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PKW Gebrauchtkauf - Vertragsrecht - Experten gefragt

Erstellt von börndy, 11.11.2012, 08:45 Uhr · 30 Antworten · 2.274 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Wenn es ganz doof läuft dann hat der Händler das Fahrzeug nur im Kundenauftrag verkauft und ist somit nur der Vermittler !
    Das ist ein alter Hut und die Masche wird gerade bei Unfallfahrzeugen oder sonstigen die nicht ganz koscher sind gerne angewendet .
    Natürlich kommt der eigentliche Verkäufer aus dem Libanon oder sonst wo her und der hat die Kohle / bzw. den Kaufpreis natürlich
    sofort zur Familie nach Damaskus geschickt . Ich drücke euch ganz fest die Daumen das es nicht so ist !!!!

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    #12
    Zitat Zitat von Bandeskunzler Beitrag anzeigen
    Wenn es ganz doof läuft dann hat der Händler das Fahrzeug nur im Kundenauftrag verkauft und ist somit nur der Vermittler !
    Das ist ein alter Hut und die Masche wird gerade bei Unfallfahrzeugen oder sonstigen die nicht ganz koscher sind gerne angewendet .
    Natürlich kommt der eigentliche Verkäufer aus dem Libanon oder sonst wo her und der hat die Kohle / bzw. den Kaufpreis natürlich
    sofort zur Familie nach Damaskus geschickt . Ich drücke euch ganz fest die Daumen das es nicht so ist !!!!

    DAS könnte aber auch für den Vermittler uU unangenehm werden...
    Stichwort : Umgehungsgeschäft (sowas ist allerdings schwer darzulegen und zu beweisen..)

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    #13
    Nun der Vermittler hat natürlich von nix gewusst und im guten Glauben gehandelt das alles ok ist . Wenn es denn noch so ein
    Fähnchenhändler ist dann ist meistens eh nichts zu holen . Da wird ein neuer Inhaber eingesetzt weil der alte ganz plötzlich erkrankt ist
    und ganz dringend in die Heimat musste ......

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    #14
    wo nix is, hat der Kaiser sein Recht verloren......

    Drücken wir dem TO bzw dessen Verwandten mal die Daumen !

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    #15
    Haben wir gerade durch. Siehe Neues Kälbchen

    Du hast so viele Möglichkeiten, dass Du Dir eine aussuchen kannst. Ich würde allerdings ganz schnell den Vertrag anfechten. Arglistige Täuschung. Anfechtung hat zur Folge, das der Vertrag nichtig ist. Das heißt beide Seiten werden so gestellt, als hätte es den Vertrag nie gegeben, sprich, Du bekommst auch alle Kosten erstattet.

    Aus §123 Abs.2 ergibt sich auch, das es Dir wurst egal sein kann ob der Händler das Geschäft in Vertretung für jemanden im Libanon übernommen hat.

    " 2) Hat ein Dritter die Täuschung verübt, so ist eine Erklärung, die einem anderen gegenüber abzugeben war, nur dann anfechtbar, wenn dieser die Täuschung kannte oder kennen musste. Soweit ein anderer als derjenige, welchem gegenüber die Erklärung abzugeben war, aus der Erklärung unmittelbar ein Recht erworben hat, ist die Erklärung ihm gegenüber anfechtbar, wenn er die Täuschung kannte oder kennen musste."

    Bei einem Händler ist dann die Aussage "kannte oder kennen musste" die entscheidende, der Händler kann sich auf Nichtwissen nicht herausreden, Sorgfaltspflichten. §§86 Abs. 3 bzw. 347 Abs. HGB.

    Schreiben:
    Anfechtung des Vertrags wegen Arglistiger Täuschung (unfallfreiheit laut der Anzeige),
    Frist setzten das Fahrzeug gegen Kaufpreis- und Kostenerstattung (Gutachten, Ummeldung etc.) bei Dir abzuholen (7 Tage) sonst wird nach Fristablauf abgemeldet und kostenpflichtig untergestellt
    die Prüfung einer Betrugsanzeige ankündigen
    die Auferlegung von Schadensersatz (Ausfallgeld, Ersatzbeschaffung) androhen

    Das ganze per Gerichtsvollzieher zu stellen lassen. Die Zustellung per Gerichtsvollzieher hat den Vorteil, der Gerichtsvollzieher nimmt vom Inhalt des Schreibens vor der Zustellung Kenntnis. Sprich da gibt es später vor einem eventuellen Gerichtstermin kein Rausreden (habe ich nicht erhalten, war nur nen weißes Blatt drin).

    Der Gerichtsvollzieher kostet um 20€, das sollte man schon investieren.

    Und damit geht es meist ziemlich fix. Spar Zeit und Nerven.

    Wenn das nicht funzt, Anwalt.

  6. Registriert seit
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    Standard Ist wohl

    #16
    das Kind auch noch so klein, so kann es dennoch Bote sein !!

    Um mal nicht alles zu kommentieren, soll wenigstens gesagt sein, dass die Zustellung mit Gerichtsvollzieher die teuerste Art der ZU ist. Jemanden das Schreiben lesen lassen, eintüten lassen und dann in den Briefkasten werfen lassen bzw. in die Hand drücken lassen ist weitaus billiger, mit weniger Umstand verbunden und genau so gut.

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    #17
    Man sollt da Schreiben aber besser mit einem Zeugen (kein Verwandter) übergeben.
    Sonst hat er es nämlich auch nicht bekommen. Aussage gegen Aussage.

  8. Registriert seit
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    #18
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    das Kind auch noch so klein, so kann es dennoch Bote sein !!

    Um mal nicht alles zu kommentieren, soll wenigstens gesagt sein, dass die Zustellung mit Gerichtsvollzieher die teuerste Art der ZU ist. Jemanden das Schreiben lesen lassen, eintüten lassen und dann in den Briefkasten werfen lassen bzw. in die Hand drücken lassen ist weitaus billiger, mit weniger Umstand verbunden und genau so gut.
    Ja kllar, man kann sich bei einer ggf anstehenden Klage über ein paar 1000€ und damit vor dem Landgericht und Vertretungszwang die 20€ sparen und dann ggf Beweisfragen und Ähnliches und wenn der Richter schlechte Laune hat, usw.

    Über die Sinnhaftigkeit einer solchen Vorgehensweise (GEIZ IST GEIL) braucht man angesichts des Streitwertes wohl nicht zu diskutieren.

    Es fehlt nur noch der Vorschlag, das Ding per Einwurf-Einschreiben zuzustellen, weil das kostet etwa 2,50€.

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    #19
    Vielen Dank euch allen für eure Meinungen/Anmerkungen.
    Ich gebe das mal so weiter.
    Falls noch weitere Meinungen dazu sind - immer gerne her damit.

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von Brother-uwe Beitrag anzeigen
    Man sollt da Schreiben aber besser mit einem Zeugen (kein Verwandter) übergeben.
    Sonst hat er es nämlich auch nicht bekommen. Aussage gegen Aussage.
    Ich schrub -->" lassen ", das impliziert, dass es der Kläger nicht selber macht

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Ja kllar, man kann sich bei einer ggf anstehenden Klage über ein paar 1000€ und damit vor dem Landgericht und Vertretungszwang die 20€ sparen und dann ggf Beweisfragen und Ähnliches und wenn der Richter schlechte Laune hat, usw.

    Über die Sinnhaftigkeit einer solchen Vorgehensweise (GEIZ IST GEIL) braucht man angesichts des Streitwertes wohl nicht zu diskutieren.

    Es fehlt nur noch der Vorschlag, das Ding per Einwurf-Einschreiben zuzustellen, weil das kostet etwa 2,50€.
    Sorry C-Treiber aber ich denke da hilft manchmal jeder Cent. Nicht jeder hat ne Rechtsschutzversicherung. Und für einige Menschen sind 20 € viel Geld.
    Prozeßkostenhilfe für ne Zustellung zu beantragen dürfte eher blöd sein.

    Wenn Du mir allerdings Sinnlosigkeit meiner Vorschläge unterstellst, dann disqualifizierst Du Dich schon durch den Ton Deines Statements.
    Sowas verbitte ich mir schlicht.

    Glaub mir, ich weiß was ich tue bzw empfehle. Hier ging es um Selbstinitiative durch Laien.
    Sogar ich fahre manchmal mit empfangsbedürftigen Willenserklärungen selber rum und werfe sie ein bzw übergebe sie selber.
    Einen besseren Zustellungsnachweis und günstiger wirst Du nicht finden.


 
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