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Grass Gedicht

Erstellt von Di@k, 05.04.2012, 14:55 Uhr · 591 Antworten · 25.096 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Funktioniert das auch bei ultra-orthodoxen Rabbinern ... oder schiitischen Mullahs? Jetzt mal ganz praktisch gedacht. Das sind nämlich die eigentlichen Ansprechpartner.
    Das ist jetzt für mich die Essenz des Ganzen: mit Worten und völkerrechtlich abgesegneten Taten kommt man gegen Extremisten nicht an. Da sind wir sicher einig. Und zwar gleichgültig, ob der Extremist kritisiert oder kritisiert wird.
    Die religiösen Fanatiker stellen ihr jeweiliges Bilderbuch über alle Gesetze. Und auch Israel macht da keine Ausnahme.
    Solange extremistische Aussagen den Tonfall bestimmen, sind intelligente und nachhaltige Lösungen unmöglich. Das gilt für Länder und Foren gleichermassen.
    Wer ist denn hier überhaupt GEGEN eine Kritik an Israel? Ich kann mich an niemand erinnern.
    Einigkeit fehlt doch lediglich in der Frage, wie weit hier antisemitische Denkweisen integriert werden, die dann letztlich den Charakter des Ganzen völlig verändern.
    Und mein Schlusswort zu Grass: der Mann ist- ob das einzelnen nun passt oder nicht- eine international beachtete Stimme unseres Landes. Mir passt er nicht. Aber er hat höchstens Falsches gesagt, nicht aber Rassistisches. Und insofern hab ich keine Probleme mit dem Text. Ich find ihn einfach nicht gut.

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    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Das ist jetzt für mich die Essenz des Ganzen: mit Worten und völkerrechtlich abgesegneten Taten kommt man gegen Extremisten nicht an. Da sind wir sicher einig. Und zwar gleichgültig, ob der Extremist kritisiert oder kritisiert wird.
    Die religiösen Fanatiker stellen ihr jeweiliges Bilderbuch über alle Gesetze. Und auch Israel macht da keine Ausnahme.
    Solange extremistische Aussagen den Tonfall bestimmen, sind intelligente und nachhaltige Lösungen unmöglich. Das gilt für Länder und Foren gleichermassen.
    Wer ist denn hier überhaupt GEGEN eine Kritik an Israel? Ich kann mich an niemand erinnern.
    Mit Extremisten wird man hier nichts zu tun haben. Die sind auch nicht in der Politik vertreten, auch wenn sie hinten dran stehen und schön aufpassen was gemacht wird.

    Israel ist trotz all den Hardlinern eine Demokratie. Das sind zwar Betonköpfe, aber keine religiösen Fanatiker. Es bestimmen auch keine “Sittenwächter“ den Alltag in Israel.

    Ich halte Kritik aus Deutschland für einflussreich. Es ist den Israelis bewusst, dass ihre Freunde in Europa zurückhaltend wurden, Deutschland ist eigentlich das einzige Land welches noch unbeirrt zu ihnen hält. Aber sie haben es bereits zu spüren bekommen dass die Kanzlerin ihre Begeisterung zurückhalten kann-man verlangt auch hier allmählich Zugeständnisse.

    Wie kann es da also in Israel völlig egal sein wenn die deutsche Bevölkerung Einfluss nimmt? Auch die deutsche Regierung darf wissen, dass ein Eingreifen gewünscht wird.

    Ich halte es daher für gut wenn hier ein Signal gegeben wird.

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    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    Israel ist trotz all den Hardlinern eine Demokratie. Das sind zwar Betonköpfe, aber keine religiösen Fanatiker. Es bestimmen auch keine “Sittenwächter“ den Alltag in Israel.
    Ui, das sehe ich ganz anders. Es ist noch nicht lange her, da musste ich eine Mitsängerin vor einem Steinhagel schützen. Ihr Verbrechen? Sie existierte in einer Strasse mitten in Jerusalem, in welcher sich auch strenggläubige und hasserfüllte Juden aufhielten. Grad fällt mir der name dieser gruppierung nicht ein - es sind die sehr traditionell gekleideten Leute mit ihren schwarzen Hüten und so. Gopf, der Name ist weg!
    Aber wenn DIE nicht religiös-fanatisch sind, dann weiss ich auch nicht.
    Grade die gruppe der agressiven Siedler ist voll von diesen Traditionalisten. Und diese wiederum haben in der Knesseth viel Einfluss.
    Der Zugriff der religiösen Fanatiker auf die Politik in Israel, Palestina und im ganzen islamischen raum ist schon sehr direkt.
    Naja, über die christlichen Extremisten z.B. in den USA will ich mangels exakter Kentnisse nicht sprechen...

  4. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Ui, das sehe ich ganz anders. Es ist noch nicht lange her, da musste ich eine Mitsängerin vor einem Steinhagel schützen. Ihr Verbrechen? Sie existierte in einer Strasse mitten in Jerusalem, in welcher sich auch strenggläubige und hasserfüllte Juden aufhielten. Grad fällt mir der name dieser gruppierung nicht ein - es sind die sehr traditionell gekleideten Leute mit ihren schwarzen Hüten und so. Gopf, der Name ist weg!
    Aber wenn DIE nicht religiös-fanatisch sind, dann weiss ich auch nicht.
    Grade die gruppe der agressiven Siedler ist voll von diesen Traditionalisten. Und diese wiederum haben in der Knesseth viel Einfluss.
    Der Zugriff der religiösen Fanatiker auf die Politik in Israel, Palestina und im ganzen islamischen raum ist schon sehr direkt.
    Und leider auch in Israel zunehmend. Wobei die Ultraorthodoxen den Wehrdienst verweigern und den Staat Israel ja teilweise ablehnen. Die Konflikte zwischen den demokratischen und religiösen, die Demokratie ablehnenden Kräften werden sich auch in Israel wohl verstärken.

    Grüße
    Steffen

  5. Registriert seit
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    Weiss schon was du meinst. Weiß nun nicht inwiefern du jemand vor denen schützen musstest. Aber wenn du in Israel warst, kommt das wohl öfter vor, in dem Bezug machen sie immer wieder Schlagzeilen. Ultraorthodoxe radikale Juden. Sieht man auch in Zürich und sie sind sofort überall unbeliebt. Aber auch in Israel. Die sind zwar schon auch bei allem dabei und sie haben auch was zu melden, aber sie bestimmen nicht allein was geht. Das sind auch für Israelis Fanatiker. Sind schon gerne an vorderster Front am Siedeln, schüren den Hass. Aber ich würde nicht davon ausgehen, dass die ne Zukunft haben.

    Es geht ja hier um Kritik, die man an Israel richten möchte. Ob und wieviel Einfluss das nehmen kann, lässt sich sicher nicht sagen. Völlig sinnlos ist es nicht.

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    Die Zusammensetzung des Parlaments der "einzigen Demokratie" im Nahen Osten:


    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...g18Knesset.png

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    Wären nicht so viele Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion nach Israel gezogen, hätten die Ultras schon lange das sagen.
    Die drängen mit ihren riesigen Familien auch nach und nach alle gemäßigten raus.

  8. Registriert seit
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    Nachdem ich den Scheiterhaufen der historischen Inquisition, der Einschüchterung und Bedrohung überlebt habe, möchte ich mich hier mal wieder zu Wort melden.
    Ich verstieß offenbar gegen den höchsten Grundsatz dieser historischen Inquisition, Du darfst keine andere Meinungen neben mir haben!
    Dem nicht genug, denn meine Quellen existieren und werden immerhin in der Bundesrepublik und auch international kontrovers diskutiert und sind Gott sei Dank nicht verboten, griff ich den für manche scheinbar Gott der Meinungs-Gottheit, Israel, an.
    Daß ich es dann noch wagte, anstelle Israels, vom Zionismus zu schreiben, brachte den ein oder anderen dann fast schon an den Rand eines völligen Empörungs-Kollaps.
    Auf die Idee, daß man unter Umständen unter der Verwendung des Begriffs Israel, die Bevölkerung in diesem Land pauschal begreifen und somit diffamieren könnte und ich mir daher erlaubte die politische Ideologie des Begriffs Zionismus zu wählen, zeigte dann zu deutlich mit welchem Unwissen manche Zeitgenossen geschlagen sind!

    Meinungen nähren sich unter anderem aus Zweifeln und diese sind begründet, auch wenn die Empörungsorgie hier schon seltsame Blüten der Stigmatisierung und des Erschlagens dieser meiner Meinung getrieben hat.

    Es beschäftigen sich Menschen mit der Geschichte, stoßen dabei auf in der inquisitorischen Darstellung unterschlagene Ereignisse, Quellen, Aussagen und Fakten, bringen dieses zu Papier oder informieren andere Menschen über ihre daraus abgeleiteten Zweifel und Schlußfolgerungen und werden mit dem Banne des Aussätzigen diffamiert.

    Selbst, und auch das scheint hier einigen unbekannt zu sein, sonst würden sie nicht so totalitär gegen Meinungen zu Felde ziehen und versuchen, diese zu unterdrücken, hat die Bundesrepublik die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, ausgearbeitet von den Vereinten Nationen, unterschrieben und anerkennt.

    Darin heißt es in der Präambel:

    Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

    da
    die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

    da
    es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

    da
    es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

    da
    die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

    da
    die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

    da
    ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,
    verkündet die Generalversammlung

    diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

    Artikel 1

    Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

    Artikel 2

    Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
    Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.



    unter anderem in


    Artikel 19

    Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

    Diese allgemeine Erklärung der Menschenrechte gilt, zumindest ist mir nichts Gegensätzliches bekannt, immer noch, und so hoffe ich auch, für die Bundesrepublik!

    Was nun die Informationen bezüglich der Vorgeschichte zum 2. Weltkrieg und Israels und der damit verschwiegenen oder gar unterdrückten Fakten betrifft, ist es ein verbrieftes Recht, diese Ereignisse zu hinterfragen, bzw. Zweifel zu äußern.

    Schließlich schnitze ich mir hier nicht irgendetwas herbei, sondern bemühe mich wenigstens, diese meine berechtigten Zweifel per Quellen zu belegen.

    Auch wenn einige glauben, hier unbedingt nationalsozialistisches Gedankengut erkennen zu müssen, so frage ich diese:

    War es denn ein erklärtes Ziel der Nationalsozialisten, sich mit ihrer eigenen Geschichte und den Ereignissen darum zu beschäftigen?

    Ist es also nationalsozialistisches Gedankengut, sich für diese Geschehnisse zu interessieren und sich darüber zu informieren und über, von der allgemeinen inquisitorischen Meinungs-Hoheit abweichende Darstellungen, zu diskutieren?

    Ist eine Revision, so z. B. in der Justiz, ein verbotenes Mittel, so denn Indizien auftauchen, welche die vorangegangenen Aussagen und Urteile in einem anderen Licht erscheinen lassen?

    In diesem Sinne, also der Freiheit des Geistes und des freien Wortes beschließe ich hier erst einmal meinen Beitrag.



  9. Registriert seit
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    @nuwanda

    Ich denke, die Sache mit der freien Meinungsäußerung ist doch wohl geklärt.
    "Man" darf (natürlich) auch den offiziellen Geschichtserklärer Guido Knopp und seine wohlfeile Sicht der Dinge hinterfragen. "Man" muss auch nicht unbedingt alles glauben, was uns N24 -tagtäglich und teilweise schmerzhaft dümmlich- als historische Tatsache verkleidet, einhämmern möchte.
    Man muss überhaupt nichts glauben. Man darf (fast) alles anzweifeln. Du darfst das selbstverständlich auch. Aber ... eben auch nur dann, wenn man die eine angebliche Wahrheit nicht sofort durch eine andere angebliche Wahrheit ersetzen will. Diesen Eindruck könnte man in deinem Fall gewinnen.
    Es ist also folgerichtig und zulässig, wenn man deine Sicht der Dinge dann ebenfalls anzweifelt. So einfach (oder auch nicht) ist das, das mit der Meinungsfreiheit.
    Der Nahostkonflikt (und seine "wahren" Ursachen) werden hier nicht abschließend diskutiert und geklärt werden können.
    Meinungsmärtyrer braucht hier aber kein Mensch. Die Inquisition findet also nicht statt. Bedrohungen und Einschüchterungsversuche gibt es hier auch nicht wirklich.
    O.K, ... die Sache mit dem "Empörungskollaps", da ist was dran.
    Das ist aber eher eine Stilfrage.

  10. mind Gast

    Standard Der....

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    @nuwanda

    Meinungsmärtyrer braucht hier aber kein Mensch. Die Inquisition findet also nicht statt. Bedrohungen und Einschüchterungsversuche gibt es hier auch nicht wirklich.
    O.K, ... die Sache mit dem Empörungskollaps, da ist was dran.
    Das ist aber eher eine Stilfrage.

    ...war nicht schlecht....wobei ich mich immer wieder frage, woher die Motivation zur Wiederbelebung bzw. Aufrechterhaltung der von Christof ständig neu inszenierten pers. Diskussionsplattform, rührt.


 
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