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Märklin Pleite

Erstellt von Wogenwolf, 04.02.2009, 14:03 Uhr · 28 Antworten · 1.908 Aufrufe

  1. Wogenwolf Gast

    Standard Märklin Pleite

    #1
    Wieder ein Traditionsunternehmen pleite

    http://www.ftd.de/unternehmen/handel...te/469893.html

  2. HvG
    Registriert seit
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    Standard

    #2
    jo,

    weil Traditions schon lange nimmer zählt....

    sondern nur noch das blinde auf Teufelkommrauskohlemachen

  3. Wogenwolf Gast

    Standard

    #3
    Zitat Zitat von HvG Beitrag anzeigen
    jo,

    weil Traditions schon lange nimmer zählt....

    sondern nur noch das blinde auf Teufelkommrauskohlemachen
    Stimmt leider!


    Zug um Zug in die Pleite
    Abfahrt Theodor Friedrich Wilhelm Märklin gründet das Unternehmen 1859 als "Fabrik feiner Metallspielwaren" im schwäbischen Göppingen. Die Firma baut Schiffsmodelle, Suppenküchen, Karussells und Spielkreisel.
    Weichenstellung Um die Jahrhundertwende kommt Märklin ins Rollen: Die erste Eisenbahn, 1891 vorgestellt in Leipzig, erweist sich als Grundstein für den Welterfolg. Märklin setzt einheitliche Spurweiten durch, sodass Bahnen verschiedener Hersteller kombiniert werden können.
    Freie Fahrt Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Märklin zum weltgrößten Hersteller von Modelleisenbahnen. Sie sind das Herzstück der Firma. Zum Programm gehören aber beispielsweise auch Metallbaukästen oder Dampfmaschinen.
    Betriebsstörung Nach 2000 gehen die Umsätze zurück, Märklin rutscht in die Verlustzone.
    Neuer Zugführer 2006 steigt daraufhin die britische Finanzgruppe Kingsbridge Capital ein. Sie setzt auf Märklins großen Bekanntheitsgrad.
    Endbahnhof Am Montag wird bekannt, dass Darlehensgeber ihre Kreditlinien nicht verlängern wollen. Am Mittwoch folgt der Insolvenzantrag.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Märklin wird nicht die Letzte Firma mit Tradition sein wo aufgekauft und dann zerschlagen wird.....Leider

  5. VoS
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    Standard

    #5
    Mal ne Frage:

    Wer hat denn von Euch allen eine Modeleisenbahn (und erweiteret diese ständig mit neuen Sachen)?

    Irgendwoher sollten die Kunden von Märklin schon kommen. Ohne Kunden keinen Umsatz.

    Grüße

    Volker

  6. Registriert seit
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    2.922

    Standard Tradition versus geiler Geiz

    #6
    Ja das finde ich auch sehr bedauerlich - schließlich habe ich seit Kindertagen eine gewisse Beziehung zu Märklin. Und meine Frau kommt aus der Göppinger Gegend.

    Aber seien wir doch einmal ehrlich zu uns selbst. Sind wir an solchen Krisen nicht auch mit Schuld. Wer ist denn - außer vielleicht noch Sammler und wenige Markenanhänger - bereit, Qualität und "Made in Germany" zu honorieren. Billig, billiger und noch billiger: Megamarkt und Internet, statt personengeführtem Fachhandel, den wir für eine Beratung aber gerne nutzen.

    Da fasse ich mich jetzt in all meiner Nostalgie einmal selbst ganz, ganz fest an meine eigene Nase .

  7. Registriert seit
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    339

    Standard

    #7
    ich habe noch ne märklin im Keller , aber aus Zeitgründen eigentlich nie richtig erweitert.
    Aber wenn ich was gekauft habe und jetzt noch kaufe,dann schau ich schon wo es herkommt.
    Auf der Meisterschule hat ein Lehrer gesagt Zitat: Alles kostet gleich viel, nur der eine zahlt früher-der andere Später.
    Und ich habe dies auch schon öfters festgestellt.
    Deshalb gab es auch ne Q!!

  8. Registriert seit
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    2.678

    Standard Leider nur der Anfang....

    #8
    Viele dieser scheinbaren Traditionsunternehmen sind doch nur noch Zombies.
    Eine große Anzahl gut gehender mittelständischer Unternehmen wurden in den letzten Jahren von Heuschrecken aufgekauft.
    Und zwar mit dem Kapital, das nicht zuletzt in dieser Spekulationsblase erzeugt wurde.
    Die werden dann bis aufs Mark ausgesaugt und mit riesigen Schuldenbergen und ohne Eigenkapital fallen gelassen.
    Nur dieser möglichst kurzfristige „Return of Investment“ interessiert die Heuschrecken.
    Das die Banken diesen geplünderten und entkapitalisierten Todeskandidaten dann keine Kredite mehr geben ist wohl nachvollziehbar.
    Die Zahl der Insolvenzen wird alleine aus diesem Grund noch dramatisch ansteigen.
    Achtet mal in den Presseverlautbarungen darauf, wer als tatsächlicher Eigentümer dieser Zombiefirmen angegeben wird.

    Das Ammenmärchen mit dem Preisverfall der amerikanischen Eigenheime ist doch nur eine Scheinerklärung. Die nun plötzlich fehlenden Hunderte von Milliarden in den Bilanzen der Großbanken sind zum großen Teil für genau solche Transaktionen verwendet worden.

    Fatalerweise können die nun dadurch entstehenden Arbeitslosenheere dann noch nicht einmal als Steuerknechte für die explodierende Staatsverschuldung in die Pflicht genommen werden.
    Die zweifellos erzielten Profite mit diesen Geschäften sind längst schon in die Taschen der üblichen Verdächtigen gewandert.
    Und dass diese Milliardäre Steuern zahlen … daran glaubt wohl noch nicht einmal der Bundesfinanzclown.
    Solche lächerlich kleinen Fische wie Zumwinkel dienen doch auch nur als Ablenkungsmanöver.
    Aber selbst solche Vögel kommen fast ungeschoren davon.
    Zahlt bloß immer eure GEZ-Gebühren. Sonst lernt ihr die volle Härte des Gesetzes kennen.
    Dafür gibt es nämlich noch reichlich Kapazitäten im deutschen Rechtssystem.


    Michael (..wieder mal wütend..)

  9. HvG
    Registriert seit
    15.09.2005
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    3.624

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Michael (..wieder mal wütend..)
    ich auch..

    hab grad in der Zeitung gelesen, dass die Banken ihren Vorständen und Managern trotz Verluste Bonusauszahlungen in Höhe von 400 Millionen zugesagt haben....

    nur der gnädige Herr Ackermann will auf seinen Bonus dieses Jahr verzichten...

    okay ich denke mal, dass er vom letzten Bonus 2007 von 12,7 Millionen noch zerren kann.........

    he, blicken die es nicht mehr....... was muss denn da passieren, dass da ein Umdenken stattfindet????

  10. Wogenwolf Gast

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Supo Beitrag anzeigen
    .......bereit, Qualität und "Made in Germany" zu honorieren. Billig, billiger und n.........
    Naja, das zum Thema "made in Germany":
    Teile der Produktion wurden ins ungarische Györ und nach Fernost verlagert und über 300 Stellen gestrichen.


 
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