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Physik

Erstellt von gs2005, 08.12.2010, 15:09 Uhr · 7 Antworten · 804 Aufrufe

  1. gs2005 Gast

    Standard Physik

    #1
    Das außenthermometer meldet -4 Grad und laut Internet stimmt das auch.

    Es regnet seit ungefähr 1 Stunde so richtig nasses Zeugs von oben
    Der Nachbar rutscht auf allen vieren zu seinem Auto und probiert krampfhaft einzusteigen bzw. die Karre aufzubekommen.


    Keine Chance die Kiste ist von einem Eispanzer überzogen und unser ganzes kleines Städtchen in Osthessen ist zum erliegen gekommen.
    Nicht mal die StreueFahrzeuge fahren

    Die Straßen bedeckt ne dicke Eisplatte.
    Selbst der Hund will rein weil er nicht vorrankommt

    Müsste das nasse da nicht in Form von Schnee von oben kommen bei diesen Temperaturen oder hab ich da in Physik nicht aufgepasst ?

  2. Registriert seit
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    #2
    Ich weiß ja nicht ob ich damit richtig liege, aber vermutlich sind die höheren Luftmassen zu warm, also kommts als Wasser unten an.
    Vor etlichen Jahren hatten wir dieses Schauspiel hier an Heiligabend, da ging auch gar nichts mehr, alles in einem festen Eispanzer, da gabs dann auch nicht einmal mehr Kochsalz zu kaufen.

  3. Registriert seit
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    #3
    Ser's,

    nach meinen bescheidenen Kenntnisse, kommt Schnee nur dann, wenn es in ausreichender Höhe kalt genug ist.

    Wenn es oben warm ist, dann bildet sich dort Regen. Fällt der runter und hat es unten nicht ausreichend Minus aber der Boden und die Gegenstände sind kalt, dann gefriert der Regen und es entsteht der Eispanzer.

    Besonders gefürchtet bei Autofahrern als sogenanntes "Blizeis". Dieses bildet sich auch, wenn dieLuft mehr als 0 Grad hat, der Boden aber unter NUll (nach einer Kälteperiode zB).

    liebe Grüße

    Wolfgang

  4. Registriert seit
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    #4
    Zitat Zitat von gs2005 Beitrag anzeigen
    ....
    Müsste das nasse da nicht in Form von Schnee von oben kommen bei diesen Temperaturen oder hab ich da in Physik nicht aufgepasst ?

    moin gordon,

    lass dir nix einreden ..
    du hast einfach nicht aufgepasst in füsick

  5. Registriert seit
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    #5
    tja, kleine Örtchen in Osthessen! Da geschehen Dinge, für die es nicht wirklich eine Erklärung gibt.
    Menschen auf allen Vieren, Hunde die reinwollen, rieseige Eisplatten - was für ein Film ;-)

  6. Registriert seit
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    #6
    Darüber haben wir uns auch erst unterhalten.
    Da war doch was in Füsick.....
    Es gibt 100 ° heisses Wasser und 100° heissen Dampf.
    Dazwischen liegen 98 Kcal Energiebedarf um aus 100 Grad Wasser 100 Grad heissen Dampf zu machen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserdampf

    Auf der anderen Seite gibt es 0° kaltes Wasser und 0° kaltes Eis.
    Differenz? Weiss ich nicht, ob es da auch eine gibt...

    Und dann war da noch was von ANOMALIE Osthessens oder so....

  7. Registriert seit
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    #7
    ...ich glaube das liegt an der Wupptizität der Erde im Bereich Osthessens

  8. TomTom-Biker Gast

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    #8
    Soweit meine Kenntnisse nach langer Beendigung des zurück liegenden Schuldramas noch ausreichend sind, ist Schnee nicht einfach nur gefrorenes Wasser. Damit Schnee ensteht müssen gewisse Bedingungen vorliegen. Zum einen muß die Temperatur stimmen (genügend kalt aber auch nicht zu sehr), die Druckverhältnisse am Enstehungsort oben müssen passen (ganz weit oben) und es müssen ausreichend Kondensationskeime (Staub oder Ruß) vorhanden sein an den sich die Eiskristalle anlagern können. Sind zuwenig Kondensationskeime und zuviel Wasser (Wasserdamf) da, lagern sich die Eiskristalle zu Klumpen zusammen ohne die Struktur von Schnee zu bilden. Was dann runter kommt ist Hagel. Die hagelkörner müssen dabei natürlich dann so groß sein, daß sie unten auch als Körner ankommen und unterwegs nicht schmelzen. Das wäre dann wieder nur regen.

    Bei Eisregen (Temperatur der Regentropfen über Null oder nahe Null Grad, oben ist es dann halt wärmer = Inversionswetterlage) regnet es zunächst. Der Kontakt mit dem kühleren Boden führt dann zu sofortigem Frieren und Eis. Und da das praktisch schlagartig passiert, spricht man hier auch von Blitzeis.
    Ich denke, daß wir momentan tasächlich eine Inversionswetterlage haben. Warme Luft am Alpenrand schiebt sich über die kalte Luft am Boden z. B. in Mittelhessen. Und da diese auch Feuchtigkeit mitbringt, die Luft jedoch jetzt abkühlt kondensiert sie und es fängt an zu regnen. Der Boden ist allerdings noch oder schon wieder auf Winter eingestellt und es gefriert.

    Weiter nördlich ist es wieder weniger kritisch, da die Warmluft zum einen nicht bis dorthin kommt und wenn doch, dann hat sie schon einen Großteil ihrer Energie (Wasserdampf) abgegeben hat. Ja und im Süden ist es einfach zu warm, dort regnet es halt nur.

    Ob das wissenschaftlich alles richtig ist sei mal dahingestellt, aber es klingt zumindest irgendwie logisch.

    @Raubritter:
    die Energie die im 0 grad kalten Eis steckt ist die Verdampfungswärme, also die Energie, die ich reinstecken muß (Linde machts möglich) um aus 0 Grad Wasser 0 Grad Eis zu machen (auch nur soweit ich mich noch erinnere). Da war doch noch was mit Salz und Eis und Wasser mit Temperatur unter Null Grad?

    Alles sehr nebulös. Dennoch aufpassen (Unwetterzentrale.de)

    Gruß Thomas