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Organspenderausweis .. als Biker ein Muss

Erstellt von Spark, 08.01.2014, 13:08 Uhr · 178 Antworten · 10.248 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Wenn es nur um die Angst geht bei lebendigem Leibe ausgeweidet zu werden. Keine Sorge, das wird nicht passieren, und wenn doch, ist es dir im Nachhinein auch egal.

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    Zitat Zitat von Capricorn Beitrag anzeigen
    Wenn es nur um die Angst geht bei lebendigem Leibe ausgeweidet zu werden. Keine Sorge, das wird nicht passieren, und wenn doch, ist es dir im Nachhinein auch egal.
    Nein, darum geht's mir nicht. Davor muss man schon alleine deshalb keine Angst haben, weil die "Entnahme" grundsätzlich in Vollnarkose stattfindet. So ganz sicher scheinen sich die Explanteure da offenkundig auch nicht zu sein.
    Aber das war trotzdem nicht der Punkt. Vielleicht wird meine zweite Argumentationslinie (neben der ökonomischen) wirklich nur bei mehrmaligem Lesen deutlich. Macht aber nichts, das ist sowieso nur für diejenigen interessant (bestenfalls), denen auch das "Nachhinein" nicht völlig egal ist, so ganz grundsätzlich.

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    Ha, das ist richtig, das mit dem Nachhinein.
    Und richtig ist auch: ich glaube an kein "Nachhinein", weshalb ich diesbezüglich keine denkprobleme habe. Weshalb mir auch der Hirntod reicht. Ich habe sogar per sterbehilfeorganisation Vorsorge dafür getroffen, dass man bei meiner eigenen Person diese Definition des Todes respektiert. Das nur als Erläuterung meiner Haltung.
    Ganz sicher mache ich mich IM STILLEN über religiös motivierte Ablehnung von Transplantationen lustig.
    Vielleicht äussere ich mich auch in Diskussionen kritisch bis frech. Aber ich werde eine solche Meinung ( beispielsweise meiner Mutter) unbedingt respektieren. Nicht respektvoll behandeln, sondern dazu beitragen, sie umzusetzen, wenn es denn dereinst dazu kommt. Im Vornhinein, damit Mutti ihr Nachhinein bekommt

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    Ich denke ich kann das teilweise nachvollziehen.

    Es verwirrt mich gerade selber....

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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Menschlicher Abschaum? Welch eine Wortwahl, und dann noch aus DEINER Feder (Tastatur)?

    GUTES tun? Wenn unser (erneut) amtierender Bundesaußenminister (weil mir der jetzt ganz spontan einfällt) seiner Ehefrau eine seiner beiden Nieren spendet (wie tatsächlich geschehen), dann hat er ihr zweifellos GUTES getan (wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum). Dafür gebührt ihm ...oder besser: damit verdient er Respekt.
    Wenn der anonyme und bettelarme Tagelöhner aus Bangladesh eine seiner beiden Nieren an eine Organhandelsfirma verkauft (passiert tatsächlich) dann hat auch er GUTES im Sinn. Mit dem dafür gezahlten Geld (wenig genug) kann er seine Familie wieder eine gewisse Zeit durchbringen. Den Empfänger seines Organs kennt er nicht (interessiert ihn wahrscheinlich auch nicht).
    Verdient der dann auch gleichzeitig den selben Respekt wie der Herr Steinmeier? Ist das eigentlich überhaupt eine Organ"spende"?

    Noch einen Schritt weiter. Jetzt wird's noch philosophischer (vielleicht sogar spirituell). Kann es etwas GUTES sein, wenn man einen noch lebenden (bestenfalls im Sterbeprozess befindlichen) Menschen ausschlachtet -und damit endgültig tötet-, um seine lebendig gehaltenen Organe in ihm völlig fremde Menschen zu verpflanzen?
    Es gibt zahlreiche Berichte von Angehörigen der Spender/Opfer, aber auch von (zunächst dankbaren) Organempfängern, die anschließend fast unerträgliche "seelische, nein, sagen wir neutraler -und somit auch ignorant und atheistisch: unerklärliche psychische Probleme" mit dieser Vorgehensweise hatten und haben.
    Das hat auch nichts (oder nicht in allen Fällen) mit biochemischen Abstoßungsreaktionen und posttraumatischen Störungen zu tun. Hier geht's um die andere Ebene, die, von der die naturwissenschaftlich argumentierenden Transplantationsmediziner niemals sprechen, oder sprechen dürfen (jedenfalls nicht öffentlich).
    GUTES tun ... natürlich, fragt sich eben nur ...?
    ..und du scheinst die andere Ebene ja ausführlich studiert zu haben und zu kennen.....Gott auf Erden?...welche Anmaßung..oder auch nur Anmutung?...es ist halt eine Frage des Glaubens..das mit der Seele..aber die wird ja auch schon seit Jahrtausenden seitens der Kirchen vermarktet....

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    Tut mir ja leid, aber die ganze Sache ist eben vielschichtig und kompliziert. Die Kirche spielt dabei aber keine herausragende Rolle, jedenfalls nicht, dass ich wüsste. Aber was weiß ich schon?

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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    ...Davor muss man schon alleine deshalb keine Angst haben, weil die "Entnahme" grundsätzlich in Vollnarkose stattfindet....
    Da habe ich aber mal was völlig anderes gelesen - ich glaube in einem Spiegel-Artikel - nämlich, dass grundsätzlich ohne Narkose oder Betäubung entnommen wird. Macht ja auch keinen Sinn, denn wer bereits hirntod ist, kann ja wohl auch keinen Schmerz mehr empfinden.
    Im Umkehrschluss bin ich dann wieder bei Dir: Ich nehme an, wenn doch narkotisiert würde, wären sich die Ärzte nicht sicher einen Hirntoten vor sich zu haben...

    Gruß
    Hagen

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    "Die vorgeschlagenen Summen klingen nicht nach Entschädigung, sondern nach Verkauf. Und eine Spende ist etwas Unentgeltliches oder zumindest beinahe. Beim DRK gibt es ja fürs Blutspenden auch einen Imbiss hinterher und hin und wieder kleine Präsente. Ich bin mir nicht sicher, ob Gier (des Spenders oder der Hinterbliebenen) der Anreiz sein sollte."

    Jetzt bin ich aktuellem Anlaß wieder bei den finanziellen Aspekten. Blut wurde offensichtlich ohne Skrupel bei den damaligen Machthabern der "DDR" gekauft. Die Spender im eigenen Land erhielten halbe Brötchen und eine Anstecknadel, alles andere wäre ja "ethisch" nicht zu vertreten. Ein bis heute völlig abstruse Gedankenwelt, die offensichtlich allmählich auch den Blut- und Organspendern auffällt. In diesem Geschäft verdienen fast alle Beteiligten, bis auf den Spender.

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    Zitat Zitat von Q-Einsteiger Beitrag anzeigen
    Da habe ich aber mal was völlig anderes gelesen - ich glaube in einem Spiegel-Artikel - nämlich, dass grundsätzlich ohne Narkose oder Betäubung entnommen wird. Macht ja auch keinen Sinn, denn wer bereits hirntod ist, kann ja wohl auch keinen Schmerz mehr empfinden.
    Im Umkehrschluss bin ich dann wieder bei Dir: Ich nehme an, wenn doch narkotisiert würde, wären sich die Ärzte nicht sicher einen Hirntoten vor sich zu haben...

    Gruß
    Hagen
    Das sollte man nicht durcheinander bringen. Die "finale" Diagnose erfolgt nach genau festgelegten Kriterien (bevor die Narkose eingeleitet wird und ohne jegliche Beeinflussung durch eventuell "verfälschende" Medikamente, theoretisch jedenfalls).
    Die eigentliche Entnahme ähnelt dann (rein praktisch) einer Obduktion. Mit dem kleinen aber entscheidenden Unterschied: Der "Patient" wehrt sich dagegen, bzw. würde sich u.U unkontrolliert dagegen wehren, wenn man ihn während der Aktion nicht narkotisieren würde.
    Denn: Er ist ja (zu Beginn der Aktion jedenfalls) noch nicht tot.
    Sorry, streichen wir den letzten Satz. Juristisch bzw. theoretisch natürlich schon, nur eben praktisch nicht.
    Wer möchte, kann sich auch darüber im Netz ausführlich informieren.
    So, ich für meinen Teil habe hier meinen Standpunkt zu diesem Thema deutlich gemacht. Das soll's dann auch gewesen sein. Einen Aspekt allerdings (da kann sich jeder Interessierte aber gefälligst selber schlau machen) wäre dann noch die Haltbarkeit bzw. Funktionsdauer (oder die Funktionsfähigkeit überhaupt) von transplantierten Organen. Dabei aber dann auch bitte darauf achten, wer (welche Organisation) diese Informationen bzw. Statistiken veröffentlicht.
    Eben im Radio gehört: Die DSO beklagt sich darüber, dass sich im ganzen letzten Jahr nur etwas mehr als 800 Spender (bundesweit) gemeldet haben. Da scheinen ja tatsächlich erhebliche Vorbehalte in der Bevölkerung zu existieren. Woran könnte das liegen? Einfach nur diffuse Ängste? ... oder doch Schwarmintelligenz? ... oder einfach nur nackter Egoismus (wie hier schon unterstellt wurde).


    Ergänzung:http://www.linus-geisler.de/art2010/...der-regel.html

    Wobei anzumerken ist, der Verfasser -http://www.linus-geisler.de/autor/autor.html- ist nicht IRGENDJEMAND oder irgendein esoterischer oder geltungssüchtiger Spinner, sondern ein seit Jahrzehnten anerkannter Internist und Medizin-Ethiker sowie Autor zahlreicher Lehr,-und Fachbücher.

  10. Registriert seit
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    Lasst uns doch mal eine Moral-Debatte führen.

    1. Wenn ein Nichtmotorradfahrer gegenüber einem Motorradfahrer seiner Ansicht Ausdruck verleihen möchte, dass er Motorradfahren für eine lebensgefährliche Sache hält, dann nennt er ihn verächtlich "Organspender". Verächtlich, nicht bewundernd. Offenbar ist ein Organspenderausweis in der Tasche kein Garant dafür, dass die Bevölkerung ihre Vorbehalte gegenüber uns verliert.

    2. Derzeit warten rund 11.000 Leute in .de auf ein Spenderorgan. Es kommen aber im Jahr nur 600 Motorradfahrer bundesweit ums Leben. Das wären fünf Prozent. Doch sicherlich eignet sich nicht jeder verunfallte Motorradfahrer zum Ausweiden, bleiben also vielleicht die Hälfte, also 2,5 Prozent. Das reißt's irgendwie auch nicht raus.

    3. Im Transplantationsgewerbe machen alle möglichen Beteiligten richtig fett Profit. Und der Patient bekommt sein neues Organ. Der einzige, der keinen Vorteil hat, ist der Spender. Der Vergleich mit der freiwilligen Blutspende hinkt, denn da wirken oft auch viele freiwillige Helfer mit, die auch nix verdienen.

    4. Um als Spender in Frage zu kommen, muss man im hirntoten Zustand von einer Maschine am Leben gehalten werden. Viele Leute wollen genau das nicht und schließen es explizit in Patientenverfügungen aus. Das beißt sich aber mit einer Organspende.

    5. ich kann nicht sehen, weshalb es für einen Motorradfahrer eine besondere moralische Verpflichtung gibt, Organe zu spenden. Brauchen wir selbst überdurchschnittlich häufig welche?

    So, und jetzt ihr.


 
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