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Pegida

Erstellt von MWH, 30.12.2014, 10:38 Uhr · 1.134 Antworten · 69.568 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Naja, 15.000 vielleicht auch 25.000 in Dresden. 40.000 ist die übliche Propaganda-Übertreibung

    Berlin 4000 zu 400 gegen Pegida
    Leipzig 30.000 zu 2500 gegen Pegida Danke nach Sachsen
    München 20.000 gege Pegida Danke nach Bayern
    London XXXX Danke nach England

    Es macht Hoffnung, dass überall, bis auf Dresden, die Gegendemonstranten an Zahl deutlich (10:1 und mehr) überlegen sind.

    Pegida ist nicht das Volk und auch nicht Charlie.

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    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Es macht Hoffnung, dass überall, bis auf Dresden, die Gegendemonstranten an Zahl deutlich (10:1 und mehr) überlegen sind.
    Pegida ist nicht das Volk und auch nicht Charlie.
    sind wir froh, dass das geklärt ist und zumindest Dein Weltbild wieder grade gerückt.
    Du bist auch nicht das Volk und auch nicht Charlie

  3. Registriert seit
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    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Du hast scheinbar ein Problem, Linksliberalismus ist legal.
    Ja, und die Einstellungen rechts davon auch, selbst das bloße Neon.azi-Dasein ist es. Aber das wird wohl in deine Spandauer Rübe nicht reingehen.
    Ein Problem habe ich tatsächlich mit radikalen Einstellungen auf beiden Seiten und hier speziell mit deiner unbegründeten Besserwisserei.

  4. Registriert seit
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    Ich bin auch nicht Charlie. Diese leute wollen keine Solaridarität und kein Mitgefühl.

    20 Minuten - «Wir kotzen auf all unsere neuen Freunde» - News

  5. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Capricorn Beitrag anzeigen
    Ich bin auch nicht Charlie. Diese leute wollen keine Solaridarität und kein Mitgefühl.

    20 Minuten - «Wir kotzen auf all unsere neuen Freunde» - News
    Ist ja auch langsam peinlich, wer alles damit herumwedelt. Selbst bei mir am Rathaus klebt so ein Zettel und mein Bezirksbürgermeister war betroffen und fassungslos. Betroffenheit ist ja immer das große Wort bei solchen traurigen Anlässen - was für eine hohle Floskel.

  6. Registriert seit
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    Der gute Holtrop hat eins nicht begriffen:

    Die Leute gehen nicht auf die Straße, weil sie nun plötzlich alle Karikaturen oder Ansichten von Charlie Hebdo gut finden.

    Die Leute gehen auf die Straße, weil sie wollen, dass Charlie Hebdo das machen kann, was sie machen.


    Diese intellektuell nicht vorhandene Trennschärfe und das permante Vermengen von Dingen, macht eine Sachdebatte ausserordentlich schwierig.
    Heikle Themen, die allerdings auch diskutiert werden müssen, werden so stets zum Pulverfass.

  7. Registriert seit
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    Recht hat er aber auch. Bei Fratzebuch auf eine Schaltfläche klicken oder sich "Je suis Charlie" ausdrucken und über den Schreibtisch hängen sind schon wahnsinnig mutige Gesten - Hut ab. Die allermeisten beweisen hier lächerlichen Gratismut - und "in" ist es auch gerade. Erinnert mich so ein bisschen an andere Modeerscheinungen wie die Ice-Bucket-Challenge.

  8. Registriert seit
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    Und?

    Der Umstand, dass da auch Trittbrettfahrer ohne wirkliche Haltung dabei sind, macht doch die echte Solidarität nicht weniger wertvoll. Maximal zahlenmäßig geringer. Wer maßt sich nun an, die Motivationspolizei zu spielen?

    Gilt im Übrigen vergleichbar auch für Pegida Teilnehmer.

  9. Registriert seit
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    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Wer maßt sich nun an, die Motivationspolizei zu spielen?
    Die Linken und besonders die liberale Mitte.
    Auch das ist blinder Aktionismus ohne einen Gedanken an die Folgen zu verschwenden.
    Ohne das große Ganze zu betrachten ist es völlig naiv "Charlie" zu tönen, denn Politik sollte nicht von völlig Ahnungslosen der FB-Generation beeinflusst werden.
    Kommen wir aber auch noch drauf (wenn es zu spät ist).

  10. Registriert seit
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    2010 hat Ralph Giordano diesen Brief zu Thema "Der Islam gehört zu Deutschland" an den damaligen Bundespräsidenten C.Wulff geschickt, der Brief sagt alles und ist für heute noch bezeichnender!!


    Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
    "Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das ist unsere christlich-jüdische Geschichte, aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland".
    Dieser Satz in Ihrer Rede vom 3. Oktober anlässlich des 20. Gedenktags der Wiedervereinigung offenbart in seiner Pauschalität eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit und verfrühte Harmonisierung grundverschieder Systeme, dass es einem die Sprache verschlagen will.
    Ich maße mir nicht an, Ihnen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen zu wollen, aber hier wird eine blauäugige Gleichsetzung des realexistierenden Islam mit einem EU-konformen Wunsch-Islam so sichtbar, dass energischer Widerspruch eingelegt werden muss. Denn der politische und militante Islam ist nicht integrierbar, aber auch der "allgemeine" jenseits davon ist noch problematisch genug.
    Ist er doch bisher auf die Frage, ob er vereinbar sei mit Meinungsvielfalt, Gleichstellung der Frau, Pluralismus, Trennung von Staat und Religion, kurz, mit Demokratie, jede überzeugende Anwort schuldig geblieben. Eine dunkle Wolke, die am Himmel des 21. Jahrhunderts schwebt, und von der auch die Bundesrepublik Deutschland durch eine total verfehlte Immigrationspolitik unmittelbar berührt wird.
    Hier stoßen in der Tat zwei grundverschiedene Kulturkreise aufeinander, und das in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Einmal der judäo-christliche, in dem sich nach finstersten Geschichtsepochen mit Renaissance, Aufklärung, bürgerlichen Revolutionen und ihrer Fortschreibung das liberale Muster durchgesetzt hat, ein gewaltiger Sprung nach vorn.
    Dann der andere, der islamische Kulturkreis, der nach zivilisatorischen Glanzzeiten, die das Abendland nur beschämen konnten, bei aller inneren Differenzierung dennoch bis heute eine gemeinsame patriarchalisch-archaische Stagnation zu verzeichnen hat: gehorsamsorientiert, säkularitätsfern, auf Ungleichheit der Geschlechter, elterliche Kontrolle und fraglose Anerkennung von religiösen Autoritäten fixiert.
    Es ist der Zusammenstoß zwischen einer persönliche Freiheiten tief einengenden, traditions- und religionsbestimmten Kultur, und einer anderen, nach langen Irrwegen individualistisch geprägten, vorwiegend christlichen und doch säkularen Gesellschaft.
    In dieser Auseinandersetzung türmen sich riesige Hemmnisse, und es sind Muslime selbst, die auf sie hinweisen. So der große türkische Schriftsteller Zafer Senocak, der das Seziermesser an der wundesten Stelle ansetzt: "Kaum ein islamischer Geistlicher, geschweige denn ein frommer Laie ist willens und in der Lage, das Kernproblem in der Denkstruktur des eigenen Glaubens zu sehen. Sie sind nicht bereit zur kritischen Analyse der eigenen Tradition, zu einer schonungslosen Gegenüberstellung ihres Glaubens mit der Lebenswirklichkeit in der modernen Gesellschaft."
    Oder der unerschrockene Abbas Baydoun, langjähriger Feuilletonchef der libanesischen Tageszeitung "As-Safir", der sich auf das ähnlich gefährliche Gebiet tabuloser Selbstkritik begibt: "Bei uns suchen viele nach Ausreden, nicht in den Spiegel zu schauen, um uns den Anblick eines fürchterlichen Gesichts zu ersparen, des Gesichts eines anderen Islam, des Islam der Isolation und der willkürlichen Gewalt, der nach und nach die Oberhand gewinnt und bald, während wir dem Höhepunkt der Verblendung zusteuern, unser tatsächliches Gesicht sein wird."
    Unfähigkeit der islamischen Welt zur Selbstreflexion
    Was, Herr Bundespräsident, sind Salman Rushdies "Satanische Verse" gegen diese Beschwörungen? Hier machen Muslime Schluss damit, die Verantwortlichkeit für die eigenen, selbstverursachten Übel und Mssstände an "Europa", den "Großen Satan USA" oder den "Kleinen Satan Israel" zu delegieren. Hier prangern Muslime die Unfähigkeit der islamischen Welt zur Selbstreflexion an, hier wird die eigene Elite als der wahre Verursacher der Krise beim Namen genannt. Und dabei ausgesprochen, was auszusprechen kein Nichtmuslim je wagen würde: Nicht die Migration, der Islam ist das Problem!
    Ein riesiger, revolutionsüberreifer Teil der Menschheit, die "Umma", also die gesamte Gemeinschaft der Muslime, so differenziert sie auch in sich ist, droht an ihrer eigenen kultur- und religionsbedingten Rückständigkeit und Unbeweglichkeit zu ersticken. Ein gleichsam dröhnendes Ausrufezeichen dazu: die gespenstische Talmiwelt der Öl-Billionäre am Golf, das Fettauge auf der Bodenlosigkeit eines geld- und goldstrotzenden Zynismus – "Das kann nicht gutgehen," so Orham Pamuk.
    Aber auch in Deutschland, sehr geehrter Herr Bundespräsident, gibt es muslimische Stimmen, die Ihrer Einbringung des islamischen Kulturkreises in den judäo-christlichen skeptisch gegenüberstehen.
    So etwa die iranische Theologin Hamideh Mohaghegni, die warnte, "dass die innerislamischen Klärungen auf dem Wege zu einem Euro-Islam noch zwanzig bis dreißig Jahren in Anspruch nehmen werden, und es auch dann immer noch fraglich sei, ob der sich hier durchsetzen oder dem traditionellen Islam unterliegen wird."
    Pauschalumarmer und Sozialromantiker
    Eine andere Stimme, die dazu aufruft, der Meinung des Volkes Beachtung zu schenken und muslimischen Verbands- und Moscheevereinsfunktionären kritisch gegenüber zu treten, ist die von Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz: "Ich finde es verständlich, wenn Menschen, die keineswegs der rechten Szene zugehören, Angst vor Islamisierung haben." Und weiter: "Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben."
    Das all den Pauschalumarmern, xenophilen Einäugigen, Sozialromantikern, Gutmenschen vom Dienst und Beschwichtigungsaposteln ins Stammbuch, deren Kuschelpädagogik auch nach Thilo Sarazzin noch so tut, als ob es sich um eine multikulturelle-Idylle handelt, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden könnte.
    Keine Missverständnisse, sehr geehrter Herr Bundesrepräsident: Es bleibt die Ehre der Nation, jeden Zuwanderer, Fremden oder Ausländer gegen die Pest des Rassismus und seine Komplizen zu schützen. Gleichzeitig aber ist es bürgerliche Pflicht, sich gegen Tendenzen, Sitten, Gebräuche und Traditionen aus der türkisch-arabischen Minderheit zu wehren, die jenseits von Lippenbekenntnissen den freiheitlichen Errungenschaften der demokratischen Republik und ihrem Verfassungsstaat ablehnend bis feindlich gegenüberstehen.
    Die entscheidenden Integrationshemmnisse kommen aus der muslimischen Minderheit selbst, auch wenn man davon ausgehen kann, dass ihre Mehrheit friedliebend ist. Es bleibt jedoch verstörend, wie rasch in der Welt des Islam riesige Protestaktionen organisiert werden können, sobald Muslime sich angegriffen oder beleidigt fühlen.
    Wie stumm es aber in den hiesigen Verbänden und Moscheevereinen bleibt, wenn, zum Beispiel, in der türkischen Stadt Malatya drei Mitarbeiter eines Bibelverlags massakriert, Nonnen in Somalia erschossen und in Pakistan Christen wegen Verstoßes gegen das "Blasphämiegesetz" in Todeszellen gehalten werden, wo sie auf ihre Exekution warten. Eisernes Schweigen ...
    Das Migrations/Integrationsproblem erfordert aber eine ebenso furchtlose wie kritische Sprache.
    Wo sind wir denn, dass wir uns fürchten, zu Ausländer- und Fremdenfeinden gestempelt zu werden, wenn wir uns zu eigenen Wertvorstellungen bekennen? Wo sind wir denn, dass wir uns scheuen müssen, eine paternalistische Kultur, in der das Individuum nichts, die Familie und Glaubensgemeinschaft aber alles ist, integrationsfeindlich zu nennen? Was ist denn falsch an der Feststellung, dass in ungezählten Fällen der Zuwanderung der Anreiz nicht Arbeit gewesen ist, sondern die Lockungen der bundesdeutschen Sozialkasse?
    "Wer die Demokratie angreift, hat mich am Hals!"
    "Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland" – wirklich? Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es nicht unbedrohlich ist, daran Zweifel zu äußern – ich weiß, wovon ich rede. Der Islam kennt die kritische Methode nicht. Deshalb wird Kritik stets mit Beleidigung gleichgesetzt. Was nicht heißt, dass es keine kritischen Muslime gibt. Meinen Beitrag führe ich an ihrer Seite, mit so tapferen Frauen wie Necla Kelek, Seytan Ates, Minah Ahda, Ayyan Hirsi Ali - und allen anderen friedlichen Muslima und Muslimen auf der Welt.
    Noch ein Postscriptum zu meinem eigenen Antrieb: Als Überlebender des ......... kenne ich den Unterschied zwischen ......deutschland und der Bundesrepublik. Ihre Demokratie ist mir heilig, denn nur in ihr fühle ich mich sicher. Deshalb: Wer sie antastet, hat mich am Hals, ob nun Moslem, Christ oder Atheist.
    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Ralph Giordano