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Nach 8 Monaten erneut Ersthelfer nach schweren Motorradunfall...

Erstellt von Dexter, 20.04.2014, 05:34 Uhr · 91 Antworten · 14.916 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Servus Jörg,

    gut gemacht!
    Meiner Meinung nach ist in so einer Situation das Wichtigste, überhaupt zu reagieren anstatt garnichts zu tun (und wenn sich jemand "nur" dem Verletzten zuwendet und mit ihm spricht). Ansonsten Unfallstelle absichern, sich einen Überblick über die Anzahl und Art der Verletzungen verschaffen, Rettungsdienst verständigen, Erste-Hilfe Maßnahmen durchführen (und wenn dann noch Zeit ist, den Gaffern eine vor den Latz knallen...).
    Klingt alles sehr theoretisch- ich weiß daß es in der Praxis leider oft anders aussieht.
    Um das Erlebte zu verarbeiten, hilft es dir hoffentlich darüber zu reden/ schreiben wie du es ja hier schon getan hast.
    Hab´ leider auch vor über 20 Jahren einen schweren Motorradunfall live miterlebt- das Motorradfahren hab´ ich trotzdem nicht aufgegeben. Ich finde, man kommt seinem Schicksal nicht aus.
    Danke an dich dafür, daß es noch so hilfsbereite und uneigennützige Mitmenschen gibt!

    Alles Gute und allen eine unfallfreie Saison!

    Gruß,
    Michael.

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    #32
    Ich bin 2011 auf Besuch bei Freunden in Südtirol gewesen. Bei einer Tour sind wir bei der Abfahrt vom Penser Joch an eine Unfallstelle gekommen, offenbar Alleinunfall.
    Abgesessen, zu dem Burschen hin und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Dabei guckt er mich an und fragt mich, was mit seinen Füßen sei, Er würde die nicht spüren. Dieser Blick hat mich monatelang verfolgt, ich konnte keine Nacht mehr schlafen.
    Wir haben gewartet bis der Hubschrauber kam, die Carabinieri uns verjagt haben, haben seine KTM noch von der Straße geschafft und sind dann weg.

    Wie ich später erfahren habe, war er damals 23. Brustwirbel durch, Querschnittslähmung.

    Was ich auch schlimm fand, war die Tatsache dass ich mich bejammer dass ich das so lange nicht richtig loswerde, er hingegen nie mehr wird laufen können.

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    #33
    Hut ab, niGS anderes. Schoen, dass es Menschen gibt, die so etwas machen und bereit sind, zu helfen. Danke.

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    #34
    Alles Gute Dexter,...ich musste das 2x miterleben...einmal Doppelunfall, 3 Verletze.

    Der CBR Fahrer war der Meinung noch Gas geben zu müssen wo andere bremsten weil vorne ne KTM weggerutscht ist...dann Vollbremsung und Sozia flog....genau 50 cm neben!!! mir. Die CBR räumte fast mich und nen Spezl vor mir mit ab...sonst hätten wir auch da gelegen.

    Und glaubt mir...Bilder bleiben , man kann aber besser mit Ihnen umgehen, und Zeit heilt keine Wunden, Die Zeit macht es erträglich.

    Wichtig im Leben,..Du kannst in Spiegel schaun ohne Gewissensbisse und Dir sagen..was ICH konnte, habe ICH getan.Dann ist alles gut.

  5. TomTom-Biker Gast

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    #35
    Nix gegen Heiligsprechung. Was Recht ist soll auch Recht bleiben. Und Einsatz soll auch gewürdigt werden.

    Aber wie wäre es denn, wenn einige derer mit Daumen und Fußzehen hoch die es betrifft, sich das Geschehene einfach mal das zum Beispiel nehmen, die nächste RK-, ASB- oder Samariterstelle am Ort aufsuchen und einen passenden Wochenendkurs belegen. Man muß dazu keine Medizin studiert haben und auch zwei linke Hände oder Klumpfüße sind kein Hinderungsgrund.

    Dann hätte dieser Beitrag, neben der Selbstbewältigung des Geschehen für den der dabei war, auch einen wirklichen Sinn.

    Gruß Thomas

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    #36
    Dabei würde man z.B. auch lernen, dass es in der Ersten Hilfe in den letzten 25 oder mehr Jahren Änderungen in der Verfahrensweise gegeben hat. Viele Tipps und Kniffe wurden vereinfacht, die Vorgehensweise bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung geändert.

    Nicht auf die lange Bank schieben ...

  7. Registriert seit
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    #37
    Hallo, Jörg
    da ich selber bei einen unverschuldeten Unfall auch schon auf der Straße gelegen bin. Mit Fast abgerissenen Fuß.
    Bin ich Froh gewesen das mir einer geholfen hat.
    Und deswegen sage ich dir Danke, das du den Mut und Schneid hast Ihn zu Helfen. Und Richtig gehandelt hast.
    Ich hoffe das ich, wenn ich mal in die Lage kommen sollte, auch so handeln kann wie du.

    Grüße

  8. Registriert seit
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    #38
    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    ...., die Vorgehensweise bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung geändert.

    Nicht auf die lange Bank schieben ...
    Hab auch ganz schön blöd geschaut, wie ich das vor ein paar Jahren mitgekriegt habe......trotz vormals (lang ist´s her) intensiver Ausbildung.

    Auffrischung tut allen gut!

  9. Registriert seit
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    #39
    Sehr gut reagiert, professionell und besonnen !

  10. Registriert seit
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    #40
    Hallo zusammen,

    heute kam der Anruf vom Opferschutz.
    Alle Beteiligten sind außer Lebensgefahr und werden wohl, nach derzeitigem Stand der Dinge, nichts zurückbehalten.

    Haben zwar sämtliche Knochen gebrochen, aber wohl nichts, was man mit Schrauben und Platten nicht wieder richten könnte.

    Das hat mich sehr gefreut zu hören. Der Mann vom Opferschutz wollte mir damit ein positives Feedback geben, dass ich mir keine Gedanken machen muss, und alles richtig gemacht habe. Auch hat er gefragt wie ich mit der Sache selbst klar komme und ob ich Hilfe brauche.
    Er kannte mich noch vom Unfall vom letzten Mal. Mein Nachname ist eben nicht soo geläufig und bleibt hängen.

    Ich habe ihm gesagt, dass es mir soweit gut geht, ich viel darüber rede und schreibe, aber ich immer noch gerne wüsste was aus dem jungen Mann von damals geworden ist, auch wenn die Wahrheit weh tun könnte. Man fühlt sich halt ein Stück weit verantwortlich, und ich denke noch oft an ihn.
    Er versprach mir sich Infos zu holen - mal sehen ob er sich diesbezüglich meldet.

    Ansonsten fange ich an zu verarbeiten, und es scheint mir recht gut zu gelingen.
    Zumindest habe ich letzte Nacht wieder komplett durchgeschlafen, was doch ein gutes Zeichen ist.

    Die Sache mit dem erste Hilfe Kurs werde ich jetzt auch sehr zeitnah in Angriff nehmen, habe ich mir fest vorgenommen und auf meine to do Liste geschrieben.


    Dann habe ich mich heute Morgen um Ersatz für meinen Helm gekümmert, den ich ja so nicht mehr aufziehen möchte und lt. Schuberth auch nicht mehr soll.

    Ich weiß jetzt, dass die Unfallkasse des Landes, in meinem Fall NRW, für solche Schäden aufkommt.
    Nach einem Telefonat mit dieser Kasse und einem sehr netten Ansprechpartner soll ich folgendes tun:

    Ein Anschreiben schicken, indem ich den Hergang schildere, ein Aktenzeichen angebe, am besten noch einen Zeuge benenne und die Rechnungskopie vom neuen Helm beilege.

    Nach Prüfung der Sachlage würde ich dann den Betrag erstattet bekommen.
    Ich hoffe mal, dass das soweit auch funktioniert.

    Das sind doch alles in allem gute Nachrichten, wie ich finde...


 
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