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Kamera zur Beobachtung Vandalismus

Erstellt von klingelfee1, 05.03.2013, 15:26 Uhr · 113 Antworten · 6.579 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von Topas Beitrag anzeigen
    @Qualle....

    so gesehen, abgelöst vom eigentlichem Toppic,

    sehe ich das durchaus ähnlich, teile aber nicht alle Punkte.

    Selbstjustiz ist ja bewusst nicht erlaubt, auch wenn`s verständlicherweise mal in den Fingern juckt.

    Das Thema ist sicher viel zu Komplex, als dass man hier die Sichtweise des Anderen allein durch den Text korrekt verstehen kann.

    Allerdings muss auch die Frage erlaubt sein, wohinn es führt, wenn man seine eigenen Vorstellungen von Recht und Ordnung bis
    zum Schluss durchdenkt.

    Klar gehen diejenigen, welche sich nicht an die Regeln halten, denen auf den Zeiger, die sie einhalten (müssen)

    Schaut man nur mal auf die grossen Steuerhinterzieher, Banker etc.

    Der Eierdieb (hier Werfer) kassiert die "Watschn".... OK, hat er eingefordert.....

    Was mache ich mit dem Anlageberater, der Omma die Rente geklaut hat und nun Sozialhilfe beantragen muss......?

    Ziehe ich dem dann `nen Scheitel?


    In unserem Rechtssystem ist der Begriff "Gerechtigkeit" bewusst nicht vorgesehen.....

    Die Gewaltenteilung ist durchaus sinnvoll.

    Ob Eierwerfer, Lackzerkratzer, Randalierer oder was auch immer, man sollte sich nicht auf deren "Rechtsverständnis" herablassen,

    auch wenn es das Alte Testament hergibt....


    "
    „Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde.“ (Exodus 21,23–25" )

    100% Unterstützung

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von BMW ist klasse Beitrag anzeigen
    Meines Erachtens läuft da einiges in der Erziehung falsch.... Noch ein Beispiel: Vor ein paar Monaten ist ein Nachbar bei uns im Ort an einer Bushaltestelle vorbeigefahren. Dort saßen wieder ein paar Judgendliche die sich schienbar langweilten. Einer von Ihnen zeigte den Stickfinger. Als der Nachbar hielt bzw. den PKW zurücksetzte um ihn zu sagen das sein Verhalten nicht O.K sei , ist er kurzerhand in den Wagen gesprungen und hat ihm ind Gesicht geschlagen (wollte sich bei seinen Freunden wohl beweisen). Der Nachbar kannte die Eltern und wollte das sie mit dem Jungen sprechen, sodass er sich bei ihm entschuldigt. Daraufhin die Eltern "Unser Sohn kann das nicht gewesen sein, er war den ganzen Tag bei uns..."

    Es ist ein Gesellschaftliches Problem. Eltern versäumen es teilweise Kinder richtig zu erziehen und Kinder haben zu viel Freizeit bzw. nutzen diese nicht adäquat. Man sollte dies auch nicht pauschalieren. Die meisten Kinder und Jugendlichen sind sicherlich absolut O.K., aber es gibt ein paar Prozent "bei denen man schon die Straßenseite" wechseln könnte.

    auch 100% Unterstützung

  2. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Kamera zur Beobachtung Vandalismus

    Für zwei Sätze zwei Vollzitate?!

  3. Registriert seit
    18.07.2010
    Beiträge
    923

    Standard

    Zitat Zitat von LieberOnkel Beitrag anzeigen
    Das Zerstören seines Eigentums ist ein rechtswidriger Angriff auf sein Eigentum, gegen den er sich wehren darf. Im Gegensatz zu Vater Staat muß er praktisch keine Verhältnismäßigkeit beachten (krasses Mißverhältnis mal außen vor).
    Er muß zwar das mildeste Mittel wählen, aber das mildeste IHM ZUMUTBARE Mittel.
    Er muß kein erhöhtes Risiko für sich in Kauf nehmen. So darf er den die Tat ausführenden Farbschmierer auch von hinten kräftig mit einem Holzknüppel auf die Omme dreschen. Freilich nur, solange der Angriff auf das Rechtsgut noch andauert!
    Hallo Onkel,

    sorry to say, aber genau diese Art von Notwehr ist absolut unverhältnismäßig, solange keine tatsächliche Bedrohung des eigenen Lebens besteht, da der Angriff (bzw. aus deiner sicht die Notwehr) mit einem Knüppel "ordentlich auf den Kopf" ein lebensbedrohlicher Akt ist!
    Ich komme ursprünglich aus dem Einzelhandel und hatte sehr oft mit Ladendieben (kurioserweise meist mit Migrationshintergrund) und deren vorübergehender Festsetzung bis zum Eintreffen der Polizei zu tun. Hierbei habe ich mal einem den Arm ausgekugelt als er sich trotz von mir angewandtem "Polizeigriff" wehrte. Zwar mussten die eintreffenden Beamten formaljuristisch die Anzeige wegen Körperverletzung vom Opfer gegen mich aufnehmen, doch bereits 2 Tage später erhielt ich ein freundliches Schreibenm, dass das Verfahren eingestellt wurde.

    In einem anderen - deutlich krasseren Fall hatte sich jemand seine Jacken- und Hosentaschen voll Spirituosen gestopft. Diesen Täter musste ich auf öffentlichem Straßenland verfolgen. Er bewarf mich während seiner Flucht permanent mit den geklauten Flaschen (was im Falle eines Treffers am Kopf für mich auch lebensbedrohlich sein konnte). Als ich diesen Typen dann durch "Beinstellen" zu Boden bringen konnte, merkte ich schon, dass mein Adrenalinpegel und meine wut in einem Bereich angelangt waren, dass ich dem Kerl am liebsten selbst eine der geklauten Flaschen über den Schädel gezogen hätte. Sicherlich hätte mir auch in diesem Fall niemand wirklich einen Strick daraus drehen können. Was aber hielt mich davon ab??? Einerseits war ich von den umstehenden Passanten schockiert, die mich als Täter betrachteten, da ich ja den Typen verfolgt und zu Fall gebracht hatte. Andererseits hatte er mich ja nicht getroffen und ich hatte ihn nun am Boden, so dass mein erstes Ziel einzig die Ruhigstellung bis zum Eintreffen der Polizei war. Nun merkte ich jedoch, dass der Typ mit seinem freien Arm ständig versuchte an seinen Hosenbund unter der Jacke zu gelangen. Als er dann meinen Aufforderungen zur Ruhighalten nicht nachkam gab`s ein zwei wirklich harte Schläge in`s Gesicht (seine verbalen Äußerungen hatte nämlich zwischenzeitlich auch arge Ausmaße angenommen).
    Beim Eintreffen der Polizei (diese hatten übrigens meine Kollegen aus dem Laden gerufen und nicht etwa einer der Passanten!!!) sah der Kerl echt schaurig blutverschmiert aus und war auch nicht mehr in der Lage sich verständlich auszudrücken. Im ersten Moment hatte ich - so komisch sich das anhören mag - ein Gefühl wie Angst, dem Kerl irreversible Schäden zugefügt zu haben. Als die Polizisten dann jedoch bei der Durchsuchung des Täters in dessen Hosenbund ein Messer fanden wandelte sich meine Gefühl in Freude darüber, dass mir nichts schlimmeres passiert ist. Damit war der Tatbestand des bewaffnetes Raubes gegeben. Es wurde nicht einmal die Anzeige des Täters gegen mich wegen meiner an ihm begangenen Körperverletzung aufgenommen.

    Was ich damit sagen will? Trotz des glimpflichen Ausgangs für mich (ich hätte ja auch mit einem Messer im Körper enden können) und der gemachten Erfahrung würde ich niemandem einfach so einen Knüppel über den Kopf hauen, nur weil er eine Sachbeschädigung oder einen Diebstahl begeht und ja eventuell ein Messer bei sich haben könnte. Das ist absolut unverhältnismäßig und sollte auch von Gerichten genau untersucht werden. andernfalls hätte ich Angst, dass wir irgendwann in Anarchie und Selbstjustiz enden.
    Gruß
    Tobias

  4. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Kamera zur Beobachtung Vandalismus

    Das gegen Dich eine Anzeige aufgenommen wird ist klar, die Polizei darf nicht selbstständig die Notwehr prüfen, das darf nur die Staatsanwaltschaft. Was meinst Du, warum die Sache platt gekloppt wurde?

    Nochmal: Es gibt in der Notwehr keine Verhältnismäßigkeit zwischen angegriffenem Rechtsgut und dem zur Abwehr beeinträchtigten Rechtsgut. Bei einer fortgesetzten Beleidigung ist zur Beendigung dieses Angriffes auf meine Ehre auch der Faustschlag auf die Nase des Schimpfers nicht zu beanstanden. "Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen!" nennt der Jurist das etwas pathetisch.

    Zwar muß das mildeste Mittel, also dasjenige mit der geringsten Beeinträchtigung für den Angreifer gewählt werden, allerdings muß das Opfer kein unnötiges Risiko in Kauf nehmen.

    Und es darf kein offensichtlich krasses Mißverhältnis vorliegen.
    Ein Kopfschuß zur Beendigung einer Schimpftirade geht also nicht.

    Bei der Notwehr wird dem Bürger eben keine Prüfung der Verhältnismäßigkeit abverlangt. Das trifft nur auf den gewaltanwendenden Staat zu.


 
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