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Knie / Verdacht auf Knorpelschaden

Erstellt von Boxer Wolle, 17.01.2014, 17:11 Uhr · 59 Antworten · 5.678 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #41
    Also viele gute Tipps sind hier schon zusammengekommen und der Tenor "erst richtig nachsehen lassen, dann Therapie mit Physio und erst wenn nix mehr geht eine OP durch Experten machen lassen" ist imho der vernünftigste Weg.

    Eine Anmerkung noch zu den vielen Aussagen die wir in der Vergangenheit schon oft in der Presse gelesen haben. Thema: "Zu viele Operationen". Sicher gibt es viele Fälle, in denen eine OP noch vermeidbar gewesen wäre und der ein- oder andere Chirurg flott mit dem Messer parat stand. Bei vielen Hüft-OPs kann ich mir das gut vorstellen. Was aber oft vergessen wird, ist der Umstand das die Operationstechniken, gerade in der Orthopädie, einen riesigen Entwicklungsschritt gemacht haben. Noch vor wenigen Jahren war z.B. eine Bandscheiben-OP eher vergleichbar mit dem Handwerklichen Ausbeinen in einem Schlachtbetrieb ( sorry für die maßlose Übertreibung ) und stellte daher ein nicht unerhebliches Risiko dar, verbunden mit einer hohen Quote von post-operativen Komplikationen.
    Wenn man sich heute in einer modernen Orthopädischen Klinik operieren lässt, erinnert der Operateur eher an einen Feinmechaniker. Der benötigt oft nur noch einen 1cm langen Schnitt, und operiert dann minimalinvasiv und entfernt auch nicht die komplette Bandscheibe. Die Risiken sind wesentlich geringer einzustufen und daher ist es imho auch eine vollkommen logische Konsequenz, dass man diese Techniken heute öfter anwendet. So auch bei Knie-OPs, Schultern und was sonst noch so alles wieder repariert werden kann.....
    Ich finde es auch legitim wenn diese Möglichkeiten genutzt werden bei Patienten, denen man früher nicht oder nur bedingt hätte helfen können.

    @Boxer Wolle: Gute Besserung! Wenn Du noch eine Krankenhaus-Empfehlung benötigst: St. Anna Hospital - Home
    Dort habe ich hervorragende Erfahrungen gemacht.

    Grüße

    Burkhard

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    #42
    Zitat Zitat von QVIENNA Beitrag anzeigen
    Gottseidank !!!
    Ich geh sowieso immer zu speziellen Sportärzten, die mein Vertrauen genießen.
    Ist selbst zu zahlen, aber für meine Gesundheit gebe ich gerne Geld aus. Ein Arztbesuch
    im Gegenwert eines guten Abendessens zu zweit, das sollte ja drin sein...
    Gehst Du mit Deinem Arzt zum Abendessen?

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    #43
    Zitat Zitat von Vatta Beitrag anzeigen
    "Zu viele Operationen". ....... Bei vielen Hüft-OPs kann ich mir das gut vorstellen...
    Gerade was die Prothetik angeht muss ich jetzt hier mal deutlich widersprechen (nicht persönlich gemeint )


    Witzigerweise sagen alle Hüft-und Knie-Prothesen-Leute, die ich kenne, das gleiche: "Hätte ich mich doch schon früher operieren lassen!"
    Wenn das Gelenk unrettbar hinüber ist, warum dann noch die OP aufschieben?
    Ich habe einen Bekannten, der kann mit einem künstlichen Knie wieder Skifahren, das ging mit seinem Original-Knie nicht mehr

    Jetzt eine provokante Frage:
    Woran verdient der Arzt mehr? Alle 1-2 Jahre eine Spiegelung, Knorpelaufzucht mit darauffolgender Transplantation und Kontrolle und und und...und das über mehrere Jahre....

    oder an einem künstlichen Gelenk, das vielleicht "nur" 15-20 Jahre hält?
    Wobei man wissen sollte, dass JETZT die Gelenke verrecken, die vor 15-20 Jahren eingesetzt wurden....

    Auch hier gilt aber das Gesetz der Mehrklassenmedizin!
    Nicht immer werden die materiell besten Produkte verwendet, manchmal(?) auch nur die mit dem besten Preis.

    Information ist in diesen Fällen (leider) essentiell!

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    Standard Knorpelschaden und Dank

    #44
    Hallo Zusammen,
    danke für die Antworten.
    Vor allem vielen Dank für die Tips wo man sich gut Operieren lassen kann.
    Werde mich jetzt um einen MRT bemühen.
    Hier in meinem Wohnort kann man das vergessen.
    Weiss jemand eine gute MRT Praxis in Münster und Umgebung.
    Denke das mit einer guten MRT Diagnose Sicherheit habe was mit meinem Knie los ist.
    Mir geht es jetzt schon besser, da ich etwas Licht am Horizont sehe.
    Melde mich wenn ich mehr weiß.
    Danke und Gruss,
    Wolle

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    Standard

    #45
    Hallo Wolle,

    habe hier mit großem interesse gelesen und kann nur sagen, dass ich kaum einem Arzt vertraue. Ich an deiner Stelle würde es mal mit einem guten Heilpraktiger der sich in TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) auskennt Akupunktur kann wunder vollbringen hab ich selber schon erlebt.

    Gruß
    iris

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    #46
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Witzigerweise sagen alle Hüft-und Knie-Prothesen-Leute, die ich kenne, das gleiche: "Hätte ich mich doch schon früher operieren lassen!"
    Wenn das Gelenk unrettbar hinüber ist, warum dann noch die OP aufschieben?
    Ich habe einen Bekannten, der kann mit einem künstlichen Knie wieder Skifahren, das ging mit seinem Original-Knie nicht mehr

    Jetzt eine provokante Frage:
    Woran verdient der Arzt mehr? Alle 1-2 Jahre eine Spiegelung, Knorpelaufzucht mit darauffolgender Transplantation und Kontrolle und und und...und das über mehrere Jahre....

    oder an einem künstlichen Gelenk, das vielleicht "nur" 15-20 Jahre hält?
    Wobei man wissen sollte, dass JETZT die Gelenke verrecken, die vor 15-20 Jahren eingesetzt wurden....

    Auch hier gilt aber das Gesetz der Mehrklassenmedizin!
    Nicht immer werden die materiell besten Produkte verwendet, manchmal(?) auch nur die mit dem besten Preis.

    Information ist in diesen Fällen (leider) essentiell!

    Hi Apfelrudi,

    selbstverständlich sollten imho auch die nicht mehr zu rettenden Gelenke ausgetauscht werden, Lenkkopflager werden ja auch nicht drin gelassen wenn sie kaputt sind.

    Nur, wer stellt fest das ein Hüftgelenk nicht mehr zu retten ist? Der Arzt mit Belegbetten im Krankenhaus, dem die Leute voll vertrauen...?

    Einer entfernten Bekannten mit Hüftproblemen habe ich mal meinen Orthopäden empfohlen. Der hat dann auch einen Schaden an der Hüfte festgestellt, die Frage nach einer OP jedoch vorerst vereint und mit der Patientin vereinbart, dass sie mindestens 20Kg abnehmen wird incl. täglicher Bewegung und Gymnastik. Sollten die Schmerzen dann noch vorhanden sein, würde er sie operieren. Nachdem sich ihre Erbostheit über den unverschämten Ärzt gelegt hatte, hat sie das Projekt in Angriff genommen und tatsächlich einige Kilos runter bekommen. Die tägliche Bewegung und die Entlastung der Hüfte haben deutliche Besserung gebracht.

    Ergo: Wäre es dem Orthopäden nur um die Kohle gegangen, hätte er sie wahrscheinlich unnötigerweise operiert.

    Man kann sowas natürlich nicht verallgemeinern. Ich bin ja selber mal an der Bandscheibe und dem Spinalkanal operiert worden. Da heißt es auch oft, das eine OP der letzte Ausweg sein sollte etc. etc. Stimmt ja auch, aber ich war damals heilfroh, dass die modernen OP-Methoden zur Verfügung standen und mich jemand von diesem Horror befreien konnte und ohne das man Spätschäden befürchten musste.

    Beste Grüße

    Burkhard

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    #47
    Zitat Zitat von Fischi Beitrag anzeigen
    ........Wenn man bedenkt das ,das alles passiert ist nur weil man damals den Meniskusriss über sah.
    Also lieber einmal eine Arthoskopie machen lassen , 1 Woche auf Krücken gehen.
    Da der Verschleiß im Alter zu nimmt und du ja noch mit 60 Fit sein willst.

    Gruß Walter
    Unterstreiche ich voll und ganz fett.
    Alles schöne und gut, und an sich "rumschnippeln" lässt man auch nicht so gerne.
    Aber wenn ein kleiner Defekt (Meniskus-Riss oder -Anriss) über längere Zeit nicht behandelt wird (Arthroskopie und "Spülung" oder "Glättung") dann können daraus so böse und schlimme Schäden entstehen, dass das in keinerlei Verhältnis steht.

    Also Wolle, hab nicht unnötigerweise Angst oder Bedenken vor der Arthroskpie. Es ist ein Segen, dass man diese Art der Behandlung eingeführt hat. Und sie kann Dich vor so vielen schlimmen Folgeschäden bewahren.

    Mach Dein MRT, danach wird Dir vermutlich eh die Arthroskopie empfohlen. Mach die, und hinterher bist Du "wie neu". Natürlich realtiv. Aber trotzdem eine um so viel höhere Lebensqualität zurückgewonnen. Wie ich schonmal hier geschrieben hatte: Auch Du wirst Dich hinterher fragen: Warum hab ich nur so lane damit gewartet.

    Alles Gute und Grüßle
    Klaus

    PS: Meine Arthroskopie am rechten Knie war gestern vor einer Woche. Seit Tagen kann ich schon ohne Gehstöcke gehen. Und seit gestern gehe ich auch die Treppe wieder nicht mehr im Tippelschritt, sondern "normal", also abwechselnd rechtes Bein linkes Bein und nicht mehr auf die gleiche Treppenstufe sondern immer eine Stufe weiter. Eben ganz normal. Natürlich halte ich mich noch am Geländer fest. Aber sonst: Top.

    Das schmerzhaftere von beiden Knien ist heute, 8 Tage nach der Arthroskopie das nicht gerichtete linke Knie...

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    #48
    Hallo Zusammen,
    Op wäre für mich stand heute die letzte alternative.
    Habe einfach zuviel gehört und gelesen.
    Kenne Persönlich viele meiner Fußballfreunde wo das Knie nach der OP schlimmer war als vorher.
    Hier im Dorfkrankenhaus würde ich das niemals machen lassen.
    Glaube das die Ärzte und Schwestern Ihr bestes geben, aber ein Krankanhaus / Praxis die viele Knie Ops gemacht haben wäre da meine erste Wahl.

    Eine Frage stellte sich mir bei der letzten Krankengymnastik, in wie weit beinträchtigt mein Knie meine Lebensqualität!?
    Kein Sport im Moment (ab dem 7 Lebensjahr fast täglich)
    Kaum Motorrad fahren Möglich.
    usw.

    Aber ich denke 4 -6 Wochen und dann sehe ich weiter, suche noch nach einer vernünftigen MRT Praxis die mir eine vernünftige Diagnose erstellt ohne gleich ein Krankenhaus an der Hand zu haben die operieren wollen.

    Hoffe das ich bald fündig wäre.

    Viele Grüße,
    Wolle

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    #49
    Zitat Zitat von Boxer Wolle Beitrag anzeigen
    ....Op wäre für mich stand heute die letzte alternative. ...
    Hallo Wolle,
    wollte eigentlich nichts mehr zu dem Thema schreiben, weil ich gemerkt habe, dass Dir das Thema OP ein rotes Tuch ist. Zu unrecht, wie ich meine. Und wie ich selbst und auch schon Vaetta geschrieben haben.

    Jetzt habe ich aber grade in "meiner Zeitung" bei t-online folgenden Bericht gefunden.

    Also lieber Wolle:
    Lass Dich ordentlich diagnostizieren. Und beherzige, dass eine zu zu lange hinausgeschobene kleine minimalinvasive OP per Arthroskopie später eher zu massivsten nicht wieder gutzumachenden Langzeitschäden (Arthrose!!) führt.
    Tu Dir mehr als einen Gefallen, und geh die Sache richtig intensiv und ohne falsche Bedenken vor ner Arthroskopie ganz ganz ganz schnell an.

    Doktere nicht zu lange dran rum!

    Alles Gute und gute Besserung!
    Klaus

  10. Registriert seit
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    #50
    Zitat Zitat von PD_klaus Beitrag anzeigen
    Lass Dich ordentlich diagnostizieren. Und beherzige, dass eine zu zu lange hinausgeschobene kleine minimalinvasive OP per Arthroskopie später eher zu massivsten nicht wieder gutzumachenden Langzeitschäden (Arthrose!!) führt.
    Tu Dir mehr als einen Gefallen, und geh die Sache richtig intensiv und ohne falsche Bedenken vor ner Arthroskopie ganz ganz ganz schnell an.

    Doktere nicht zu lange dran rum!

    Alles Gute und gute Besserung!
    +1

    In vielen Fällen bringt nur eine Arthroskopie "Licht ins Dunkel".


 
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