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Kommt der wirtschaftliche Super-Gau?

Erstellt von mind, 11.12.2008, 20:13 Uhr · 465 Antworten · 24.385 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #81
    Zitat Zitat von mind Beitrag anzeigen
    ...aus der (meiner) Sicht eines Unternehmers mit rund 100 MA im Dienstleistungsbereich!

    Was ich hier lese ist viel theoretisches Geplänkel, Annahmen und Mutmassungen!

    Wenn einer, auf welchem Gebiet auch immer, Verantwortung übernimmt, Arbeitplätze schafft und Familien von Mitarbeiten gegenüber geradestehen soll, hat er derzeit nen harten Job!

    Ich kann nicht zur Bundesregierung sagen:

    "Wenn ich keine Unterstützung bekomme sind die 100 Jobs weg!"

    Frau Schaeffler, (Conti-Deal) holt sich trotz 6 Mrd. Vermögen (meine Info) die Unterstützung/Absicherung vom Staat!(Euch/uns)

    Was ist das für ne Unternehmermentalität, die aus dem Erwirtschafteten und zur Seite Gelegten in Krisenzeiten nicht bereit ist zu reinvestieren!???


    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/596/448330/text/
    Absolut richtig Wolfi, das sehe ich ganz genauso! Wo bleibt da die Moral? Gewinne werden saftig in die eigene Tasche gesteckt, nur wenn die Zeit daran ist, davon etwas dem Unternehmen zurückzugeben, soll plötzlich der Staat eingreifen.

  2. hbokel Gast

    Standard

    #82
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Der moderne Manager
    - arbeitet in erster Linie in die eigene Tasche
    - findet sich auf dem Golfplatz oder im Schosse von ..... besser zurecht als bei der Unternehmensleitung
    - vereehrt Marketing weil seine Technikerabteilungen und Zulieferer nicht viel bringen ... nachdem Unternehmensberater, Finanzdirektor und Personalchef da durchgegangen sind.

    Da sitzt die Wurzel des Uebels. Alles andere sind nur die Folgen.
    Hallo Peter,

    Du hast nicht etwa dieses Buch gelesen? Da haben vor 20 Jahren zwei Kenner der Materie geplaudert - und es hat sich fast nichts geändert.

    Gruß
    Heinz

  3. Registriert seit
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    Standard

    #83
    Zitat Zitat von mind Beitrag anzeigen
    Noch was Dirk??...oder war`s das schon??
    Könnte sein dass noch was kommt, aber irgendwie bin ich grad durch das Urteil aus Bochum in Sachen Gier bestätigt worden und frustriert wenn ich als Unternehmer über Deine Worte und den Fred an sich nachdenke.

    Es ist natürlich auch ein Wirtschaftswissenschaftliches Prinzip von MiniMax auszugehen. Aber wo bleibt die Ethik und die Moral ?

    Was ist es wert (oder NOCH wert) wenn einem der Nächste (auch als Mitarbeiter) etwas als Mensch wert ist?

    Was ist es wert wenn man Kritik übt und diese nur im kleinsten Kreise überhaupt gehört wird, weil man eben nicht Lobbyist ist.

    Was ist es wert wenn man Kapital in seinen kleinen Scheißbetrieb investiert, Azubis ausbildet und nicht mit Hongkong, New York und Taiwan Geschäfte macht?

    Was ist es wert wenn man seine Gehälter, Verbindlichkeiten und Verpflichtungen moralischer Art erfüllt, wenn Politik und Wirtschaft den einfachen : Hilfe muss kommen sonst Pleite - Weg einschlägt??

    Was sind wir als kleine Unternehmer überhaupt noch anderes als Steuerzahler und Stimmvieh ?

    Was ist der Arbeitnehmer, der seinen Job macht und pünktlich, gut und pflichtbewusst ist wert, wenn das Unternehmen, beraten durch gewinnorientierte Beraterfuzzis nur Zahlen im Kopf hat ?

    Fragen Woifi, Fragen !!!!!!

    Philosophie ist mein Ding und Altruismus (zum Leidwesen meines Sozius) auch..... Aber wie löst man diese Basics ?????????

    Ist es nicht eiinfach nur möglich (und nötig) den maßgeblichen Entscheidern zu erklären, dass es auch (nicht nur !!) um Werte geht ?

    Liberalismus ist die Lösung (m.E.) aber der bedarf der Aufklärung und leider, weil wir alle nur Menschen sind, auch der Kontrolle.

    Zurück zum Thema bedeutet das :

    FREIE MARKTWIRTSCHAFT = JA
    aber mit klaren Regulatorien und das weltweit, weil wir eine worldwide community geworden sind.

    Das wird dauern

  4. mind Gast

    Standard Dank Dir...

    #84
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Könnte sein dass noch was kommt, aber irgendwie bin ich grad durch das Urteil aus Bochum in Sachen Gier bestätigt worden und frustriert wenn ich als Unternehmer über Deine Worte und den Fred an sich nachdenke.

    Es ist natürlich auch ein Wirtschaftswissenschaftliches Prinzip von MiniMax auszugehen. Aber wo bleibt die Ethik und die Moral ?

    Was ist es wert (oder NOCH wert) wenn einem der Nächste (auch als Mitarbeiter) etwas als Mensch wert ist?

    Was ist es wert wenn man Kritik übt und diese nur im kleinsten Kreise überhaupt gehört wird, weil man eben nicht Lobbyist ist.

    Was ist es wert wenn man Kapital in seinen kleinen Scheißbetrieb investiert, Azubis ausbildet und nicht mit Hongkong, New York und Taiwan Geschäfte macht?

    Was ist es wert wenn man seine Gehälter, Verbindlichkeiten und Verpflichtungen moralischer Art erfüllt, wenn Politik und Wirtschaft den einfachen : Hilfe muss kommen sonst Pleite - Weg einschlägt??

    Was sind wir als kleine Unternehmer überhaupt noch anderes als Steuerzahler und Stimmvieh ?

    Was ist der Arbeitnehmer, der seinen Job macht und pünktlich, gut und pflichtbewusst ist wert, wenn das Unternehmen, beraten durch gewinnorientierte Beraterfuzzis nur Zahlen im Kopf hat ?

    Fragen Woifi, Fragen !!!!!!

    Philosophie ist mein Ding und Altruismus (zum Leidwesen meines Sozius) auch..... Aber wie löst man diese Basics ?????????

    Ist es nicht eiinfach nur möglich (und nötig) den maßgeblichen Entscheidern zu erklären, dass es auch (nicht nur !!) um Werte geht ?

    Liberalismus ist die Lösung (m.E.) aber der bedarf der Aufklärung und leider, weil wir alle nur Menschen sind, auch der Kontrolle.

    Zurück zum Thema bedeutet das :

    FREIE MARKTWIRTSCHAFT = JA
    aber mit klaren Regulatorien und das weltweit, weil wir eine worldwide community geworden sind.

    Das wird dauern
    ...(und auch Dir Markus)!!!!!

    Hatte kurz ne Atemstockung!

    Ethik ist das Thema, das sich durch alle Bereiche des täglichen Lebens zieht!

    Ein Zumwinkel wäre da nur ein Bauernopfer gewesen und auch das war man nicht mehr bereit zu geben!

  5. mind Gast

    Standard @Tischa....

    #85
    "...Die Freiheit des Wirtschaftens besteht darin, selbst zu bestimmen,ob man durch Unvermögen oder übertriebenen Ehrgeiz aufs zu voll genommene Maul fliegt. ...."


    Sehr treffend!

  6. Registriert seit
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    Standard

    #86
    Zitat Zitat von mind Beitrag anzeigen
    ...(und auch Dir Markus)!!!!!

    Hatte kurz ne Atemstockung!

    Ethik ist das Thema, das sich durch alle Bereiche des täglichen Lebens zieht!

    Ein Zumwinkel wäre da nur ein Bauernopfer gewesen und auch das war man nicht mehr bereit zu geben!
    Juristisch völlig ok das Urteil, aber moralisch (und Jura hat überhaupt nix mit Moral zu tun) verwerflich...
    Is aber ein anderer Fred (den man eröffnen müßte)

    Ethik ist immer sozial geprägt und eine Mischung aus Moral, Sozialverträglichkeit, Gesellschaftlicher Veränderungen und letztlich (im Darwin-Jahr..) wohl auch etwas genetisches...

    Aber wenn die Menschen an sich , anfangen würden sich auf SICH und Ihre Bedürfnisse elementarster Art zu besinnen, dann könnte auch der Supergau wirtschaftlich vermieden werden.

    Bisher hat jeder GAU (und es gab ja schon einige) auf wirtschaftwissenschaftlicher Ebene sich letztlich nur durch kluge Führung und Rückführung auf Basics heilen lassen.

    Nu haben wir allerdings das internet (is hier ja auch ganz nett) und globale Vernetzung der unterschiedlichsten und diametralsten Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme. Wer erwartete da eine ruhige Schiffahrt über einen Ententeich..?
    Nur wenn der Kapitän gut ist (hier mal als Synonym für Führungesschichten) dann kann das Boot (= Gesellschaft) auch in unruhiger See dahin kommen wo es soll...

    Unsere (und wohl auch die in anderen Ländern = Berlusconi nur als EIN Beispiel) Politiker können entweder prima Klugscheißen - weil unsere zu 80 % aus Lehrern und Juristen bestehen - oder sich selber bereichern (siehe Jupps Statement) aber nur ca 10 % der Politiker KANN ETWAS... Das muss geändert werden.

  7. mind Gast

    Standard

    #87
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Juristisch völlig ok das Urteil, aber moralisch (und Jura hat überhaupt nix mit Moral zu tun) verwerflich...
    Is aber ein anderer Fred (den man eröffnen müßte)


    Mach den mal auf!

    Ethik ist immer sozial geprägt und eine Mischung aus Moral, Sozialverträglichkeit, Gesellschaftlicher Veränderungen und letztlich (im Darwin-Jahr..) wohl auch etwas genetisches...

    Genetisch???? Ursache zeigt Wirkung, würde ich mal sagen!!

    Aber wenn die Menschen an sich , anfangen würden sich auf SICH und Ihre Bedürfnisse elementarster Art zu besinnen, dann könnte auch der Supergau wirtschaftlich vermieden werden.

    Das ist ne Frage des Systems, das, wie schon mehrfach vorher, im Hinblick auf genau die aktuelle Thematik, versagt hat!

    Bisher hat jeder GAU (und es gab ja schon einige) auf wirtschaftwissenschaftlicher Ebene sich letztlich nur durch kluge Führung und Rückführung auf Basics heilen lassen.

    Welches Beispiel hast du da für die westlichen Industrienationen??

    Nu haben wir allerdings das internet (is hier ja auch ganz nett) und globale Vernetzung der unterschiedlichsten und diametralsten Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme. Wer erwartete da eine ruhige Schiffahrt über einen Ententeich..?
    Nur wenn der Kapitän gut ist (hier mal als Synonym für Führungesschichten) dann kann das Boot (= Gesellschaft) auch in unruhiger See dahin kommen wo es soll...

    Stimmt, absolut!!

    Unsere (und wohl auch die in anderen Ländern = Berlusconi nur als EIN Beispiel) Politiker können entweder prima Klugscheißen - weil unsere zu 80 % aus Lehrern und Juristen bestehen - oder sich selber bereichern (siehe Jupps Statement) aber nur ca 10 % der Politiker KANN ETWAS... Das muss geändert werden.
    Wo, und das ist hier die Frage, lässt sich das finden, in unserem Parteiensystem??

  8. Registriert seit
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    #88
    Zitat Zitat von mind Beitrag anzeigen
    Wo, und das ist hier die Frage, lässt sich das finden, in unserem Parteiensystem??
    Nirgends, denn die, die was können, lassen sich als Politiker nicht verheizen.
    Denn Veränderungen sind nicht immer angenehm. Und wenn du als Politiker der x-Partei ein falsches Wort sagst, fordert der Politiker der y-Partei sofort deinen Rücktritt. Dort wird es doch der Wirtschaft vorgemacht, NICHT für seine Fehler einstehen zu müssen. Unter einem Donnerschlag tritt der zurück und ist aus dem Schneider. Und wenn er Glück hat, kriegt er noch die Pension.

  9. Registriert seit
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    #89
    Leider kann ich mich nicht so gut ausdrücken wie Diak und Mind.

    Was mir auffällt, ist das Fehlen der Übernahme von Verantwortung für Andere.
    Ein Henry Ford hat seinen Arbeitern soviel Lohn bezahlt, dass sich eigentlich jeder auch eine Tin-Lizzy kaufen hätte können. Auch hat er für seine Arbeiter Werkswohnungen errichtet.
    Vielleicht kennt Ihr die Kramer-Werke oder die Fa. Fahr Traktoren.... die hatten jeweils einen "Direktor", die sich in nicht geringem Umfang um das Wohlergehen ihrer Arbeiter kümmerten. (von beiden weiss ich, dass auch sie Werkswohnungen für ihre Arbeiter gebaut haben- ganze Wohnblöcke)
    Den Ministerpäsidenten von Baden-Württemberg, Oettinger, habe ich vor langer Zeit als JuSo (o.ä) schon kennengelernt, als er in einem Interview im MOTORRAD erklärte, dass Motorradfahren auf der Strasse verboten gehöre. Es sei ein Sport wie Skifahren, was auch nur auf Pisten stattzufinden habe. Mit solchem Seich hat der seine sinnfreie Kodderschnauze bekannt gemacht. Hauptsache auffallen.

    Heutzutage interessiert sich kaum ein Arbeitgeber für seine Leute. Beim Staat gibt es eine Fürsorgepflicht..... mir fällt jetzt nichts ein, in welchen Bereichen dieser nachgekommen wird.

    Fragt mal eine jüngere Krankenschwester, ob sie im Schwesternheim ein Zimmer bekommen hat.....


    Eventuell hat das alles mit Erziehung zu tun. Die Leute, die heute an den entsprechenden Stellen sitzen, wurden eventuell von 68ern erzogen, durften sich und ihren Egoismus frei entfalten. Alte, überholte Werte wurden denen nie vorgelebt oder auch nur aufgezeigt. War ja alles spiessig.

    Mein Vater hat mir mal erklärt, dass gaaaaanz früher in den Rat der Stadt oder als Zunftmeister nur die gescheitesten und besten Männer gewählt - berufen- wurden. Das war denen eine Ehre - ein Ehrenamt ohne Bezahlung.
    Heutzutage wird Politiker, wer als Stadtrat sich überhaupt zur Verfügung stellt, sich durch markige Worte einen Namen verschafft, in der Partei die großen Reden führt, sich dadurch wieder weiter hoch arbeiten kann und sich irgendwann einmal in der großen Politik wiederfindet.
    Gelernt haben muss der eigentlich gar nichts. Ich kenne zumindest keine Einstellungsvoraussetzungen....

    Das würde Angie bestätigen....

    Ich glaube, dass bei uns in der gesamten Gesellschaft vieles in die falsche Richtung läuft. Die Menschen selbst sind der größte Störfaktor und die zu ändern (wohin?) dürfte Generationen dauern.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #90
    Zitat Zitat von hbokel Beitrag anzeigen
    Hallo Peter,

    Du hast nicht etwa dieses Buch gelesen? Da haben vor 20 Jahren zwei Kenner der Materie geplaudert - und es hat sich fast nichts geändert.

    Gruß
    Heinz
    Hallo Heinz, nein, dass kannte ich nicht.

    Ich bilde mir ein ich weiss wovon ich spreche, denn ich war bis Februar 2008 Teil der Manager-Etage des weltgroessten Unternehmens in dem Industriebereich, in dem ich taetig bin. Ich habe gut verdient, etwa zwischen 150 - 200 T Euro/Jahr. Ich koennte ein aehnliches Buechlein fuellen.

    Der wirtschaftliche Ueberlebenskampf waere schon zu 75 % gewonnen, wenn man sich endlich wieder an die deutschen Staerken erinnern wuerde. Qualitaet, Zuverlaessslichkeit, sowie Sicherheit fuer alle.


 
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