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Info: 7,2 % weniger Todesopfer auf deutschen Straßen im Jahr 2013

Erstellt von soaringguy, 04.03.2014, 18:46 Uhr · 24 Antworten · 1.523 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Es gibt auch andere statistische Tricks. So wurde irgendwann mal die Zeit verkürzt, die jemand nach einem Unfall noch leben darf, um als Unfalltoter zu gelten. Und es ist schon ein Unterschied, ob es 30 Tage oder 24 Stunden sind.

  2. Registriert seit
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    #12
    Statistische Tricks Frank? Jein, es geht bei solchen Anpassungen meist um die Vergleichbarkeit und Reproduzierbarkeit von Ergebnissen.
    Im vorliegenden Fall wurde festgestellt, dass im Zeitraum 1-30 Tage nach einem Verkehrsunfall relativ viele Menschen im Krankenhaus verstarben, todesursächlich waren oft jedoch Behandlungsfehler oder Hygienemängel im Krankenhaus.
    Deshalb hat man schlicht die Zeit verkürzt, in der eine Person nach einem Unfall, noch als Unfalltodesopfer gelten kann. Solche Änderungen müssen natürlich in der Statistik ausgewiesen werden.

    schwierig wird es, wenn die Statistik versucht jeglichen Lebenssachverhalt zusammenfassend darzustellen. Sieht man z.b. bei Motorradfahrern und deren Unfallursachen. Mit weitem Abstand liegt hier die "nicht angepaßte Geschwindigkeit" vorne.
    Klar wird man sagen, ist doch logisch.
    Falsch gedacht, "nicht angepaßte Geschwindigkeit" ist sozusagen der Auffangtatbestand, wenn am Unfallort nicht klar ist, warum der Motorradfahrer gestürzt ist. Es ist sozusagen ein umbenanntes "sonstige Unfallursache"
    Da die Polizeibeamten aber ein Kreuz bei Unfallursache machen müssen, landet das eben bei "nicht angepaßte Geschw".
    Was natürlich ein schiefes Licht wirft und in vielen Fällen schlicht falsch ist.

  3. Registriert seit
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    #13
    Zitat Zitat von Gelblichtbremser Beitrag anzeigen
    Abend
    Ich denke, das hat auch was mit der allgemeine Reife fürs Autofahren zu tun. Das Verständnis für die Anderen und die Allgemeinbildung.
    Wenn ich daran denke, wie mein Vater und deren Genossen die Anderen beschimpft haben wenn es nicht so korrekt war. Und der hat erst mit 42 den Lappen gemacht. Heute fahren sehr viele Leute herum die schon in jungen Jahren mobil waren und somit viel Erfahrung haben.
    das Gegenteil ist der Fall, gerade die von dir genannten jungen Mobilen sind es, die seit Jahren deutlich in der Statistik überdurchschnittlich an Unfällen beteiligt sind.

    im übrigen geht die Zahl der Unfalltoten seit 1970 kontinuierlich zurück, das ist keine Momentaufnahme. Deutschland hat im EU-Vergleich eine hervorragende Bilanz, wenn es um Unfalltote geht.
    Was dann immer wieder verwunderlich ist, sind die geradezu hymnischen Kommentare, wenn Politiker fordern noch schärfer gegen Raser, Drängler vorzugehen.
    Dass aber die Gefahr im Krankenhaus durch Behandlungsfehler und Hygienemängel zu sterben fünfmal so hoch ist, wie die Gefahr im Straßenverkehr zu verunglücken interessiert niemand und ruft auch keine drastischen Maßnahmen nach sich.
    Der Familienvater der sich beim Fußball ein Bein bricht, hat statistisch ein fünfmal höheres Risiko im KH aus genannten Gründen zu sterben, als im Straßenverkehr überfahren zu werden.
    Nur mal der Maßstäbe wegen.

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    das Gegenteil ist der Fall, gerade die von dir genannten jungen Mobilen sind es, die seit Jahren deutlich in der Statistik überdurchschnittlich an Unfällen beteiligt sind.

    im übrigen geht die Zahl der Unfalltoten seit 1970 kontinuierlich zurück, das ist keine Momentaufnahme. Deutschland hat im EU-Vergleich eine hervorragende Bilanz, wenn es um Unfalltote geht.
    Was dann immer wieder verwunderlich ist, sind die geradezu hymnischen Kommentare, wenn Politiker fordern noch schärfer gegen Raser, Drängler vorzugehen.
    ........
    Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster, und behaupte, daß der Hauptgrund dieser positiven Entwicklung im technischen Fortschritt bzw. in den technischen Verbesserungen zu sehen ist. Dies betrifft vor allem die Fahrzeuge aber auch, zum großen Teil, die im Vergleich immer noch hervorragende Infrastruktur des einheimischen Straßennetzes. Auch wenn wir "noch" nicht Kreiselweltmeister sind...

    Gruß Thomas

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    #15
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    das Gegenteil ist der Fall, gerade die von dir genannten jungen Mobilen sind es, die seit Jahren deutlich in der Statistik überdurchschnittlich an Unfällen beteiligt sind.
    Der Trend kippt aber zumindest in Brandenburg deutlich in die Richtung der älteren Verkehrsteilnehmer und Senioren.

    Unfallbilanz 2013: Senioren machen Brandenburgs Straßen unsicher

    Grüße
    Steffen

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    #16
    Zitat Zitat von der_brauni Beitrag anzeigen
    Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster, und behaupte, daß der Hauptgrund dieser positiven Entwicklung im technischen Fortschritt bzw. in den technischen Verbesserungen zu sehen ist.
    natürlich ist der technische Fortschritt mit dafür verantwortlich, bezweifle ich ja garnicht, schön, dass es so ist. Man darf aber auch nicht vergessen, dass sich der Fzg-bestand vervielfacht hat und trotzdem die Unfallzahlen weiter sinken.
    Wenn man die Zahlen international vergleicht, dann ist der deutsche Autofahrer überdurchschnittlich sicher unterwegs und viel besser als sein Ruf. Trotz aller gegenteiligen Behauptungen.

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    #17
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    natürlich ist der technische Fortschritt mit dafür verantwortlich, bezweifle ich ja garnicht, schön, dass es so ist. Man darf aber auch nicht vergessen, dass sich der Fzg-bestand vervielfacht hat und trotzdem die Unfallzahlen weiter sinken.
    Wenn man die Zahlen international vergleicht, dann ist der deutsche Autofahrer überdurchschnittlich sicher unterwegs und viel besser als sein Ruf. Trotz aller gegenteiligen Behauptungen.
    Ja, es wird wohl so sein, daß die Gründe der allgemeinen positiven Entwicklung seit den 70er vielfältig und auch relativ gut definierbar sind. Interessant wäre es, mal zu ermitteln, was der Grund für die relativ guten Zahlen im Vergleich zu unseren Nachbarländern ist. Eine hohe Kontrolldichte und hohe Bußgelder bei Verkehrsverstößen scheint hier jedenfalls keine oder eine nur unwesentlich positive Bedeutung zu haben.
    Gruß Thomas

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    #18
    Die Fahrzeuge sind im Schnitt in Deutschland modern und sicher, die geografischen Verhältnisse überwiegend einfach, die Straßen oft immer noch in erträglichem Zustand und die meisten Fahrer hier sind doch recht diszipliniert und gemächlich unterwegs.

    Grüße
    Steffen

  9. Registriert seit
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    #19
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    und die meisten Fahrer hier sind doch recht diszipliniert und gemächlich unterwegs.
    In anderen Ländern werden die Deutschen überwiegend als diszipliniert, aber schnell fahrend wahrgenommen.
    Dem stimme ich durchaus zu.

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    #20
    Zitat Zitat von Trabbelju Beitrag anzeigen
    In anderen Ländern werden die Deutschen überwiegend als diszipliniert, aber schnell fahrend wahrgenommen.
    Dem stimme ich durchaus zu.
    Wirklich? Vllt. liegt das aber auch an meiner Warnehmung und daran, dass hier im Umland noch bei jedem einzelnen Baum am Straßenrand und jeder noch so leichten Biegung ein 70 das Tempo drosseln soll und sich die Autofahrer eben dran halten - im Gegensatz zu mir als Motorradfahrer.

    Grüße
    Steffen


 
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