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Notfallhilfe

Erstellt von HelgeFährtRad, 24.05.2012, 16:53 Uhr · 29 Antworten · 2.088 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Gerade im neuesten "MOTORRAD" wird anhand gezeichneter Holger Aue- Comics erklärt, was man als Ersthelfer machen kann - muss - soll.
    für die, die nicht gerne lesen..... ist aber so auch lustiger... und das amerikanische Militär hatte früher schon alle Vorschriften in Comic-Ausführung für die Analphabeten unter den offiz...#äääääh....

    Ich war noch nicht in der Situation, aber ich würde nicht glotzen, weiterfahren und mich anschließend wochen- und monatelang jedesmal selbst ankotzen müssen, wenn ich morgens in den Spiegel gucke.
    Ich muss vor mir selbst bestehen können und das heisst für mich, dass ich auch eine gewisse zivilcourage besitze, wozu das Helfen auch gehört.

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    #22
    Hallo und guten Morgen

    Ich muss aus beruflichen Gründen jedes Jahr zur CPR Schulung ( Cardio- Pulmunare- Reanimation = Herz-Lungen- wiederbelebung).
    Inkl. "kleine" Erste Hilfe Wiederauffrischung.
    Nun ist es aber auch so, dass ich dieses Wissen meißt im Rahmen des normalen Klinikalltags anwenden muss. Das heißt:
    innerhalb von zwei Minuten ist das interne Rettungsteam mit samt Doc auf Station.
    Dieses Wissen gibt irgendwo sicherheit.

    Leider musste ich dieses wissen aber in den letzten zwei Jahren zweimal " uff da Gass" anwenden. Einmal bei nem Autofahrer auf der Autobahn ( mit Reanimation) und vor zwei Wochen bei einem verunfallten Rollerfahrer.
    Der Autofahrer hat´s überlebt. Aber ne Rea bei über 30°C auf der AB ist heftig! Und es dauerte auch , bis sich der Rettungswagen durch die Unfallstelle gekämpft hatte.
    Dem Rollerfahrer haben wir zu zweit den Helm abgenommen, da er zwar ansprechbar, aber schockig war und dies nicht mehr selbst machne konnte. Ich hab immer ne Unfallhalskraus im Auto ( Stiffneck) und die bekam er dann verpasst. Ansonsten nur mit ner Rettungsdecke zugedeckt und genau so liegen gelassen, da er Schmerzen in der Wirbelsäule angab.

    ABER:
    Die Ruhe bei solchen Anlässen zu bewahren...gar nicht so einfach!
    Hinterher ist man fertig, die Beine zittern, und es bleibt immmer die Frage, ob an alles richtig gemacht hat.
    Daher mein Tip:
    wenn ihr irgendwann in so ne Situation geratet, sprecht hinterher mit jemandem drüber, der Ahnung hat ( Hausarzt, oder wenn mögl. sogar der Notarzt der vor Ort war...

    Und noch was: lieber mal nen halben Tag mit 17 Jährigen in eine Auffrischungskurz sitzen, als sich hinterher Vorwürfe machen, weil man denkt: hätte ich doch nur mehr gewusst!

    Allen ne unfallfreie Fahrt
    Die Nurse

  3. Registriert seit
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    #23
    Moin
    Ich bin bei uns in der Firma auch Ersthelfer und muß um diesen Status nicht zu verlieren mindestens alle 2 Jahre zur Auffrischung(8Stunden).Klappt das mal nicht muß ich denn kompletten Kurs (16-20 Stunden) besuchen.
    Ich möchte natürlich nicht in die Situation kommen mal so etwas zu erleben (wer will das schon) aber es beruhigt mich ein wenig das wenn es dann mal so ist ich vielleicht noch weiß was zu machen ist

  4. Pouakai Gast

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    #24
    Zitat Zitat von Nurse Beitrag anzeigen
    ABER:
    Die Ruhe bei solchen Anlässen zu bewahren...gar nicht so einfach!
    Hinterher ist man fertig, die Beine zittern, und es bleibt immmer die Frage, ob an alles richtig gemacht hat.
    Solange man versucht zu helfen ist das immer richtig, das einzige was man wirklich falsch machen kann, ist nicht zu helfen.

  5. Registriert seit
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    #25
    Zitat Zitat von Nurse Beitrag anzeigen
    Hallo und guten Morgen

    Ich muss aus beruflichen Gründen jedes Jahr zur CPR Schulung ( Cardio- Pulmunare- Reanimation = Herz-Lungen- wiederbelebung).
    Inkl. "kleine" Erste Hilfe Wiederauffrischung.
    Nun ist es aber auch so, dass ich dieses Wissen meißt im Rahmen des normalen Klinikalltags anwenden muss. Das heißt:
    innerhalb von zwei Minuten ist das interne Rettungsteam mit samt Doc auf Station.
    Dieses Wissen gibt irgendwo sicherheit.

    Leider musste ich dieses wissen aber in den letzten zwei Jahren zweimal " uff da Gass" anwenden. Einmal bei nem Autofahrer auf der Autobahn ( mit Reanimation) und vor zwei Wochen bei einem verunfallten Rollerfahrer.
    Der Autofahrer hat´s überlebt. Aber ne Rea bei über 30°C auf der AB ist heftig! Und es dauerte auch , bis sich der Rettungswagen durch die Unfallstelle gekämpft hatte.
    Dem Rollerfahrer haben wir zu zweit den Helm abgenommen, da er zwar ansprechbar, aber schockig war und dies nicht mehr selbst machne konnte. Ich hab immer ne Unfallhalskraus im Auto ( Stiffneck) und die bekam er dann verpasst. Ansonsten nur mit ner Rettungsdecke zugedeckt und genau so liegen gelassen, da er Schmerzen in der Wirbelsäule angab.

    ABER:
    Die Ruhe bei solchen Anlässen zu bewahren...gar nicht so einfach!
    Hinterher ist man fertig, die Beine zittern, und es bleibt immmer die Frage, ob an alles richtig gemacht hat.
    Daher mein Tip:
    wenn ihr irgendwann in so ne Situation geratet, sprecht hinterher mit jemandem drüber, der Ahnung hat ( Hausarzt, oder wenn mögl. sogar der Notarzt der vor Ort war...

    Und noch was: lieber mal nen halben Tag mit 17 Jährigen in eine Auffrischungskurz sitzen, als sich hinterher Vorwürfe machen, weil man denkt: hätte ich doch nur mehr gewusst!

    Allen ne unfallfreie Fahrt
    Die Nurse
    Ich hoffe dass zumindest jede examinierte Schwester gleich auf der Station anfängt mit HDM, und nicht auf das Rettungsteam wartet..
    Leider muss ich über Jahrzehnte Rettungsdienst feststellen, dass ein verschwindend kleiner Prozentsatz reanimierter U n f a l l Opfer überlebt.
    Meist sind multiple Verletzungen irreversibel oder Blutungen/ Abriss großer Gefäße im Bauchraum vorhanden, die auch mit der bessten Rea nicht überbrückt werden können. Wenn kein Blut mehr am Umlauf teilnimmt, kann man nichts umpumpen. Also nicht entäuscht sein, wenn es nicht immer positiv ausgeht, es liegt nicht immer gleich am Helfer!
    Ein reanimierter Fußgänger auf der Straße, der einfach nicht "wieder kommen" wollte, stellte sich als ein Fensterspringer heraus.
    Der "Drücker" merkte, dass gebrochene Rippen schon vorhanden waren, bei Beginn der REA und dachte nach...
    Helmabnahme beim ansprechbaren Patient nur mit dessen Befragung nach Halsschmerzen. Achsengerechtes Drehen vom (bewustlosen) Patient und gleichzeitig auch Kopf, das ist alleine fast nicht zu schaffen.
    Im Übrigen vl in der Motoradgruppe so einen EH Event mit einem guten Ausbilder ausmachen.
    Man versenkt anders mehr Geld. Also nur Mut zur Fortbildung, man kann sich nicht blamieren, ist ja nur Übung.

  6. Registriert seit
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    #26
    Zitat Zitat von teileklaus Beitrag anzeigen
    Ich hoffe dass zumindest jede examinierte Schwester gleich auf der Station anfängt mit HDM, und nicht auf das Rettungsteam wartet..
    Nee, neee, wir fangen schon an zu reanimieren, bis das Rea-Team vor Ort ist
    Nur findest man Pat. auch öfter in Situationen vor, die erst eine Lage/ Ortsveränderung verlangen, BEVOR man zur Tat schreiten kann.

  7. Registriert seit
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    #27
    Zitat Zitat von Q...rious Beitrag anzeigen
    immer !? oder nur bei Bewusstlosigkleit / Ohnmacht!?

    ich erinner mich an zweiteres
    und bei Bewusstsein fragt man das Opfer oder er oder sie kann sich selbst den Helm abnehmen ... Volker
    mal ehrlich, ist ein Verunfallter Moppedfahrer noch einigermassen beieinander, dann wird dieser ziemlich als erstes den Helm selbst abnehmen. Wenn nicht, dann gehts dem Kollegen in der Regel so dreckig, dass der Helm auf jeden Fall runter muss

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    #28
    Zitat Zitat von kolli Beitrag anzeigen
    mal ehrlich, ist ein Verunfallter Moppedfahrer noch einigermassen beieinander, dann wird dieser ziemlich als erstes den Helm selbst abnehmen. Wenn nicht, dann gehts dem Kollegen in der Regel so dreckig, dass der Helm auf jeden Fall runter muss
    Es gibt da keinen Regel- oderIdealfall... vor Ort entscheidet immer der Moment, die Situation und die Umstände ... und dazu ist es sinnvoll entschlossen zu handeln.

    Regelmässige Kurse helfen sehr gut, dieses entschlossene Handeln zu fördern und ggf. in regelmässigen Abständen auf zu frischen. Ich merke selbst nach ein bis zwei Jahren, dass manche Kursinhalte nimmer so im Kopf parat sind. Vielleicht sind diese Handlungsabläufe zur ersten Hilfe im Notfall unterbewusst vorhanden und werden dann aktiv !? Eine Auffrischung schadet nie und steht auch dieses Jahr auf meinem Programm

    Wenn DU mit gebrochenen Beinen, demolierter Schulter und zittrigen Händen rücklings auf dem Asphalt liegst und die Vögel noch fliegen siehst, dann bist DU froh, wenn dir eine nette Ersthelferin den Helm abnimmt ... eigene Erfahrung, ehrlich und es ist gut, wenn der Helm ab ist und der Kopf noch dran

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    #29
    Helm ab ist ja gut und schön, ich hätte da nur so meine Bedenken das ein ''nur'' Autofahrer die Mütze überhaupt geöffnet bekommt.
    Es gibt da so viele verschiedene Patente und so manch ein Klapphelm ist da nicht unbedingt selbsterklärend, wenn man damit sonst nichts zu tun hat.

  10. Registriert seit
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    #30
    Zitat Zitat von Doro Beitrag anzeigen
    Helm ab ist ja gut und schön, ich hätte da nur so meine Bedenken das ein ''nur'' Autofahrer die Mütze überhaupt geöffnet bekommt.
    Es gibt da so viele verschiedene Patente und so manch ein Klapphelm ist da nicht unbedingt selbsterklärend, wenn man damit sonst nichts zu tun hat.

    In den Autos können ja auch Mopedfahrer sitzen - ne Scherz beiseite. Das mit der fehlenden Normung der Helmverschlüsse (was mal ein echter Fortschritt wäre) kann in der Praxis ziemlich schnell zum Problem werden. Im Zweifelsfall hilft da nur ne Schere oder ein Gurtmesser.

    Ansonsten würde ich jedem empfehlen den Helm sofort abnehmenzu lassen oder selbst abzunehmen (wenn schon der Fahrer dazu nicht in der Lage sein sollte).

    Denn verändert sich der Zustand schnell, dann kriegst Du die Mütze in der Panik gar nicht schnell genug runter. Gerade bei Mopedfahrern kann das sehr schnell gehen (subdurale Blutung).

    Ach ja. Der Helm ist versichert - nach einem Sturz sollte er sowieso ersetzt werden.

    Hier noch ein interessanter Link ausm Board: Helm ab? Oder warten auf den Arzt/Sanitoeter?


 
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