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Organspendeausweis

Erstellt von Ketzer, 28.02.2007, 21:44 Uhr · 48 Antworten · 2.514 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    ... naja mal angenommen sie würde uns beiden passen!!

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    #32
    ... der der sie dringender braucht! Manchmal aber nur manchmal nützt Geld nichts!!!

    Bis dann Ketzer

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    #33
    ...glaub ich nicht! Das kann mir keiner erzählen, dann hätte ich jetzt nämlich mein linkes Bein noch!! Soviel dazu...

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    #34
    Sorry, da seh ich keinen Zusammenhang!
    Da es aber zunehmend polemisch wird klink ich mich aus,leider!
    Ich kenn die Hintergründe nicht daher sag ich nichts dazu

    Bis dann Ketzer

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    #35
    Zitat Zitat von Ketzer
    Sorry, da seh ich keinen Zusammenhang!

    Bis dann Ketzer
    dies war ein Beispiel zum Thema "für den Einen züchten sie Knochen - und für den Anderen halt nicht"

    in diesem Sinne....

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    #36
    Machst Du es dir nicht ein wenig einfach mit den Pauschalierungen?
    Sicher ist es scheiße ein Bein zu verlierenm, aber daran ist die Welt nicht Schuld.
    Leider kenne ich nicht die Hintergründe und ich find auch nicht alles Klasse was in den Kliniken läuft dafür bin ich schon zulange in meinem Job.
    Trotzdem geh ich immer noch zum Arzt.
    Um bei deinem Beispiel zu bleiben, nur weil ein Schrauber Müll ist bring ich mein Mopped doch noch in die Werkstatt.
    Ich hab eine "defekte" Hüfte nach einem Behandlungsfehler; und das ist damals in der "eigenen" klinik passiert wo ich den "Mitarbeiterbonus" hatte!

    Bis dann Ketzer

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    #37
    ... also für den verlust meines beines mache ich die welt nicht verantwortlich, sondern das klinikum offenbach!
    Ich möchte hier kein mitleid und auch niemandem meine geschichte aufdrängeln, aber vor lauter "wie toll es ist in einem kh zu arbeiten" hast du, glaube ich etwas an den postings falsch verstanden!
    Ich habe keinen Organspendausweis, weil ich denke das derjenige ein organ bekommt der am besten dafür bezahlt! Das ist ja auch bei jedem moppedladen so, die nachfrage bestimmt den preis!
    So, wie gesagt ich wünsche niemandem von euch das er mal ne spende braucht oder geben muss... was mit meinem "kadaver" passiert ist mir persönlich eh wurscht!!

    Viele grüße RoCoSa

  8. Chefe Gast

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    #38
    Da möcht' ich doch mal ein Erlebnis aus meiner "Jugend" schildern:
    Als 20-jähriger, den Kopf auf der einen Seite voller Familienplanung, auf der anderen Seite dem "Wir haben die Welt nur von unseren Kindern geliehen"-Wahn verfallen (heftige Debatten über Umweltschutz, Menschenrecht und Kapitalismus gab es reichlich) kam ich mit einer sehr freundlichen, 4-mal so alten Dame aus dem oberen Stock in's Gespräch. Im laufe der Unterhaltung kam die Rede darauf, ob es bei den Zukunfts-Prognosen überhaupt zu verantworten wäre, Kinder zu zeugen. Die alte Dame - mit zwei Weltkriegen, mehreren Wirtschaftskriesen und Inflationen, sowie dem kriegsbedingtem Verlust aller männlicher Verwanter (Vater, zwei Brüder, Ehemann und drei Söhne) im Gepäck - hatte dazu folgende Meinung: "Wenn es keine Kinder mehr gibt, wer sollte die Welt dann ändern können?"
    Dies hat mich im direkten und übertragenen Sinn deutlich geprägt. Ich plädiere desshalb nicht für die (gewissermassen auch etwas bequeme) "die Welt ist eh so schlecht"-Denkweise.

  9. Registriert seit
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    #39
    @ RoCoSa Wenn Du wirklich denkst das ich es "so toll finde im KH zu arbeiten" dann hast Du meine Beiträge nicht verstanden!!!
    Ich bin realistisch genug um kritisch mit dem Thema umzugehen.
    Aber ich kenn deine Diagnosen nicht und nicht die Umstände deiner Krankengeschichte.
    Daher steht mir kein Urteil zu!!!
    Ich denke trotzdem du vermischst hier zwei Sachen.

    Bis dann Ketzer

  10. Registriert seit
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    #40
    Ui, da muss ich mich mal kurz einklinken...

    Ich habe den Nicht-Spenderausweis schon länger als ich Motorrad fahre. Ich stehe dazu und erkläre Organspendern auch gerne, warum ich mich fürs nicht-Spenden entschieden habe.

    Oft hört man so Sätze wie "wenn ich tot bin, ists mir eh egal" usw. Weiß jemand, der so etwas sagt eigentlich, was bei der Organentnahme noch alles lebt ? Auszug aus http://www.kritischebioethik.de/kao-...de-hirntod.pdf:

    „Wenn ich wirklich tot bin“, „wenn die Apparate ausgeschaltet
    sind und ich nichts mehr spüre“, sagen die meisten,
    die nach einer Organspende gefragt werden. Doch
    wenn sie hören, dass die Beatmung erst nach der Organentnahme
    abgestellt wird, werden sie hellhörig. „Das
    habe ich nicht gewusst“, reagieren erschrocken selbst
    viele, die einen Spenderausweis haben. Eltern aus unserer
    Initiative, die sich bei ihrem Kind zur Organentnahme
    haben drängen lassen, waren auch nicht informiert. Noch
    nach Jahren leiden sie darunter, ihr Kind im Sterben allein
    gelassen zu haben. Wie tot sind die „Hirntoten“, denen
    Organe entnommen werden? Ganztot, halbtot,
    scheintot, sterbend, lebend?
    Tatsächlich müssen transplantable Organe lebensfrisch
    sein, also von einem Menschen, der noch atmet, dessen
    Herz schlägt, der warm ist und Fieber haben kann, der
    sich spontan bewegt (siehe Abb. oben) oder auf Berührung
    reagiert, dessen Blutdruck beim Schnitt des Chirurgen
    ansteigt, der gepflegt wird, sogar Narkose-,
    Schmerz- und Beruhigungsmittel erhält. Es ist ein Widerspruch,
    von toten Menschen lebensfrische Organe zu erhalten.
    Nicht aber in der Transplantationsmedizin! Sie
    reduziert den Menschen auf das funktionierende Gehirn,
    nennt das Hirnversagen HIRNTOD und den Leib Restkörper
    und kommt so zur Vorverlegung des Todeszeitpunktes
    zum Zwecke der Organentnahme, ohne sich dem
    Vorwurf der Tötung auszusetzen."

    Noch was Interessantes zur Frage "Sind Organspender tot?" (Quelle: http://www.aktion-leben.de/Euthanasi...asie/sld04.htm

    "Tatsache ist, dass bis 1968 weltweit anerkannt war, dass der Mensch dann tot ist, nachdem sein Herz-Kreislauf-System unwiderruflich stillsteht. Bis dato war also klar: Eine Leiche ist ohne Herzschlag, ohne Reflexe, starr, kalt und weist alsbald Leichenflecke unter der Haut auf.
    Seit die Harvard Universität 1968 die neue Todesdefinition eingeführt hat, gibt es weltweit viele verschiedene Todesdefinitionen.
    Jene Menschen, die sich in einem irreversiblen (unumkehrbaren) Koma befinden (deren Gehirn nicht mehr arbeitet) und die man heute für hirntot, ja für tot erklärt, galten vor 1968 als lebend. Seit der Umdefinierung des Todesbegriffes gelten diese Menschen - in vielen, wenn auch nicht in allen Ländern - aber als tot.
    Seitdem gibt es - per Neudefinition - „Leichen",
    – die atmen, schwitzen oder frieren, Fieber haben können, mit den Zähnen knirschen, sich im Bett aufrichten, um sich schlagen oder treten, das Pflegepersonal umarmen (= komplexe Spinalreflexe), deren Haut rosig schimmert und im Sommer vielleicht von der Sonne gebräunt ist.
    – bei denen das Herz schlägt und die ein intaktes Stoffwechselsystem aufweisen, die sich warm anfühlen.
    – deren Glieder beweglich sind und deren Brustkorb sich hebt und senkt.
    – die Ausscheidungen haben und bei denen Tränen fließen können.
    – deren Wunden, wenn man ihre Haut aufritzt oder aufschneidet, wieder heilen würden.
    – die von den Schwestern und Pflegern mit ihrem Namen angesprochen werden und sich in nichts von anderen Patienten unterscheiden, die künstlich beatmet werden.
    – Männliche „Leichen", die noch Kinder zeugen könnten und
    – weibliche „Leichen", die noch bis zu 3 - 4 Monaten Kinder austragen und gebären könnten.
    Dennoch erklärt man diese Menschen für tot. Aber an einer Todeserklärung ist noch niemand gestorben. Weder Geburt noch Tod sind ein Zeitpunkt."

    Weitere Infos: http://www.organspende-aufklaerung.de

    Eine weitere, interessante Frage, die ich gerne RoCoSa als auch-Nicht-Spender stellen würde: Jemand, der einen Organspendeausweis mit sich trägt, erklärt sich bereit, dass ihm Organe entnommen werden, die jemand anderem einmal lebensrettend sein können. Auch er selbst kann in die Situation kommen, ein Spenderorgan anzunehmen.
    => Würdest Du ein Spenderorgan annehmen, wenn Du eines bräuchtest?


 
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