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Ist das noch Notwehr?

Erstellt von Clamshell, 07.11.2009, 10:06 Uhr · 81 Antworten · 5.500 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #41
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Ich denke wir meinen schon das selbe, reden aber irgendwie aneinander vorbei.
    Ich würde es doch nie wagen an dir vorbei zu reden

    Es steht im §34 StGB und §16 OWiG jedesmal als letzter Satz: "Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden."

    Insofern Verhältnismäßigkeit beachten!
    Allerdings §33 StGB Überschreitet der Täter (der der in Notwehr handelt) die Grenze der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft.

    Ichbin lästig.
    Ich weiss

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    #42
    Das sind hier nie endende Diskussionen, die eigentlich andere Menschen führen müßte.
    Wer oder was gibt einem Menschen das Recht einen Anderen zu verletzen oder gar töten ?
    Macht jemand so etwas , muß er mit Gegenwehr rechnen die ihm ein blaues Auge oder halt mehr einbringen kann.
    Meine Familie zu schützen hat nichts mit wildem Westen zu tun ( da wurden entsprechende Verbrecher noch erschossen )

    Es gibt soviele Themen zum Thema Gewalt und Bestrafung, die Politiker müssen endlich WACH werden.
    Aber nichts ist so schlimm wie Steuerhinterziehung

    Klinke mich nun aus

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    #43
    Zitat Zitat von lemmi+Q Beitrag anzeigen
    Allerdings §33 StGB Überschreitet der Täter (der der in Notwehr handelt) die Grenze der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft.
    eben das (Furcht, Angst) hat ihm aufgrund seines gesamten Verhaltens und der Umstände (körperl. Überlegenheit usw) das Gericht nicht zuerkannt.
    Deshalb ist er als Überschreiter der Notwehr nicht straffrei, sondern sein Verhalten strafbar.

    Was hier natürlich außen vor bleibt, ist die Tatsache dass natürlich auch das Verhalten des ursprünglichen Täters strafbar ist.

    Tiger

  4. Registriert seit
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    #44
    Na gut. Wer ein Messer um den Hals trägt macht das womöglich nicht aus ästhetischen Gründen. Insofern kann man ihm vielleicht ein gewisse Erfahrung und Übung mit derartigen Umständen zugestehen. Da wird er sich dann nicht soo sehr gefürchtet haben.
    Spass beiseite, ich hoffe die Gerichte lassen Gerechtigkeit walten.

    Gericht = Gerechtigkeit (das soll keine Grundlage für eine neue Diskussion sein!)

    Charmanten Abend noch.

    Gruß
    Martin

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    #45
    Mit der Gesetzeslage kenne ich mich nicht so aus. Damit habe ich mich noch nie beschäftigen müssen. Aber, ich habe versucht mich in die Lage des angegriffenen Sven zu versetzen. Ich glaube nicht, dass ich in der Lage wäre in einer Situation in der meine Familie/Freunde und ich selbst von einer Gruppe angetrunkener, gewaltbereiter Jungendlicher bedroht wird, darüber nachzudenken ob mein Handeln unverhältnismäßig ist oder nicht. Ich habe Angst und will einfach nur heil aus dieser Situation raus. Natürlich kenn ich diesen Sven nicht, aber wer sagt, dass er absichtlich auf den Hals des Angreifers gezielt hat. Kann es nicht auch sein, dass er mit dem Messer in der Hand wild um sich geschlagen hat um den Angreifer abzuwehren. Schließlich war auch er nicht mehr ganz nüchtern. Wir kennen alle nicht die genauen Umstände und was wirklich alles passiert ist wissen wir auch nicht. Es kann aber auch nicht sein, dass wir Angst haben müssen wenn wir den Mut haben uns zu wehren.

    AmperTiger hatte noch den Vorschlag „laut um Hilfe schreien“. Mach das bloß nicht! Sonst hast du noch eine Anzeige wegen Ruhestörung am Hals!

    Gruß Tailon

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    #46
    Also wie hier "diskutiert" wird, ist teilweise nicht nachvollziehbar Habt ihr den Artikel überhaupt richtig gelesen Dieser Sven G. wurde von seinem Angreifer "nur geschubst", also weder geschlagen, noch getreten, noch sonstwas. Da soll es eine adäquate und nicht strafbare (also legale) Reaktion sein, einem anderen ohne Vorwarnung ein Messer in den Hals zu rammen Ja tickt es denn bei einigen, die dies als "völlig in Ordnung" bezeichnen noch richtig

    Wer ein solches Verhalten gut findet, der findet es auch legitim, denjenigen, der mich verbal beleidigt brutal niederzuschlagen Ist ja schließlich auch Notwehr, da ja durch die Beleidigung des anderen ein gegenwärtiger rechtswidriger Angriff auf eines meiner geschützen Rechtsgüter vorliegt, der Tatbestand des § 32 StGB ergo erfüllt ist

    Es geht hier nicht darum, den Täter zum Opfer zu machen, sondern das völlig überzogene Tun des "Opfers" zu bestrafen. Reagiert der Staat hier nicht und legalisiert solches Handeln, sind wir von der Selbstjustiz nicht mehr weit entfernt.

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    #47
    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    ...Also wie hier "diskutiert" wird, ist teilweise nicht nachvollziehbar Habt ihr den Artikel überhaupt richtig gelesen Dieser Sven G. wurde von seinem Angreifer "nur geschubst", also weder geschlagen, noch getreten, noch sonstwas...
    Hm, scheinbar selber den Artikel nicht gelesen?

    "...Es kommt zu einem Wortwechsel, in dessen Verlauf Mergim S. einen Freund von Sven G. mit einem Fausthieb zu Boden schlägt. Dann wendet er sich Sven G. zu und schnauzt ihn an: "Was schaust du?"..."

    "...Mergim S. - 1,75 Meter groß und 20 Kilo leichter als Sven G. - schubst den Älteren und holt aus..."

    Das erste Zitat wäre für mich schon ausreichend gewesen, dem Kollegen die Frage zu stellen ob das alles noch normal ist...

    Und dabei sollte man ausgehen wenn er einmal zugeschlagen hat, und dann auch noch ausholt, wohl noch einmal zuschlagen wird.

    Also immer locker bleiben.

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    #48
    Zitat Zitat von Clamshell Beitrag anzeigen
    Hm, scheinbar selber den Artikel nicht gelesen?

    "...Es kommt zu einem Wortwechsel, in dessen Verlauf Mergim S. einen Freund von Sven G. mit einem Fausthieb zu Boden schlägt. Dann wendet er sich Sven G. zu und schnauzt ihn an: "Was schaust du?"..."

    "...Mergim S. - 1,75 Meter groß und 20 Kilo leichter als Sven G. - schubst den Älteren und holt aus..."

    Das erste Zitat wäre für mich schon ausreichend gewesen, dem Kollegen die Frage zu stellen ob das alles noch normal ist...

    Und dabei sollte man ausgehen wenn er einmal zugeschlagen hat, und dann auch noch ausholt, wohl noch einmal zuschlagen wird.

    Also immer locker bleiben.
    Ich habe den Artikel durchaus aufmerksam gelesen. Fakt ist, dass als Tathandlung des Angreifers nur das "Schubsen" vorliegt. Außerdem war Sven G. ja nicht alleine, sondern in Begleitung anderer Personen. Warum trug er überhaupt ein Messer bei sich ? Warum fand die Polizei bei ihm ein Butterfly-Messer ? Sind das nicht Indizien für eine potentielle Gewaltbereitschaft auch des Sven G. ? Ist die Behauptung der Notwehrlage möglicher Weise nur eine Verteidigungsstrategie ? Wie ist seine behauptete Furcht und Angst in Einklang zu bringen mit seinem rationalen Verhalten nach der Tat ? Warum hat er nicht die Polizei gerufen, sondern ist abgehauen, wenn er doch "in Notwehr" gehandelt hat ?

    Ich glaube, dieser Zeitungsartikel ist dümmliche Stimmungsmache und Polemik.

  9. Registriert seit
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    #49
    Wenn Sven auch nicht selber niedergeschlagen wurde, so drohte ihm das gleiche Schiksal wie seinem Freund oder ?

    Wenn es seine Frau oder sagen wir einfach mal DEINE Frau gewesen wäre, die niedergeschlagen wurde, wie wäre es dann ??? Wie würdest Du dann reagieren ???



    Sorry wollte nix mehr sagen aber es kam über mich.

    Was bekam der Streiauslöser eigentlich für eine Strafe ?
    Darüber schweigt des Sängers Höflichkeit oder wie ?

  10. Registriert seit
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    #50
    Zitat Zitat von peco-achim Beitrag anzeigen
    ... welche unbescholtene Bürger, der im Angriffsfall
    das Recht auf Notwehr für sich in Anspruch nimmt,
    läuft schon mit einem Messer durch die Stadt???
    Ich habe tagsüber immer ein Schweizer Messer dabei, daß ich für die Arbeit nutze.
    An meinem Schlüsselbund habe ich ein winziges Schweizer Messerchen (Werbegeschenk), was ich schon öfter genutzt habe. Manchmal bei der Arbeit als Ersatzmesser, weil ich das andere nicht dabei hatte oder um Obst zu schneiden oder beim Frickeln am Mopped Kabel abzuisolieren. Die Klinge hat auch etwa 4 cm.

    Bin ich jetzt ein potentieller Killer Oder nicht mehr unbescholten
    Zitat Zitat von BF598 Beitrag anzeigen
    ... Und ggf. das Tragen einer stichsicheren Weste im Dienst, wie es hier bereits von einigen Kollegen durchgeführt wird.

    Gruß Fabian
    Eine Weste läßt noch genug Freiraum, um mit einem Messer heftigst verletzt zu werden. Siehe Beispiel: im Hals...

    Es kann doch nicht sein, daß man sich selber am Besten kugelsicher einpackt, weil man in der Politik etc. nicht die geeigneten Mittel findet, dem Gesocks Herr zu werden...
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ...
    Man kann auf so ein anpöbeln/schubsen auch mit weglaufen reagieren! Damit ist die Situation auch bereinigt.
    Tiger
    Und was ist, wenn die Jungs schneller sind? Dann hast Du u.U. ein Messer im Rücken. Oder sie nehmen sich dann halt einen anderen vor, der mit in der Gruppe ist.

    Es kann nicht richtig sein, daß unbescholtene Bürger (sehe mich auch als solchen...) die Straßenseite wechseln müssen oder nicht frei dahin gehen können, wohin sie wollen, weil sie Sorge haben müssen, von solchem Pack angegriffen zu werden. Man sieht es den Jungs ja meißt schon vorher an...

    Was lernen die Kerle daraus : Habe ich 'ne große Schnauze und prügele mich, bin ich der King. Alle machen Platz, wenn ich komme , weil sie Schisser sind, und ich stehe in der Hierarchie gaaaanz oben...

    Man muß diesen Typen beibringe, daß das so nicht läuft. Weglaufen kann nicht die Lösung sein.
    Genau so wenig wie wegschauen...
    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    ...
    Warum trug er überhaupt ein Messer bei sich ? Muß man sich dafür rechtfertigen Bei so einem Winzteil Siehe oben...
    Warum fand die Polizei bei ihm ein Butterfly-Messer ? Sind das nicht Indizien für eine potentielle Gewaltbereitschaft auch des Sven G. ? Ich habe auch Messer zu Hause (z.B. Tauchermesser, Opinel in einer Größe, die auch zum Brotschneiden geeignet ist). Aber ich kriege Schiss, wenn solche Schlägertypen in meine Nähe kommen. Was hat das mit Gewaltbereitsschaft zu tun? Und was bringt mir das Messer zu Hause, wenn ich unterwegs eins auf's Maul bekommen würde
    ... Warum hat er nicht die Polizei gerufen, sondern ist abgehauen, wenn er doch "in Notwehr" gehandelt hat ?
    ...
    Ich würde mir in solch einer Situation vermutlich auch keine Gedanken über so ein A...loch machen. Vermutlich würde ich zitternd zu Hause hocken und froh sein, daß ich noch lebe...
    Zitat Zitat von Tailon Beitrag anzeigen
    Mit der Gesetzeslage kenne ich mich nicht so aus. Damit habe ich mich noch nie beschäftigen müssen. Aber, ich habe versucht mich in die Lage des angegriffenen Sven zu versetzen. Ich glaube nicht, dass ich in der Lage wäre in einer Situation in der meine Familie/Freunde und ich selbst von einer Gruppe angetrunkener, gewaltbereiter Jungendlicher bedroht wird, darüber nachzudenken ob mein Handeln unverhältnismäßig ist oder nicht. Ich habe Angst und will einfach nur heil aus dieser Situation raus. Natürlich kenn ich diesen Sven nicht, aber wer sagt, dass er absichtlich auf den Hals des Angreifers gezielt hat. Kann es nicht auch sein, dass er mit dem Messer in der Hand wild um sich geschlagen hat um den Angreifer abzuwehren. Schließlich war auch er nicht mehr ganz nüchtern. Wir kennen alle nicht die genauen Umstände und was wirklich alles passiert ist wissen wir auch nicht. Es kann aber auch nicht sein, dass wir Angst haben müssen wenn wir den Mut haben uns zu wehren.

    AmperTiger hatte noch den Vorschlag „laut um Hilfe schreien“. Mach das bloß nicht! Sonst hast du noch eine Anzeige wegen Ruhestörung am Hals!

    Gruß Tailon
    Dem kann ich mich nur anschließen...


 
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