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Jäger und Motorrad

Erstellt von thejoker88, 12.06.2010, 19:00 Uhr · 47 Antworten · 3.839 Aufrufe

  1. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #21
    Zitat Zitat von confidence Beitrag anzeigen
    Ja Thomas - du beschreibst uns den Jäger sehr gut - so stelle ich mir eine
    Darstellung des Jägers im Lesebuch des 5. Schuljahres vor !!
    Dann gib doch mal eine Antwort darauf,warum denn die Jägerschaft in der Bevölkerung ( nicht nur Motorradfahrern )so ein schlechtes Image hat !
    Etwas kann ich dir dazu helfen : Vor ungefähr 40 Jahren hatte der Jäger ,warum auch immer,ein hohes Ansehen ! Es erschien vielen Leuten als ein elitärer Zirkel,zu dem man zugehören wollte ! Da Jagd aber etwas mit Pasion zu tun hat,diese aber nicht auf den Bäumen wächst,war die Jägerschaft in kurzer Zeit von lauter Gastwirten ,Schlachtermeister und Doktoren durchsetzt. Der Normalo merkte sehr schnell,daß sich hier etwas verändert hatte ,und zwar zum Negativen. Die Jagden wurden immer teurer und die Jagdinhaber immer anmaßender - sie bewegten sich in ihrem neuen Hobby wie in ihrem übrigen Leben. Nicht mehr miteinander - - durchsetzen hieß alsbald die Devise ,sich behaupten,dem Anderen mal die eigenen Rechte klar machen !Und das Hunde nicht erschossen werden,wenn sie nicht gerade wildern,daß entspricht auch mehr deinem Goodwillverhalten gegenüber deiner Freundin als der Realität !Erschossen an der Leine - Jäger erlegt Kuh - Jäger bedroht Wanderer mit vorgehaltener Waffe usw.usw. - list du denn keine Zeitungen ? Ich brauch mich da nicht auf Zeitungsberichte verlassen - ich hab sie selber erleben müssen- in ihrer Arroganz und Ignoranz ! Nein - natürlich sind nicht alle gleich - aber Gesetze wegen Geschwindigkeitsübertretungen wurden auch nur wegen der Ausnahmen erlassen !
    Bleib ganz cool und vor allem bei deiner Freundin ! Du scheinst ja mit ihr eher die Ausnahme zu haben ....
    Lesebuch 5. Schuljahr? Hängt davon ab wann Du im 5. Schuljahr warst. Bei mir war es damals "der Jäger aus Kurpfalz, der daher reitet und sein Wild erlegt". Heute würde da zugegebenermaßen was anderes drin stehen, je nach Zeitgeist und allgemeinen Tenor. Was, weiß nicht, ich habe solche Bücher nicht, mein Jüngster ist auch schon 28. Ein bißchen weniger Zeitgeist und dafür etwas mehr Rücksbesinnung wäre für einige allerdings auch nicht schlecht, nicht nur was dieses Thema anbelangt.

    Ich stimme Dir an der Stelle zu, daß eine Jagdpacht zu besitzen kein billiges Vergnügen ist, zumal wenn man neben der Pacht auch noch die Kosten für den laufenden Unterhalt inklusive Wildschaden mit einrechnen muß. Einer der Gründe, warum meine Freundin (keine Ärztin sondern eher eine kleine Normalverdienerin) seit etwa 6 Jahren keine Pacht mehr hat. Je nach Größe und Lage der Pacht können das schon mal 5 - 10 kEuro/a sein. Aber man kann sich auch eine Pacht mit einem anderen teilen, dann kostet es nur noch die Hälfte. Das kann man sich dann auch als Normalsterblicher mit Durschnittseinkommen noch leisten, wenn, wie Du so schön sagst, man es als Passion sieht, die es auch sein sollte. Und nur damit geht es dann auch denn man muß sich da schon ganz schön einschränken. Außerdem ist es zeitintensiv und läßt somit keine Spielräume mehr für andere Dinge nebenher zu. Wer ist dazu heute noch bereit. Das ist der zweite Grund neben den relativ hohen Kosten warum meine Freundin die Flinte ins Korn geworfen hat (bildlich gesprochen, tatsächlich sind die im Stahlschrank) und stattdessen heute lieber zum Motorradschlüssel greift. Ganz unschuldig bin ich dabei allerdings auch nicht gewesen.

    Um nicht falsch verstanden zu werden. Mir geht es nicht darum einen Stand in den Himmel zu heben und ihn auf eine Ebene neben Mutter Theresa zu stellen. Ich wehre mich nur gegen diese Allgemeinverurteilung ohne über den Sinn und Zweck des jagdlichen Treibens genauer nachgedacht zu haben. Insbesondere der kürzliche Fernsehbericht über die Wildschweinplage in Berlin und diese vermeintliche Tierliebe, bei der Ursache und Wirkung komplett miteinander verwechselt wird, gepaart mit fehlender Einsicht (oder ist es einfach nur Dummheit) und die gleichzeitig Jäger in Verruf bringt, weil sie nach Ansicht der Tierschützer dort die Tiere aus reiner Spaß am ballern töten.

    Ich bin auch kein Befürworter irgenwelcher Hobbyjäger, die neben ihren sonstigen Hobbys auch noch eine Jagd haben, sei's aus Prestigegründen oder nur darum mal einen kapitalen Bock zu schießen. Sondern ich denke an die Jäger die ihrer Aufgabe mit Leidenschaft nachgehen. Und die gibt es eben auch heute noch und nicht nur in Schulbüchern aus den 60igern. Um genauer zu sein, eigentlich kenne ich nur solche. Und interessanterweise ist keiner von denen Arzt, Rechtsanwalt oder Unternehmer, was jetzt allerdings nicht repräsentativ sein muß. Wie umgekehrt allerdings auch nicht.

    Natürlich gibt es auch schwarze Schafe, die solchige oder von mir aus Kühe erschießen. Dann allerdings mit Sicherheit nicht absichtlich. Und wenn das mehrmals auftreten sollte, dann wäre das auch Grund genug über die Befähigung nachzudenken. Nur wo kein Kläger, da kein Richter. Aber sobald es vor Gericht geht, wird es dann auch ernst, schon allein des Waffenbesitzes wegen.

    Was Hunde abschießen anbelangt hatte mir meine Freundin vor einiger Zeit mal mitgeteilt, daß dies zu einem ziemlichen Ärger mit den Behörden führen kann, Anzeige vorausgesetzt, und daß aus diesem Grund heraus sich jeder Jäger genau überlegt ob er das macht oder nicht. Es gibt auch Menschen (Jöäger sind eben auch nur Menschen), die halt nicht darüber nachdenken und die werden dann halt drüber nachgedacht. Es soll auch schon Zeitgenossen gegeben haben, die einem erschossen haben nur weil man an der Ampel mal nach rechts geschuzr hat (zumindest in Amerika). Ergo, Idioten gibt es überall.

    Was mich an den Beiträgen hier ärgert, ist die Tatsache, das etwas nicht rechtmäßiges getan wird (fahren auf nicht erlaubten Strecken) und nicht die Nichtrechtmäßigkeit in Frage gestellt wird (zumindest von einigen nicht), sondern die Reaktion derjenigen, die das mißbilligen. Und die Gründe dafür sind auch schnell ausgemacht; der Abschuß wird vermiest. Und das sind für mich dann verdrehte Tatsachen. Aber wie bereits gesagt, ... die gibt es halt überall.

    So, jetzt muß ich für meine Jägerin was kochen. Die erlegte Kuh von oben.

    Gruß
    Thomas

  2. LGW Gast

    Standard

    #22
    Es gibt einfach solche und solche.

    Ein Vater einer WG-Mitbewohnerin damals vor Jahren in Studienzeiten war auch Jäger, und der Mann war 1a drauf, der hätte auch nicht auf Hunde (oder Katzen, for that matter) geballert, sondern hat einfach den Wildbestand in seinem Wald gepflegt und sich um den Erhalt dieses Teils der domestizierten Natur (so ist es halt) gekümmert.

    Dann gibt's aber eben auch die Deppen (sorry!), die sich auf Youtube damit brüsten, sich aus Katzenfellen einen Mantel zu basteln, weil man nämlich Katzen (zumindest in NRW) abknallen kann, wenn sie weiter als 200m von bewohntem Gebiet entfernt sind - und von diesem völlig unsinnigen Recht aus einer Zeit Ende des 19.Jhds, erlassen von einem bekennenden Katzenhasser (!) auch rege gebrauch gemacht wird.

    Und das ist eben die andere Seite der Jägerschaft. Genauso wie es überall eben "solche" und "solche" gibt.

    Grundsätzlich gilt: Menschen sollten erstmal versuchen, alles auf Augenhöhe und friedlich auszudiskutieren. Wenn jemand nicht will, das ich durch seinen Wald brate, obwohl das Nds. Waldgesetz dies in der Situation meiner Meinung nach gestattet, dann ziehe ich für mich durchaus in Erwägung, seinen Wunsch zu respektieren. Wenigstens sofern er nett ist.

    Wie man in den Wald hinein ruft, halt

  3. dave2006 Gast

    Standard

    #23
    Was mich an den Beiträgen hier ärgert, ist die Tatsache, das etwas nicht rechtmäßiges getan wird (fahren auf nicht erlaubten Strecken) und nicht die Nichtrechtmäßigkeit in Frage gestellt wird (zumindest von einigen nicht), sondern die Reaktion derjenigen, die das mißbilligen. Und die Gründe dafür sind auch schnell ausgemacht; der Abschuß wird vermiest. Und das sind für mich dann verdrehte Tatsachen. Aber wie bereits gesagt, ... die gibt es halt überall.

    So, jetzt muß ich für meine Jägerin was kochen. Die erlegte Kuh von oben.


    Also ich bin keiner unrechtmäßigen Tat nachgegangen. Der Hund war Angeleint, die Bedrohung mit der Schußwaffe auch verbal ist in meinen Augen das Unrecht.
    Alle unsere Übungen im öffentlichen Wald sind angemeldet und auch von den Kreisbehörden und den Forstbehörden (!)genehmigt. Wir haben megaeinschränkende Auflagen zum Umweltschutz und trotzdem muß ich mich als Leitender der Ausbildung mit wildgewordenen Jagdpächtern plagen, die sich leider auch verbal nicht im Griff haben......... Und ja so ein Verhalten ärgert mich.
    Es gibt aber auch nette Menschen unter den Jägern, man trifft nur selten welche
    Wahrscheinlich sagt der Zivilist das gleiche über uns Soldaten

  4. Registriert seit
    16.04.2009
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    378

    Standard

    #24
    @ TomTom-Biker danke für deinen sachlichen Beitrag!
    Ich bin seit 25 jahren Jäger und seit einiger Zeit Jagdpächter.
    Ich habe in 25 jahren KEINEN Hund "abgeballert" wie viele gern formulieren. Ich habe noch NIE jemanden auch nur ansatzweise mit der Schusswaffe auf Fehlverhalten von Hundebesitzern, Mountainbikefahrern oder morgens um 2:00 Uhr mit Geocachern reagiert.
    Bevor hier mit Argumenten gearbeitet wird, die aus der Mottenkiste stammen, bitte erstmal informieren. Jeder Jäger den ich kenne, ist gerne bereit interessierten was über die Jagd zu zeigen.

  5. BMWHP2 Gast

    Standard Geniale

    #25
    [QUOTE=peterotto;566224]Ich bin seit 25 jahren Jäger und seit einiger Zeit Jagdpächter.

    Idee - fährst eine GS und hast dir eine Jagd gepachtet um ungestört endurieren zu können

    So kann dir keiner der Kollegen ( in deinem Revier ) etwas anhaben - Du bist immer auf der Pirsch

    Genial

    Friedl

  6. Registriert seit
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    378

    Standard

    #26
    so einfach ist das nicht!
    Mit einer Jagdpacht hast du u.a. auch Verpflichtungen gegenüber der Behörde zu erfüllen.
    Du hast zB. einen Abschussplan. Dieser ist Klassenmässig und Mengenmässig einzuhalten. Wenn du weniger Schalenwild als von der Behörde festgelegt erlegst, bekommst du über kurz oder lang Probleme mit der Selben...
    Klartext: wenn ich mit der GS durchs Revier "enduriere" wandert Wild ab und wird im besten Falle heimlich. Also dann wird es nix mit der Erfüllung des Abschussplanes.

  7. Registriert seit
    09.04.2009
    Beiträge
    1.448

    Standard

    #27
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Nach einigen Beiträgen hier zu urteilen, fehlt einigen wohl das rechte Verständnis davon, welchen Sinn und Zweck die Jagd hat und was die Aufgaben sind, die ein Jäger im Rahmen seiner Jagdtätigkeit auszuüben hat. Einigen fehlt scheinbar auch nur das Verständnis was in einem Rechtsstaat erlaubt ist und was nicht. Mit dem Motorrad nach Lust und Laune durch durch den Wald zu fahren gehört sicherlich nicht zu den gängigen Rechten.

    Um es gleich vorweg zu nehmen: ich bin kein Jäger. Ich behaupte jedoch von mir selbst zu den (immer weniger werdenden) Menschen zu gehören für die Ethik und Moral nicht nur Fremdwörter sind, sondern die sich, soweit es irgendwie geht, auch daran halten. Und die es auch ankotzt, wenn eine Meute wilder Hunde und Reiter hinter Wild herrennen um es zu Tode zu hetzen (in Deutschland zum Glück verboten) oder die Wild anfüttern, um es nachher an der Futterstelle abzuknallen (dies ist nach dem Jagdrecht nich erlaubt). Aber ich gehöre trotz all dieser Ablehnungen auch zu den Menschen die die Jagd zur Arterhaltung befürworten, auch wenn ich es selbst nicht machen könnte. Drum bin ich froh, daß es Menschen gibt die das tun und uns und dem Wild damit Berliner Verhältnisse ersparen.

    Da meine Freundin selbst Jägerin ist und bis vor einigen Jahren auch noch eine eigene Jagd hatte, weiß ich nur zu gut welcher Aufwand und welche Kosten mit einer Jagd verbunden sind. Die so zitierte eigentliche Jagt, macht dabei den kleinsten Teil aus und ist für das meiste Wild durch Gesetze auf feste Zeiträume im Jahr beschränkt.Die Hege und Pflege und die Beseitigung der durch das Wild verursachten Flurschäden (teilweise auch durch finanzielle Entschädigungen) macht den überwiegenden Teil der Arbeiten aus. Außerdem ist die Gesamtstrecke am Ende des Jahres meist geringer als manch einer glauben mag, der möglicherweise die Bilder der erlegten Strecken von irgendwelchen Jagdgesellschaften als Vergleich heranzieht. Außerdem gibt es für einen Großteil des Wildes Schonzeiten, die auch unbedingt einzuhalten sind. Und ist das Wild zum Abschuß freigegeben, kann auch nicht einfach drauf los geballert werden. Der Schuß ist nur dann erlaubt, wenn dadurch eine sichere und artgerechte Erlegung des Wildes möglich ist und auch eine Gefährdung anderer nicht gegeben ist. Dies ist alles im Jagdgesetz geregelt. Abweichungen hiervon werden rigiede geahndet und führen in allerletzter Konsequenz auch zum Verlust des einst teuer erworbenen Jagdscheins. So gesehen wird ein Jäger einen im Feld frei laufenden Hund nicht erschießen, da einserseits hier die o. g. Bedingungen nicht gegeben sind, der Jäger meist selbst Hundehalter ist und weiß, daß es i. d. R. hier auch einen Besitzer gibt und Hunde nun mal nicht zum üblichen Jagdwild gehören. Drohungen mancher Jagdpächter daß er den Hund bei wiederholtem Freilaufen doch noch abknallen würde, sind wirklich nur als dumme Drohungen zu bewerten. Er wird es nicht tun. Das schließ allerdings auch nicht aus, daß Hundehalter in bestimmten Gebieten und zu bestimmten Zeiten Hunde an die Leine nehmen, auch wenn der Hund noch so gut parieren sollte. Die Jagdinstinke sind in jedem Hund drin und die sind meist stärker als der Gehorsam gegenüber seinem Herrn.

    Etwas anders sehen die Verhältnisse aus, wenn Hunde im Wald wildern. Hier besteht ein Recht und auch eine Pflicht des Jägers Abhilfe zu schaffen. Wer schon einmal ein von einem Schäferhund angefallenes und letztlich verendetes Reh gesehen hat, wird dies nachvollziehen können. Nur auch hier wird der Jäger nicht sofort und zu jeder zeit schießen, sondern nur dann, wenn bereits solche Fälle von Wilderei vorliegen und offensichtlich ist daß der Hund tatsächlich alleine im Wald umherwildert.


    Zu den Motorradfahrern im Wald und auf der Heide, ... hier hat ich meine Freide ...
    Wer glaubt, daß dies vollkommen harmlos und auch noch sein Recht sei und es deshalb auch tuen müsse, den Frage ich warum er alternativ beispielsweise nicht einen Kurpark oder ein Golfplatz aufsucht. Letzteres fände ich persönlich mit ner GS und TKC80 sehr interessant, wenn die anschließenden Kosten für die Beseitigung des Flurschadens nicht so hoch wären, wenn es nicht verboten wäre und last but not least man so etwas eben einfach nicht macht. Wo ist hier der Unterschied. Nur weil man im Wald das Wild nicht sieht und damit glaubt es würde dem schon nicht schade weil ja ohnehin nicht da. Mein Vorschlag: einfach mal zu Fuß leise durch den Wald und die Augen auf gemacht.


    Zum Thema Trophäen:
    Ok, über Geschmack läß sich sicherlich streiten. Das ist auch nicht mein Ding. Aber es gibt eben Menschen für die das wichtig ist. Solange das nur ein Randprodukt der Jagt ist und nicht das eigentliche Ziel, denke ich ist das in Ordnung. Bei bezahlten Abschüssen mag das anders aussehen. Dies hat dann allerdings auch nichts mehr mit meinem Verständnis von Jagd zu zun.

    Zum Thema Berlin:
    Ich hatte es oben bereits angedeutet. Hier hat neben einer immer zunehmenden Ausweitung der Bebauung in die Waldgebiete hinein und eine absolut falsch verstandenen Tierliebe (viele Zeitgenossen meinen das Wild füttern zu müssen) zu dieser Überhandnahme von Schwarzwild geführt, die nur durch rigorose Bejagung wieder in den Griff zu bekommen ist. Leider scheitert dies an der besagten falsch verstandenen Tierliebe der Menschen dort und auch an der Schwierigkeit die Jagd in einem bewohnten Gebiet durchzuführen, was grundsätzlich erst einmal verboten ist. Mein Vorschlag in diesem besonderen Fall auf Ethik und Moral sowie die sonst üblichen jagdlichen Grundsätze zu verzichten und mit Sprengfallen und Schnellfeuergewehren der Lage Herr zu werden, traf bei meiner Freundin nur auf Unverständnis und veranlasste sie über die Ernsthaftigkeit unserer Beziehung nochmal nachzudenken. Zum Glück war mein Vorschlag auch nicht ganz so ernst gemeint und unserem Urlaub im August steht demzufolge auch nichts im Wege.

    Dennoch ist mir dieser Vorschlag in den Sinn gekommen, als ich in einer Reportage zu diesem Thema Berlin vor einigen Wochen, zwei Berliner Polizisten sah, die mit Maschinenpistolen eine kleine Rotte Wildschweine in einem Vorgarten in Berlin mit kurzen Dauerfeuerstößen niederstreckten. Dabei drehte sich nicht nur den Tierliebhabern der Magen um. Aber das sind halt die Folgen, wenn man die Jagd nicht oder nicht konsequent betreibt.

    Bevor ich jetzt zu weit vom eigentlichen Thema abschweife noch einmal kurz und knapp:

    Motorräder gehören auf die Straße oder auf Übungsgelände. Sie gehören jedenfalls nicht in den Wald.
    Und wer es dennoch tut, sollte sich bitte nicht über die Jäger oder Förster (die gibt es ja auch noch) oder den Feldschütz, die Polizei oder einfach nur sonstige Mitmenschen beschweren, die sich dadurch gestört fühlen bzw. einem die fahrt durch den Wald verbieten.



    In diesem Sinne

    Horido Joho
    Thomas
    Dem kann ich vollumfänglich zustimmen.

    Dann gib doch mal eine Antwort darauf,warum denn die Jägerschaft in der Bevölkerung ( nicht nur Motorradfahrern )so ein schlechtes Image hat !
    Das hier allerdings nicht!

    Ich weiß ja nicht wie das anderswo ist. Hier bei uns, sehr ländlich, hat der Jäger ein hohes ansehen! Zumal es sehr viele Bauern gibt denen auch noch Wald gehört. Die müssen dafür sorgen das der durch Borkenkäfer geschädigte Wald wieder hochkommt. Will heißen Neupflanzungen. Diese Neupfanzungen sind gefundenes Fressen für Rehe, die die frischen Triebe wieder abfressen. Zu viele Rehe fressen zu viele Triebe. Deshalb gibt es, wie auch schon beschrieben abschußquoten, die die Jäger einzuhalten haben. Auch vermehren sich die Wildunfälle bei zu vielen Rehen.

    Und was noch viel wichtiger ist, landen doch bei mir ca. 50 Rehe im Jahr im Kochtopf!!!

    Ich fahre auch gerne mal durch Wald und Flur. Nur mache ich das nicht unbedingt morgens zw. Sonnenaufgang und 9.00 und auch nicht Abend von ca. 4 Std. vor bis Sonnenuntergang! Zwichendrin sind sowie viele Bauern auf den Feldern unterwegs und machen Krach an den sich die Rehe, Wildschweine sowieso schon gewöhnt haben. Das macht dann die GS das Kraut nicht fett!

  8. BMWHP2 Gast

    Standard Was lernen wir daraus ?

    #28
    Zitat Zitat von peterotto Beitrag anzeigen
    Klartext: wenn ich mit der GS durchs Revier "enduriere" wandert Wild ab und wird im besten Falle heimlich. Also dann wird es nix mit der Erfüllung des Abschussplanes.
    Eine Jagdpacht macht nur dann Sinn, wenn die Pächter der umliegenden Reviere auch gerne endurieren - dann wandert das Wild aus allen Revieren herum - jeder erfüllt seinen Abschußplan ( welch grausige Vorstellung ) und hat auch noch Spass am Motorradfahren.

    Wenn das jetzt nicht die Lösung ist, dann weiss ich auch nicht mehr weiter.

    Friedl

  9. ArmerIrrer Gast

    Standard

    #29
    Zitat Zitat von BMWHP2 Beitrag anzeigen
    Eine Jagdpacht macht nur dann Sinn, wenn die Pächter der umliegenden Reviere auch gerne endurieren - dann wandert das Wild aus allen Revieren herum - jeder erfüllt seinen Abschußplan ( welch grausige Vorstellung ) und hat auch noch Spass am Motorradfahren.

    Wenn das jetzt nicht die Lösung ist, dann weiss ich auch nicht mehr weiter.

    Friedl


  10. Registriert seit
    27.04.2009
    Beiträge
    262

    Standard

    #30
    Zitat Zitat von BMWHP2 Beitrag anzeigen
    Geld regiert die Welt - frei übersetzt Jagd ist teuer und damit nur für eine ganz elitäre Gruppe Mensch erschwinglich .

    Die Feinde des Jagdeigentümers oder Pächters stammen ausschliesslich aus nicht elitären Gruppen und sind aus dem Revier zu entfernen :

    ...
    Moin!

    Wer zum Spass ne HP2 fährt sollte bei Jägern besser nicht über eine elitäre, vermögende Gruppe reden. Der sitzt im Glashaus und wirft mit Backsteinen.

    Es stimmt allerdings, dass für den Jagdsschein eine gewisse Intelligenz vorrausgesetzt wird, um den Ganzen Stoff über Flora & Fauna zu erlernen. Dagegen ist der Führerschein Klasse A (ehemals 1 ) eine Leichtigkeit. Damit will ich jetzt keinem zu naha treten....bin selbst kein Jäger, kenne aber einige, die sich den Stoff einverleiben mussten.

    MfG
    Wurtzel


 
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