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Helmpflicht für Radfahrer, spinnen die....!!

Erstellt von bernyman, 19.10.2011, 08:49 Uhr · 123 Antworten · 6.953 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    50 reale menschen, die sich auch für einen helm entscheiden könnten. haben sie aber nicht.

    was aber ist mit den anderen 350?
    sollten wir zu deren schutz nicht besser das fahrradfahren ganz verbieten?
    wäre doch geradezu zynisch, wenn man nur einen teil der opfer schützen würde ...
    Das ist jetzt erst mal sehr rethorisch und dann arg aus dem Zusammenhang gerissen. Zur bewußten Entscheidung für einen selbstbestimmten Tod ohne Helm: Wer denkt so denn so? Nehmen die Radfahrer, die fast immer über rote Ampeln fahren, auch wenn die anderen schon grün bekommen oder die nachts ohne aktive oder passive Beleuchtung auf der Straße fahren (nicht auf dem Radweg), bewußt ihren Tod in Kauf, um ihre Freiheit zu verteidigen?

    Das ist der Punkt, den ich hier sehr verquer finde, die Verbindung von Freiheitsromantik mit Unfällen, die mehr mit Unachtsamkeit, Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit zusammenhängen. Da werden dann die an Kopfverletzung gestorbenen als Idealisten hochstilisiert, die den Tod bewußt in Kauf nehmen, um keinen Helm tragen zu müssen. Wenn Du jetzt schreibst, Dir ist Dein Leben nicht so wichtig wie Deine Freiheit, dann mag das für Dich gelten, sicher aber nicht für alle Betroffenen.

    Ansonsten habe ich gegen die Relativierung von 400 Verkehrstoten mit 250000 Krebstoten argumentiert oder polemisiert. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und solche Zahlen suggerieren eine Bedeutungslosigkeit von Toten durch Verkehrsunfälle. "Nur 50, für die dann Millionen mit Helmpflicht leiden müssten." Gestorben wird halt immer.

  2. LGW Gast

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    400 tote Menschen ist in Relation zu Deutschland aber wirklich nicht nennenswert.

    Natürlich ist jeder Tote irgendwie einer zu viel, aber was ändert sich durch die Helme daran? Und wie groß ist der "Impact" auf die Gesellschaft?

    Haben wir nix wichtigeres zu tun als uns um Fahrradhelme zu streiten? Ich denke darum ging es auch bei den Krebstoten. Oder denen die an resistenten Krankenhauskeimen sterben.

    Da geht eine Vielzahl der Menschen drauf, es gibt viel Praktische Erfahrung wie man die Situation verbessern kann aus dem Ausland, und in Deutschland tut die Lobby alles um auf ihrem Kuschelbett sitzen bleiben zu dürfen.

    DA sollten sich Politiker drum kümmern, und nicht um Fahrradhelme. Meine ganz klare Meinung.

    Überschuldung der Gemeinden wäre auch noch son Punkt...

  3. Registriert seit
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    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    ... Krebstoten ... Krankenhauskeimen ... Überschuldung ...
    das und noch vieles mehr wird sich wie von selbst erledigen wenn wir nur diese helme tragen ...

  4. Registriert seit
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    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Haben wir nix wichtigeres zu tun als uns um Fahrradhelme zu streiten? Ich denke darum ging es auch bei den Krebstoten. Oder denen die an resistenten Krankenhauskeimen sterben.

    Da geht eine Vielzahl der Menschen drauf, es gibt viel Praktische Erfahrung wie man die Situation verbessern kann aus dem Ausland, und in Deutschland tut die Lobby alles um auf ihrem Kuschelbett sitzen bleiben zu dürfen.
    Das ist genau meine Meinung. Ein Herumdoktern am Symptom, statt sich um Dinge zu kümmern, um die sich der einzelne Bürger nicht kümmern kann. Ich kann schon selbst entscheiden, wie gut ich mich vor Verletzungen schütze, die ich mir eventuell zuziehen könnte. Der Staat schreibt mir auch nicht vor, dass ich im Winter morgens mit einer Pudelmütze aus dem Haus zu gehen habe, weil ich mir sonst eine Lungenentzündung zuziehen könnte.

    Wogegen ich aber nichts tun kann, das sind zum Beispiel hygienische Defizite in vom Gemeinwesen finanzierten Krankenhäusern. Oder Giftstoffe in der Nahrung, die ich nicht erkennen kann,weil der Staat nicht scharf genug kontrolliert bzw. nicht genügend scharfe Richtlinien erlässt. Und ich kann auch nicht erkennen, ob ein Fahrradhelm die Schutzwirkung entfaltet, die er entfalten soll, wenn der Staat nicht genügend sinnvolle Schutznormen entwickelt. Aber aufsetzen soll ich so ein Ding? Nein, das ist absurd.

  5. Registriert seit
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    Die Diskussion führt ja scheinbar nicht mehr weiter. Wenn ich mich jetzt festlegen müsste, würde ich sagen: Helmpflicht für E-Bikes mit unlimitierter Tretunterstützung, Helmpflicht für Kinder und Jugendliche. Nachdem verbindliche und nachweislich wirksame Schutznormen festgelegt wurden. Ab 18 sollte jeder selbst entscheiden. Auch Fahrer von E-Bikes mit limitierter Tretunterstützung.

    Gruß Egbert

  6. Registriert seit
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    1.288

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    Hi....

    Ich bin für die Helmpflicht...aber nicht nur diese, sondern auch für eine allgemeine Versicherungspflicht....!!!

    Radfahrer gehören zu denen die sich im Straßenverkehr aufführen können wie sie wollen ohne das es für sie Konsequenzen hat, wenn sie nur schnell genug weck sind..

    Also...da es immer mehr werden sollten sie genau wie Mofa Fahrer eine Haftpflicht Versicherung haben müssen, die durch ein Kennzeichen am Rad dem Fahrer oder Eigentümer zugeordnet werden kann...!!!

  7. dave2006 Gast

    Standard

    Zitat von sampleman:
    Der Staat schreibt mir auch nicht vor, dass ich im Winter morgens mit einer Pudelmütze aus dem Haus zu gehen habe, weil ich mir sonst eine Lungenentzündung zuziehen könnte.



    Pssssssst wecke nicht die Vertreter der Mützenlobby auf, sonst haben wir bald alle eine schöne orange Pudelmütze

  8. Ojo Gast

    Standard Protektoren statt Helmpflicht!

    Eine Kollegin ist am Mittwoch aufgrund des ÖPNV-Streiks in Stuttgart mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, aber nicht angekommen. Behelmt ist sie mit dem Reifen in eine Straßenbahnschiene geglitten und gestürzt. Oberschenkelknochen gebrochen!

    Wie man's auch macht, man macht's immer verkehrt.

    Schöne Grüße von
    Ojo

  9. Registriert seit
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    1.547

    Standard

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Du verstehst es wirklich nicht, oder? Ich habe verdammt noch mal das Recht auf Uneinsichtigkeit, und das will ich mir nicht nehmen lassen. Das Tragen eines Fahrradhelms bedeutet für mich eine erhebliche Einschränkung, der aus meiner Warte kein entsprechender Nutzen gegenübersteht. Beweise mir doch einmal, dass einer Investition von 50 bis 100 Euro mitsamt entsprechenden Einschränkungen meiner Convenience irgendein spürbarer Nutzen gegenübersteht. Pro Jahr sterben in Deutschland weniger als 400 Fahrradfahrer im Straßenverkehr, das ist absolut marginal. Wir reden hier von vielleicht 50 Leuten, die pro Jahr weniger sterben würden, wenn die Nation einen Hut aufsetzt. Und das angesichts von 10.000 bis 20.000 Leuten, die jedes Jahr aufgrund mangelnder Hygiene in Krankenhäusern sterben und von 250.000 Leute, die jedes Jahr an Krebs sterben.

    Übrigens: Wenn es nur ein paar Uneinsichtige wären, die keinen Fahrradhelm tragen, dann bräuchte man kein Gesetz. Tatsächlich trägt jedoch weit mehr als die Hälfte keinen Helm, und die Leute sterben trotzdem nicht wie die Fliegen.

    Kleine Bitte: Äußere dich mal zu meinen Argumenten. ich habe nämlich den Eindruck, diese Debatte wird von einigen Leuten im Write-Only-Modus geführt.
    Nur um deiner Bitte nach zu kommen, denn ehrlich gesagt kümmern mich die Radler überhaupt nicht, so lange sie mir nicht in die Quere kommen. Eine Helmpflicht ist mir Egal, ich fahre nicht Rad also berührt mich diese Disskussion nicht. Was ich ausdrücken wollte ist eigendlich das selbe was du schreibst, es gibt viel wichtigeres gegen was man sich angagieren kann. Für uns Mopedfahrer zum Beispiel Streckensperrungen oder Unterfahrschutz an Leitplanken oder Durchfahrtserlaubniss bei Stau.
    4 Millionen Motorradfahrer schaffen es nicht ihr grundgesetzliches Recht auf frei wahl des Weges durch zu setzen oder den Behörden klar zu machen das ein Unterfahrschutz an Leitplanken mehr Leben retten könnte als eine Streckensperrung. Das viele Fahrradraudies mit einem Haftpflichtschild besser ermittelbar und somit eher an Vorschriften gebunden währen ist aber auch richtig und dafür würde ich auch unterschreiben!

  10. Registriert seit
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    Standard

    Liebe Kollegen,
    wir geben uns mal wieder als pure Deutsche : "am deutschen Wesen soll die Welt genesen".
    In keinem anderen Land gibt es bei der Einführung von sicherheitsfördernden Maßnahmen soviel Widerworte wie in Deutschland. Wir weigern uns exzentrisch Protektoren zu tragen(weil die nicht unserem Individium entsprechen und uns in unserer Persönlichkeitsdarstellung einschränken), wir weigern uns Schutzwesten zu tragen (weil die nicht so cool aussehen wie ein aufgerauhter Ledercombi welcher über die Schleifspuren unsere sportlichen Fahrkünste dokumentiert), wir weigern uns Helme in Signalfarben zu tragen (weil wir dann aussehen wie die Biene Maja vor ihrem ersten Jungfernflug), wir weigern uns Helme mit deutlichen Reflexaufklebern rundum zu tragen( weil die Nachts bei Anstrahlung wie ein Glühwürmchen leuchten und an beleuchtete Häuserfassaden zur Weihnachtszeit erinnern) und das alles obwohl die unfallverhindernde Wirkung bzw. die Linderung von Unfällen wissenschaftlich erwiesen wurde. Übrigens auf unsere deutsche Unfallvorschung (UNI's, Dekra, TÜV, ADAC um nur einige zu nennen) sind wir stolz; wollen die Umsetzung derartiger Ergebnisse lieber anderen überlassen. Übrigens Frankreich, die Beneluxländer, Norwegen etc. greifen gerne auf unsere wissenschaftlichen Analysen und Forschungsergebnisse zurück um sie sinnvoll in der Praxis umzusetzen (Frankreich = Reflexaufkleber auf dem Helm, Signalwesten, oder Kleidung mit Signalstoffen / Einlagen in den skandinavischen Ländern usw.) Die Holländer habe uns Anfang der 80iger Jahre belächelt wenn wir mit unseren Kindern auf holländischen Fahrradwegen mit Schutzhelm und Fähnchen am Kinderfahrrad als Touristen unterwegs waren..heute sieht die Welt in NL auch schon anders aus..es werden freiwillig mehr Helme getragen.
    Wenn wir die doch immer so selbstbewußten und selbstverantwortlichen Verkehrsteilnehmer sein wollen, warum benötigen wir dann Gesetze und Richtlinien welche uns auf den Weg der Vernunft zwingen? Als selbstbewußte Biker müßten wir, allen noch so coolen Kommentaren unserer Biker-Kollegen zum Trotz, selbstbewusst etwas für unsere Verkehssicherheit tun.
    Nachdem ich in den letzten Tagen mehrmals in der Dämmerung und im Gegenlicht der untergehenden Sonne einige schärfere Bremsungen vornehmen mußte- da schlicht weg von einem alten Muttchen am Lenkrad ihres Autos nicht gesehen bzw. als Biker erkannt wurde- habe ich mich entschlossen meinen weißen C3 mit den von Schuberth kostenlos erhaltbaren und zugelassenen Reflexaufklebern auszustatten(braucht man eh für Frankreich) und die elastische Reusch-Signalweste (liegt hautnah am Kombi an und flattert nicht) zumindestens ab Eintritt der Dämmerung oder bei Regen und Nebel zu tragen... und vieleicht überwinde ich meine zugegebene, durchaus vorhandene Eitelkeit und trage die Weste kontinuirlich...bis ich mich ohne Weste nicht mehr sicher fühle...so wie früher mit Sicherheitsgurten im Auto....

    Laßt uns doch alle nochmal in Ruhe nachdenken...und wenn das nicht hilft gibt es ja nóch den schockierenden Blick in die Notaufnahmen der Krankenhäuser wo Biker zunehmend "parken" bis sie in der Reha essentielle Dinge wie laufen wieder beigebracht bekommen und zuversichtlich in die Berufsunfähigkeit schauen....sorry für den Sarkasmus..soll uns aber allen mal einen Kick geben.
    Wie sagte mein Sohn als er einen Harley-Fahrer mit Signalweste gesehen hatte: "der hat aber Mut "

    In dem Sinne
    euer Dirk


 
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