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Grass Gedicht

Erstellt von Di@k, 05.04.2012, 14:55 Uhr · 591 Antworten · 25.063 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #91
    Naja Leudee und dann wartet erst einmal ab was passiert wenn dieser moslemische Gruselfundamentalismus die ganzen arabischen Diktatoren und Regierungen überrannt hat, dann gehen erst einmal die Lichter aus und alle Alarmglocken an. Das Wort Menschenrechte wird danach zum Unwort, Israel wird nur noch Geschichte sein. Falls die muselmanischen Fundis sich durchsetzen bekommen hier bei uns die Kleriker und deren Abkömmlinge auch ganz schnell wieder Oberwasser, das wird alles noch greusslich werden, da bin ich sehr sicher. Tja und dann fliegen die Atombomben in Gottes und in Allahs Namen

  2. Chefe Gast

    Standard Widererwarten

    #92
    hat der Desput über die Aussage von Günter Grass ein erfreuliches Niveau behalten, obwohl es sehr gegensätzliche Meinungen dazu gibt.

    Wie immer versuche ich, ein paar Dinge voneinander zu trennen, um möglichst vorurteilsfrei eine Meinung zu bekommen und sehe deshalb diesen Text nicht ursächlich im Zusammenhang mit der Lebensgeschichte von Grass...

    Vielleicht ist es auch Zufall, dass er genau das sagt, was viele schon seit Jahrzehnten denken - es bleibt trotzdem eine berechtigte Anregung zum Denken...

  3. Chefe Gast

    Standard

    #93
    Zitat Zitat von Roter Oktober Beitrag anzeigen
    ...wenn dieser moslemische Gruselfundamentalismus die ganzen arabischen Diktatoren und Regierungen überrannt hat, dann gehen erst einmal die Lichter aus und alle Alarmglocken an. ..
    .Die Alarmglocken sind schon am heiser werden - nur will es keiner hören.
    Und wenn mal jemand auf den Putz haut und unsere Gehörgänge durchpustet
    , wird er sofort abgewatscht - also was jetzt...

  4. Registriert seit
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    #94
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Danke an Di@k für die Eröffnung des Thread. Solange ihn niemand absichtlich torpediert, wird er hoffentlich am Leben gelassen.

    Kritik am Staat Israel muss möglich sein. Wer sonst als unsere Schriftsteller sollten da voran gehen und uns darauf aufmerksam machen, dass gerade wir Deutsch(stämmig)en uns trotz der Vergangenheit unserer Nationen nicht mehr künstlich zurückhalten dürfen.

    Israel ist ein sehr heterogener Staat mit einer konfliktbeladenen Geschichte, zu der wir Europäer zweifellos einen wesentlichen Anteil leisteten. Wir haben unsere Verantwortung für die Vergangenheit unserer Länder bisher vor Allem durch Schweigen wahrgenommen. Grass findet das nicht gut. Mit dieser Aussage hat mE völlig Recht.

    Unsere bis heute anhaltende Zurückhaltung ist auch für die zur Weiterentwicklung jeder Gesellschaft notwendige Kritik innerhalb Israels schädlich. Liberale Israelis, die offen Kritik üben, werden von ihren weniger liberalen Landsleuten umgehend als Antisemiten, .........leugner etc abgestempelt und so zum Schweigen gebracht. Wie wir aus der jüngeren Vergangenheit auch mehrerer europäischer Staaten wissen, führt unterdrückte innere Kritik nirgendwo hin.

    Ich möchte nicht umringt von Messer wetzenden Feinden leben. Würde ich dies dennoch, wäre ich froh, als einziger in der näheren Region die A-Bombe zu besitzen. Ich verstehe deshalb sehr gut, dass die Israelis einen Präventivschlag gegen den Iran ernsthaft in Betracht ziehen resp. konkret vorbereiten. Ehrlich gesagt macht mir die Vorstellung, dass die Iraner das Ding möglicherweise in absehbarer Zeit haben, aus mehreren Gründen ernsthaft Sorgen. Insofern gebe ich zu, dass ich sogar froh darüber wäre, würden die Israelis und/oder die Amis das Problem halt auf diese Weise 'lösen', wenn sich die Perser nicht wirkungsvoll überprüfen lassen wollen. Die reale Möglichkeit eines Angriffs hat die Iraner bisher ja auch immer wieder zum Einlenken gebracht - die Sanktionen waren es jedenfalls kaum. Wann ein Präventivschlag dann wirklich notwendig wäre, das ist von hier aus tatsächlich nicht zu erkennen. Wäre ja nicht das este Mal, dass man uns 'nicht alles sagt'.

    Diese ganze schwierige Situation, in der Israel und seine Bürger leben, rechtfertigt aber vieles, was dieser Staat den Arabern ringsum und im Besonderen den Palästinensern antut, in keiner Weise. Die Siedlungspolitik, die systemmatische Ausgrenzung, der Mauerbau, die gezielten Liquidationen, etc. finde ich unerträglich und ich staune immer wieder, dass der Westen diese Zustände faktisch akzeptiert und mitträgt. Wir sind über diese Vorgänge wegen der historisch bedingten Beisshemmung unserer Medien auch eher schlecht informiert. Trotzdem scheint mir glasklar, dass dieses Verhalten der Israelis die Problematik nur verschärfen und cementieren kann und eine Lösung in immer weitere Ferne rückt.

    Habe ich nun einen Lösungsansatz oder zumindest ein paar gute Ideen zu bieten? Nein, das habe ich leider wirklich nicht. Soll ich deshalb also besser schweigen? Nein, sicher nicht.
    Gruss Rolf.
    Das sehe ich ganz genau so, ich stimme mit diesem Beitrag 100% überein.

    Ergänzen möchte ich das wir hier in Deutschland dieses Problem nicht nur mit dem von Grass angeschnittenen Thema haben, ich darf mich noch nicht einmal über straffällig gewordene Ausländer negativ äußern, schon bin ich ein .....
    Schläge jugendliche Schlager einen deutschen in der Ubahn tot, werden ihre Nationalitäten verschwiegen, es wird mit von uns verschuldeter mangender Integration gerechtfertigt, und uns somit auch noch die Schuld gegeben.
    Wenn ein deutscher Schlager einen Ausländer totschlägt, dann ist aber was los in der Welt. Dann muss sich jeder deutsche weltweit rechtfertigen.

    Ich denke, wir sind auf einem Holzweg.

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    #95
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    hat der Desput über die Aussage von Günter Grass ein erfreuliches Niveau behalten, obwohl es sehr gegensätzliche Meinungen dazu gibt.

    Wie immer versuche ich, ein paar Dinge voneinander zu trennen, um möglichst vorurteilsfrei eine Meinung zu bekommen und sehe deshalb diesen Text nicht ursächlich im Zusammenhang mit der Lebensgeschichte von Grass...

    Vielleicht ist es auch Zufall, dass er genau das sagt, was viele schon seit Jahrzehnten denken - es bleibt trotzdem eine berechtigte Anregung zum Denken...
    Wird wohl daran liegen, dass alle Beteiligten im Kern gar nicht soweit auseinander liegen wie man glaubt.
    Im Nahost-Konflikt gibt es nämlich nicht nur explizite Täter und Opfer sondern es hält sich irgendwie die Waage. Das immer auseinander zu halten ist selbst für Experten schwierig.
    Zudem vermischen sich politische Probleme mit religiösen.
    Wer will das in den Griff bekommen (wenn es schon seit Jahrzehnten die betroffenen Länder nicht schaffen)?

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    #96
    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich nicht glaube, dass diesem Thread hier ein langes Leben beschert ist[...]
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Widererwarten hat der Desput über die Aussage von Günter Grass ein erfreuliches Niveau behalten, obwohl es sehr gegensätzliche Meinungen dazu gibt.

    [...]

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    #97
    Zitat Zitat von Sean Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ganz genau so, ich stimme mit diesem Beitrag 100% überein.

    Ergänzen möchte ich das wir hier in Deutschland dieses Problem nicht nur mit dem von Grass angeschnittenen Thema haben, ich darf mich noch nicht einmal über straffällig gewordene Ausländer negativ äußern, schon bin ich ein .....
    Schläge jugendliche Schlager einen deutschen in der Ubahn tot, werden ihre Nationalitäten verschwiegen, es wird mit von uns verschuldeter mangender Integration gerechtfertigt, und uns somit auch noch die Schuld gegeben.
    Wenn ein deutscher Schlager einen Ausländer totschlägt, dann ist aber was los in der Welt. Dann muss sich jeder deutsche weltweit rechtfertigen.

    Ich denke, wir sind auf einem Holzweg.
    Da hast du jetzt nicht ganz Unrecht. Und das hast du überall in ähnlicher Form. Überall da, wo Vorurteile oder historisches Unrecht Anlass geben. Das hast du bei der Polizei in USA gegenüber Farbigen, hast du bei der Apartheid in Südafrika, und da haben alle Beteiligten ihre Probleme damit.... und es ist ganz klar abartig nervig wenn real Schuldige sich mit der billigen "Opfermasche" aus der Verantwortung zu ziehen versuchen, wenn sie gar noch geschützt werden.

  8. Registriert seit
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    #98
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Wohl plötzlich unter die Lyriker gegangen, was? Um den Wortlaut geht es bei solchen Publikationen ja sowieso nicht, sondern um die Aussagen. Und da ist gemeint: mögliche atomare Eskalation. Das ist was ganz anderes als ein solcher Erstschlag, wie Du behauptet hast. Such Dir das gestrige Interview mit Grass auf dem Internet, wenn's nicht glaubst.
    ....



    Von Wortlaut sprach ich auch nicht, lediglich von "am Text orientieren", aber schön, dass du mir hier die Technik der Textanalyse beibringen möchtest. Was nun gemeint ist oder nicht, kann jeder selbst entscheiden. Ich finde die Wortwahl eindeutig genug.


    Auszug:

    Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
    der das von einem Maulhelden unterjochte
    und zum organisierten Jubel gelenkte
    iranische Volk auslöschen könnte,
    weil in dessen Machtbereich der Bau
    einer Atombombe vermutet wird.

    Doch warum untersage ich mir,
    jenes andere Land beim Namen zu nennen,
    in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
    ...

    Jetzt aber, weil aus meinem Land,
    das von ureigenen Verbrechen,
    die ohne Vergleich sind,
    Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
    wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
    mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
    ein weiteres U-Boot nach Israel
    geliefert werden soll, dessen Spezialität
    darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
    dorthin lenken zu können, wo die Existenz
    einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
    ...

  9. GSATraveler Gast

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    #99
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Wird wohl daran liegen, dass alle Beteiligten im Kern gar nicht soweit auseinander liegen wie man glaubt.
    Im Nahost-Konflikt gibt es nämlich nicht nur explizite Täter und Opfer sondern es hält sich irgendwie die Waage. Das immer auseinander zu halten ist selbst für Experten schwierig.
    Zudem vermischen sich politische Probleme mit religiösen.
    Wer will das in den Griff bekommen (wenn es schon seit Jahrzehnten die betroffenen Länder nicht schaffen)?
    Sehe ich auch so. Hilfe kommt häufig von aussen, auch wenn sie zuweilen harsch abgelehnt wird. Versucht man ja auch, müsste man noch intensiver tun. Aufgeben gibt es nicht!

    @Roter Oktober: Ich bin der Überzeugung, es wird weniger schwarz enden, als es zuweilen ausschaut. Mal zusehen, was die arabischen Staaten in den nächsten 10 Jahren auf die Beine stellen - und vielleicht nicht immer gleich unsere heutigen Messlatten auflegen, wir kämpfen ja auch jeden Tag um das Überleben unserer Systeme.
    Rolf.

  10. Chefe Gast

    Cool @kuhjote

    Die Kunst der Interpretation ist nicht jedem nachgeworfen worden und als erfahrener Schreiber bietet Grass viel Lesestoff zwischen den Zeilen.
    Wörtlich genommen ist das, was man lesen kann ein eindeutiger Hinweis auf das, was man sich denken soll


 
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