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Motorradfahrer KLAUS wurde von Polizist auf der A 5 bei Freiburg/Waldkirch vom Mot

Erstellt von enduro43, 11.08.2014, 20:11 Uhr · 48 Antworten · 5.846 Aufrufe

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    #31
    Zitat Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
    Ach.

    Ein Polizist ist also immer Polizist und hat ergo kein Privatleben bzw ist immer 24h seines Lebens im Dienst?

    Der in anderen Berufsgruppen geltende Durchschnitt, an allen möglichen Charakteren, gilt also hier nicht?

    Ich versteh schon, dass eine Verfehlung eines Polizisten moralisch schwerer wiegt, als die zB eines Bäckers. Und natürlich ist verständlich und erforderlich, dass zB an einen Polizisten höhere Maßstäbe gelegt werden, als bei anderen Berufen. Das ist auch gut so und für einen Polizisten sollte dies auch selbstverständlich sein.

    Aber letztlich ist der Polizist auch nur ein Mensch, nicht wahr?

    Und dass man sich nicht wundern muss, nicht ernst genommen zu werden, als Polizist...

    Du checkst das also zB bei einer Kontrolle gleich ab, wen du da vor dir hast, weisst gleich genau, ob dieser Mensch privat schon mal Verfehlungen begangen hat oder anderen kein Vorbild war, ob er korrekt ist oder korrupt?

    Und dann wird er halt eben nicht ernst genommen, ist ja selber schuld, denn ein anderer Kollege, in einem anderen Bundesland, hat eine Unfallflucht begangen?

    Klasse.

    Sein hoheitlicher Auftrag, seine Uniform - scheiss drauf - den nehm ich nicht ernst, weil er halt so aussieht, wie er aussieht und dann noch eben diese Geschichte mit der Unfallflucht.

    Alles klar.

    Musst dich aber auch nicht wundern, wenn du mal auf nen Polizisten triffst, der dich nicht ernst nimmt und dich nach Berufsgruppe, Äusserem, Medienberichten oder sonst was in die Schublade schiebt und dich nicht korrekt behandelt.

    Es kann ja alles so einfach sein.

    Übrigens: Jeder Mensch sollte und kann eine Vorbildfunktion haben - unabhängig von der Berufsgruppe.
    Komm mal wieder runter.

    Ein Hampelmann ist ein Hampelmann, ob er eine Uniform anhat oder nicht. Respekt verdient nur der Mensch, nicht die Uniform.

    Sieh es einfach mal so:

    Wir (als die steuerzahlenden Bürger in diesem Staat) investieren eine Menge Geld in die Polizei, in die Ausbildung und den Unterhalt. Trotzdem sind die meisten Polizisten unterbezahlt.
    Da die Polizei das manifestierte Gewaltmonopol des Staates ist, hat sie besondere Macht.
    Die Polizei kann legal, nur aufgrund der Einschätzung einer Person, Dinge tun, für den Du jeden normalen Bürger straffrei umbringen könntest. Macht gibt es aber nicht ohne Verantwortung. Macht ohne Verantwortung ist illegitim, genaus wie Verantwortung ohne Macht sinnlos ist.
    Die Aussage eines Polizisten wiegt schwerer, als die eines jeden anderen Zeugen.
    Der Korpsgedanke ist immer noch weit verbreitet.
    Die Uniform führt dazu (und das ist auch durchaus einer der gwollten Zwecke), das Polizisten erst ein Mal alle gleich aussehen.

    Sprich, jeder einzelne Polizist agiert zu jedem Zeitpunkt mit einem erheblichen Vertrauensvorschuß.

    Wird das Vertrauen verletzt, klar gibt es dann auf die Mütze. Da die Polizei dank Uniform und Korpsgeist in der Aussendarstellung als Einheit erscheint, gilt der Schlag auf die Mütze natürlich dann für alle Mitglieder der Einheit. So ungerecht das individuell auch sein mag.

    Viele in der Polizei vergessen, sie vertreten hoheitliche Rechte gegen die Leute, die sie beauftragen und bezahlen, nämlich den Bürger.

    Wenn Du einen Handwerker beautragst und bezahlst, lässt Du Dir von dem auch nicht dumm kommen.

    Insbesondere die Polizei in Bayern und Baden-Württemberg haben teilweise eine merkwürdige Auffassung von Respekt gegenüber dem Auftraggeber.

    Und bei mir landen sie damit regelmäßig an der richtigen Adresse.

    Die Mehrheit der Bürger kann das Unwohlgefühl ggf. nicht ausformulieren, aber fühlen kann sie das schon. Es ist ein Gefühl der Machtlosigkeit und das produziert Aggression.

    Polizisten die mich als Bürger und nicht grüßen können, sich mit Namen vorstellen und ihr Begehr in verständlichen Worten formulieren, lernen meine wirklich unangenehme Seite kennen. Die Grundformen von Höflichkeit und Respekt müssen zu allerst von dem gewahrt werden, der über die legitime Macht verfügt, sich darüber hinweg zusetzen. Wer das nicht versteht, hat den falschen Beruf und keiner wird dazu gezwungen.

    Natürlich ist Hatz auf das arme Schwein, das definitiv einen Aussetzer hatte, völlig sinnfrei, wie es sinnfrei ist alle Polizisten über einen Kamm zu scheren. Aber genauso sinnfrei sind Rechtfertigungen im Namen und für die Polizei, es erzeugt nur einen falschen Eindruck.

    Er hat einen Fehler gemacht, er hat sich gestellt und nun wird ein Gericht darüber befinden müssen ob er und wenn ja, wie hart er dafür bestraft wird. Das macht den Motorradfahrer nicht lebendig.

    Mann, ich habe es in diesem Forum nun echt genug vorgeführt, die Leute leben von der Polarisation an tatsächlichen oder eingebildeten Feindbildern. Nun ist es die Polizei, morgen sind es die Schweizer, die Politiker eigentlich immer und morgen sind es die Demonstranten an irgendeinem maroden AKW.

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    #32
    Amen

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    #33
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    ... lernen meine wirklich unangenehme Seite kennen....
    Mir persönlich würde deine angenehme Seite schon reichen. Hast du eine?

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    #34
    Zitat Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
    Ein Polizist ist also immer Polizist und hat ergo kein Privatleben bzw ist immer 24h seines Lebens im Dienst?
    Aus Sicht seines Dienstherren ist das wohl so. Mir erzählte mal ein befreundeter Polizist in Berlin (das ist allerdings schon 30 Jahre her), dass er sich immer peinlich genau an Tempolimits etc. halte, weil er im Falle eines privaten Verkehrsvergehens nicht nur Bußgeld und Punkte befürchten müsse, sondern auch disziplinarische Folgen zu befürchten hätte. Dem wohnt natürlich auch eine gewisse Logik inne. Gerade Polizeibeamte haben die Aufgabe, die Einhaltung von Gesetzen durchzusetzen, außerdem haben sie zumindest potenziell mehr Möglichkeiten, ein eigenes Fehlverhalten zu verschleiern. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass ein Dienstherr seine Beamte durch zusätzliche Androhung von Sanktionen zu besonderer Gesetzestreue anhalten will.

    Insofern kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein Polizist, wenn er einen tödlichen Unfall verursacht, stärker unter Stress steht als ein Normalbürger, weil für ihn noch mehr auf dem Spiel steht.

    Frage: War der Polizist im Dienst, als er den Moppedfahrer angefahren hat?

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    #35
    Anderen Beamteten, so auch Soldaten (auch ehemaligen), geht es ähnlich.

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    #36
    Zitat Zitat von klaus48 Beitrag anzeigen
    Anderen Beamteten, so auch Soldaten (auch ehemaligen), geht es ähnlich.
    Ich war auch lange Jahre Soldat. Wurde gut ausgebildet und habe mehrer Auslandseinsätze hinter mir. Und heute reagiere ich in Gefahrensituationen noch anders als die meisten. Trainiert ist trainiert das wird man so schnell nicht los.

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    #37
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Frage: War der Polizist im Dienst, als er den Moppedfahrer angefahren hat?
    Laut Badischer Zeitung war er alleine privat unterwegs.
    Und er hat den Harleyfahrer auch nicht angefahren, er hat ihn von hinten gerammt und damit abgeräumt.
    Sein defektes Auto hat er an Ort und Stelle stehen lassen und ist einfach weggelaufen.
    Der Motorradfahrer ist an der Unfallstelle gestorben.
    Ich bin nicht der Meinung, den Täter zum Opfer zu machen.

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    #38
    Zitat Zitat von Benno Beitrag anzeigen
    Mir persönlich würde deine angenehme Seite schon reichen. Hast du eine?
    Was erwartest Du denn auf diesen provokativen Unfug zu lesen?

    Eigentlich hatte ich Dich für intelligent und erfahren genug eingstuft, zu wissen, dass Beiträge in einem Forum kaum verlässliche Rückschlüsse auf die Facetten einer Persönlichkeit zu lassen. Habe ich mich wohl getäuscht.

    Du musst nicht lesen, was ich schreibe.

  9. Registriert seit
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    #39
    Zitat Zitat von Trabbelju Beitrag anzeigen
    Laut Badischer Zeitung war er alleine privat unterwegs.
    Und er hat den Harleyfahrer auch nicht angefahren, er hat ihn von hinten gerammt und damit abgeräumt.
    Sein defektes Auto hat er an Ort und Stelle stehen lassen und ist einfach weggelaufen.
    Der Motorradfahrer ist an der Unfallstelle gestorben.
    Ich bin nicht der Meinung, den Täter zum Opfer zu machen.
    Wer macht hier den mutmaßlichen Täter zum Opfer. Sorry, habe ich so nicht gelesen.

    Auch für einen Polizisten, ob im Dienst oder nicht, gilt bis zu rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

    Das es die Journalisten damit ab und zu nicht so genau nehmen, ist der Auflagenstärke geschuldet.

    Fakt ist bisher, er hat einen Motorradfahrer angefahren (umgefahren, gerammt), sich unerlaubt vom Unfallort entfernt, erste Hilfe unterlassen und sich dann gestellt.

    Nach meinem Kenntnisstand gibt es nichts Beweiskräftiges, das auf ein vorsätzliches Herbeiführen eines Unfalls oder eine Tötungsabsicht hinweist. Mit einem Unfall mit tödlichem Ausgang, Unfallflucht und unterlassener Hilfeleistung hat er erst ein Mal genug zu tun.

  10. X-Moderator
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    #40
    Ich kann mir vorstellen, dass das Thema deinen Nerv trifft, aber warum soll ich runter kommen, wenn ich sage, dass hinter jedem Polizisten ein Mensch steht?

    Und die Wunschvorstellung, dass ein Mensch, weil er Polizist ist, ein perfekter Mensch ist, entspricht (leider) nicht der Realität, da muss ich dich enttäuschen.

    Nicht, dass sich wohl die grosse Masse an Polizisten wahrscheinlich grösste Mühe gibt, dem Ideal bzw der Wunschvorstellung zu entsprechen - aber es bleibt ein Mensch.

    Und als Mensch machst du Fehler.

    Völlig klar ist, dass Verfehlungen eines Polizisten geahndet gehören (vielleicht weisst du das ja nicht, aber gerade Beamte unterliegen nicht dem Verbot der Doppelbestrafung).

    Es gibt also genügend Möglichkeiten dem Polizisten, der aus dem Ruder läuft, auch zu bestrafen.

    Was mir auffällt, dass du dir immer wieder selber widersprichst:

    "Wird das Vertrauen verletzt, klar gibt es dann auf die Mütze. Da die Polizei dank Uniform und Korpsgeist in der Aussendarstellung als Einheit erscheint, gilt der Schlag auf die Mütze natürlich dann für alle Mitglieder der Einheit. So ungerecht das individuell auch sein mag."

    Wenn ich so etwas lese, dann kann ich mir zwar deine Grundeinstellung gegenüber der 'Obrigkeit' denken, aber mit freiheitlich demokratischer Grundordnung, die du ja gerne für dich in Anspruch nehmen möchtest, hat das nichts zu tun.

    Oder "Viele in der Polizei vergessen, sie vertreten hoheitliche Rechte gegen die Leute, die sie beauftragen und bezahlen, nämlich den Bürger."

    "Ein Hampelmann ist ein Hampelmann, ob er eine Uniform anhat oder nicht. Respekt verdient nur der Mensch, nicht die Uniform."

    Und jetzt? Du bezahlst Polizisten, also bestimmst du selber, wer dir was zu sagen hat und wer nicht? Du bestimmst selber, vor wem du Respekt hast und vor wem nicht?

    So läuft das aber nicht. Zum Glück. Sonst wär das ja auch keine Demokratie, sondern eine Anarchie.

    Man muss also erstmal die Uniform aktzeptieren, ob man das will oder nicht, oder ob das einem gefällt oder nicht. Denn den Menschen dahinter kennst du doch gar nicht. Handelt aber der oder die Uniformträger(in) nicht nach Recht oder Gesetz, gehört das sanktioniert.

    Aber nicht alle, sondern nur der eine, die eine, die die Verfehlung begangen hat - Sippenhaft war gestern.

    Aber wir schweifen vom eigentlichen Thema ab...

    Es ist etwas sehr sehr Bedauerliches passiert.

    Unfallflucht geht gar nicht - egal welcher Berufsstand der Täter angehört.

    Es war ein Polizist - er wird strafrechtlich und disziplinarisch zur Rechenschaft gezogen.

    Das Schicksal der betroffenen Familie sollte unser Thema sein, nicht die persönliche Einstellung oder Animosität gegenüber einzelner Berufsgruppen.

    Habe fertig.


 
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