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Nutzungsausfall?

Erstellt von Zörnie, 20.01.2010, 18:23 Uhr · 19 Antworten · 2.203 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Nutzungsausfall?

    #1
    Hallo,

    ich bin ja Anfang November von einem "blinden" Autofahrer vom Bock geschossen worden und war anschließend ca. 4 Wochen arbeitsunfähig. Die Regulierung des Schadens durch die gegnerische Versicherung erfolgt erst jetzt so Stück für Stück. Einen Nutzungsausfall lehnt die Versicherung mit dem Hinweis ab, ich sei ja gesundheitlich nicht in der Lage gewesen, ein Motorrad zu fahren.
    Ist die Versicherung da unabwendbar im Recht??

    Grüße
    Steffen

  2. HvG
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    #2
    ja ja die lieben gegnerischen Versicherungen......

    aber wenn du gar nicht in der Lage warst das Motorrad zufahren, dann warst du auch nicht in der Lage das Motorrad in die Werkstatt zur Reparatur zu bringen....also kannst du es jetzt erst machen und deshalb das Motorrad auch jetzt nicht benutzen...oder denke ich da falsch????

  3. Registriert seit
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    #3
    Zitat Zitat von HvG Beitrag anzeigen
    ja ja die lieben gegnerischen Versicherungen......

    aber wenn du gar nicht in der Lage warst das Motorrad zufahren, dann warst du auch nicht in der Lage das Motorrad in die Werkstatt zur Reparatur zu bringen....also kannst du es jetzt erst machen und deshalb das Motorrad auch jetzt nicht benutzen...oder denke ich da falsch????
    Das Mopped war nicht mehr fahrfähig und wurde gleich vom Abschleppdienst in die BMW-NL gebracht. Allerdings kann eine Wiederbeschaffung (Dauer laut SV 14 Tage) erst jetzt erfolgen, da die Versicherung ja auch erst jetzt den Schaden reguliert.

    Grüße
    Steffen

  4. HvG
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    #4
    eigentlich logisch ganz klar für dich..aber Versicherungen haben da ja andere Regeln und Ansichten(Gesetze)...

  5. Registriert seit
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    #5
    Hi Steffen.

    Nein, da ist die Versicherung nicht grundsätzlich im Recht.
    Sachverhalt: ich wurde am 4.9.09 von meiner "blinden" Briefträgerin abgeschossen. Folge: Totalschaden am Mopped und Bruch des Handgelenks. Ich war ebenfalls für 5 Wochen nicht in der Lage, Motorrad zu fahren (und das zur für mich schönsten Zeit des Jahres ). Dennoch hat die Versicherung anstandslos pro Tag 48 € Nutzungsausfall gezahlt. Dies für 3 Wochen, da ich nach 3 Wochen eine neue Maschine angeschafft habe. Es reicht doch, wenn ein Familienmitglied ansonsten mit dem Motorrad hätte fahren können und dies aufgrund der Unfallfolgen nicht konnte. Oder aber du hast das Motorrad regelmäßig deinem besten Freund geliehen, da er entweder kein eigenes Motorrad hat oder nur einen Einsitzer, seine Frau aber auch hin und wieder mitfahren mag.
    Letztlich war das Motorrad nicht nutzbar; dafür gibt es eben eine Entschädigung.
    Da ich nach dem Unfall erstens nicht in der Lage war, den Schriftverkehr mit der Versicherung, Gutachter etc. selber abzuwickeln (und auch keine Lust dazu hatte), habe ich das Ganze meinem Anwalt übergeben.
    Er machte mich erst auf einen sog. "Haushaltsführungsschaden" aufmerksam, da meine Frau nun meine gesamte Arbeit im Haushalt mit erledigen muss. Auch dies muss entschädigt werden. Dann noch Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Rechnungen Krankenhaus und Krankengymnastik, Schaden am Motorrad, Helm bzw. Schutzkleidung etc.
    Da kommen neben dem eigentlichen materiellen Schaden am Motorrad (bei mir jetzt 4200 €) insgesamt noch weitere 6000 € zusammen, die ohne Anwalt sicher schwer von der gegnerischen Versicherung zu kriegen wären.
    Deshalb mein Rat: gib das Ganze deinem Anwalt für Verkehrsrecht.

  6. Registriert seit
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    #6
    dem ist nichts mehr hinzuzufügen

  7. Registriert seit
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    Daumen hoch Rechtsanwalt

    #7
    Hatte letzte Woche einen Crash mit meiner Dose.
    Mir wurde an der Ampel beim Geradeausfahren von einem Linksabbieger
    die Vorfahrt genommen.
    Sachlage auch laut Polizei absolut klar.
    Am nächsten Morgen hatte ich schon einen Anruf der gegnerischen Versicherung mit einer Reihe von Hinweisen.
    Daß sie sich um den Gutachter kümmern, welche Autos ich zu welchen Kosten als Ersatz- bzw Leihfahrzeug während der Reparatur meines Autos nehmen kann.
    Da ich aber in der Beziehung mit gegnerischen Versicherungen ein gebranntes Kind bin, habe ich das alles meinem Anwalt gegeben.
    Als Geschädigter habe ich gesetzlich das Recht mir einen Rechtsbeistand zu nehmen. Das kann ich nur allen empfehlen.
    PS: mein Anwalt teilte mir mit, bei dieser Versicherung sei das üblich es erst mal so zu versuchen.
    Grüße
    Franz

  8. Registriert seit
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    #8
    Hallo,
    hol dir sofort einen Anwalt. Dann funktioniert das auch.
    Und ja, sie müssen den Ausfall bezahlen. Und nimm kein Auto als ersatz, sondern lass dir alle Tage, weiß nicht wieviel das sind ausbezahlen.
    mfg

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Da ist von Beginn an ein Fachanwalt dran, auch wenn mich das subjetive Gefühl beschleicht, ihn bei diesem Aspekt zur "Jagd tragen zu müssen" Er sieht hier den Versicherer im Recht.

    Grüße
    Steffen

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von hufra Beitrag anzeigen
    ....................
    Am nächsten Morgen hatte ich schon einen Anruf der gegnerischen Versicherung mit einer Reihe von Hinweisen.
    Daß sie sich um den Gutachter kümmern, welche Autos ich zu welchen Kosten als Ersatz- bzw Leihfahrzeug während der Reparatur meines Autos nehmen kann.
    ....................
    Grüße
    Franz
    Hai Franz,

    natürlich kommt Dir die gegnerische Versicherung gerne mit ihren Diensten entgegen, allerdings nur aus Eigennutz. Da werden die Gutachten schon mal zu Gunsten des Vers. nach unten "korrigiert" und freie Werkstätten, die tlw. keine Org.-Teile verbauen, angeboten.

    Nach wie vor hast DU als Geschädigter das Recht der freien Gutachter- und Werkstättenwahl.

    Ein Vers. hat es bei mir auch mal probiert. Denen habe ich klipp und klar gesagt, das ich einen Gutachter hätte und das Fahrzeug ausschließlich bei der Werkstatt repariert wird, wo das Fz. her ist und regelmäßig die Wartung gemacht wird!

    Die Schadensregulierung ist im Anschluß inkl. Leihfahrzeug gut gelaufen.


 
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