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Positives Urteil für Schneller-als-erlaubt-Fahrer

Erstellt von Zörnie, 22.04.2014, 14:53 Uhr · 39 Antworten · 2.436 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    die Ausfahrt eines Supermarktparkplatzes ist mMn eine Grundstücksausfahrt wie die eines jeden anderen Anliegers einer Straße und somit komplett nicht, nullkommanix mit irgendwelchen Vorfahrtsrechten ausgestattet. Insofern fahre ich als Moppedfahrer so umsichtig es mir möglich ist, um einen Unfall zu verhindern, das ist doch logisch und das streitet doch auch keiner ab. Ich glaube, ich bin der einzige, der vorsichtig an den Parkplätzen am Feldberg Richtung Rotes Kreuz vorbei fährt, weil da ständig einer manövriert, seinen Arsch, Kinderwagen, Fahrrad oder was weiß ich noch alles auf die Straße schiebt, aber das Urteil ist doch komplett richtig und nachvollziehbar. Es entbindet einen aber natürlich nicht vom Grundsatz, beim Aufsteigen auf das Mopped das Hirn eingeschaltet zu lassen

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    #32
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Steffen, du raffst auch etwas nicht. ...
    ich denke die meisten hier wären mit dir einer meinung, wenn es darum ginge zu beurteilen, ob der überholvorgang eine schlaue idee war.
    und das war er nicht.

    nichtsdestotrotz geht es hier um die rechtliche beurteilung, wer gegen bestehende regeln verstoßen hat, so dass der unfall passierte und das war eben der einbiegende autofahrer.

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    #33
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    @vierventilboxer

    Ich verstehe Deine Argumentation definitiv nicht. Vielleicht solltest Du noch mal ein paar Stunden in der Fahrschule nehmen, Du scheinst da einiges vergessen zu haben.

    Wer seine 4 Wände verläßt und sich fortbewegt ist Gefahren ausgesetzt, das war schon vor Millionen Jahren so und hat sich bis heute nicht geändert. Während Du Dich früher vor Raubtieren in acht nehmen mußtest, waren es später Pferdefuhrwerke oder Wegelagerer. Heut sind es die motorisierten und unmotorisierten Mitmenschen, auf die Du achten musst.

    Es ist nun ein Mal so, dass Du Dich motorisiert mit einer Geschwindigkeit fort bewegst, die für Dein Reaktionsvermögen und Deine Wahrnehmung zu groß ist. (Versuch mal schneller als 30km/h zu laufen, auf die Fortbewegung mit dieser Geschwindigkeit sind Deine Wahrnehmung und Deine Reaktion ausgelegt).
    Ich muss in die Fahrschule weil ich genau das ausgesagt habe was du, nur in in anderen Worten verpackt, hier mir versuchst zu erklären.
    Muss ich jetzt aber nicht verstehen, oder?

    Gesetze bestehen um damit allgemeingültig für alle Sicherheit zu gewährleisten.
    Und was sage ich? Genau, nichts anderes!
    Dabei gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und will Leute dazu bringen auch die Fehler anderer zu erwarten bzw. auf sie zu reagieren, damit eben nichts passiert selbst wenn einer einen Fehler macht. Nicht immer ist es vermeidbar aber oft.
    Mir ist viel wichtiger zu vermeiden dass es zu einer Gerichtsverhandlung/zu einem Urteil kommt als das was das Urteil beinhaltet.
    Schaden vermeiden, nicht ihn im Nachhinein (im Namen des Volkes) regulieren.

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    #34
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Ich muss in die Fahrschule weil ich genau das ausgesagt habe was du, nur in in anderen Worten verpackt, hier mir versuchst zu erklären.
    Muss ich jetzt aber nicht verstehen, oder?

    Gesetzte bestehen um damit allgemeingültig für alle Sicherheit zu gewährleisten.
    Und was sage ich? Genau, nichts anderes!
    Dabei gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und will Leute dazu bringen auch die Fehler anderer zu erwarten bzw. auf sie zu reagieren, damit eben nichts passiert selbst wenn einer einen Fehler macht. Nicht immer ist es vermeidbar aber oft.
    Mir ist viel wichtiger zu vermeiden dass es zu einer Gerichtsverhandlung/zu einem Urteil kommt als das was das Urteil beinhaltet.
    Schaden vermeiden, nicht ihn im Nachhinein (im Namen des Volkes) regulieren.
    das ist ja alles löblich, schön, richtig und gut. Kommt es aber trotzdem zu einem Unfall und man streitet sich, gibt es eben ein Urteil und in diesem Falle sogar ein komplett nachvollziehbar richtiges.

    Wie gesagt, ich habe auch immer schön die Augen auf und alle Antennen draussen, um mein Risiko so klein es geht zu halten, wenn man da bei meiner Fahrweise von sprechen kann. Aber so konnte ich schon sehr viel verhindern

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    #35
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Ich muss in die Fahrschule weil ich genau das ausgesagt habe was du, nur in in anderen Worten verpackt, hier mir versuchst zu erklären.
    Muss ich jetzt aber nicht verstehen, oder?

    Gesetzte bestehen um damit allgemeingültig für alle Sicherheit zu gewährleisten.
    Und was sage ich? Genau, nichts anderes!
    Dabei gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und will Leute dazu bringen auch die Fehler anderer zu erwarten bzw. auf sie zu reagieren, damit eben nichts passiert selbst wenn einer einen Fehler macht. Nicht immer ist es vermeidbar aber oft.
    Mir ist viel wichtiger zu vermeiden dass es zu einer Gerichtsverhandlung/zu einem Urteil kommt als das was das Urteil beinhaltet.
    Schaden vermeiden, nicht ihn im Nachhinein (im Namen des Volkes) regulieren.
    Das sagst Du aber nicht. Wie ich ausgeführte habe, musst Du Dich nicht als Hellseher betätigen. Deine ganzen Konstruktion laufen darauf hinaus, das ich jederzeit damit rechnen muss und darauf vorbereitet sein muss, das andere Verkehrsteilnehmer sich vollständige Idioten und nicht berechenbar verhalten. Na, vielen Dank. Folgt man Deiner Argumentation weiter, dann bin ich schuld oder teilschuld, wenn ich das nicht tue. Ich muss mich bis zu einem bestimmten Grad darauf verlassen, dass die anderen auch die Regeln beherrschen und beachten.

    Wenn Du Letzteres nicht tust, bist Du hier in Berlin, gerade auf den mehrspurigen Straßen, nach 10km am Rande eines Nervenzusammenbruchs und zwar zu jeder beliebigen Tageszeit.

    Deine Ausführungen lesen sich für mich jedoch so, als würdest Du der Meinung sein, der Motorradfahrer wäre mitschuld, nur weil er überholt hat. Und dem ist definitiv nicht so (nicht erst seit dem Urteil, aber schön das es das bestätigt hat). Vor dem Hintergrund erscheinen mir Deine Konstruktionen jedoch so, als würdest Du verschiedene, sehr grundlegende, Regeln vergessen, bzw. neu interpretiert haben.

    Wie -Larsi- schrieb, ob das Überholen eine schlaue Idee war, kann man im Nachhinein sicher diskutieren. Aber genau das hat das Gericht ja festgestellt, der Motorradfahrer MUSSTE nicht damit rechnen, das sein Verhalten diese Konsequnezen haben könnte und zwar in dem Augenblick in dem er den Überholvorgang beschlossen hat. Urteile in Deinen Fällen würden wahrscheinlich auf das selbe hinauslaufen.

    Der durchschnittliche, objektive Erfahrungshorizont dürfte bei der Urteilsfindung genauso eine Rolle gespielt haben, wie der angenommene ideale Fahrer.

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    #36
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Dabei gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und will Leute dazu bringen auch die Fehler anderer zu erwarten bzw. auf sie zu reagieren, damit eben nichts passiert selbst wenn einer einen Fehler macht. Nicht immer ist es vermeidbar aber oft.
    Mir ist viel wichtiger zu vermeiden dass es zu einer Gerichtsverhandlung/zu einem Urteil kommt als das was das Urteil beinhaltet.
    Schaden vermeiden, nicht ihn im Nachhinein (im Namen des Volkes) regulieren.
    Wie du es mit der hiergestellten Einstellung jemals aus deiner Haustür geschafft hast ist mir echt ein Rätsel.

    Wieso willst du Menschen dazu bringen, Fehler anderer Verkehrsteilnehmer zu erwarten? Das ist krank! Und führt im Straßenverkehr zu nichts gutem.
    Ich gehe trotz auch gegenteiliger Erfahrungen davon aus, dass die meisten Teilnehmer sich an die Regeln halten, weil sie vernunftbegabt und rücksichtsvoll sind und vor allem wie ich auch heil nach Hause wollen. Diese positive Einstellung hindert mich aber nicht daran, aufmerksam zu sein und auch mit Fehlern anderer zu rechnen - so wie andere auch mal mit Fehlern meinerseits rechnen müssen.

    Grüße
    Steffen

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    #37
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Das sagst Du aber nicht.
    Kannst du dir das nicht denken oder willst du es nur nicht verstehen?

    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Wie ich ausgeführte habe, musst Du Dich nicht als Hellseher betätigen. Deine ganzen Konstruktion laufen darauf hinaus, das ich jederzeit damit rechnen muss und darauf vorbereitet sein muss, das andere Verkehrsteilnehmer sich vollständige Idioten und nicht berechenbar verhalten. Na, vielen Dank.
    Nein, nicht Hellseher sein - das geht faktisch nicht. Sich aber in andere hineindenken oder evtl. auftretende Verkehrsteilnehmer erwarten obwohl sie noch nicht im Blickfeld erschienen sind, das geht.
    Ja, im Prinzip ist es so dass ich den worst case durchdenke und mich so gut wie irgend möglich mental darauf vorbereite. Dabei unterstelle ich niemanden dass er grundlegend ein völliger Idiot ist, er sich aber evtl. unberechenbar verhält. Dabei wäge ich ab was die wohl wahrscheinlichste Reaktion ist, einerseits wie er sich selbst verhalten wird und auch wie er auf mich reagiert sobald er mich bemerkt.
    Schon mal beobachtet wie ein Schläfer auf einmal hell wach wird und abrupt aufs Gas latscht wenn du ihn mit 200 km/h überholst, in der vagen Hoffnung er könne dir folgen - weil er sich angestachelt fühlt?

    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Folgt man Deiner Argumentation weiter, dann bin ich schuld oder teilschuld, wenn ich das nicht tue. Ich muss mich bis zu einem bestimmten Grad darauf verlassen, dass die anderen auch die Regeln beherrschen und beachten.

    Wenn Du Letzteres nicht tust, bist Du hier in Berlin, gerade auf den mehrspurigen Straßen, nach 10km am Rande eines Nervenzusammenbruchs und zwar zu jeder beliebigen Tageszeit.

    Deine Ausführungen lesen sich für mich jedoch so, als würdest Du der Meinung sein, der Motorradfahrer wäre mitschuld, nur weil er überholt hat. Und dem ist definitiv nicht so (nicht erst seit dem Urteil, aber schön das es das bestätigt hat). Vor dem Hintergrund erscheinen mir Deine Konstruktionen jedoch so, als würdest Du verschiedene, sehr grundlegende, Regeln vergessen, bzw. neu interpretiert haben.
    Mir geht es nicht um Schuld, zumindest nicht primär. Mir geht es um die eigene Sicherheit und infolge dessen auch um die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. Die eigene Schuldfrage kann oder muss ich mir bzw. anderen erst stellen wenn es zum Unfall gekommen ist. Dieser Crash hätte sehr wohl mit Leichtigkeit verhindert werden können. Es hätte lediglich einer dieser Tagträumer sein Hirn einschalten müssen. Das war aus meiner Sicht eine absolute Standardsituation wie sie auf meinen Wegen tagtäglich passiert oder passieren kann. Bei so etwas bin ich dem Nervenzusammenbruch meilenweit entfernt, das treibt mir nicht mal mehr (oder nur kaum) den Puls in die Höhe. Der Kradler war Ü30, der PKWler (ich weiß es nicht) vermutlich deutlich jenseits dessen. Wenn man es in dem Alter nicht drauf hat, wann dann?

    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Wie -Larsi- schrieb, ob das Überholen eine schlaue Idee war, kann man im Nachhinein sicher diskutieren. Aber genau das hat das Gericht ja festgestellt, der Motorradfahrer MUSSTE nicht damit rechnen, das sein Verhalten diese Konsequnezen haben könnte und zwar in dem Augenblick in dem er den Überholvorgang beschlossen hat. Urteile in Deinen Fällen würden wahrscheinlich auf das selbe hinauslaufen.

    Der durchschnittliche, objektive Erfahrungshorizont dürfte bei der Urteilsfindung genauso eine Rolle gespielt haben, wie der angenommene ideale Fahrer.
    Der eigenen, objektiven Einschätzung nach bin ich selbst vom Status "idealer Fahrer" weit entfernt - zumindest dachte ich das bisher, der Gesetzgeber scheint wohl aber die Messlatte deutlich niedriger angelegt zu haben. Sei es so... deckt sich zumindest mit meinen Erfahrungen was einen Durchschnittsfahrer anbelangt.
    Wie ein Urteil in meinem Fall ausfallen würde rechne ich mir nicht aus, denn ich hoffe dass es nie dazu kommen wird, bzw. tue aktiv etwas dagegen sofern möglich.
    Überholen war an dieser Stelle zu den gegebenen Umständen eine äußerst dämliche Idee. Ich hoffe dass der Kradler dies auch so sieht und in Zukunft nicht nur dort sondern auch an ähnlichen Stellen unter ähnlichen Voraussetzungen mehr Vorsicht walten lässt.
    Anders kann es ihm passieren dass ein solcher Unfall nicht so "glimpflich" ausgeht. Der Schaden sollte eigentlich so drastisch gewesen sein dass er ihn zum Umdenken bewegt.


    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Wie du es mit der hiergestellten Einstellung jemals aus deiner Haustür geschafft hast ist mir echt ein Rätsel.
    Wieso willst du Menschen dazu bringen, Fehler anderer Verkehrsteilnehmer zu erwarten? Das ist krank! Und führt im Straßenverkehr zu nichts gutem.
    Krank? Findest du? Nun, ich habe es bisher unversehrt um die halbe Welt geschafft, so grundlegend verkehrt kann meine Einstellung zum Leben wohl nicht sein wenn ich die Dinge auch aus einem anderen Blickwinkel betrachte als aus dem eigenen.

    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Ich gehe trotz auch gegenteiliger Erfahrungen davon aus, dass die meisten Teilnehmer sich an die Regeln halten, weil sie vernunftbegabt und rücksichtsvoll sind und vor allem wie ich auch heil nach Hause wollen. Diese positive Einstellung hindert mich aber nicht daran, aufmerksam zu sein und auch mit Fehlern anderer zu rechnen - so wie andere auch mal mit Fehlern meinerseits rechnen müssen.

    Grüße
    Steffen
    Man muss nicht in allen anderen einen Feind sehen, das tue ich auch nicht, aber sehr wohl sehe ich potenzielle Fehlerquellen. Fehler sind menschlich, man muss sie verzeihen können - oft genug - sofern man überhaupt noch die Möglichkeit dazu hat.
    Vielleicht hat deine allzu positive Einschätzung anderer dazu geführt dass sie dich (mehrfach) vom Bock geholt haben. Ich weiß es nicht weil ich nicht dabei war, es ist mir aber auch insofern egal weil ich aus deinen Erfahrungen nichts lernen kann weil die genauen Umstände nicht erläutert wurden. Anhand der schmalen Infos stufe ich dies aber auch als Standardsituationen ein.

    Für mich ist immer noch unverständlich, warum ich mit Erwachsenen (im meist gesetzten Alter) nach Jahren hier im GS-Forum überhaupt noch solche Diskussionen führe. Sie müssten es mit ihrem Erfahrungsschatz eigentlich schon längst viel besser wissen, besonders die Alteingesessenen.

    Vorfahrtsverletzungen innerhalb geschlossener Ortschaften sind ein alter Hut. Wenn nun einer antanzt der beim Überholvorgang mit einem entgegenkommenden PKW kollidiert ist und mit Forderungen bis vor das OLG zieht und gewinnt, dann ist das schon etwas strange. Die Doku über seinen Werdegang bis zur Rente würde mich interessieren - sofern er sie überhaupt erlebt. Lernt er nichts aus dem Vorfall sehe ich dahingehend schwarz. Wer weiß schon ob er das nächste mal genauso viel Glück hat und nicht doch im Kühlergrill eines LKW landet. Wenn der Fahrer ihn übersieht ist mit großer Wahrscheinlichkeit Schicht im Schacht, da kann er Recht haben oder bekommen so viel er will. Jedem das seine - mein Ding wäre es nicht.

  8. Registriert seit
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    #38
    Du verstehst anscheinend nicht, dass hier keiner der Meinung ist, dass Deine Art, sich im Straßenverkehr zu bewegen, zu versuchen, möglichst antizipativ gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen, die falsche Weise ist. Im Gegenteil. Es geht lediglich darum, dass hier ein Urteil gesprochen wurde, was analog der Gesetzeslage einfach richtig ist und es ist in keinster Weise ein Signal an alle Bekloppten der Welt, künftig ihr Hirn ausgeschaltet zu lassen, wenn Sie ein Kfz bewegen

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    #39
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Ich gebe mal 3 andere fiktive Beispiele um meine Sichtweise darzulegen:

    Fall 1: Der Unfall-PKW-Lenker kommt nicht von links, sondern zieht vor dem zu überholenden Auto von rechts kommend rechts raus. Der Kradler sieht ihn zu spät und donnert ihm fast ungebremst ins Heck.
    Fall 2: Der Kradler bemerkt beim Überholen zu spät dass er noch während des Überholvorgangs einen Zebrastreifen passiert. Der vor ihm fahrende PKW geht erst nur zögerlich vom Gas und bremst erst während der Kradler an ihm vorbeizieht. Von rechts betritt ein Kind die Straße....
    Fall 3: Der vor ihm fahrende PKW zieht ohne Blinken nach links weil er in den Supermarktplatz einbiegen will.
    Fall 4: Der Unfallfahrer ist nicht ein 60...80-jähriger (Früh)Rentner dem es nicht eilt, sondern ich. Zum Ausfahren aus einem Supermarktparkplatz brauche ich nicht 15 Sekunden sondern nur 7...8 Sekunden inkl. Beschleunigung auf 50 km/h. In dem Moment bin ich auch nach der Argumentation des Gerichts Vorfahrtberechtigter und der Kradler schlägt mit (sagen wir mal) 70 km/h frontal in die Schnauze meines SUV. Voraussetzung in dem Fall natürlich ich sehe ihn nicht (was unter normalen Zuständen unmöglich ist) bzw. will ihn nicht sehen.
    Fall 5: Besagter Autofahrer fährt auf besagter Strasse vor dir. Der Autofahrer bremst plötzlich stark ab, weil er rechts einen der wenigen freien Parkplätze erspäht hat. ( alternativ dazu steht er schon und setzt zum Einparken an) Die Gegenfahrbahn ist frei....in Fall a) ziehst du rüber, machst ihm mit Handzeichen klar wie toll du seine Fahrweise findest und willst gerade auf die rechte Fahrspur zurückschwenken als unvermittelt der Renault vor dir steht. Im Fall b) gleiches Szenario ohne Handzeichen.
    Nach deiner Argumentation hättest du in Fall a) eine Vollbremsung hinlegen müssen ( wer hält schon in der Stadt 25m Sicherheitsabstand, Crash?) und/oder lässt dich auf das Risiko ein, von nachfolgender Schnarchnase auf den vor dir stehenden aufgeschoben zu werden.
    Im Fall b) du wartest bis besagter Autofahrer in 7 Versuchen eingeparkt hat während dich der nachfolgende Verkehr mit einem Kopfschütteln überholt.
    Mal ehrlich....diese Verhaltensregeln sind weder von der StVO vorgeschrieben noch praktikabel. Also überholst du....die Gegenfahrbahn ist ja frei ... und du schaust gerade Vorschriftmässig über die Schulter, als besagter Renault vor dir steht. Nach deiner Auffassung trifft dich jetzt 100% Schuld OBWOHL du dich völlig korrekt verhalten hast. Oder möchtest du mit zweierlei Masstäben messen? Einmal hat der Vorfahrtmissachtende schuld, das andere mal nicht?

    Ich glaube du hast den entscheidenden Punkt überlesen.....die Fahrt des Renault war nach 6m zu Ende. 6m bedeutet das der Kollege gerade mal mit vollem Fahrzeugumfang auf der Strasse steht. Weiterhin stand irgendwo in dem Schreiben, das der Unfall auch bei 50km/h nicht zu vermeiden gewesen wäre. Im Klartext....der Renaultfahrer ist schwungvoll in den Fließenden Verkehr eingebogen ohne zu schauen...und wenn ich mich mal so an meine Fahrschulzeit zurück erinnere - Schulterblick, Blick nach rechts, noch mal Schulterblick und dann erst fahren.

    Zu deinem Fall 4) und du schaffst es innerhalb von 6m auf Tempo 50? Wohl kaum....die von dir dabei zurück gelegte Strecke ist immer noch lang genug um reagieren zu können...und 7 Sekunden sind eine lange Zeit

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    #40
    Ich denke, dass man sich die Mühe, dem User Vierventilboxer den Sachverhalt, das daraus folgende Urteil und den Unterschied zu seinen Verhaltensweisen deutlich zu machen, wirklich sparen kann. Es fehlt ihm wohl einfach das Abstraktionsvermögen, aus seiner Sichtweise auszubrechen und mal von oben draufzuschauen.

    Grüße
    Steffen


 
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