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jo die Schweiz, andere Länder andere Sitten

Erstellt von HvG, 30.11.2009, 19:34 Uhr · 102 Antworten · 7.330 Aufrufe

  1. Oldtimer Gast

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    #71
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Die Türme an den Moscheen haben sich die Muslime übrigens irgendwann mal von den Kirchen abgeschaut.
    Quelle? Bild Zeitung?

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    #72
    @Nordlicht: Es ist ziemlich einfach, den demokratischen Mehrheitsentscheid der stimmenden Bevölkerung als kindisch, religionsknebelnd, mittelalterlich und armselig zu betiteln.

    Aber hast du dir schon mal Gedanken gemacht, warum deine Meinung hier nicht mehrheitsfähig ist??....

    Bist du denn der Meinung, dass dein Hirn exakter funktioniert als ein - bei aller Liebe zu deiner neuen Heimat - Schweizer Denkzentrum?

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    #73
    Zitat Zitat von spitzbueb Beitrag anzeigen
    @Nordlicht: Es ist ziemlich einfach, den demokratischen Mehrheitsentscheid der stimmenden Bevölkerung als kindisch, religionsknebelnd, mittelalterlich und armselig zu betiteln.

    Aber hast du dir schon mal Gedanken gemacht, warum deine Meinung hier nicht mehrheitsfähig ist??....

    Bist du denn der Meinung, dass dein Hirn exakter funktioniert als ein - bei aller Liebe zu deiner neuen Heimat - Schweizer Denkzentrum?
    Das ist mal wieder ein Spitzbuebscher Dummfug - weil: Sowas hab ich ja nie nicht gesagt!!
    Warum meine Meinung hier (als da, also dort in der Schweiz - also hier) nicht mehrheitsfähig ist? Das ist jetzt aber echt eine kindische und armselige Frage: Logischerweise deshalb, weil meine politische und weltanschauliche Sicht der Dinge in der Schweiz nicht mehrheitsfähig ist!Weil eine Mehrheit ja nur dann als solche wichtig sein kann, wen es auch eine Minderheit gibt! Und zu dieser gehöre ich nun einmal. Und muss (und werde) akzeptieren, dass die Schweiz doch erheblich rechtskonservativer ist als von mir eh schon befürchtet.
    Mein Hirn funktioniert exakt genauso gut oder schlecht wie jedes andere. Letztlich war auch EXAKT dies meine Aussage. Aber ich wiederhole sie gern nochmal für den einen oder anderen Grenzgänger...
    Ich denke, dass ein Entscheid, nur weil er von Vielen getroffen wurde, nicht per se richtig ist, NUR WEIL er von vielen getroffen wurde! Die rechtmässigkeit wird nicht per mehrheisentscheid sondern per Gesetz geklärt.
    Und wenn dies (was ich vermute ) der Fall ist, so gilt es, mit dem unseligen Minarettdebakel zu leben. Aber KEINESFALLS heisst dies, die eigene Meinung fortan zu unterdrücken und den Jasagern zum Mune zu reden. Sondern ganz im gegenteil werden nun halt stärker als zuvor Projekte unterstützt, die das Ziel haben, die herrschende Meinung, vor allem aber die dahinterstehenden dumpfen Ängste (anderes will ich mal gar nicht unterstellen...) zu bearbeiten.
    Allerdings habe ich keine Ahnung, ob es in absehbarer Zeit solche Projekte geben wird.
    Mittelalterlich: Von mir irgendwann so ähnlich formuliert und genauso empfunden! Das vertreiben und zerstören, vor dem ich mich fürchte und was mir schaden könnte. das ist ein verhalten deutlich VOR der Aufklärung!

    Armselig? Ja, aus vollem herzen so empfunden. Wenn eines der reichsten Länder der Erde, welches über jedes nur erdenkliche Mittel verfügt, statt einem Präzisionswerkzeug dien Keule wählt, dann ist das für mich armselig. Und bedenklich und beängstigend.

    Das einzige aus deiner Aufzählung, was ich grundfalsch finde, ist der begriff "kindisch". Denn albern oder gar lächerlich ist das, was ihr da verzapft habt, weissgott nicht. das zeigen ja die jüngsten Vorstösse der SVP, die sich nun gestärkt fühlt und ihre niedersten Instinke öffentlich auslebt.
    Aber religionsknebelnd - das ist zwar nicht meine Wortschöpfung, aber dennoch zutreffend

    Ich bin einfach froh, dass die Schweiz, die mich umgibt, deutlich anders unterwegs ist als die offizielle Schweiz. Denn die weltoffenen Schweizer mit ihrer toleranten grundhaltung sind noch da. Wenn auch grade in der ofiziellen Minderzahl, aber dennoch bald das halbe Stimmvolk!! Es kommt nur drauf an, in und mit der richtigen Hälfte zu leben.

  4. LGW Gast

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    #74
    Zitat Zitat von Oldtimer Beitrag anzeigen
    Quelle? Bild Zeitung?
    ÖRe's. Aber ich hab' das nicht noch mal explizit nachgeprüft

  5. Registriert seit
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    #75
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    ÖRe's. Aber ich hab' das nicht noch mal explizit nachgeprüft
    Wird auch schwierig, da die ersten Minarette so irgendwann zwischen 600 und 700 n Chr. gebaut wurden. Aber ich würde vermuten, dass du mit deiner Aussage recht hast. Auch ich habe (schon vor bald 20 jahren im Unterricht) gelernt, dass die ersten Minarette als Wachtürme und als Signaltürme gebaut wurden - analog zu den Glockentürmen der Christenkirchen und den Wachtürmen der griechen in der damaligen Zeit. Ich glaube, Minarett heisst sogar wörtlich übersetzt so etwas in dieser Richtung (Halbwissen voraus!!!)
    Also eine absolut unspektakuläre und parallele Entwicklung zu unseren Kirchtürmen. Nur dass diese immer prunkvoller wurden, während die Minarette eher schlicht gehalten wurden (natürlich mit Ausnahmen).
    Der Glaube kommt heute ohne minarette gut aus, klar. Auch ohne Kirchtürme. Denn die Ruferfunktion haben beide nicht mehr inne.
    Aber eben: Sie gehören zum religiösen Kulturgut.
    Ich denke sogar, man schafft es mit einem solchen verbot, die gemässigten Muslime zu radikalisieren und die radikalen Muslime zu fanatisieren. nur eines schafft man damit nicht: Verständigung, Toleranz und Problemlösung.
    Aber das war ja auch noch nie die Stärke der zürcher SVP...

    Gut hingegen fand ich die Entscheidung, einen bekannten Hassprediger (ein Deutscher, der sich als Suopermoslem aufspielt) gar nicht erst ins Land u lassen! DAS sind einmal wehrhafte Methoden, die genau die Leute treffen, die sich schuldig machen und nicht Willkürmassnahmen gegen eine ganze Religionsgemeinschaft!

  6. LoudpipeHerbie Gast

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    #76
    Hallo

    Wieder mal ein sehr bereicherndes Podium, das hier geboten wird. Hier meine Einschätzung:

    Man sollte die Begriffe Kultur und Religion trennen / differenzieren, weil einige Leute hier beim Islam "vom Schiff aus" und aufgrund nachlässiger Berichtserstattungen in den Medien keinen Unterschied von Kultur zu Religion zu sehen glauben. Für mich gilt; Islam ist nicht gleich Kultur und "islamische Kultur" ist sicher nur als ein Teil der Identität der in diesen Ländern lebenden Bevölkerung (und der Muslime bei uns) zu verstehen. Beweis? Dann reden wir mal über irische, polnische und brasilianische Katholiken. Alle gleich? Bei den Muslimen ebenso: Marokko, Lybien, Indonesien? Alle gleich?

    Was in der Schweiz nun geschehen ist, nenne ich "die Demokratie vor die Hunde bringen". Nicht alles was von der Mehrheit als "gut" befunden wird, ist gut im Sinne der Demokratie, einer Ethik oder der universellen Menschenrechte. Diese Abstimmung hat erneut gezeigt, dass Politik auch in der Schweiz nicht immer zur Konsenzfindung gemacht und gelebt wird, sondern immer mehr dem "die Mehrheit bestimmt - auch wenn's Scheisse ist - und jetzt wird mitmarschiert. Fahne hoch und durch" nachkommt. Nicht die Ontogenese interessiert, sondern das Festhalten an einer vermeintlichen Sicherheit, welche erst dann funktioneren kann, wenn "andersartige" ausgeschlossen werden.

    Was die Schweizer zudem mit dieser Abstimmung der ganzen Welt gezeigt haben ist, dass sie keinen Deut besser sind als jene, welchen sie mit diesen Abstimmung "vor den Toren halten" wollten. Universelle Menschenrechte im Bezug auf Religion gelten bei den Taliban genau gleich, wie jetzt bei diesen Partei-Ideologen in den schweizerischen Provinzen.

    Feindbilder werden in die Welt und Politik gesetzt, um die Machtansprüche und das Partei-Programm durchzubringen. Das war auch bei dieser Abstimmung so. Die SVP und andere organisierte Menschenfreunde haben's jahrelang mit "Rentenbetrügern und Scheininvaliden" probiert, konnten aber ihr utilitaristisches Menschenbild (als Programmgrundlage) nicht durchbringen. Mit der "fremden Kultur der in der Schweiz wohnenden Muslime" hat's nun wieder geklappt. Es ging den Befürwortern wohl kaum darum "Minarette zu verhindern und Fundamentalisten Einhalt zu gebieten" sondern "eine Abstimmung zu gewinnen und Anteile für die nächsten Regierungssitze zu sichern". Das die Mehrheit der Stimmenden das nicht mitbekommen hat beweist, dass in der Politik mit der Dummheit und der Pathologie als Abstimmungsfaktoren immer noch zu rechnen ist.

    Das Verbot der Minarette untergräbt zudem auch die Eigenständigkeit der kantonalen Behörden oder Kommunen. Ob ein Minarett und / oder ein rufender Muezzin in ein "Bild" passt kann genau so gut in den Kommunen entschieden werden. Wenn's nicht passt, dann wird das vor Ort mit den Leuten diskutiert. Das ist Demokratie.

    Beste Grüsse

  7. Oldtimer Gast

    Standard

    #77
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Wird auch schwierig, da die ersten Minarette so irgendwann zwischen 600 und 700 n Chr. gebaut wurden.
    Kein Wunder. Wann wurde der Islam gegründet?

  8. Registriert seit
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    2.662

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    #78
    Mohammed oder arab. Muḥammad ‏محمد‎ [muˈħamːad] (* ca. 570 in Mekka; † 8. Juni 632 in Medina), eigentlich Mohammed ibn 'Abd Allah ibn 'Abd al-Muttalib ibn Haschim ibn 'Abd Manaf al-Quraschi / ‏محمد بن عبد الله بن عبد المطلب بن هاشم بن عبد مناف القرشي ‎ / Muḥammad b. ʿAbd Allāh b. ʿAbd al-Muṭṭalib b. Hāšim b. ʿAbd Manāf al-Qurašī, ist der Religionsstifter des Islam.


    Folie 10 .O {font-size:149%;} Auswanderung (Hidschra) nach Medina 622: Beginn der islamischen Zeitrechnung

  9. Oldtimer Gast

    Standard

    #79
    @RR
    War ne rhetorische Frage.

  10. LGW Gast

    Standard

    #80
    Mir ist gerade beim Fernsehen noch was durch den Kopf gegangen (übrigens als ich in "Solaris" die dunkelhäutige Doktorin gesehen habe, und überlegt habe, ob Stanislav Lem wohl jemanden mit dunkler Hautfarbe im Kopf hatte - was mich dazu geführt hat, wieso es in Russland viel weniger dunkelhäutige Menschen gibt - wiederum zum Sklavenhandel - und damit --->) was diese Angst angeht, das fremde Kulturen die "Heimatkultur" überschreiben, ja ablösen, also vernichten.

    Nun ist die grundsätzliche Ursache eher traurig (wg. Sklavenhandel), aber ohne Afro-Amerikaner in Nordamerika hätte es wohl nie den Soul gegeben, nie den Blues, ohne die niemals Rock'n'Roll, Rock, Metal, Rap, ... - und damit wohl 95% der modernen Populärmusik nicht. Vor allem die guten, kreativen, "neuen" Entwicklungen nicht.

    Vermutlich hätte es dann was anderes gegeben, aber diese Vielfalt, die wir heute sehen und die wir genießen ist eben NICHT aus Tradition und Brauchtum entstanden, sondern im Gegenteil aus Durchmischung verschiedener kulturellen Strömungen. Nur dadurch entwickelt sich überhaupt neues, kann besseres entstehen.

    Oder anders: Leute, die auf "Heimatkultur" und deren alleiniger Erhaltung setzen, können von mir aus - auf anderen Straßen fahren


 
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