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Manipulation von Abgastests

Erstellt von ta-rider, 21.09.2015, 17:34 Uhr · 928 Antworten · 54.078 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Kardanfan Beitrag anzeigen
    ....Auf der anderen Seite müssen die AMIS aufpassen, dass man denen nicht nachweißt, aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben zu wollen, denn dann kann der Schuss nach hinten losgehen.

    Gruß Kardanfan
    Wenn das Problem eine Mücke wäre, hätte VW das schon gelöst! Soviel traue ich selbst denen zu.

    Gruß,
    maxquer

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    Zitat Zitat von Bergler Beitrag anzeigen
    Die Klapsköppe

    Wo kein Patron, da viel Pardon.

    Und diese Klapsköppe wie du sie so schön treffend genannt hast stopfen sich weiterhin die Taschen voll !

    Josef

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    An dieser pervertierten Form des Kapitalismus ändert nicht mal die Regierung der USA etwas. Das trauen sich selbst diese Großmäuler nicht.

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    Mich belustigt die Lust der Diskussionsteilnehmer an der Demontage von VW (die offenbar von weiten Teilen der Medien geteilt wird).

    Also, was ist geschehen? VW hat bei den Abgasemissionen getrickst. Und weil VW viele Autos baut, haben sie auch bei vielen Autos getrickst. Damit sind sie weder die ersten noch die letzten. Okay, die EPA und ihre kalifornische Tochter sind ihnen draufgekommen und wollen jetzt an ihnen ein Exempel statuieren. GM hat zehn Jahre lang fehlerhafte Zündschlösser verbaut, das hat zahlreichen GM-Kunden den Tod und GM am Ende eine Strafe von 0,9 Mrd. USD gebracht. An VW will die EPA jetzt aber ein Exempel statuieren: 20 Milliarden Dollar Strafe stehen im Raum, zudem soll VW am besten alle betroffenen Autos zurückkaufen, dann stehen noch ein paar Dutzend Sammelklagen an, und damit das ganze eine schöne Drohkulisse bekommt, hat die Staatsanwaltschaft von New York schon mal vorsorglich ein paar US-Manager von VW angeklagt und will sie in den Knast schicken. Davon abgesehen könnte die ganze Geschichte VW rund 50 Milliarden Dollar kosten, damit kann man ein land wie Griechenland eine ganze Weile über Wasser halten. Ich war bei den Gesprächen zwischen EPA und VW nicht dabei, aber vermutlich hat VW sofort vorgeschlagen, das Ganze auf dem kleinen Dienstweg zu regeln, was die EPA aber abgelehnt hat, denn schließlich geht es gegen den größten Autohersteller der Welt, der aber nicht mehr GM heißt und in den USA sitzt, sondern VW from Krautland. Da kennen sie natürlich keine Gnade.

    Nun ist aber die EPA nicht der liebe Gott. Sie ist auch kein Gericht, keine von der Bevölkerung gewählte Regierung, sondern eine Bundesbehörde. Ich stelle mir jetzt gerade mal vor, ich wäre ein mittelständisches Tischlereiunternehmen und man wirft mir vor, ich hätte giftiges Holzschutzmittel in meinem Kamin verfeuert. Gestorben ist daran keiner, unschön war das Ganze dennoch, und eine S.cheißaktion obendrein, es ist allerdings noch gar nicht raus, wer das Zeug in den Kamin gekippt hat und warum. Obendrein weiß ich selbst gar nicht so genau, was da gelaufen ist, denn das ist unter meinem Vorgänger passiert, ich war damals noch in der Logistik-Firma, die die Möbel der Tischlerei ausgeliefert hat. Und nun käme das Umweltbundesamt und wollte von mir ein Viertel meines 2014er Jahresumsatzes. Was würde ich machen? Mit den Schultern zucken und meine Reserven auflösen? Nein, ich würde mit meinem Anwalt telefonieren und der würde erst einmal Einspruch einlegen. Dann würde das ganze vor Gericht gehen. Vielleicht würde ich schlechte Presse von der Lokalzeitung und von einigen Ökoblättern bekommen, aber irgendwann würde das Interesse daran erlahmen. Nach einigen Jahren Prozessiererei würde von den geforderten zwei Millionen Euro Strafe nur noch 100.000 Euro übrig bleiben, dazu kämen 50.000 Euro Prozesskosten. Ich würde meinen Sponsorvertrag mit dem lokalen Fußballverein erneuern, ein paar Migranten einstellen und gut.

    Was ich bestimmt niemals machen würde: Mich öffentlich hinstellen und betonen, wie unvergleichlich schlimm es doch war, ein paar Liter Holzbeize zu verbrennen und mit welcher unnachahmlichen kriminellen Energie dabei vorgegangen wäre. Ich würde höchstens mal einräumen, dass es natürlich furchtbar war, die ganzen gebeizten Hölzer zu verbrennen, anstatt sie für uferloses Geld in den Sondermüll zu geben. Und ich würde darauf verweisen, dass das jetzt ja glücklicherweise der Vergangenheit angehört, weil wir jetzt nur noch Naturbeize verwenden.

    Die Leute stellen sich alle so hin, als hätte Müller irgendwas zu gewinnen, indem er größtmögliche vorauseilende Selbstkasteiung übt. Wozu? Die EPA will ganz offensichtlich - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - hart durchgreifen, und deshalb nützt es mir bei denen gar nichts, einen auf reuigen Sünder zu machen. Meine Aktionäre werden mir was pfeifen, wenn ich durch fortgesetzte Selbstbezichtigung den Wert des Unternehmens schmälere, und die, die sich jetzt darüber ereifern, was für ein Sch.eißladen VW doch ist, die haben schon vorher Toyota gefahren.

    Guckt euch mal Elon Musk an. De gibt nie was zu. Und alle lieben ihn.

  5. Registriert seit
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    Wenn jemand für gerechte Strafen sorgt, ist mir egal ob dies eine (US-)Regierung, ein Gericht, die EPA oder eine andere Instituion oder gar eine Einzelperson es tut.
    VW ist selbst verantwortlich dafür, kein anderes Unternehmen oder irgendwelche Firmenbosse a.D. davor. Die EPA packt also genau die Richtigen am Gemächt.
    VW hat ihre Kunden vera.rscht und hätte es weiterhin getan, deswegen ist es gut dass dem Treiben Einhalt geboten wurde.
    Es ist nur gerecht wenn Leute oder Firmen mit der vollen Härte des Gesetzes betraft werden. Warum auch nicht?
    VW hat sich die Suppe selbst eingebrockt und nun sollen sie sie auch komplett auslöffeln.
    Ungerecht ist daran nichts, auch im Vergleich zu der GM-Geschichte nicht. Die Firma ist seinerzeit zwar relativ glimpflich davon gekommen - aber so sei es. VW bekommt (u.U.) die volle Packung. Na und? Nix und! Ist halt so. Es trifft weder Arme noch die Falschen!
    VW hatte es selbst in der Hand - und hat es vergeigt! No mercy!

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    Gerechtigkeit hat immer zwei Seiten.

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    Zitat Zitat von Foo'bar Beitrag anzeigen
    Gerechtigkeit hat immer zwei Seiten.
    Achja? Inwiefern?

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    ....Die Leute stellen sich alle so hin, als hätte Müller irgendwas zu gewinnen, indem er größtmögliche vorauseilende Selbstkasteiung übt. Wozu? Die EPA will ganz offensichtlich - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - hart durchgreifen, und deshalb nützt es mir bei denen gar nichts, einen auf reuigen Sünder zu machen. Meine Aktionäre werden mir was pfeifen, wenn ich durch fortgesetzte Selbstbezichtigung den Wert des Unternehmens schmälere, und die, die sich jetzt darüber ereifern, was für ein Sch.eißladen VW doch ist, die haben schon vorher Toyota gefahren.

    Guckt euch mal Elon Musk an. De gibt nie was zu. Und alle lieben ihn.
    Natürlich hat er eine Menge zu gewinnen, wenn er zu dem Mist der gebaut wurde auch wirklich steht. Ein Stück weit Ehrlichkeit und Vertrauen dem Kunden gegenüber. Über Moral rede ich nicht, die gibt es meiner Meinung nach bei Unternehmern die Geld verdienen wollen sowieso nicht. Finde ich aber auch soweit in Ordnung.
    Aber die Herrschaften bei VW fliegen in solchen Sphären, da ist selbst die Kundschaft nicht mehr wichtig!

    Gruß,
    maxquer

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    Tja, wenn ich mir dann mal anschaue, für welches Marktanteilchen die da rumgetrickst haben.

    Zur Zeit brüllen alle Betrug, weil die PKW mehr brauchen, als in den Katalogen angegeben. Wie schon mal erwähnt, ich kenn' in meiner Generation Autokäufer niemanden der jemals davon ausgegangen wäre, daß sein PKW tatsächlich annähernd an den in den Katalogen angegebenen Verbrauch kommt. . .


    Gut, andererseits. Da das alle machen, warum hat man das nicht schon auf realistische Füße gestellt.

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    Deswegen soll auch mal jemand anfangen sie zu erden.
    Die deutsche Regierung samt anhängenden Organen tut dies sicher nicht (Lobby sei Dank), aber die Amis sehr wohl.
    80 Mrd. standen bisher als Höchstgrenze im Raum. Ich denke nicht dass es so wild kommen wird. Aber 20 Mrd. könnte VW durchaus abdrücken, so wäre relativ sicher dass sich etwas ändert - und das soll es sich auch. Den Großteil davon werden die Aktionäre schultern (da trifft es wiederum nicht die Falschen), der Rest geht vom Ersparten weg (auch kein großer Schaden). Die Belegschaft wird den kleinsten Teil auffangen, denn Entlassungen kann VW sich momentan am wenigsten leisten, sonst bricht der Umsatz noch mehr ein.
    Selten bin ich einer Meinung mit der USA, aber in dem Fall laufe mit ihr konform, obwohl es ein (vorrangig) deutsches Unternehmen trifft.


 
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