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Holzwurmtod - Erfahrung, Hilfe, Ratschläge gesucht...

Erstellt von ThyFan, 04.06.2011, 09:52 Uhr · 21 Antworten · 26.013 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Holzwurmtod - Erfahrung, Hilfe, Ratschläge gesucht...

    #1
    Moin.

    Ich hab da mal 'ne Frage an die Fachleute aus dem Bereich Holz, Chemie, Bautenschutz und/oder Arbeitsschutz.

    Wir haben im Garten ein älteres (>50 Jahre) Gartenhaus aus Holz stehen. Dieses wird zu 95% als Gerätehaus und Lagerplatz für "alles rund um den Garten" genutzt.

    Nun hat sich dort im Lauf der Jahre der Holzwurm eingenistet. Abreißen und neu bauen ist zu teuer und soll auch aus sentimentalen Gründen nicht stattfinden.

    Es gibt die chemische Keule mit den profanen Namen "Holzwurmtod". Allerdings reden wir hier nicht über das kleine Blechdöschen mit 50ml für einen Holzwurm in Omas Bauernschrank, sondern über geschätzte 30 Liter (bei 3 Durchgängen) zu verarbeitenden Chemie auf einer Gesamtoberfläche von ca. 110 m² Holz.

    Je mehr ich mich aber mit dem Thema beschäftige, desto mehr Zweifel kommen mir, ob ich das wirklich selber machen sollte.

    Meine Überlegungen in stenografischer Form:


    • Mittel kaufen
    • Atemschutz-Halbmaske mit Filtern kaufen
    • Einweganzug kaufen (Wenn's den auch für "Erwachsene" gibt)
    • Gartenhaus leer
    • Mittel in Gartenspritze
    • Schutzausrüstung anlegen
    • Go…
    • Das Ganze mit 2 Wiederholungen


    Und dann kommen plötzlich die Fragen auf:
    Ist es wirklich so einfach?
    Gesundheitliche Folgen?
    Pflanzen und Gemüse in unmittelbarer Nähe des Gartenhauses?
    Pflanzen und Gemüse des Nachbarn (3 Meter weiter)?
    Wann kann das Haus wieder bedenkenlos betreten werden?
    Kirschen und Pflaumen in unmittelbarer Nähe?
    usw. usw.

    Die Liste könnte ich noch deutlich ausweiten.

    Gibt’s hier jemanden, der mit so etwas Erfahrung hat und mal aus dem "Nähkästchen" plaudern würde oder möchte?


    Ich sage jetzt schon mal Danke
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    #2
    moin,

    besorge dir das sicherheitsdatenblatt des herstellers.
    darin sollte alles sicherheitsrelevante erwähnt sein.

    (deine pdfs habe ich aus sicherheitsgründen nicht
    geöffnet.)

  3. Lisbeth Gast

    Standard

    #3
    gift würde ich nicht mal als letzten ausweg nehmen. das wäre mir echt zu gefährlich. möbel werden in eine tüte gepackt und die würmer ........ aber ich hab keine ahnung, ob das auch mit einer hütte funktionieren kann.
    ein bekannter war vor kurzem auf einem möbelrestaurationslehrgang und der hat erzählt, dass holzwürmer geräuschempfindlich sind und es bei z.b. möbeln reicht, wenn man einen laut tickenden wecker reinstellt. da hauen die ab.

    ich würde mal zu einer firma für holz- und bautenschutz gehen und mich nach den möglichkeiten erkundigen.

  4. Registriert seit
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    #4
    Hallo Jörg,

    wir hatten vor ca. 20 Jahren mal an unserem eigenen Hafen Holzwurbefall.

    Da gab es das Holzwurmtod von Xylamon in Sprühflaschen mit langem Röhrchen, wie beim WD40

    Also, das Röhrchen soweit wie möglich in jedes einzelne Bohrloch eingeführt, kurz gesprüht und damit waren alle Holzwürmer vernichtet

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Mußten den Holzwurm aufm Dachboden damit bekämpfen. Verbrauch war ca. 90 Liter von dem Zeug.
    Haben es mit einer Handelsüblichen Spritze wo man per Hand den Druck wie mit einer Luftpumpe erhöht auf die Balken aufgetragen. Nach dem dritten mal auftragen zwei Tage gewartet und dann den Dachboden ganz normal weiter genutzt.

    Gifte sind danach verflüchtigt und für den Menschen unbedenklich. Nur mit Haustieren sollte man laut Ausage de Händlers min. 1-2 Wochen warten, bis diese den Raum betreten.

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von thomka.ch Beitrag anzeigen
    Gifte sind danach verflüchtigt und für den Menschen unbedenklich. Nur mit Haustieren sollte man laut Ausage de Händlers min. 1-2 Wochen warten, bis diese den Raum betreten.
    jetzt glaub ich das auch noch, mir soll das Zeug nix mehr ausmachen nach 2 Tagen, aber Fiffi und Mietzi sollen noch 1-2 Wochen draußen bleiben!

    Selten so einen blöden Spruch gehört, aber echt!

    Ich hätte da noch eine schöne Holzdiele rumliegen, hau sie deinem Händler kräftig auf die Füße und in zwei Wochen übern Schädel weil den Füßen macht es ja dann nichts mehr aus!

    Gruß

  7. Registriert seit
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    #7
    Moin.

    Erst mal danke für Eure Antworten.

    Zitat Zitat von monopod Beitrag anzeigen
    besorge dir das sicherheitsdatenblatt des herstellers. darin sollte alles sicherheitsrelevante erwähnt sein.
    Ist es vielleicht ja auch. Aber für mich bleiben da immer noch eine Menge Fragen offen.

    Zitat Zitat von Lisbeth Beitrag anzeigen
    gift würde ich nicht mal als letzten ausweg nehmen. das wäre mir echt zu gefährlich.
    Deshalb frage ich ja hier. Vielleicht gibts ja kostengünstige Alternativen.

    Zitat Zitat von Lisbeth Beitrag anzeigen
    ...der hat erzählt, dass holzwürmer geräuschempfindlich sind und es bei z.b. möbeln reicht, wenn man einen laut tickenden wecker reinstellt. da hauen die ab.
    Sorry, aber das ähnelt dem Spruch eines Bekannten: "Solange mit dem Hammerstiel gegen das Holz klopfen bis der Holzwurm rauskommt um nachzusehen wer da klopft. Dann den Hammer rumdrehen und den Holzwurm erschlagen."

    Zitat Zitat von Kai R Beitrag anzeigen
    Da gab es das Holzwurmtod von Xylamon in Sprühflaschen mit langem Röhrchen, ~ das Röhrchen soweit wie möglich in jedes einzelne Bohrloch eingeführt, kurz gesprüht und damit waren alle Holzwürmer vernichtet
    Es ist ja nicht so, dass ich grad Langeweile habe. Aber bei über 100m² Holzfläche erscheint mir das ziemlich zeitraubend.

    Zitat Zitat von thomka.ch Beitrag anzeigen
    Verbrauch war ca. 90 Liter von dem Zeug.
    Haben es mit einer Handelsüblichen Spritze wo man per Hand den Druck wie mit einer Luftpumpe erhöht auf die Balken aufgetragen.
    Mit welchem Aufwand an Schutzmaßnahmen habt ihr das gemacht?
    Und vor allem - hattet ihr Erfolg???

    Zitat Zitat von Stobbi Beitrag anzeigen
    ...jetzt glaub ich das auch noch, mir soll das Zeug nix mehr ausmachen nach 2 Tagen, aber Fiffi und Mietzi sollen noch 1-2 Wochen draußen bleiben!
    Grundsätzlich "könnte" ich mir das schon vorstellen. Bei guter Belüftung ist das Aerosol nach 2 Tagen sicherlich verschwunden. Für den Menschen somit (hoffentlich) weitestgehend unschädlich. Fiffi und Mietzi "schubbern" dann aber immer noch mit der Nase über den Boden, am Balken lang, usw..
    Außerdem neigen die Vierfüßer dazu, von allem eine Geschmacksprobe zu nehmen.
    Und glaub es mir, niGS liegt mir ferner!

  8. Registriert seit
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    #8
    30 Liter Gift sind nicht für lau zu haben und von der Verarbeitung solcher Giftmengen, wenn es denn nicht unvermeidbar ist wie in einem Dachstuhl, halte ich wegen der Gesundheit und der Umwelt nicht viel. Wenn das Holz eines Gartenhauses schon so marode ist, dass das Gift das Unvermeidliche nur eine gewisse Zeit hinauszögert, lohnt sich der Einsatz von Zeit und Geld nicht. Dann würde ich lieber nach günstigem Holz suchen und neu aufbauen und bis dahin den Holzwurm machen lassen. So teuer ist das nicht und Sentimentalität kann manchmal den Blick verstellen.

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    #9
    Zitat Zitat von Q-Tourer Beitrag anzeigen
    30 Liter Gift sind nicht für lau zu haben...
    Geschätzte Kosten z.Z. ca. 500 € incl. Schutzkleidung, Maske, usw.

    Zitat Zitat von Q-Tourer Beitrag anzeigen
    Wenn das Holz eines Gartenhauses schon so marode ist, dass das Gift das Unvermeidliche nur eine gewisse Zeit hinauszögert, lohnt sich der Einsatz von Zeit und Geld nicht.
    Marode ist es GsD noch nicht, und bei der "Verzögerung" hoffe ich auf ca. 15 bis 20 Jahre. (Ich bin vielleicht etwas zu optimistisch???)

    Zitat Zitat von Q-Tourer Beitrag anzeigen
    Dann würde ich lieber nach günstigem Holz suchen und neu aufbauen und bis dahin den Holzwurm machen lassen. So teuer ist das nicht und Sentimentalität kann manchmal den Blick verstellen.
    Gerätehäuser in der Größe beginnen bei ca. 1200 € als Bausatz (ohne vernünftige Dacheindeckung). Dann passen aber die Fundamente nicht mehr. D.h., ALLES von Grund auf neu machen. Ich schätze, dass ich da die Grenze von 2000 € schnell überschritten habe.

    Was die Sentimentalität angeht, muss ich Dir aber unumwunden Recht geben.

  10. Registriert seit
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    #10
    Zitat Zitat von ThyFan
    Marode ist es GsD noch nicht, und bei der "Verzögerung" hoffe ich auf ca. 15 bis 20 Jahre. (Ich bin vielleicht etwas zu optimistisch???)
    Das lässt sich schwer vorhersagen, aber Holzwürmer sind längst nicht so vernichtend wie Pilze. Wenn es noch nicht marode ist, hätte es vermutlich auch ohne Behandlung noch einige Jahre.
    Zitat Zitat von ThyFan
    Gerätehäuser in der Größe beginnen bei ca. 1200 € als Bausatz
    Ich denke weniger an einen Bausatz als vielmehr an Holz und Schrauben. Dann passt auch das Fundament weiter und man kann außerdem der Sentimentalität etwas Genüge tun, weil sich nicht alles verändert. Das hängst allerdings von den eigenen handwerklichen Möglichkeiten oder der von Freunden ab und davon, wie das Haus bisher aufgebaut ist.
    Zitat Zitat von ThyFan
    Ich schätze, dass ich da die Grenze von 2000 € schnell überschritten habe.
    Selbst wenn der Betrag erreicht würde: was ist das auf 50 Jahre gerechnet und das ganz ohne Gift?


 
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