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Leasingproblem

Erstellt von Ingmar, 25.08.2008, 19:45 Uhr · 17 Antworten · 1.606 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Böse Leasingproblem

    #1
    Hallo,

    ich hab mal eine Bitte an die Leasing- bzw. Recht5experten hier.
    Wäre nett wenn ihr mir mal eine Einschätzung zu folgendem Sachverhalt geben könntet. Ich weiß nämlich überhaupt nicht wie ich jetzt an die Sache dran gehen soll.
    Ich versuche das Ganze mal zu schildern. Ist aber recht kompliziert. Jedenfalls für mich.
    Geleast ist eine Software und der benötigte Rechner wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Software wird vom Lieferanten online gesteuert und wir erhalten Provisionen (Seit einem halben Jahr kommt aber nichts mehr). An den Lieferanten komme ich nicht mehr ran. Weder schriftlich noch telefonisch. Keine Reaktion mehr. Die Software ist seit drei Wochen nicht mehr nutzbar, da vom Lieferanten deaktiviert.
    Heute habe ich gehört die Firma sei verkauft. Ausserdem habe ich ein Schreiben vom Hersteller des Rechners erhalten. Er teilt mir mit, dass der Rechner nicht bezahlt wurde und er ihn bei uns abholen lässt.
    Wie gesagt, die Software ist an diesen Rechner gebunden.
    Auf meine Anfrage bei der Leasinggesellschaft kam die Antwort, dass sie das nichts angeht. Sie hätten die Software bezahlt und wir wären somit in der Pflicht die Leasingraten auch weiterhin zu zahlen. Wir müssten das "Zur-Verfügung-stellen" der Software durch den Lieferanten bei diesem einklagen. Nur wie? Den gibts ja anscheinend nicht mehr.
    Hat der Leasinggeber recht mit seiner Aussage?

    Danke im Vorab.

    Grüße
    Ingmar

  2. Registriert seit
    22.06.2007
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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von Ingmar Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich hab mal eine Bitte an die Leasing- bzw. Recht5experten hier.
    Wäre nett wenn ihr mir mal eine Einschätzung zu folgendem Sachverhalt geben könntet. Ich weiß nämlich überhaupt nicht wie ich jetzt an die Sache dran gehen soll.
    Ich versuche das Ganze mal zu schildern. Ist aber recht kompliziert. Jedenfalls für mich.
    Geleast ist eine Software und der benötigte Rechner wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Software wird vom Lieferanten online gesteuert und wir erhalten Provisionen (Seit einem halben Jahr kommt aber nichts mehr). An den Lieferanten komme ich nicht mehr ran. Weder schriftlich noch telefonisch. Keine Reaktion mehr. Die Software ist seit drei Wochen nicht mehr nutzbar, da vom Lieferanten deaktiviert.
    Heute habe ich gehört die Firma sei verkauft. Ausserdem habe ich ein Schreiben vom Hersteller des Rechners erhalten. Er teilt mir mit, dass der Rechner nicht bezahlt wurde und er ihn bei uns abholen lässt.
    Wie gesagt, die Software ist an diesen Rechner gebunden.
    Auf meine Anfrage bei der Leasinggesellschaft kam die Antwort, dass sie das nichts angeht. Sie hätten die Software bezahlt und wir wären somit in der Pflicht die Leasingraten auch weiterhin zu zahlen. Wir müssten das "Zur-Verfügung-stellen" der Software durch den Lieferanten bei diesem einklagen. Nur wie? Den gibts ja anscheinend nicht mehr.
    Hat der Leasinggeber recht mit seiner Aussage?

    Danke im Vorab.

    Grüße
    Ingmar

    Hi...Ingmar


    Ich weiß nicht um welche Summe es sich bei deinem Leasingvertrag geht...Vertragsumfang...Laufzeiten....usw.

    Nur soviel....ist diese Software teil des Leasingvertrages...so ist der Leasinggeber in der Haftung.....das heißt..er hat für den Reibungslosen Ablauf des geschlossenen Vertrages zu sorgen!!

    Du solltest dir aber unbedingt eine Rechtsbeistand holen!!....Dann die Zahlungen wegen Nichterfüllung der Vertragsbedingungen einstellen...dem Leasinggeber dies " Schriftlich " ( Einschreiben mit Rückschein ) mitteilen!!

    Du wirst ohne Rechtsbeistand in einem solchen Fall, nicht allein klar kommen....!!! Die versuchen immer die Schuld bei anderen zu suchen....Deine Belange interessieren die nur in Punkto..€ ,,,,,,,€...!!!


    Bis dann.......Lutz

  3. Registriert seit
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    #3
    Hallo Ingmar,

    1).zunächst: Mit wem hast Du / habt Ihr welchen Vertrag geschlossen?
    War der / die Vertragspartner (handeln in eigenem Namen) oder Vermittler?
    Das sollte einwandfrei geklärt werden und im Vertrag stehen.

    2) Wenn jemand irgendetwas abholen möchte.... Wer hat das Hausrecht???

    Wenn der Hersteller behauptet, der Rechner sei nicht bezahlt - behaupten kann der
    viel.
    Aber diese nicht ganz saubere Vorgehensweise ist üblich, wenn eine Firma den Bach
    runter geht: Auf den Hof fahren, aufladen und gut isses.
    Aus der Konkursmasse gibt´s meist nicht mehr viel zu holen.

    Gruß
    Christian

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    Standard

    #4
    Herausgegeben wird erstmal gar NIX !! Aufgrund des Vertrages hast Du ein Recht zum Besitz . Selbst wenn Du nichts gezahlt hättest, müsste erstmal geklagt werden.
    Geh zu nem Anwalt und lasse den die Verträge prüfen.

  5. Registriert seit
    16.05.2005
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    #5
    Zitat Zitat von Ingmar Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Auf meine Anfrage bei der Leasinggesellschaft kam die Antwort, dass sie das nichts angeht. Sie hätten die Software bezahlt und wir wären somit in der Pflicht die Leasingraten auch weiterhin zu zahlen. Wir müssten das "Zur-Verfügung-stellen" der Software durch den Lieferanten bei diesem einklagen. Nur wie? Den gibts ja anscheinend nicht mehr.
    Hat der Leasinggeber recht mit seiner Aussage?

    Danke im Vorab.

    Grüße
    Ingmar
    Hallo Ingmar, die bisherigen Antworten sind zum Teil ziemlicher Mumpitz.

    1. Die Antwort des Leasinggebers sind richtig. Er hat einfach recht mit seiner Aussage und du kommst allein aus steuerrechtlichen Gründen schon mal nicht aus dem Vertrag raus.

    2. Es sind mehrere Verträge abgeschlossen worden: zum einen die Verträge bzgl. der SW und (so wie ich deine Worte verstehe) auch mit dem Lieferanten der HW und dann einer mit dem Leasinggeber. Selbst wenn alles aus einer Hand kommen sollte, sind das verschiedene Verträge, die völlig unabhängig voneinander zu sehen sind.

    3. Du hast überhaupt keine Möglichkeit, die Verträge miteinander zu vermischen.

    4. Du musst bis zum Ende der Leasingzeit die Raten zahlen. Den Vertrag kannst du nur auflösen (mit Zustimmung des Leasinggebers), wenn du die noch ausstehenden Raten abgezinst vorab zahlst.
    Sorry, aber anders geht das nicht.

    Und bzgl. deiner Schadensforderungen hast du nur die Möglichkeit, dich an den SW-Lieferanten zu wenden. Aber wo keiner mehr ist.......

    PS: ich bin kein Justiziar und kann dir nur empfehlen, dich bzgl. irgenwelcher Schadensforderungen mal an einen Anwalt zu wenden.
    Ich kenne mich allerdings mit dieser Art Verträge aus, weil ich beruflich damit zu tun habe.

  6. Registriert seit
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    #6
    Hallo,

    erst einmal Danke für eure Antworten.

    Ich war heute beim Anwalt. Der hat mir letztenendes auch nur das erzählt was ich im Leasingvertrag selber bereits gelesen hatte. Nämlich, dass ich da nicht raus kommen werde.
    Hab dann noch via Internet einen neuen Geschäftsführer des Softwarelieferanten ausfindig gemacht. Der sagte mir, dass die Firma an ein amerikanisches Konsortium verkauft sei. Er sei von denen eingesetzt, um die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens zu prüfen. Und laut seinen Unterlagen seien die Rechner bezahlt (werde also auf keinen Fall was raus geben). Einen Vertrag mit dem Hardwarelieferanten habe ich nicht. Der Rechner wurde an mich auch vom Softwarelieferanten geliefert.
    Geleast habe ich übrigens genau genommen ein Nutzungsrecht für die Software. Die ist nicht auf dem gelieferten Rechner installiert, sondern saß irgendwo auf irgendeinem Server. Der Rechner stellt nur eine ständige Verbindung zum Server her. Und dient natürlich zur Bedienung.
    Nun werd ich wohl auf die Kulanz der Leasinggesellschaft hoffen müssen. Hab da aber keine großen Hoffnungen.
    Betroffen sind ausser mir noch etwa 500 weitere. Das beste ist, dass der Softwarelieferant erst im Juli durch Lothar Spät als eines der 100 innovativsten Unternehmen Deutschland ausgezeichnet wurde .

    Nochmals Danke.

    Grüsse
    Ingmar

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    #7
    Zitat Zitat von xs111 Beitrag anzeigen
    3. Du hast überhaupt keine Möglichkeit, die Verträge miteinander zu vermischen.
    Hallo Peter,

    ich möchte ja auch nicht mischen. Ganz laienhaft ausgedrückt verstehe ich das so, dass die Leasinggesellschaft dem Softwarelieferanten die Nutzungsrechte abgekauft hat und sie mir mittels "Mietkauf" weiter gibt. Nun wird mir dieses bezahlte Recht (durch mich unverschuldet) entzogen. Da ich nun den Leasinggeber für die Nutzung monatlich bezahle, wende ich mich an ihn. So bisher meine (zu) laienhafte und wohl naive Vorstellung.

    Danke und Gruss
    Ingmar

  8. Registriert seit
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    Daumen runter

    #8
    Zitat Zitat von Ingmar Beitrag anzeigen
    Hallo,

    erst einmal Danke für eure Antworten.

    Ich war heute beim Anwalt. Der hat mir letztenendes auch nur das erzählt was ich im Leasingvertrag selber bereits gelesen hatte. Nämlich, dass ich da nicht raus kommen werde.
    Hab dann noch via Internet einen neuen Geschäftsführer des Softwarelieferanten ausfindig gemacht. Der sagte mir, dass die Firma an ein amerikanisches Konsortium verkauft sei. Er sei von denen eingesetzt, um die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens zu prüfen. Und laut seinen Unterlagen seien die Rechner bezahlt (werde also auf keinen Fall was raus geben). Einen Vertrag mit dem Hardwarelieferanten habe ich nicht. Der Rechner wurde an mich auch vom Softwarelieferanten geliefert.
    Geleast habe ich übrigens genau genommen ein Nutzungsrecht für die Software. Die ist nicht auf dem gelieferten Rechner installiert, sondern saß irgendwo auf irgendeinem Server. Der Rechner stellt nur eine ständige Verbindung zum Server her. Und dient natürlich zur Bedienung.
    Nun werd ich wohl auf die Kulanz der Leasinggesellschaft hoffen müssen. Hab da aber keine großen Hoffnungen.
    Betroffen sind ausser mir noch etwa 500 weitere. Das beste ist, dass der Softwarelieferant erst im Juli durch Lothar Spät als eines der 100 innovativsten Unternehmen Deutschland ausgezeichnet wurde .

    Nochmals Danke.

    Grüsse
    Ingmar


    Hi Ingmar!

    Diese Geschichte mit deinem Leasingvertrag zeigt nur mal wieder, solange es Reibungslos läuft....kann es kostengünstig und gut sein....

    Sobald aber Probleme auftauchen ist der Endverbraucher fast immer der , der auf seinem Schaden sitzen bleibt...Nein..besser gesagt...die Vertragsbedingungen werden vorab so gestrickt, das der Verbraucher auf seinem Schaden sitzen bleiben muss...sonst würde sich der ganze Leasingvertrag nicht mehr rechnen!!

    Diese Unart hat sich in den letzten Jahren leider in viele Bereiche genau dieser Vertragsart eingeschlichen ....!


    Das wirte dann wohl " Gewinnmaximierung " durch " Risikominimierung - Vermeidung " genannt .....!


    Wünsch dir was!!! ..........Lutz

  9. Registriert seit
    16.05.2005
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    #9
    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Hi Ingmar!

    Diese Geschichte mit deinem Leasingvertrag zeigt nur mal wieder, solange es Reibungslos läuft....kann es kostengünstig und gut sein....



    Das kannst du so pauschal auch nicht sehen. Im privaten Bereich kannst du durchaus recht haben, im gewerblichen Bereich ist Leasing wiederum sehr interessant - auch wenn die Firmen das Geld zum Bezahlen haben.

    Geh vom IT-Bereich aus: Du musst Rechner heute über mindestens 5 Jahre abschreiben - obwohl sie im Prinzip nach 3 Jahren 'tot' sind. Und sie werden beim Kauf dem Anlagevermögen zugeschrieben.
    Wenn sie geleast werden (meisten 36 Monate), dann können sie schon innerhalb der 3 Jahre als Kosten abgeschrieben werden. Was für die Firmen besser ist, wird im Einzelfall immer die Buchhalter bzw. CFO's entscheiden.

  10. Registriert seit
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    #10
    Hallo,

    hab heute erfahren, dass es rund 750 geschädigte Unternehmen sind. Allein bei "meiner" Leasinggesellschaft geht es um 3.000.000 Euro.
    Hab mich jetzt einer Interessengemeinschaft angeschlossen, die eine Sammelklage einreicht. Das ganze scheint eine groß angelegte Betrügerei seitens des Softwarelieferanten zu sein.

    Verärgerte Grüsse
    Ingmar


 
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