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Immobilienblase, Griechenlandpleite und EU - alles Zufall?

Erstellt von GL1500Se, 16.02.2015, 20:15 Uhr · 212 Antworten · 11.594 Aufrufe

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    @ Q_Treiber_Josef
    Und bezahlen sie in russischen Rubeln.
    ..... sicherlich auch eine nicht so unwahrscheinliche Option. Nur ist die Frage, ob da nicht zuvor die Schweizer in EURO bezahlen ..... Nein, ich glaube zur Zeit ist das Thema SFR/€ erst einmal vom Tisch ....... dennoch hat die Schweiz aufgrund des schwachen Euro´s seine Problemchen zu lösen.

    "schau´n wir mal"

    ... ist eigentlich schon APRIL .... bei so vielen "Wetter-Schwankungen".

    Gruß Kardanfan

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    Es ist schon erstaunlich mit welchem Maß hier teilweise gemessen wird und welche Vergleiche hier angestellt werden.

    Die sogenannte schwarze Null, die ins lächerliche gezogen wird, weil sie nichts anderes macht als auf das ihr anvertraute Geld der deutschen Steuerzahler zu achten, anstatt fremde Haushalte zu sanieren. Griechische Sozialisten, die mit Wahlversprechungen zur Macht kommen und auftreten als würde Ihnen die Welt gehören. Forden ohne auch nur irgendeine realistische Gegenleistung bieten können. Wahlversprechen von denen die wahrscheinlich selbst noch nicht mal genau wissen wie sie die erfüllen sollen.

    Ein griechischer Wirtschaftsminister und Hochschulproffessor der hochnäßig wie ein Gockel durch die Gegend stolziert und glaubt die Welt müßte ihm nun zu Füßen liegen. Dessen einzige Lösungen aus der Krise der Schuldenschnitt und die Verstaatlichung der Schulden sind, wobei als Staat im weiteren Sinne dann wohl die EU gemeint ist. Der dabei aber gleichzeitig die Renten erhöhen und Staatsbedienstete wieder einstellen möchte. Zur Information 100 Mrd. Euro Schulden wurden schon einmal erlassen. Mit weiteren ca. 80 Mrd. + x bürgen wir als Deutsche für weitere Schulden. Ist es da nicht legitim zu fragen wofür das Geld gedacht ist und was wir als Gegenleistung dafür erhalten?

    Reiche Griechen, die jetzt endlich zahlen sollen. Sowas hätten auch unsere Linken fordern können. Was anderes fällt denen dazu nämlich auch nicht ein. Ich frag mich halt bloß welchen Reichen die jetzt noch welches Geld abnehmen wollen. Ich wage mal zu behaupten, daß die sogenannten Reichen bald dorthin verschwinden werden wo ihr Geld bereits ist. Oder bereits dort sind. Und die die noch im Land sind wird auch bald die Lust vergehen noch irgendwas investiv zu machen.

    Was ist mit der Marktfrau, bei der ich mir nicht sicher bin, ob die die verkauften Tomaten auch tatsächlich versteuert. Ich sehe das Problem der Steuereinnahmen eher in einer etwas vernachlässigten Form des Steuersystems und der Kontrollen als in dem Problem, daß nur die Reichen ihr Geld am Fiskus vorbeischmuggeln. Böse Zungen behaupten -selbstverständlich nicht ich-, daß das Thema der Steuervermeidung in Griechenland auch etwas mit einer allgemeinen Einstellung dazu zu tun hätte. Halt ein kreatives Völkchen.

    Warum auch Steuer einnehmen, wenn man das Geld bislang doch auch über Anleihen ohne Schwierigkeiten bekommen hatte. Klar viele andere Staaten machen das auch. Problematisch ist es halt dann, wenn keine Substanz dahinter steckt. Jetzt haben wir halt das Problem.

    Und wieder wird das Dilemma um 4 Monate verschoben. Was dann?

    Griechenland beschäftigt die Politik, Presse und die Gemüter. Wer fragt eigentlich nach denen innerhalb der EU die mit weniger Stolz als die Griechen auskommen müssen, die selbst versuchen mit wenig über die Runden zu kommen -die gibt es auch bei uns, siehe letzter Armutsbericht- Oder die, die dank ihrer Arbeit (die dann eben nicht um 16:00 Uhr wie beim albanischen Bauern aufhört) genug haben, aber mit jedem Abzug auf ihrer Gehaltsabrechnung daran erinnert werden wie solidarisch sie doch eigentlich sind. Und die jetzt nicht gefragt wurden, ob ihnen die Verlängerung um 4 Monate recht ist, sondern stattdessen weiter schlucken müssen und letztlich die Zeche mitzahlen dürfen.

    Ein Tipp für all die, die Verständnis für die aktuerlle griechische Politik haben und die es richtig klasse finden, daß diese Politiker es dem Rest der EU, inklusive der schwarzen Null, mal so richtig gezeigt haben. Was ich allerdings nicht ganz so sehe. Zeigt Solidarität und spendet doch einen Teil eures Vermögens an die Griechen. Auf der Bank gibt es ohnehin kaum noch Zinsen. Außerdem was ist schon Geld, bedrucktes Papier. Draghi zeigt doch wie's geht. Geld kann man auch drucken. Halt bedrucktes Papier.

    Ich werde es jedenfalls nicht tun, als lupenreiner Kapitalist freue ich mich über die aktuellen Kursgewinne meiner Aktien. Verrückte Welt!

    Gruß IM

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    Zitat Zitat von Kardanfan Beitrag anzeigen
    @ Q_Treiber_Josef

    ..... sicherlich auch eine nicht so unwahrscheinliche Option. Nur ist die Frage, ob da nicht zuvor die Schweizer in EURO bezahlen ..... Nein, ich glaube zur Zeit ist das Thema SFR/€ erst einmal vom Tisch ....... dennoch hat die Schweiz aufgrund des schwachen Euro´s seine Problemchen zu lösen.
    Gruß Kardanfan
    Der Teuro fiel nach der Freigabe durch die Nationalbank auf 0.86, und Gestern lag er bei 1.08.

    "schau´n wir mal"


    Josef

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    Zitat Zitat von Intermezzo Beitrag anzeigen
    Was dann?
    Dann ist vielleicht Vulkanzeit.

    Josef

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    @ Q-Treiber_Josef

    sfr.png

    "schau´n wir mal"

    @Intermezzo
    Leider ist die ERDE keine Scheibe........

    ......als lupenreiner Kapitalist freue ich mich über die aktuellen Kursgewinne meiner Aktien.
    Dann bist gerade doch Du der, der den Griechen helfen könnte oder sogar müsste!
    Wer fragt eigentlich nach denen innerhalb der EU die mit weniger Stolz als die Griechen auskommen müssen, die selbst versuchen mit wenig über die Runden zu kommen
    Ich glaube, gerade auf die schauen alle!
    Das Problem ist immer, wenn 3 Leute im Eis einbrechen ....... wen rettet man zuerst, den Alten, den Schwachen, den Hübschen oder den, der am Lautesten schreit????

    ........ wenn aber andere sich selber retten, ist das dann der Grund, den Schreihals absaufen zu lassen ........ Und wenn der Schreihals eben eine Schlüsselfigur ist (für Europa, für den Euro, für die Demokratie und gegen einen LINKSruck)........ dann bin ich froh, dass Du kein Politiker bist .

    Aber die Kapitalisten sind eh alle der Meinung, dass nur gerade sie das Geld verdienen ..................

    Schade finde ich, dass die Ursachen bzw. Verursacher in Griechenland irgendwie nie so richtig an den Pranger gestellt werden und man nach handfesten Konsequenzen ruft. Sind am Ende alle Griechen KAPITALISTEN ?

    Naja, jetzt warten wir mal ab, auch wie sich Spanien politisch ausrichtet und wie das mit den Russen weitergeht ..... es bleibt spannend .

    Gruß Kardanfan

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    Respekt, Intermezzo, auf den Punkt gebracht und die Realitäten benannt.
    Vielen Dank!
    Gruß

    Frannz

  7. Schweizer Gast

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    Zitat Zitat von Q_Treiber_Josef Beitrag anzeigen
    Und bezahlen sie in russischen Rubeln.

    Josef
    WIR währe mir lieber.

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    Zitat Zitat von Kardanfan Beitrag anzeigen
    @ Q-Treiber_Josef



    "schau´n wir mal"

    Dann bist gerade doch Du der, der den Griechen helfen könnte oder sogar müsste!

    Aber die Kapitalisten sind eh alle der Meinung, dass nur gerade sie das Geld verdienen ..................

    Gruß Kardanfan
    Neben der Ironie die in meiner Bemerkung steckt, ich halte für überflüssig überall Smilies hinzusetzen, basiert meine Meinung auf Fakten. Montag bis Freitag, Einschränkungen bei der Freizeit und die Abrechnung am Monatsende. Ich weiß, für andere gilt das auch, umso mehr wundere ich mich darüber, daß viele dieses scheinbar teilnahmslos hinnehmen.

    Was die Aktien anbelangt, wie gesagt mit einem gewissen Humor gemeint, rechnen die sich schon, wenn man sie als längerfristige Anlage sieht und wenn man auch die Dividende betrachtet. Die lagen in den vergangenen Jahren deutlich oberhalb dessen was Kapitalanlagen geboten haben. Die Kursgewinne seit Drahgis Geldvermehrungstrick haben bei meinen Aktien eine Steigerung des Werts um ca. 15 % gebracht. Und das in noch nicht mal zwei Monaten. Dafür ist der Euro in den Keller gerutscht und die über Jahrzente angesparte LV nicht mehr das wert was man eigentlich erhofft hat. Daran sind selbstverständlich nicht nur die Griechen dran schuld.
    Die Kurse werden sicherlich auch noch etwas zulegen. Das ist ein schöner Nebeneffekt aber nicht das Ziel meiner Strategie. Irgendwann gehen die Kurse auch wieder zurück. Langfristig steigen sie allerdings. Un ich sehe es langfristig. Mit 58 kommt halt einiges im Laufe der Jahre zusammen.

    Mich stört es auch abseits der Realwirtschaft viel Geld in kurzer Zeit zu verdienen. Es ist diese heute allgemein übliche Mentalität schnell Geld mit Geld zu verdienen und auch Schulden zu haben wird als ganz normal angesehen. Genauso normal wie dann beispielsweise anschließend (Privat)Insolvenz zu beantragen bzw. auch nach Hilfe zu rufen. Solange man Verbindlichkeiten erfüllen kann und solange immer wieder jemand da ist der einem immer wieder die Kassen füllt, funktioniert das System. Aber irgendwann platzt dann halt die Blase.

    Ja spannend bleibt es auf jeden Fall. Obwohl ich eigentlich auf diese Spannung verzichten könnte. Ich habe die Zeit des kalten Krieges erleben dürfen, im Schützengraben vor Helmstedt mit Blick gen Osten -die Waffen waren zum Glück nicht geladen- die Zeit der Entspannung, den Zusammenbruch des Kommunismus, die Wiedervereinigung und jetzt wieder diese Scheiße. Nur weil einige mit Testostoron vollgepumpte und an Minderwertigkeitskomplexen leidende Idioten meinen sich wehren zu müssen, gegen eine Gefahr die nur in deren Köpfen existiert.

    Am liebsten würde ich auf eine einsame Insel auswandern wo ich meine Ruhe hätte. Natürlich nur auf eine solche mit ausreichend Schotterstrecken! Ich glaub aber, die gibt es nicht. Zumindest nicht für mich. Den kapitalistisch veanlagen Kleinaktionär mit freistehendem (noch nicht ganz abbezahltem) Eigenheim und Sparbuch. Aber ohne den Daimler in der Garage, dafür mit drei (älteren) Motorrädern. Und letzteres ist doch wohl das Wichtigste.

    Gruß IM

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    gestern hatten sie nen Bericht aufm ZDF, da ist der Reporter mit dem Taxi durch Athen gefahren. Da erzählt der Taxifahrer, dass er jetzt seit 2 Monaten garkeine Steuern mehr zahlt, erstmal sehen, wo die Reise hingeht.
    Er kennt überhaupt keinen der Steuern bezahlt, die Leute bräuchten schließlich das Geld um Essen zu kaufen (wäre mir neu, dass in GR die Leute reihenweise auf der Straße verhungern)
    Das ist genau das Problem, die Griechen haben immer noch nicht kapiert, dass es so nicht geht. Linke Regierung hin oder her, die wurden wegen ihrer Wahlversprechen gewählt und nicht weil die Bevölkerung plötzlich verstanden hätte, dass sich was ändern muß.

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    Sag ich doch und das ist nicht erst seit der Finanzkrise. Und keiner kontrolliert es. Keine Finanzprüfung kommt und prüft die Buchhaltung. Und wenn doch, gibt es hier jenseits der Steuernachzahlungen sicherlich andere kreative Möglichkeiten sich einig zu werden. Auch ein Thema das die neue Regierung zugesagt hat zu bekämpfen. Selbst wenn das ernst gemeint ist, wovon ich faiererweise ausgehe, denke ich, daß die am eigenen System scheitern werden.

    Nach aktueller Presseinformation wurden, angesichts der für Montag zugesagten Reformvorschläge, gestern in Griechenland nochmal schnell ca. 1 Mrd. Euro von den griechischen Konten runter geholt. Vertrauen sieht anders aus. Warum sollen wir Vertrauen haben, wenn die sich selbst noch nicht mal grün sind.


 
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