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jo die Schweiz, andere Länder andere Sitten

Erstellt von HvG, 30.11.2009, 19:34 Uhr · 102 Antworten · 7.340 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #61
    Gestern abend Diskussionsrunde bei "Hart aber fair" genau zu diesem Thema. Mal abgesehen davon, dass man den Eindruck gewinnen konnte, dass Michel Friedmann rückfällig geworden ist und ein wenig am "weißen Pülverchen" geschnuppert hat (denn seine Äußerungen lagen meist völlig neben der Sache), fand ich schon interessant, dass der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek nicht müde wurde, den deutschen Politikern Versagen bei der Integration von Ausländern und das Schüren von Ängsten vor dem Islam vorzuwerfen, ohne sich jedoch ein einziges Mal dazu zu äußern, welche Vorschläge und Lösungsansätze der Zentralrat der Muslime hierzu hat.

    Wer, wie der Ministerpräsident der Türkei Erdogan, das Minarett als "Schwert des Islam" bezeichnet, braucht sich über Reaktionen a la Schweiz nicht ernsthaft zu wundern.

  2. MHL
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    #62
    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    Genau deswegen wird auch ein Deutscher schnell in die Rassistenecke gestellt, wenn er es sich erlaubt, sich negativ über Ausländer zu äußern. Die Vorurteile sind "auf der anderen Seite" genau die Gleichen. Ergo muß jede Seite erstmal ihre eigenen Probleme lösen, bevor sie das Recht hat, sich über die andere Seite aufzuregen und zu echauffieren. Im Gegensatz zur islamischen Religionsgemeinschaft werden bei uns keine ..... zwecks Predigt in die Kirche eingeladen und unser Verfassungschutz hat wohl ein Auge auf den rechten Mob.
    Also: Benedikt hatten wir ja schon, Meissner wurde auch genannt. Sollten wir vielleicht noch Richard Williamson hinzufügen (Zur Erinneruung: Das ist der, der den ......... von der Kanzel aus leugnet).

    Man kann natürlich auch die Augen davor verschließen, aber am Ende gibt es in der christlichen Kirche genauso viele extreme Meinungen wie anderswo auch. Im Vergleich zu den ganzen christlichen Splittergruppen ist die "katholische Amtskirche" vermutlich noch eher besonnen. Schaut man mal über den Teich zu den Evangelikalen rüber, dann kann man schon ins Grübeln kommen.

    Wer die Extreme und Entgleisungen aber nur auf der anderen Seite sehen möchte, dem kann am Ende auch nicht geholfen werden.

  3. Registriert seit
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    #63
    Zitat Zitat von MHL Beitrag anzeigen
    Wer die Extreme und Entgleisungen aber nur auf der anderen Seite sehen möchte, dem kann am Ende auch nicht geholfen werden.
    Ungeachtet des Umstandes, dass ich die von Dir angesprochenen Entgleisungen einiger Vertreter der christlichen Kirchen ebenso verurteile, sind die aber hier nicht das Thema. Habe ja auch darauf hingewiesen, dass auch die christlichen Kirchen ihre Probleme lösen müssen.

  4. Registriert seit
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    #64
    Tja,

    wer hat´s Erfunden...?


  5. MHL
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    #65
    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    Ungeachtet des Umstandes, dass ich die von Dir angesprochenen Entgleisungen einiger Vertreter der christlichen Kirchen ebenso verurteile, sind die aber hier nicht das Thema. .........
    Doch, ist ein Thema. Du schreibst z.B. :

    Wer, wie der Ministerpräsident der Türkei Erdogan, das Minarett als "Schwert des Islam" bezeichnet, braucht sich über Reaktionen a la Schweiz nicht ernsthaft zu wundern.
    Du benutzt die "Entgleisungen der Gegenseite" für Deine Argumentation. Du begründest mit einzelnen Äußerungen der "dunklen Seite der Macht" (kleines Scherzle...) deine generelle Haltung zu einer ganzen Gruppe.

    Die Entgleisungen der "guetn Seite der Macht" erwähnst Du mal kurz in einem kleinen Nebensatz und gibst der Diskussion damit den Anschein der Neutralität. Und überhaupt sind die "Guten" ja auch nicht so schlimm, blabla... Das lernt man bereits im Rhetorik-Grundkurs Teil 1....

    OK, gebe zu, ich habe es deutlich überkarikiert. Der Kern stimmt aber und JEDER sollte sich mal in die andere Seite versetzen und danach urteilen, ob wir wirklich so viel anders sind. (gemeint ist die große Masse, nie einzelne Fanatiker auf allen Seiten).

    Das schließt übrigens nicht das Recht aus, die andere Seite sachlich zu kritisieren.

  6. Registriert seit
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    #66
    Zitat Zitat von Clamshell Beitrag anzeigen
    Tja,

    wer hat´s Erfunden...?


    Immer wieder klasse der Spot mit der Sauna in Finnland.....

  7. Registriert seit
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    #67
    Zitat Zitat von MHL Beitrag anzeigen
    Du benutzt die "Entgleisungen der Gegenseite" für Deine Argumentation. Du begründest mit einzelnen Äußerungen der "dunklen Seite der Macht" (kleines Scherzle...) deine generelle Haltung zu einer ganzen Gruppe.

    Die Entgleisungen der "guetn Seite der Macht" erwähnst Du mal kurz in einem kleinen Nebensatz und gibst der Diskussion damit den Anschein der Neutralität. Und überhaupt sind die "Guten" ja auch nicht so schlimm, blabla... Das lernt man bereits im Rhetorik-Grundkurs Teil 1....

    OK, gebe zu, ich habe es deutlich überkarikiert. Der Kern stimmt aber und JEDER sollte sich mal in die andere Seite versetzen und danach urteilen, ob wir wirklich so viel anders sind. (gemeint ist die große Masse, nie einzelne Fanatiker auf allen Seiten).

    Das schließt übrigens nicht das Recht aus, die andere Seite sachlich zu kritisieren.

    Ich bin nicht Dein Vater Luke (kleiner Scherz)

    Wenn ich es nicht missverstanden habe, so ist Inhalt dieses Thread die Frage, warum die Schweizer so abgestimmt haben, wie sie es haben. Ich habe versucht, aus meiner Sicht Erklärungsansätze hierfür zu finden. Mit Nichten wollte ich damit sagen, dass alle Muslime auf "der dunklen Seite" und alle Christen "im hellen Licht" stehen. Nur Fakt ist und bleibt doch, dass es so aus dem Wald herausschallt, wie ich hineinrufe. Das zumindest haben die christlichen Kirchen (größtenteils) schon gelernt und üben Mäßigung bei ihren Äußerungen. Nicht so jedoch einzelne Vertreter des Islam (siehe Erdogan). Gerade dieser Erdogan ist es doch, der die sinnvolle und von Attatürk eingeführte strikte Trennung von Staat und Kirche in der Türkei kippen will. Wozu das führt, sieht man ja trefflich am Iran.

  8. Registriert seit
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    #68
    So, ich denke es ist die Zeit gekommen, in der sich ein "Ja-in-die-Urne-legen"-Schweizer zu Wort meldet.

    Ich bestreite überhaupt nicht, dass die Stimme der Initianten dieser Abstimmung mit sehr viel Polemik und "Angstmacherei" in die Öffentlichkeit getragen wurde.
    Ich bestreite aber LUKs Meinung, dass die Initiative angenommen wurde, weil sich aufgrund des Meinungsbarometers jeder gedacht hat, dass sein Ja wohl das Einzige wäre.

    VIELE Schweizer - darunter ich - haben in dieser Initiative die Möglichkeit gesehen, die eigene Kultur zu schützen.
    Hier ist irgendwo das Wort "Kuschelmultikultifans" gefallen. Sehr schönes Wort. Ich verstehe Menschen sehr gut, die möglichst viele Kulturen um die eigene Haustüre haben wollen. Das bringt die Menschheit zusammen. Lässt von einander lernen und den eigenen Horizont erweitern.
    Es gibt aber auch andere, die gerne die eigene Kultur lieben und andere Kulturen gerne da kennen lernen, wo sie her kommt, und nicht vor der eigenen Haustüre.

    Ein Minarett in der Schweiz zu verbieten, schränkt meiner Meinung nach auch überhaupt keine Religionsfreiheit ein. Es gibt unzählige Moscheen und jeder darf in unserem Land zu seinem eigenen Gott beten. Dies alleine, in Gruppen, im Versteckten oder im Öffentlichen. Dies wird seit Jahrzehnten schon so praktiziert. Und seit Jahrzehnten ging das ohne ein Minarett.
    Und das wird auch weiterhin so geschehen.

    Ebenfalls wurde hier die Meinung von Erdogan erwähnt, dass ein Minarett das Schwert des Islams ist. Das "Zeichen der islamischen Macht".
    Und dieses Zeichen hat in unserem, meinem Land nichts verloren.

    Viele unserer aktuellen soziologischen Probleme haben ihren Ursprung in den importieren, kulturellen Unterschieden.
    Hier hatte nun das Schweizer Volk die Möglichkeit, diesem "Vormarsch" des Kulturimports eine Absage zu erteilen, und hat die Change genutzt.

    Wenn ich an die Fussball-WM in Deutschland zurück denke kommt mir noch folgender Gedanke in den Sinn:
    Vielerort habe ich von einer Rehabilitierung gelesen, dass sich der Deutsche nach mehr als 60Jahren wieder getraut, eine Deutsche Fahne in seinem Garten zu zeigen. Da finde ich es doch schade, dass man sich fast überwinden muss, die eigene Fahne zu zeigen, aber kein Problem damit hat, dass Migranten ihre kulturelle Handschrift mit hohen Türmen ins Stadtbild importieren möchten.
    Das mag für viele "zurückgeblieben", "intolerant" und "weltverschlossen" klingen. Das sehe ich aber überhaupt nicht so.
    Ich bin schon sehr viel gereist und habe an noch keinem Ort auf dieser unserer Erde verlangt, dass ich dort meine eigene Kultur antreffen möchte.

    Der Mensch hat zurückblickend zuwenig aus seiner Kolonialisierung und der Vertreibung der Kulturen und Ureinwohnern wie Indianer, Inuits und Aborigines gelernt.

    Gruss
    Marco
    - der andauerndes Kuhglockengebimbel noch lieber hört als viertelstündliches Kirchengebimbel.

  9. Registriert seit
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    #69
    Neben der Tatsache, dass nun eben auch westeuropäische Staaten wieder beginnen, andere Religionen als die eigene zu knebeln um die Völker des entsprechenden Glaubens in ihre Schranken zu weisen (mittelalterliches oder kindisches Verhalten) stört mich vor allem Luks Aussage, dass doch euf KEINEn Fall der Schweizer VOlkswille angezweifelt werden dürfte.
    Falsch, LUK GS!!!!
    Ich bin der festen Überzeugung, dass es auf dieser Erde NICHTS menschengemachtes gibt, was nicht angezweifelt werden darf! Ein Schweizer Hirn arbeitet bei aller Liebe zu meiner neuen Heimat keinen Deut exakter als ein anderes europäisches Denkzentrum. Und somit ist auch eine erhebliche potenzielle Fehlerquelle systemimmanent!
    Und wenn ich es dem Papst inbrünstig abspreche, unfehlbar zu sein, dann gilt dies auch für euch. Jemand oder etwas, der/das sich nicht anzweifeln lassen will, hat vermutlich Angst vor Kritik, sonst würde es ja keine Probleme mit kritischer Überprüfung geben.
    Diese Türme als solche sind ja völlig egal. Erdogan sieht sie als Schwert. Und ihr hier mehrheitlich auch. Also denkt ihr in den gleichen Schienen wie Erdogan.
    Und das empfinde ich als armselig.

  10. LGW Gast

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    #70
    Die Türme an den Moscheen haben sich die Muslime übrigens irgendwann mal von den Kirchen abgeschaut. Das nur am Rande erwähnt


 
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