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PKW Gebrauchtkauf - Vertragsrecht - Experten gefragt

Erstellt von börndy, 11.11.2012, 08:45 Uhr · 30 Antworten · 2.277 Aufrufe

  1. Registriert seit
    09.04.2010
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    822

    Standard PKW Gebrauchtkauf - Vertragsrecht - Experten gefragt

    #1
    Moin Leute.
    Ich möchte mal an das gesammelte Forumswissen herantreten und habe folgende Situation:

    PKW Bj.'05 vor 2 Tagen beim Händler als Unfallfrei gekauft.
    Gestern durch einen Fachmann festgestellt, das das Fzg einen erheblichen Unfallschaden gehabt haben muss.
    Der Längsträger vorn ist immer noch sichtbar verbogen.
    Spaltmaße deuten auf einen schiefen Vorderwagen hin.
    Zubehörscheinwerfer ohne Markenemblem.
    Motorhaube flattert wärend der Fahrt. Haubenschloss/Schlossträger defekt.
    Weitere "Kleinigkeiten" beweisen, das Teile ausgetauscht wurden.
    Weiterhin ist wohl ein Lenkrad montiert, das nicht zur Comfortline Ausstattung gehört.

    Das Fahrzeug soll jetzt zurück gegeben werden, was ja oft bei Händlern (kein Vertragswerkstatt) auf Wiederstand stößt.
    Kann mir hier jemand Tipps zur Vorgehensweise geben?
    Kennt sich jemand mit der Rechtlichen Seite aus, damit man den Händler gleich mal darauf hinweisen kann?
    Das ganze ist im weiteren Familienkreis passiert. Das Mädel wollte unbedingt und gleich und das Auto war ja so schön .......

    Ich nehme jeden Hinweis dankend an.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hast du eine Frist im Vertrag (z.B.14 Tage) in der du vom Kauf zurücktreten kannst?
    Sollte bei eim guten Autohaus mit drin stehen.

  3. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #3
    Im Forum wird ja bei fast jedem Furz nach einem Anwalt gerufen. Hier ist er wirklich angebracht. Und der erledigt das ganze dann für Dich, professionell.

    Nach Deinen Schilderungen eigentlich ein klarer Sachverhalt. Einen Kaufvertrag mit der Aussage unfallfrei hast Du ja wohl, oder?

    Gruß Thomas

  4. Registriert seit
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    5.233

    Standard

    #4
    Zitat Zitat von bastl-wastl Beitrag anzeigen
    Hast du eine Frist im Vertrag (z.B.14 Tage) in der du vom Kauf zurücktreten kannst?
    Sollte bei eim guten Autohaus mit drin stehen.
    dies trift ja nur zu, wenn du ohne - technische - Gründe vom Vertrag zurück treten willst,
    Dies wäre aber hier sicher das einfachste,
    hier geht es aber darum, ein Fahrzeug zurückzugegeben, welches eine zugesicherte Eigenschaft - "Unfallfrei" - nicht hat.

  5. Registriert seit
    09.04.2010
    Beiträge
    822

    Standard

    #5
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Im Forum wird ja bei fast jedem Furz nach einem Anwalt gerufen. Hier ist er wirklich angebracht. Und der erledigt das ganze dann für Dich, professionell.

    Nach Deinen Schilderungen eigentlich ein klarer Sachverhalt. Einen Kaufvertrag mit der Aussage unfallfrei hast Du ja wohl, oder?

    Gruß Thomas
    Im Kaufvertrag steht nichts von Vorschäden oder Unfallfrei. Die Zeile wurde leer gelassen.
    Allerdings liegt der Ausdruck der I-Net-Anzeige vor in der ausdrücklich Unfallfrei steht.

  6. jonnyy-xp Gast

    Standard

    #6
    Ärgerlich das ganze.

    Geh doch zunächst einmal (unverzüglich!) auf den Händler zu und konfontiere ihn (sachlich) mit der Situation. Vielleicht brauchts gar keinen Anwalt und er ist einsichtig und nimmt den Wagen zurück. Die Beweise (Auto, Kaufvertrag & Gegengutachten mitnehmen). Solltest du allerdings auf Widerstand stoßen rate ich dir zu einem Fachanwalt für Vertragsrecht.
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    ... Und der erledigt das ganze dann für Dich, professionell.
    Plöt wirds, wenn der Händler sagt: "... der Schaden war beim Verkauf/Übergabe noch nicht vorhanden." Ist mir jetzt schon 2x passiert und hoffentlich keine neue Masche.

    PS: Wenn nichts im KV angegeben ist, kannst du davon ausgehen, dass das Auto unfallfrei ist. Erhebliche Vorschäden (zB. ein verzogener Längsträger) müssen im KV angegeben werden. Die sog. "Invitatio ad offerendum" (Preisschild) ist zwar kein Beweis für die Unfallfreiheit, da üblicherweise "Irrtümer" vorbehalten sind, hier würde das Gesamtpaket aus Anzeige und KV dafür sprechen, dass ein Käufer tatsächlich von einem unfallfreien Pkw ausgehen kann.

    Ist das einigenmaßen korrekt so Di@k? ... Diiiiii@@@@@k!

  7. Registriert seit
    02.10.2007
    Beiträge
    10.725

    Standard Ab zum Anwalt

    #7
    das ganze stinkt nach arglistiger Täuschung und wenn der Händler schlau ist, wickelt er den Kaufvertrag zügig zurück ab. Kosten für Anwalt incl.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von börndy Beitrag anzeigen
    Im Kaufvertrag steht nichts von Vorschäden oder Unfallfrei. Die Zeile wurde leer gelassen.
    Allerdings liegt der Ausdruck der I-Net-Anzeige vor in der ausdrücklich Unfallfrei steht.
    Das ist eine Zusicherung im rechtlichen Sinne. Wenn eine Zusicherung nicht eingehalten wird, reicht das schon zum Rücktritt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Du riefst mich ...
    Zitat Zitat von jonnyy-xp Beitrag anzeigen
    Ärgerlich das ganze.

    Geh doch zunächst einmal (unverzüglich!) auf den Händler zu und konfontiere ihn (sachlich) mit der Situation. Vielleicht brauchts gar keinen Anwalt und er ist einsichtig und nimmt den Wagen zurück. Die Beweise (Auto, Kaufvertrag & Gegengutachten mitnehmen). Solltest du allerdings auf Widerstand stoßen rate ich dir zu einem Fachanwalt für Vertragsrecht.

    Sag ich doch !!

    Plöt wirds, wenn der Händler sagt: "... der Schaden war beim Verkauf/Übergabe noch nicht vorhanden." Ist mir jetzt schon 2x passiert und hoffentlich keine neue Masche.

    Nach zwei Tagen ? Eher sinnloser Einwand des Händlers...jedenfalls bei dem hier geschilderten Sachverhalt !

    PS: Wenn nichts im KV angegeben ist, kannst du davon ausgehen, dass das Auto unfallfrei ist. Nein
    Erhebliche Vorschäden (zB. ein verzogener Längsträger) müssen im KV angegeben werden JA, das sind dann offenbarungspflichtige Mängel.
    Die sog. "Invitatio ad offerendum" Einladung zum Angebot des Kaufes (Preisschild) ist zwar kein Beweis für die Unfallfreiheit, da üblicherweise "Irrtümer" vorbehalten sind, hier würde das Gesamtpaket aus Anzeige und KV dafür sprechen, dass ein Käufer tatsächlich von einem unfallfreien Pkw ausgehen kann. Siehe eher die I-netanzeige..

    Ist das einigermaßen korrekt so Di@k? ... Diiiiii@@@@@k!

  8. Registriert seit
    23.07.2009
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    Standard

    #8
    Zitat Zitat von ChiemgauQtreiber Beitrag anzeigen
    dies trift ja nur zu, wenn du ohne - technische - Gründe vom Vertrag zurück treten willst,
    Dies wäre aber hier sicher das einfachste,
    hier geht es aber darum, ein Fahrzeug zurückzugegeben, welches eine zugesicherte Eigenschaft - "Unfallfrei" - nicht hat.
    Eben.Wenn diese Frist drin steht,stellt er die Kiste wieder auf den Hof und hat keinen Ärger mit Beweislast seinerseits.Wäre das einfachste.Da der Kauf ja erst 2 Tage her ist.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Zitat Zitat von bastl-wastl Beitrag anzeigen
    Eben.Wenn diese Frist drin steht,stellt er die Kiste wieder auf den Hof und hat keinen Ärger mit Beweislast seinerseits.Wäre das einfachste.Da der Kauf ja erst 2 Tage her ist.
    ganz ehrlich... Ich hab noch keinen Kaufvertrag bei einem Händler gesehen, der ein 14 tägiges Rücktrittsrecht gehabt hätte.
    Da wird vielfach ein Gerücht (Rechtsirrtum) übernommen, welches sich aus dem Rücktrittsrecht beim Fernabsatz - oder Haustürgeschäft ergibt.

    Um es nochmal klar auszudrücken : Kommt es zu einem Gebrauchtwagen oder Neukauf über das Internet und wird der Kaufvertrag online abgschlossen, dann gilt die Rücktrittsklausel.
    Auch bei vermittelten Finanzierungen kann so etwas eingreifen.

  10. Registriert seit
    23.07.2009
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    2.850

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    ganz ehrlich... Ich hab noch keinen Kaufvertrag bei einem Händler gesehen, der ein 14 tägiges Rücktrittsrecht gehabt hätte.
    Da wird vielfach ein Gerücht (Rechtsirrtum) übernommen, welches sich aus dem Rücktrittsrecht beim Fernabsatz - oder Haustürgeschäft ergibt.
    Also das im Fernabsatzgesetzt steht sowas drin.Da sind 14 Tage Rücktrittsrecht per Gesetzt abgesichert.
    Bei den anderen Verträgen ist das durchaus üblich.


 
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