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Halbwertszeit von Kriegsgründen...

Erstellt von Chefe, 02.05.2011, 20:59 Uhr · 63 Antworten · 4.668 Aufrufe

  1. Chefe Gast

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    #21
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Die Entscheidung OBL zu töten kann man auch nicht juristisch rechtfertigen, das gelingt allenfalls moralisch. OBL befand sich, auch nach eigenem Bekunden, in einem Krieg mit der westlichen Welt und im Krieg wird das Töten von Feinden allgemein als legitim betrachtet.
    Wenn man sich nun vor Augen führt, dass OBL zum Zeitpunkt des Eingreifens der Seal unbewaffnet war ( und sich mannhaft hinter seiner jüngsten Frau versteckte) dann funktioniert selbst die moralische Rechtfertigung nur noch über den Aspekt, dass ihn in eine Position rückt, in der er ständig für Anschläge verantwortlich zeichnete und Terroranschläge befahl. Somit verantwortlich handelnd eingriff, auch ohne Waffe. Der rechtfertigende Fachausdruck dafür ist mir entfallen.
    Ganz schön lange Rede aber leider ohne griffiges Ergebnis - hast den Kommentar gelesen?

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    #22
    ja habe ich gelesen und nun? ein griffiges Ergebnis wollte ich auch nicht liefern, kann ich nicht liefern.

  3. HP2Sascha Gast

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    #23
    außer der Feststellung zur Kriegssituation und dem daraus resultierenden Töten.

  4. Registriert seit
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    #24
    das Töten von OBL war für die USA die pragmatischste Lösung, man wollte endlich Genugtuung für 9/11, man wollte ihn endlich unschädlich machen (AlKaida empfindlich schwächen) und man wollte keinen Märtyrer im Gefängnis, dem jahrelang der Prozess gemacht wird.

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    #25
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Die Nachricht ist beinahe schon einen ganzen Tag alt und noch immer hat keiner seinen Senf dazu gegeben...
    Der offizielle Auslöser eines vielschichtigen Krieges mit all dem damit verbundenen, völlig überflüssigen Leid ist sein eigenes Opfer geworden.

    Ist das nun eine gute oder eine schlechte Nachricht
    Der Gute ist immer der Gewinner, der Schlechte immer der Verlierer.

    Das fünfte Gebot und keinen interessiert es wirklich, weder den Einen noch den Anderen, alle handeln legal nach ihrem eigen Recht. Ich glaube, ja das tue ich, aber genauso glaub ich, sollte man die Pfaffen, Prediger, Ajatollahs und was sonst noch so Hass etc. predigt zum Teufel jagen, weil da gehören die Burschen hin, egal an welchen Gott sie glauben

    Also was bitte schön soll man sonst dazu überhaupt schreiben

  6. Chefe Gast

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    #26
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    das Töten von OBL war für die USA die pragmatischste Lösung, man wollte endlich Genugtuung für 9/11, man wollte ihn endlich unschädlich machen (AlKaida empfindlich schwächen) und man wollte keinen Märtyrer im Gefängnis, dem jahrelang der Prozess gemacht wird.
    Alles schön und gut, aber auch Recht? Das gibt in der Summe mit Guantanamo oder den Knast-Gechichten im Irak ganz schön viel rechtsfreien Raum in dem sich da das Volk mit der demokratischsten Verfassung aller Zeiten (so ihr eigener Anspruch) bewegt und das ist doch, was die Gewalt-Spirale am laufen hält
    Wenn man sich auf die selbe Stufe wie der "Feind" stellt, wird man nicht unbedingt glaubwürdiger...

  7. Baumbart Gast

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    #27
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    das Töten von OBL war für die USA die pragmatischste Lösung, man wollte endlich Genugtuung für 9/11, man wollte ihn endlich unschädlich machen (AlKaida empfindlich schwächen) und man wollte keinen Märtyrer im Gefängnis, dem jahrelang der Prozess gemacht wird.
    und den andere Hohlbirnen dann mit Bomben und Geiselnahmen wieder freipressen wollen. Gut gemacht.

  8. Registriert seit
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    #28
    hier jetzt die grundsätzliche Rechtsfrage zu stellen, es mit dem Irak oder Guantanamo zu vermengen (das war ein anderer Tyrann) wird nicht funktionieren.

    Gegenfrage:
    Was anderes als ein feiger gemeiner Attentäter war ein Georg Elser (als er ...... töten wollte) was anderes als ein nicht legitimierter, außerhalb des Rechts stehender feiger Attentäter war ein Graf Stauffenberg?
    werden nicht gerade diese Beiden immer als Vorbilder genannt, als Deutsche mit Gewissen in einem Deutschland ohne Gewissen? Waren ihre Mordanschläge zu billigen, nur weil es sich um ...... gehandelt hat? Waren die unschuldigen Opfer des Georg Elser hinzunehmen? (nein eine Mitgliedschaft in der ..... ist kein Grund jemanden umzubringen)

    Ist es ein Verbrechen (wie in ExJugoslawien) einem Völkermord zuzusehen oder wie im Irak einzumarschieren (auch wenn politische und wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielten) und den Herrscher einer Gerichtsbarkeit zu übergeben, die ihn zum Tod verurteilt?

    Fragen über Fragen

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    #29
    Zitat Zitat von Roter Oktober Beitrag anzeigen
    Der Gute ist immer der Gewinner, der Schlechte immer der Verlierer.
    der Sieger schreibt die Geschichte Andreas, das haben die Amerikaner ab 1945 an uns ja hinreichend bewiesen.

  10. Chefe Gast

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    #30
    Nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich trüge Trauer wegen des Todes von Osama bin Laden...

    Es reicht mir einfach nicht, sich wieder auf das alttestamentarische Niveau "Auge um Auge..." zu begeben - darüber sollte unsere Gesellschaft längst hinweg sein. Die Auswirkungen des "... Zahn um Zahn" sind tiefgreifender und sicher andauernder und damit viel beängstigender, als ein spontaner "Racheakt" es je sein kann.

    Abgesehen davon hat man in die Figur des Osama bin Laden über die Jahre so viel hineininterpretiert, dass inzwischen keiner mehr sagen kann, ob und welche Lücke sein Tod in der Organisation radikaler Muslime gerissen hat.
    Für ein Gerücht halte ich sowohl, dass jetzt alles zusammenbricht, wie auch, dass es jetzt erst recht losgeht.

    Anders ausgedrückt: solange es uns unmittelbar betrifft, was die Revolverhelden auf der anderen Seite des Atlantiks so treiben, ist es mir nicht wurscht, was und schon gar nicht wie sie es machen und genau das wollte ich jenseits des üblichen Stammtischniveaus (-informationsstandes, -bewusstseins) diskutieren.


 
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