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Halbwertszeit von Kriegsgründen...

Erstellt von Chefe, 02.05.2011, 20:59 Uhr · 63 Antworten · 4.662 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #51
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    das Töten von OBL war für die USA die pragmatischste Lösung, man wollte endlich Genugtuung für 9/11, man wollte ihn endlich unschädlich machen (AlKaida empfindlich schwächen) und man wollte keinen Märtyrer im Gefängnis, dem jahrelang der Prozess gemacht wird.
    ...ich hab da noch ne andere Idee im Hinterkopf:
    Selbst wenn es möglich gewesen wäre, OBL lebend zu erwischen, war das wohl nicht im Interesse der Amis.
    Die Amis haben sich den einst selbst gezüchtet und haben bestimmt keinen Bock auf die Geschichten, die OBL vielleicht hätte zum Besten geben können. Den Amis gleub ich fast genau so wenig wie der Al Kaida.

    Trotzdem denk ich: "Gut, dass er weg ist!"

    ... der nächste steht aber bestimmt bereits in der Schlange...

  2. dave2006 Gast

    Standard

    #52
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    na den Einsatz hätten unsere KSK auch hinbekommen, nur scheuen unsere Politiker seit Mogadischu solche finalen Entscheidungen.

    Das glaub man, das unsere Politiker den Einsatz scheuen, nein nur die Öffentlichkeit

  3. ArmerIrrer Gast

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    #53
    Zitat Zitat von dave2006 Beitrag anzeigen
    Das glaub man, das unsere Politiker den Einsatz scheuen, nein nur die Öffentlichkeit

    ich glaub der Öffentlichkeit wäre das oft ziemlich Schnuppe, unsere Politiker meinen nur dass wir dann schreien würden, aber tut doch eh keiner was....

  4. Chefe Gast

    Standard Jetzt muss ich mich mal...

    #54
    ...selbst zitieren...

    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Wegen des einen Kasperls, der jetzt keine Botschaften mehr senden kann?

    Geschwächt ist der Terror durch die langsam dämmernde Erkenntnis seiner Protagonisten, dass man mit politischen Veränderungen mehr erreicht, als durch Geschoße und Sprengstoffe - was meinst Du, warum die üblichen Verdächtigen bisher in den nordafrikanischen Revolutionen so unauffällig waren...

    ... und das (mal wieder) mit einem Link zu einem Kommentar (von Thomas Avenarius) in der Zeitung meines geringsten Misstrauens verbinden...

    Der Tod des Al-Qaida-Chefs bedeutet vielleicht das Ende des Feldzugs gegen den Rest der Welt, nicht aber das Ende des militanten Islamismus. Will der Westen den Aufstieg neuer Dschihadisten verhindern, muss er für gerechte Verhältnisse in der muslimischen Welt sorgen - und auch eine islamische Form der Demokratie akzeptieren. (Klick den Text für den kompletten Kommentar...)

  5. Registriert seit
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    #55
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ich bin der Ansicht, dass man aus der Tatsache, dass ObL zum Zeitpunkt seines Todes unbewaffnet war, nicht automatisch schließen kann, dass er exekutiert wurde.
    ... snip
    Ich verstehe Deine Sicht. War es eine Hinrichtung auf fremden Territorium? Oder war es ein normaler Einsatz in einer Kriegssituation? Nachdem man nun beschlossen hat keine weiteren Dokumente an andere Länder oder an Experten weiterzugeben wird diese Frage für viele Jahre nicht beantwortet werden können.


    Vielleicht war es auch ein Wahlkampfeinsatz?

    Es tut mir Leid die tanzenden Menschen in New York zu sehen. Ist das anders wie Islamisten, die um den Leichnam eines abgestürzten US Piloten herumtanzen? Die USA sind zu einem Operettenstaat verkommen. Ich weiß, dass hier mancher US Soldat wie der M1Tanker und andere aus den USA mitlesen. Und ich denke ich kann die tiefen Gefühle verstehen angesichts seiner monströsen Verbrechen. Ich habe lange nachgedacht ob ich das schreiben soll. Ja, ich soll.

    Obwohl ich dem Tod dieses Monstrums auch keine Träne nachweine.

  6. Chefe Gast

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    #56
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    ...

    Es tut mir Leid die tanzenden Menschen in New York zu sehen. Ist das anders wie Islamisten, die um den Leichnam eines abgestürzten US Piloten herumtanzen? Die USA sind zu einem Operettenstaat verkommen. Ich weiß, dass hier mancher US Soldat wie der M1Tanker und andere aus den USA mitlesen. Und ich denke ich kann die tiefen Gefühle verstehen angesichts seiner monströsen Verbrechen. Ich habe lange nachgedacht ob ich das schreiben soll. Ja, ich soll.

    Obwohl ich dem Tod dieses Monstrums auch keine Träne nachweine.
    Recht (abstrakte Regel des Zusammenlebens einer Gemeinschaft) und Gerechtigkeit (subjektives, moralisches Empfinden) sind nicht immer das selbe...
    Und doch sollte die Einhaltung geltenden Rechts gesichert bleiben

  7. Registriert seit
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    #57
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Es tut mir Leid die tanzenden Menschen in New York zu sehen. Ist das anders wie Islamisten, die um den Leichnam eines abgestürzten US Piloten herumtanzen? Die USA sind zu einem Operettenstaat verkommen.
    Mein Rat: Vorsicht vor vorschnellen Urteilen. Im Großraum New York leben vermutlich ca. 15 Millionen Menschen. Wie viele davon hast du tanzen gesehen? Mit den jubelnden Palästinensern nach dem 11. September war es ähnlich: es gibt immer Leute, die sich produzieren, wenn eine Kamera in der Nähe ist. Später ist herausgekommen: In Palästina haben nur sehr wenige gejubelt, die meisten fanden das eine Scheiß-Aktion und wussten genau, dass es jetzt noch dicker kommt. Man sah das auch nach der ObL-Aktion. Da standen in Pakistan ältere, dicke Männer auf der Straße und verbrannten US-Fahnen. Überlege mal: Wenn eines Nachts ein italienisches Einsatzkommando in deiner Straße einen Mafiaboss aus einem Haus zerren und dabei töten würde, dann würdest du vermutlich auch auf den Scheiß-Berlusconi schimpfen und was er sich denkt, eine solche Aktion in Deutschland durchzuziehen. Aber würdest du dich auf die Straße stellen, warten bis RTL II kommt, und dann eine italienische Fahne verbrennen und "Tod den Italienern" brüllen?

    Die Amerikaner sind patriotisch, und zwar im Schnitt in einem Maße, das man als Europäer als unangenehm empfindet. Aber sie machen sich auch Sorgen. Ich war Anfang 2007 das letzte Mal in Florida, da merkte man ganz deutlich, wie gedrückt die Stimmung war. Gefühlt an jedem dritten Auto klebte ein "Yellow Ribbon" (Support our Troops). Amerika befindet sich im Krieg. Und wenn dann der gegnerische Oberbefehlshaber stirbt, dann freut man sich eben. Haben sie bei ...... auch gemacht.

    Dass sich Angie vor der Fernsehkamera über den Tod eines Menschen freut, das ist politisch eher unkorrekt - aber eigentlich wurscht. Wenn es an der Frau nicht mehr zu kritisieren gäbe als das, dann hätte sie die nächste Bundestagswahl schon jetzt gewonnen.

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    #58
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Mein Rat: Vorsicht vor vorschnellen Urteilen. Im Großraum New York leben vermutlich ca. 15 Millionen Menschen. Wie viele davon hast du tanzen gesehen? Mit den jubelnden Palästinensern nach dem 11. September war es ähnlich: es gibt immer Leute, die sich produzieren, wenn eine Kamera in der Nähe ist. Später ist herausgekommen: In Palästina haben nur sehr wenige gejubelt, die meisten fanden das eine Scheiß-Aktion und wussten genau, dass es jetzt noch dicker kommt. Man sah das auch nach der ObL-Aktion. Da standen in Pakistan ältere, dicke Männer auf der Straße und verbrannten US-Fahnen. Überlege mal: Wenn eines Nachts ein italienisches Einsatzkommando in deiner Straße einen Mafiaboss aus einem Haus zerren und dabei töten würde, dann würdest du vermutlich auch auf den Scheiß-Berlusconi schimpfen und was er sich denkt, eine solche Aktion in Deutschland durchzuziehen. Aber würdest du dich auf die Straße stellen, warten bis RTL II kommt, und dann eine italienische Fahne verbrennen und "Tod den Italienern" brüllen?

    Die Amerikaner sind patriotisch, und zwar im Schnitt in einem Maße, das man als Europäer als unangenehm empfindet. Aber sie machen sich auch Sorgen. Ich war Anfang 2007 das letzte Mal in Florida, da merkte man ganz deutlich, wie gedrückt die Stimmung war. Gefühlt an jedem dritten Auto klebte ein "Yellow Ribbon" (Support our Troops). Amerika befindet sich im Krieg. Und wenn dann der gegnerische Oberbefehlshaber stirbt, dann freut man sich eben. Haben sie bei ...... auch gemacht.

    Dass sich Angie vor der Fernsehkamera über den Tod eines Menschen freut, das ist politisch eher unkorrekt - aber eigentlich wurscht. Wenn es an der Frau nicht mehr zu kritisieren gäbe als das, dann hätte sie die nächste Bundestagswahl schon jetzt gewonnen.
    Servus,

    sehr gut, Zustimmung in allen Punkten!!

    Gruß Karl

  9. Registriert seit
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    #59
    Heute im Tagesspiegel was feines von Hr. Stuttmann dazu:

    http://www.tagesspiegel.de/mediacent...alme/3994.html

  10. Registriert seit
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    #60
    @ sampleman
    Ist mir nicht klar, was Dein Beispiel mit der theoretischen Berlusconi Aktion damit zu tun hat. Ich weiß außerdem aus gesicherter Quelle, dass den ganz andere Sachen interessieren.

    Aber ansonsten hast Du recht, die Szenen aus den USA sind in einer ersten abstoßend empfundenen Reaktion von mir wohl überbewertet.


 
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