtslos rechts und links vorbeigefahren, rote Ampeln missachtet etc. Vor zwei Jahren auf einer Tour durch Südfrankreich hatte ich mal das zweifelhafte Vergnügen, plötzlich mitten in einem Amateurradrennen zu landen. Vorne, hinten, rechts, links, oben und unten nur verrückte französische Radfahrer Die haben sogar noch versucht, mich bergab zu überholen und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Als ich endlich raus war aus dem Getümmel, hab ich erst mal angehalten und kontrolliert, ob nicht noch einer zwischen Koffer und Endtopf klemmt Aber im Ernst: Das war kein schönes Erlebnis und saumäßig gefährlich

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    #22
    ich bin einmal mit einem Alfa-Spider auf die Tour de Swisse aufgelaufen - bergauf - lange hinterher, dann bergab - ich dachte mich laust der Affe, nach spätestens fünf Kurven waren die weg. Alle. Enschließlich des VW-Bus vom Roten Kreuz. Ich dachte, die sind lebensmüde.

    Übrigens, in kurvigen Bergabstücken wären etliche Motorradfahrer schneller und weniger nervös unterwegs, wenn sie ohne Motorkraft und ohne eingelegten Gang wie ein Fahrrad nur den Berg runterrollen würden. Wer hat das schon ausprobiert? Ich fand es sehr interessant....

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    #23
    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    Eine extrem ungünstige Konstellation ! Ein Freund von mir hatte leider mal so eine Begegnung auf der Landstrasse. Er mit dem Mopped mit ca. 70 km/h unterwegs und will an einem Fahrradfahrer vorbei fahren, als dieser plötzlich und unvermittelt vom rechten Fahrbahnrand nach links abbiegt um in einen Waldweg zu fahren. Mein Freund hatte nicht den Hauch einer Chance, die Kollision zu vermeiden. Er ist so unglücklich gestürzt, dass er sich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zuzog und mehrere Wochen im Koma lag. Gott sei Dank ist er noch ganz gut aus der Sache rausgekommen und weitestgehend wieder hergestellt, wenn auch mit bleibenden Beeinträchtigungen für den Rest seines Lebens. Seitdem fahre ich immer langsam und mit großem Abstand an Radfahrern vorbei.

    Auch muss leider mal gesagt werden, dass einige Zeitgenossen (Anwesende natürlich ausgenommen ), die mit dem Rennrad unterwegs sind, ganz offensichtlich erheblich was an der Birne haben. Die Straßenverkehrsordnung ist für sie ein Fremdwort. Da wird rücksichtslos rechts und links vorbeigefahren, rote Ampeln missachtet etc. Vor zwei Jahren auf einer Tour durch Südfrankreich hatte ich mal das zweifelhafte Vergnügen, plötzlich mitten in einem Amateurradrennen zu landen. Vorne, hinten, rechts, links, oben und unten nur verrückte französische Radfahrer Die haben sogar noch versucht, mich bergab zu überholen und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Als ich endlich raus war aus dem Getümmel, hab ich erst mal angehalten und kontrolliert, ob nicht noch einer zwischen Koffer und Endtopf klemmt Aber im Ernst: Das war kein schönes Erlebnis und saumäßig gefährlich
    Hallo Bär,

    ja du hast gänzlich Recht, es gibt eben immer wieder Wahnsinnige die die Straße als Rennstrecke betrachten, bei Radfahrern aber auch bei Motorradfahrern.
    Ich zähle mich eigentlich zu den Leuten die auch Rücksicht auf Andere nehmen und fahre auch nicht mit dem Fahrrad bei Rot über die Kreuzung obwohl kein Fahrzeug in Sicht ist.

    Im laufe der letzten Jahre habe ich an vielen RTF`en (Radtouristikfahrten) teilgenommen. Bei diesen Fahrten handelt es sich um ausgeschilderte Rundkurse in verschiedenen längen, von ca 45km-220km. Erschreckend für mich ist immer wieder mitzubekommen das wenige Fahrer/innen diese Radtouristikfahrten als Rennen sehen und alle Verkehrsregel ausgeblendet werden.Das muß der sogenannte Herdentrieb sein. Der erste Fahrer ruft z.B. Kreuzung frei und er 20. fährt immer noch ohne zu schaun über diese Kreuzung, Gottvertrauen? Für mich absolut unverständlich.

    Jeder,und das meine ich auch genau so, jeder macht in seinem Leben Fehler, und wenn mann am Straßenverkehr teilnimmt macht auch jeder Fehler, doch alle sollten daran arbeiten diese zu vermeiden und sich selbst zu hinterfragen. Nicht immer mit erhobenen Finger auf andere zeigen, sich selbst auch mal auf die Brust tippen.

    Ich hoffe deinem Freund geht es trotz allem recht Gut!!

    Gruß Peter

  4. Registriert seit
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    #24
    Mein lieber Schollie!!!

    Da hast Du aber wirklich Glück gehabt. Ich wünsche Dir gute Besserung.

    Unglaublich, dass Du Dich so gut erinnern kannst. Und Dein Schreibstil find ich einfach klasse. Ich habe ja richtig feuchte Augen bekommen .

  5. Registriert seit
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    Standard

    #25
    Zitat Zitat von Raubritter Beitrag anzeigen
    ich bin einmal mit einem Alfa-Spider auf die Tour de Swisse aufgelaufen - bergauf - lange hinterher, dann bergab - ich dachte mich laust der Affe, nach spätestens fünf Kurven waren die weg. Alle. Enschließlich des VW-Bus vom Roten Kreuz. Ich dachte, die sind lebensmüde.

    Übrigens, in kurvigen Bergabstücken wären etliche Motorradfahrer schneller und weniger nervös unterwegs, wenn sie ohne Motorkraft und ohne eingelegten Gang wie ein Fahrrad nur den Berg runterrollen würden. Wer hat das schon ausprobiert? Ich fand es sehr interessant....
    Bin mal mit dem Rad ein abgesperrtes Rennen in den Dolomiten gefahren und die Carabineri einer der Provinzen durch die es ging haben versehentlich die Strecke für ein paar Kfz freigegeben als wir ( ne Gruppe von ca 15 Radlern ) recht langsam auf dem passo di giau ankamen.

    Da gings dann bergab in Richtung pecol. Vor uns (aber echt nur kurz...) ne Suzuki mit Sozia.. Die hat nach drei Kehren dem armen Kerl vorn so aufn Helm geklopft, dass er es dann aufgab zu versuchen dran zu bleiben..

    Bisher war ich bergab immer schneller (in engen kurvigen Abschnitten) als die Mopetts oder Autos.

    Aber an die kleinen Bremsgummis usw darfste dabei nicht denken...

    Zitat Zitat von stone Beitrag anzeigen
    Hallo Bär,

    ja du hast gänzlich Recht, es gibt eben immer wieder Wahnsinnige die die Straße als Rennstrecke betrachten, bei Radfahrern aber auch bei Motorradfahrern.
    Ich zähle mich eigentlich zu den Leuten die auch Rücksicht auf Andere nehmen und fahre auch nicht mit dem Fahrrad bei Rot über die Kreuzung obwohl kein Fahrzeug in Sicht ist.

    Im laufe der letzten Jahre habe ich an vielen RTF`en (Radtouristikfahrten) teilgenommen. Bei diesen Fahrten handelt es sich um ausgeschilderte Rundkurse in verschiedenen längen, von ca 45km-220km. Erschreckend für mich ist immer wieder mitzubekommen das wenige Fahrer/innen diese Radtouristikfahrten als Rennen sehen und alle Verkehrsregel ausgeblendet werden.Das muß der sogenannte Herdentrieb sein. Der erste Fahrer ruft z.B. Kreuzung frei und er 20. fährt immer noch ohne zu schaun über diese Kreuzung, Gottvertrauen? Für mich absolut unverständlich.

    Jeder,und das meine ich auch genau so, jeder macht in seinem Leben Fehler, und wenn mann am Straßenverkehr teilnimmt macht auch jeder Fehler, doch alle sollten daran arbeiten diese zu vermeiden und sich selbst zu hinterfragen. Nicht immer mit erhobenen Finger auf andere zeigen, sich selbst auch mal auf die Brust tippen.

    Ich hoffe deinem Freund geht es trotz allem recht Gut!!

    Gruß Peter
    Speziell bei RTF starten viele, die nicht ein einziges richtiges Rennen je gefahren sind oder werden. Aber sie machen dann so ne Touri-Veranstaltung, bei der die StVO ganz normal gilt und nix abgesperrt ist, zu ihrem Privatrennen.

    Ich geb Dir völlig Recht !! Das ist und bleibt birnig !

    Ich bin auch "kein Kind von Traurigkeit" im Straßenverkehr, aber alles hat Grenzen. Dazu zählen definitiv rote Ampeln usw. Aber man wird ja schon zusammengefaltet, wenn man (mit 40 bis 50 km/h) auf der Straße fährt und der Dosentreiber echt mal ganz kurz abbremsen muss und dadurch sein gesamter Schnitt auf dem Heimweg oder zur Kirche versaut wird.

    Klar machen wir alle Fehler und klar darf ich nicht auf der Straße fahren wenn's nen Radweg gibt, aber deswegen darf man mich dann doch nicht umsemmeln...

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    Standard

    #26
    Hallo Peter,
    auch von mir die besten Genesungswünsche.
    Gib doch einfach mal Zwischenberichte wie es Dir geht, damit wir mal wieder ne Runde mit "Koma-Tours" drehen können.

    Und Dein Bericht... super geschrieben, ist doch schön wenn es noch Helfer gibt und nicht nur Gaffer. Ich habe mir z.B. schon oft gedacht, ob ich in solchen Situationen anhalte und helfe, aber jetzt im Urlaub in Spanien habe ich geholfen eine Frau aus den Wellen zu holen, also da habe ich echt nicht nachgedacht ob oder ob nicht. Aber am Strand standen Hunderte Gaffer und haben das ganze noch eher gesehen als ich... und keiner hat geholfen

  7. Registriert seit
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    Daumen hoch

    #27
    Zitat Zitat von Tom#1 Beitrag anzeigen
    Hallo Peter,
    auch von mir die besten Genesungswünsche.
    Gib doch einfach mal Zwischenberichte wie es Dir geht, damit wir mal wieder ne Runde mit "Koma-Tours" drehen können.

    Und Dein Bericht... super geschrieben, ist doch schön wenn es noch Helfer gibt und nicht nur Gaffer. Ich habe mir z.B. schon oft gedacht, ob ich in solchen Situationen anhalte und helfe, aber jetzt im Urlaub in Spanien habe ich geholfen eine Frau aus den Wellen zu holen, also da habe ich echt nicht nachgedacht ob oder ob nicht. Aber am Strand standen Hunderte Gaffer und haben das ganze noch eher gesehen als ich... und keiner hat geholfen
    High Peter S.!
    Schließe mich dem Tom an!-Bei "Koma-Tours" haste wenigstens ordentliche Schutzkleidung an.., und bei meinem "Auffälligem" Fahrstil und mit den fetten Q´en werden wir schon nicht so schnell übersehen...!!!-
    Passieren kann natürlich immer was.....-Gut,daß Du so zäh bist!-
    Next time nich so früh unerlaubt der Truppe fernbleiben...,-lohnt sich meist eh nich
    LG von
    Mattin K. aus W.

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    Standard

    #28
    Hallo an alle,
    @Doro
    @Cat61
    @Gator
    @tuxbrother
    @flodur

    danke für die ganzen Genesungswünsche

    MLG Peter

  9. Registriert seit
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    Unglücklich

    #29
    Zitat Zitat von stone Beitrag anzeigen
    Hallo an alle,
    @Doro
    @Cat61
    @Gator
    @tuxbrother
    @flodur

    danke für die ganzen Genesungswünsche

    MLG Peter
    und was is mit @Komagleiter?-Häh?..(Helm hat nich alles abgehalten...)

  10. Registriert seit
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    Standard

    #30
    Hallo Tom und Mattin K. aus W.

    auch an euch beide herzlichen Dank !

    @ Mattin du hast ja Recht, das nächste mal bleibe ich bei der Truppe !

    @ Tom es gibt immer Leute die bei Unfällen aller Art gaffen müssen . Jeder der es sich zutraut sollte jedoch helfen, selbstverständlich ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.
    Ich habe vor vielen Jahren auch mal so ein Erlebnis gehabt. Ich fuhr mit meinem PKW einen Leichten Berg hinauf, eine kurvige Straße innerorts. So ca 100 m vor mir sah ich auf einmal einen Sack oder so durch die Luft fliegen, so ungefähr 5-6m hoch und ca 20m weit. Alle Autos vor mir hielten an,ich auch. Dann sah ich das es gar kein Sack sondern eine Person war die dort von einem Auto erfasst worden war. Wie sich später herrausstellte, Auto zu schnell, Alkohol und keinen Führerschein!
    Zu der Zeit war ich braver Bundeswehrsoldat, 21 Jahre und hatte gerade für den Panzerführerschein den großen Ersthelferkurs gemacht.
    Ich lief sofort zur Unfallstelle dort standen bestimmt schon 20 Gaffer, aber keiner half.
    Es war ein Mädchen das da mitten auf der Straße lag und sich nicht mehr bewegte. Ich machte all das, was ich zuvor gelernt hatte und zwar ohne viel zu überlegen. Es war wie automatisiert. Das Mädchen blutete aus Mund, Nase, und Ohren, es atmete nicht mehr. Puls ? Ich machte eine Mund zu Nase Beatmung die ich zuvor nur an dieser .......... im Leergang durchgeführt hatte.
    Das Mädchen fing nach nur zwei Beatmungen an zu röcheln und zu husten und spuckte Blut. Um uns herum war die Gaffermasse gewachsen und ich bekam so Gesprächsfetzen mit : Die macht es nicht mehr lange...... Die zuckt ja nur noch...... Kein Zweck mehr.......
    Dann fing das Mädchen an zu Krampfen und ich schrie einen Mann an, der mir am nächsten stand, er solle mir gefälligst helfen und die Beine, mit denen das Mädchen jetzt um sich trat, festhalten.
    Der Mann tat es, er half. Dann wollte ich das Mädchen ansprechen und fragt in die Runde der Gaffer nach ihrem Namen. Die Antwort kam von dem Mann der mir gerade half. Er sagte: Martina, 11 Jahre, ich bin der Vater.
    Nach unendlichen sieben Minuten bis der RTW da war, wurde ich dann an die Seite geschoben, stand auf einmal hinter all den Gaffern und war alleine. Auto fahren konnte ich nicht mehr, meine Nerven lagen blank.
    Die Familie hat sich mit mir in Verbindung gesetzt und haben sich tausendmal bedankt, das Mädchen hatte schwerste Kopfverletzungen, hat aber alles überstanden.

    Deswegen, man soll helfen wenn man kann.

    Ich habe mich auch schon nach meinen Helfern erkundigt und trotz Datenschutz bei der Pol. die Telefonnr. bekommen. (ich war sehr aufdringlich)
    Die Helfer haben sich riesig über meinen Anruf gefreut da sie ja auch nicht wußten wie es mir weiter ergangen ist.

    Gruß Peter


 
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