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Organspenderausweis .. als Biker ein Muss

Erstellt von Spark, 08.01.2014, 13:08 Uhr · 178 Antworten · 10.228 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    "Pro Tag sterben in Deutschland 3 Menschen weil notwendige Spenderorgane nicht zur Verfügung stehen."
    Wenn man diese Zahl, ca. 1100/Jahr in Relation zu 4000 Verkehrstoten, 3000 Tote durch Passivrauchen, 7900 Tote durch häusliche Unfälle oder 7800 Tote bei Freizeitunfällen sieht, stellt sich die Frage warum gerade die nicht ausreichende Versorgung mit Spenderorganen derart im öffentlichem Interesse steht und als gravierendes Problem dargestellt wird. Meine Antwort dazu lasse ich mal offen.
    Sicher ist der Einzelfall tragisch, aber das Bewusstsein, daß der Mensch nicht ewig lebt scheint irgendwie abhanden gekommen zu sein.

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    Zitat Zitat von Henryt Beitrag anzeigen
    stellt sich die Frage warum gerade die nicht ausreichende Versorgung mit Spenderorganen derart im öffentlichem Interesse steht und als gravierendes Problem dargestellt wird. Meine Antwort dazu lasse ich mal offen.
    Tut sie das? Ich denke nicht.

    Zitat Zitat von Henryt Beitrag anzeigen
    Sicher ist der Einzelfall tragisch, aber das Bewusstsein, daß der Mensch nicht ewig lebt scheint irgendwie abhanden gekommen zu sein.
    Ist das so? Und du bist wie alt, dass dir ein ggf. vermeidbarer Tod keinerlei Sorgen macht?

  3. Registriert seit
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    In den Tagesthemen gab es gestern Abend dazu ja auch einen Bericht. Die dort genannten Zahlen kann ich aber nicht so ganz in Zusammenhang bringen, vielleicht kann mich da ja mal jemand aufklären.

    Hier der Bericht Zahl der Organspenden auf Rekordtief | tagesschau.de (Video gucken)

    Es wurde gesagt, dass im letzten Jahr nur 876 ein Organ zur Verfügung gestellt haben aber 11000 Menschen (in D?) auf ein neues Organ hoffen.
    Ebenfalls wurde aber gesagt, dass nur(!) jeder vierte einen Organspendeausweis besitzt. Würde das nicht bedeuten, dass wenn 100% einen Ausweis hätten, dann statt 876 eben 4x so viele Organe, nämlich 3500 verfügbar wären? Und somit immer noch weit weniger als die benötigten 11000?
    Klar ist 3500 besser als 876 aber eben immer noch nicht auch nur in der Nähe des Bedarfs. Also ist doch das Grundproblem ein anderes als die Spendenbereitschaft der Bevölkerung – oder wo ist da mein Denkfehler?

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    Zitat Zitat von FrankS Beitrag anzeigen
    In den Tagesthemen gab es gestern Abend dazu ja auch einen Bericht. Die dort genannten Zahlen kann ich aber nicht so ganz in Zusammenhang bringen, vielleicht kann mich da ja mal jemand aufklären.

    Hier der Bericht Zahl der Organspenden auf Rekordtief | tagesschau.de (Video gucken)

    Es wurde gesagt, dass im letzten Jahr nur 876 ein Organ zur Verfügung gestellt haben aber 11000 Menschen (in D?) auf ein neues Organ hoffen.
    Ebenfalls wurde aber gesagt, dass nur(!) jeder vierte einen Organspendeausweis besitzt. Würde das nicht bedeuten, dass wenn 100% einen Ausweis hätten, dann statt 876 eben 4x so viele Organe, nämlich 3500 verfügbar wären? Und somit immer noch weit weniger als die benötigten 11000?
    Klar ist 3500 besser als 876 aber eben immer noch nicht auch nur in der Nähe des Bedarfs. Also ist doch das Grundproblem ein anderes als die Spendenbereitschaft der Bevölkerung – oder wo ist da mein Denkfehler?
    Die Grundprobleme!(Plural) Aber das hatten wir ja schon. Kein Denkfehler, aber ... -mal ganz abgesehen davon, dass momentan eine (emotional verbrämte Kampagne) von der DSO initiiert wird-, gibt es ja auch noch Eurotransplant. Das ist ein Klub (nach wissenschaftlicher Definition) und keinesfalls eine multinationale, staatliche Organisation. DIE verteilen die Organe (nach einem sehr komplizierten und ebenfalls nicht unumstrittenen Schlüsselsystem). Da ist es keinesfalls garantiert, dass eine deutsche Leber bei einem deutschen Patienten landet (oder eine österreichische in Österreich)...etc. Auch erklärte Nichtspender können (müssen sogar, nach deren Kriterien) ein Organ erhalten.
    Da liegt auch (zum Teil) die Ursache für die erwiesene Manipulation von Empfängerdaten durch einige Transplantationszentren (deren Interesse an transplantationsfähigen Organen ist auch nicht immer ganz unabhängig von wirtschaftlichen Überlegungen) .
    Diese propagierten 3 Toten pro Tag in Deutschland (jeder Einzelfall ist da unstrittig eine Tragödie) sterben aber letztendlich an einer schweren und unheilbaren Krankheit. Die sterben nicht deshalb, weil viele deutsche Motorradfahrer keinen Organspendeausweis der DSO haben.

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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Die sterben nicht deshalb, weil viele deutsche Motorradfahrer keinen Organspendeausweis der DSO haben.
    Sorry wenn das ein wenig vom vorliegenden Engagement abweicht. Da hätten wir dann einen Ansatz bezüglich der Bedrohung, Überbevölkerung, oder einen Schutz der zukünftig sowieso Chancenlosen, wenn auch nur mit sehr kleinem Hebel.

  6. Registriert seit
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    Zitat Zitat von FrankS Beitrag anzeigen
    In den Tagesthemen gab es gestern Abend dazu ja auch einen Bericht. Die dort genannten Zahlen kann ich aber nicht so ganz in Zusammenhang bringen, vielleicht kann mich da ja mal jemand aufklären.

    Hier der Bericht Zahl der Organspenden auf Rekordtief | tagesschau.de (Video gucken)

    Es wurde gesagt, dass im letzten Jahr nur 876 ein Organ zur Verfügung gestellt haben aber 11000 Menschen (in D?) auf ein neues Organ hoffen.
    Ebenfalls wurde aber gesagt, dass nur(!) jeder vierte einen Organspendeausweis besitzt. Würde das nicht bedeuten, dass wenn 100% einen Ausweis hätten, dann statt 876 eben 4x so viele Organe, nämlich 3500 verfügbar wären? Und somit immer noch weit weniger als die benötigten 11000?
    Klar ist 3500 besser als 876 aber eben immer noch nicht auch nur in der Nähe des Bedarfs. Also ist doch das Grundproblem ein anderes als die Spendenbereitschaft der Bevölkerung – oder wo ist da mein Denkfehler?
    Es wurde auch gesagt, dass die Dinger alle bis ins kleinste Detail passen müssen und - wenn ich das richtig verstanden habe - der Organspender nachweislich einen "organunschädlichen" Tod gestorben sein muß. Ein Organspender muß also in irgendeiner Weise koscher zu seinem Status gekommen sein.

  7. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Diesel Beitrag anzeigen
    Es wurde auch gesagt, dass die Dinger alle bis ins kleinste Detail passen müssen und - wenn ich das richtig verstanden habe - der Organspender nachweislich einen "organunschädlichen" Tod gestorben sein muß. Ein Organspender muß also in irgendeiner Weise koscher zu seinem Status gekommen sein.
    Ich kann ja eigentlich nicht anders als zynisch (muss ein Charakterfehler sein), bei dir bin ich mir da aber nicht so sicher. Aber egal, zu deinem Verständnis: So sehr genau (wie früher) müssen die "Dinger" heutzutage nicht mehr passen. Da hat die Pharmaindustrie nämlich ein Geschäftsfeld erschlossen (sie tun natürlich auch viel Gutes, sagt man). Fremdorgane werden zwar immer abgestoßen, diese Abstoßungsreaktion kann man aber inzwischen ganz gut eindämmen (medikamentös). Irgendwann (da gibt es unterschiedliche Bewertungen und Statistiken) ist aber Schluss, dann funktioniert das Fremdorgan nicht mehr. Dann ist es endlich und endgültig tot.
    Der Spender allerdings (hatten wir aber schon) ist keinesfalls eines organunschädlichen Todes gestorben, das wäre ein Widerspruch in sich. Ein Organspender ist nämlich (rein organisch, also körperlich) immer und unbedingt lebendig (muss er schlicht und einfach, das gehört zu seinem Status). Juristisch betrachtet (ist ja immer ganz wichtig) ist er allerdings tot (sollte er jedenfalls). Sonst wäre eine Explantation nämlich Mord (vorsätzlich,heimtückisch, aus niederen Beweggründen etc.). Da nicht sein kann, was nicht sein darf ...ist er also gleichzeitig lebendig und tot. Fast so wie Schrödingers Katze. Klingt kompliziert, ist es auch.

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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Diese propagierten 3 Toten pro Tag in Deutschland (jeder Einzelfall ist da unstrittig eine Tragödie) sterben aber letztendlich an einer schweren und unheilbaren Krankheit. Die sterben nicht deshalb, weil viele deutsche Motorradfahrer keinen Organspendeausweis der DSO haben.
    Unheilbar krank sind die möglichen Empfänger nicht - mit neuem Organ haben einige eine "normale" Lebenserwartung.

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    Zitat Zitat von Michael68 Beitrag anzeigen
    Unheilbar krank sind die möglichen Empfänger nicht - mit neuem Organ haben einige eine "normale" Lebenserwartung.
    Kommt darauf an, wie alt (aber auch wie krank) der Empfänger zum Zeitpunkt der Implantation ist. Viele transplantierte Organe (es gibt da erstaunlich unterschiedliche Statistiken, deshalb möchte hier auch keine Zahlen als Argument verwenden) halten nur wenige Jahre durch. Dann braucht der Empfänger wieder ein neues/frisches Organ. Viele oder "einige" Organe (wieder ohne Zahlen) funktionieren (leider) auch überhaupt nicht.
    Die Medizin macht aber ständig Fortschritte, vielleicht sieht es in einigen Jahren deutlich besser aus (gezüchtete oder künstliche Organe). An der Hirntodproblematik kommt man aber bis dahin nicht vorbei.

  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Ich kann ja eigentlich nicht anders als zynisch (muss ein Charakterfehler sein), bei dir bin ich mir da aber nicht so sicher. Aber egal, zu deinem Verständnis: So sehr genau (wie früher) müssen die "Dinger" heutzutage nicht mehr passen. Da hat die Pharmaindustrie nämlich ein Geschäftsfeld erschlossen (sie tun natürlich auch viel Gutes, sagt man). Fremdorgane werden zwar immer abgestoßen, diese Abstoßungsreaktion kann man aber inzwischen ganz gut eindämmen (medikamentös). Irgendwann (da gibt es unterschiedliche Bewertungen und Statistiken) ist aber Schluss, dann funktioniert das Fremdorgan nicht mehr. Dann ist es endlich und endgültig tot.
    Der Spender allerdings (hatten wir aber schon) ist keinesfalls eines organunschädlichen Todes gestorben, das wäre ein Widerspruch in sich. Ein Organspender ist nämlich (rein organisch, also körperlich) immer und unbedingt lebendig (muss er schlicht und einfach, das gehört zu seinem Status). Juristisch betrachtet (ist ja immer ganz wichtig) ist er allerdings tot (sollte er jedenfalls). Sonst wäre eine Explantation nämlich Mord (vorsätzlich,heimtückisch, aus niederen Beweggründen etc.). Da nicht sein kann, was nicht sein darf ...ist er also gleichzeitig lebendig und tot. Fast so wie Schrödingers Katze. Klingt kompliziert, ist es auch.
    Wichtiges Wort, dieses "eigentlich"!

    Die beiden Enden unseres Lebens haben geholfen irrwitzige Vermögen anzuhäufen. Jetzt ist der Zwischenraum dran.


 
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