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Grass Gedicht

Erstellt von Di@k, 05.04.2012, 14:55 Uhr · 591 Antworten · 25.068 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard ein bisschen

    #51
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Vorderhand wird mit einem nichtatomaren Präventivschlag gedroht, um den Bau der Bombe durch den Iran zu verhindern. Dass Israel dies ernsthaft prüft, dafür habe ich echt Verständnis. Nix Drohung mit Massenvernichtung.
    Töten ist auch töten !

    Wofür?

    Ahmadinedschad ist ein Luftpuper !!
    Der und sein Militär werden sich im Zweifel in die Hose ......... Es sei denn er ist völlig abgedreht, aber dann hindert ihn - ebenso wie Adolf (und MA ist genau so ein Irrer) damals - niemand.

    Die zivilisierte Welt (pfff) wird sich abwenden und Israel hat ein Problem.
    Aber das ist hausgemacht ! Warum in aller Welt sollten wir akzeptieren das Israel mit Atomwaffen eine neue und nicht beherrschbare Dimension eröffnet?

    Sie haben mit nuklearer Eskalation gedroht.

  2. GSATraveler Gast

    Standard

    #52
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Sie haben mit nuklearer Eskalation gedroht.
    Ich will nicht in Wortklauberei machen, aber der Unterschied ist wichtig: ja, aber nicht in der von Dir beschriebenen Weise. Alle Atommächte drohen stets implizit mit dem letzten Schritt, das steht heute aber nicht wirklich bevor, sondern 'erst', wenn die Iraner allenfalls das Scheissding auch hätten. Der Vorwurf der Ungenauigkeit und der Pauschalisierung gegenüber Grass finde ich in diesem Punkt gerechtfertigt, er hat es sich da etwas gar einfach gemacht.

    Der allfällige nichtamtomare Präventivschlag durch die Israelis würde den Weltfrieden auch schon genügend destabilisieren, in vielerlei Hinsicht. Töten bzw. Krieg ist immer schlecht, keine Frage. In einer Notwehrsituation jedoch ist er sogar völkerrechtlich gerechtfertigt. Deshalb mein grundsätzliches Verständnis für die Vorbereitungen der Israelis.
    Gruss

  3. Registriert seit
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    Standard

    #53
    Ich denke, der kleine Benni spekuliert halt damit, dass es nach Osirak und Dair Alzour ein drittesmal auch gutgeht. Speziell bei dem Ding in Syrien hat kein Schwein mit dem berühmten "Ohrwaschl" gewackelt, selbst die Syrer haben bis auf eine kleine "Beschwerde" keine Reaktion gezeigt, im Gegenteil, später haben sie beschwichtigt und zum Schluss sogar das Ganze ignoriert. Und ganz lustig war ja, dass niemand, nicht einmal der Iran was gesagt hat.....

    Und da soll sich noch wer auskennen.....

  4. Registriert seit
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    Standard Notwehr

    #54
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Ich will nicht in Wortklauberei machen, aber der Unterschied ist wichtig: ja, aber nicht in der von Dir beschriebenen Weise. Alle Atommächte drohen stets implizit mit dem letzten Schritt, das steht heute aber nicht wirklich bevor, sondern 'erst', wenn die Iraner allenfalls das Scheissding auch hätten. Der Vorwurf der Ungenauigkeit und der Pauschalisierung gegenüber Grass finde ich in diesem Punkt gerechtfertigt, er hat es sich da etwas gar einfach gemacht.

    Der allfällige nichtamtomare Präventivschlag durch die Israelis würde den Weltfrieden auch schon genügend destabilisieren, in vielerlei Hinsicht. Töten bzw. Krieg ist immer schlecht, keine Frage. In einer Notwehrsituation jedoch ist er sogar völkerrechtlich gerechtfertigt. Deshalb mein grundsätzliches Verständnis für die Vorbereitungen der Israelis.
    Gruss
    ist - die strafrechtliche und zivilrechtliche Unbedenklichkeit von schädigenden Handlungen, wenn sie zur Abwehr eines Angriffs erfolgen und gegen den Angreifer bzw. einen Dritten gerichtet sind - !

    abstrakt, ok.

    Aber es muss ein Angriff und nicht nur eine Drohung sein.

    Jeder Angriff durch Israel wird mit der besonderen Lage des Staates gerechtfertigt.
    Vielleicht ist es ja auch nur das Bedürfnis des Staates sich selber ohne Rücksicht auf Verluste oder ohne Anpassung zu erhalten?
    Das Wort ANPASSUNG gehört nämlich nicht zur israelischen Diktion und DAS hat wiederum religiöse Gründe.

  5. Chefe Gast

    Standard Das eigentliche Problem kann nicht so einfach

    #55
    gelöst werden, obwohl fast jeder hier ein wenig Recht hat...
    - Grass prangert das stillschweigende Einverständnis des Westens betreffend die Innen- und Aussenpolitik des Staates Israel an
    - Di@k prangert über den Umweg des Grass-Gedichtes die Unfähigkeit zu Kritik am Verhalten eines "zivilisierten" Staates an
    - jeder, der schon in dieser Gegend war, prangert das Unvermögen zu menschlichem Zusammenleben an
    - alle Beteiligten vor Ort verhalten sich wie meine Jungs, als sie noch klein waren: immer feste drauf, man könnte ja Schwäche zeigen...

    Erinnert mich wieder an das "Neandertal" der EAV und das grundlose, hysterische Kläffen des Elefantentampons in Nachbars Garten, wenn unsere Sennenhunde in Sicht waren

    Meine bewusste Zeit des Nachrichten-Verfolgens hat mit dem Bürgerkrieg im Libanon begonnen - für mich war der nahe Osten in den ersten Jahren gleichbedeutend mit Beirut...
    Wer jetzt wem wann und warum irgendwo einen "Lebensraum" abgetrotzt hat, ist wahrscheinlich nicht mal mehr der Grund für den ewigen Streit

    Mit der Zeit (und Dank wirklich engagierter Lehrer und sehr toleranter und informierter Eltern) konnte ich mir eine eigene Meinung über dieses Nah-Ost-Dings bilden und bin schon vor dreissig Jahren mit Kritik am Verhalten der israelischen Regierung angeeckt

    Zu einem Streit gehören immer Zwei und oft wird nur um des Streitens willen ges...... - darunter zu leiden hat wie immer das Fußvolk

    (abgesehen davon: siehe unter dem Strich...)

  6. Chefe Gast

    Standard

    #56
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    ...
    Vielleicht ist es ja auch nur das Bedürfnis des Staates sich selber ohne Rücksicht auf Verluste oder ohne Anpassung zu erhalten?
    Das Wort ANPASSUNG gehört nämlich nicht zur israelischen Diktion und DAS hat wiederum religiöse Gründe.
    Vielleicht war die Idee, nach 1918 die Grenzen nach geographischen und/oder politischen Aspekten zu ziehen, die größte Scheißidee des Jahrhunderts...

    Im Moment sieht's so aus, als hätte man leichter die Wohngebiete ethnischer oder religiöser Gruppen zu Staaten erklärt

  7. Registriert seit
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    Standard

    #57
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    die größte Scheißidee des Jahrhunderts...

    DIE Liste ist aber elendslang

  8. GSATraveler Gast

    Standard

    #58
    Zitat Zitat von Di@k;963441
    Aber es muss ein Angriff und nicht [B
    nur [/B]eine Drohung sein.
    Der unmittelbar drohende Angriff reicht aus, wie Du ja bestens weisst oder zumindest wissen solltest. Und genau darauf beruft sich Israel.

    Den Begriff Anpassung kennen wir auch nicht, und das hat mitnichten religiösen, sondern historsichen und kulturellen Hintergrund. Die jüdische Religion und ihre Funktion während der Diaspora ist viel mehr, als was Religion für uns bedeutet.

    Wir Schreibende mich eingeschlossen sind uns ja überwiegend im Grundsatz einig, dass Israel bzw. die Israelis nur sehr begrenzt kritikfähig sind und dass dies ein Problem ist. Kritik zu üben ist aber nicht das selbe, wie pauschale Vorwürfe zu deponieren, die werden bloss abgewehrt. 'Die Religion' ist ja ohnehin nicht das Problem, höchstens wozu sie instrumentalisiert wird.

    Meinem Verständnis nach sucht sich Israel nach wie vor als Nation und muss dazu all die Entwicklungsschritte, die wir in old Europe in ein paar hundert Jahren auf unserer Scholle machen konnten, im Schnelldurchlauf absolvieren. Hinzu kommen noch die vielen verschiedenen Kulturen, die integriert werden wollen. Echt eine Mammutaufgabe, um die sie nicht zu beneiden sind. Das feindliche Umfeld ist dabei noch gar nicht erwähnt worden.
    Gruss

  9. Registriert seit
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    Standard

    #59
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Vielleicht war die Idee, nach 1918 die Grenzen nach geographischen und/oder politischen Aspekten zu ziehen, die größte Scheißidee des Jahrhunderts...

    Im Moment sieht's so aus, als hätte man leichter die Wohngebiete ethnischer oder religiöser Gruppen zu Staaten erklärt
    Das stimmt schon aus heutiger Sicht, aus damaliger Sicht mußten England und Frankreich das zusammengebrochene Osmanische Reich aufteilen und entmachten. Die Prioritäten wurden damals anders gesetzt. Allerdings muß man auch bedenken Juden und Araber haben 2000 Jahre in Nahost zusammen gelebt, da gab es nicht soviel Krawall. Der kam erst mit der Gründung des Staates Israel und der Zuwanderung von europäischen Juden. Keiner wollte die Juden noch in Europa haben und einen eigenen Staat für die Juden wollten die Engländer und Franzosen nicht haben, aber der Exodus lief ja schon auf vollen Touren, da half auch das Sträuben der Engländer auf Dauer nix. Man sollte bei aller Kritik immer bedenken, was aus heutiger Sicht Fehler sind, das waren damals Problemlösungen. Bin ja mal gespannt wie in den Topf Ruhe kommen soll, da sind Israelis die ihr Land um jeden Preis erhalten wollen, Araber und Palästinenser, Sunniten und Shiiten, Türken, Syrer, Iraner, Iraker, Kurden, Libanesen und ein paar Christen. Geographisch, viel Wüste, wenig Wasser, Öl und Erden....da ist so vieles zusammengemischt und jeder kocht sein eigenes Süppchen, der Frieden wird noch Jahrhunderte brauchen bis er in Nahost endlich einzieht.

  10. GSATraveler Gast

    Standard

    #60
    @Roter Oktober: Genau, danke.
    Von Israel wären nebst den zweifellos notwendigen Geber-, auch mehr Nehmerqualitäten gefordert. Sagt sich leicht von hier aus...


 
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