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Rechtsauskunft

Erstellt von vierventilboxer, 08.09.2014, 19:59 Uhr · 34 Antworten · 3.059 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Nach Deiner Darstellung stellt sich die Frage, ob die AGB der Spedition mit Dir wirksam vereinbart wurden. Du mußt Gelegenheit haben, sie vor Vertragsschluß zur Kenntnis zu nehmen, ansonsten sind sie nicht Vertragsbestandteil.

    Haftungsbegrenzung gegen über dem Endverbraucher per AGB sind bis auf den Fall der leichten Fahrlässigkeit unzulässig.

    Hinschreiben, Frist setzen (wichtig), danach ab zum Anwalt.

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    #12
    Mit der Spedition selbst hatte ich nie Kontakt, das ganze Prozedere lief über il...x.
    Mit dieser Firma habe/hatte ich auch den (schriftlichen) Vertrag geschlossen, der Rest lag sowieso nicht in meinem Einflussbereich.
    So ist das wenn zu viele Leute ihre Finger im Spiel haben.... eine Hand weiß nicht was die andere tut...

    Natürlich habe ich deren AGB´s akzeptiert (sonst wäre der Vertrag auch nie zustande gekommen) und mich, soweit ich das beurteilen kann, auch daran gehalten. Nur die Gegenseite sieht das etwas anders. Würde ich an deren Stelle auch wenn ich unbedingt eine Ausrede suchen wollte um den Schaden nicht bezahlen zu müssen.

    Angemessene Frist wurde bereits 2x gesetzt und meinerseits auch eingehalten. Die gegnerische Partei hat sie stets verstreichen lassen bzw. wissentlich ignoriert.

  3. Registriert seit
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    #13
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Mit der Spedition selbst hatte ich nie Kontakt, das ganze Prozedere lief über il...x.
    Mit dieser Firma habe/hatte ich auch den (schriftlichen) Vertrag geschlossen, der Rest lag sowieso nicht in meinem Einflussbereich.
    So ist das wenn zu viele Leute ihre Finger im Spiel haben.... eine Hand weiß nicht was die andere tut...

    Natürlich habe ich deren AGB´s akzeptiert (sonst wäre der Vertrag auch nie zustande gekommen) und mich, soweit ich das beurteilen kann, auch daran gehalten. Nur die Gegenseite sieht das etwas anders. Würde ich an deren Stelle auch wenn ich unbedingt eine Ausrede suchen wollte um den Schaden nicht bezahlen zu müssen.

    Angemessene Frist wurde bereits 2x gesetzt und meinerseits auch eingehalten. Die gegnerische Partei hat sie stets verstreichen lassen bzw. wissentlich ignoriert.
    Das mit den AGBs ist etwas komplizierter. Dir muss Gelegenheit haben, die AGB VOR Vertragsabschluß zur Kenntnis zu nehmen. Und in vielen AGB stehen Dinge drin, die zwar unter Kaufleuten vereinbart werden können, gegenüber dem Endverbraucher aber unwirksam sind. Das ist ein Themengebiet, dafür solltest Du wirklich einen Anwalt befragen. Das Du AGBs unterschreiben hast, heißt noch lange nicht, dass sie wirksam vereinbart wurden oder das alles was drin steht, auch gilt.

    Was ist eine angemessene Frist und für was wurde sie gesetzt? Wurden Konsequenzen für die Nichteinhaltung der Frist angedroht?

    Hintergrund, Gerichte prüfen so etwas.

    Zum Beispiel auf die Bestimmbarkeit. "Innerhalb von 2 Wochen" ist unbestimmt "Innerhalb von 14 Tagen ab Datum dieses Schreibens" ist bestimmt, wenn das Schreiben ein Datum hat. "..zur Regulierung des Schadens" ist unbestimmt, "die Überweisung der festgestellten Schadenssumme von XXXX,YYEuro auf meine angegebene Kontoverbindung" ist bestimmt.

    Ich würde eine Inverzugsetzung vornehmen.

    Wenn Du zum Beispiel schreibst, "Fordere ich sie auf den Schaden innerhalb von 14 Tagen zu regulieren", wirst Du damit nicht weit kommen.

    Ich würde schreiben:

    "... setze ich Sie mit diesem Schreiben betreffend der Regulierung des Transportschadens aus dem Vertrag vom XX.YY.ZZZZ in der festgestellten Höhe von XXXX,YYEuro in Verzug.

    Ich setze Ihnen hiermit eine letzte Nachfirst zum XX.YY.ZZZZ, die oben genannte Schadenssumme auf meine bekannte Kontoverbindung auszugleichen.

    Sollte diese Nachfrist wider Erwarten fruchtlos verstreichen, so werde ich umgehend gerichtliche Hilfe zur Durchsetzung meiner Ansprüche in Anspruch nehmen."

    Ich schließe solche Schreiben häufig mit folgendem Satz:.

    "Im Übrigen betrachte ich den aussergerichtlichen Schriftverkehr mit diesem Schreiben als beendet."

    Eine Inverzugsetzung ist zwar eigentlich nicht notwendig, weil Dir der Schadensersatz mit der Entstehung des Schadens zusteht, also, sofort fällig ist. Allerdings gibt es Urteile, die eine angemessene Frist fordern (was ist angemessen?), damit der Schädiger den Anspruch den der Geschädigte stellt, prüfen kann.

    Auch wenn "Verzug" hier der juristisch falsche Terminus ist, würde ich ihn wählen, um mit einem Wort klar zu stellen, das meiner Meinung nach die angemessene Frist zur Prüfung der Schadensersatzansprüche abgelaufen ist.

    Ausserdem erwartet man von Dir sicher keinen juristisch einwandfreien Vortrag im aussergerichtlichen Bereich.

    Als Anspruchsgrundlagen würde ich §280(1)BGB in Verbindung mit §278BGB in Verbindung mit §276(2)BGB zur Argumentation bringen, aber das soll besser Dein RA entscheiden.

  4. Andaluz Gast

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    #14
    genau... nimm dir einen anwalt und wirf ihm dein sauer verdientes geld hinterher.

    er macht einen auf dicke hose, zockt dich ab (und verdient sich dabei eine goldenen nase), erreicht max. einen vergleich... wenn überhaupt..., und du bist beidesmal kohle los ohne dass es irgend etwas gebracht hat. und vor gericht wird kein recht mehr gesprochen sondern nur noch der schwanz eingezogen.

    diese ganze anwaltskacke bringt doch nix in deutschland. ich denke diese abzocker sitzen in ihren büros und lachen sie über die auftraggeber tot und dich kostet der ganze mist nix als nerven und zeit und eine menge kohle!!!

    verbuche es unter erfahrung ... bei sowas könnte ich auch schachtdeckel kotzen ... deutschland und deine anwälte - alle in einen sack, draufhauen und du triffst IMMER den richtigen!

  5. Registriert seit
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    #15
    Also ich bin zwar kein Rechtsgelehrter hatte aber auch schon einen Rechtsstreit wegen eines Bootstransportes von Kroatien nach Deutschland. Ich würde mir den Rat eines Anwalts der auf Spedition und Transportrechts einholen. Da die Speditionen solche Fälle öfters haben werden sie sowieso einen Anwalt an der Hand haben der sie ständig in solchen Sache vertritt. Wenn die Spedition nicht freiwillig
    einlenkt, wirst Du meiner Meinung nach nicht um den Rat eines Anwaltes herumkommen.
    Gruß
    Willi

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    #16
    Ser's,

    ich gebe C-Treiber absolut recht.

    Von dir wird kein juristisch einwandfrei formuliertes Schreiben erwartet. Aber du solltest deinen Standpunkt klar stellen und tatsächlich nach Ablauf der von dir gesetzten/noch zu setzenden Frist juristische Hilfe beiziehen.

    Den Worten von Andaluz kann ich nicht folgen - wer, wenn nicht ein in der Rechtskunde ausgebildeter kann helfen berechtigte Ansprüche durchzusetzen - in Mexico kann man eventuell ein Rollkommando schicken, in weiten Teilen Europas führt das zu nichts.

    Und ab einem gewissen Punkt der Realitätsverweigerung des Gegners hilft nur mehr ein Gericht - kein Schreiben, kein Telefonat das nicht vom Anwalt kommt/geführt wird.

    Viel Glück bei der Durchsetzung deiner Forderung

    Liebe Grüße

    Wolfgang

  7. Registriert seit
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    #17
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Mit der Spedition selbst hatte ich nie Kontakt, das ganze Prozedere lief über il...x.
    Mit dieser Firma habe/hatte ich auch den (schriftlichen) Vertrag geschlossen, der Rest lag sowieso nicht in meinem Einflussbereich.
    So ist das wenn zu viele Leute ihre Finger im Spiel haben.... eine Hand weiß nicht was die andere tut...

    Natürlich habe ich deren AGB´s akzeptiert (sonst wäre der Vertrag auch nie zustande gekommen) und mich, soweit ich das beurteilen kann, auch daran gehalten. Nur die Gegenseite sieht das etwas anders. Würde ich an deren Stelle auch wenn ich unbedingt eine Ausrede suchen wollte um den Schaden nicht bezahlen zu müssen.

    Angemessene Frist wurde bereits 2x gesetzt und meinerseits auch eingehalten. Die gegnerische Partei hat sie stets verstreichen lassen bzw. wissentlich ignoriert.

    Hi...wenn es die beauftragte Spedition Vermittlung ist welche ich vermute , wirst du um einen Sachkundigen Anwalt nicht herum kommen! Die Herrschaften von der hier noch nicht genannten " Spedition Vermittlung " sind bekannt dafür das sie im Schadensfalle eine doch recht eigennützige Verfahrensweise an den Tag legen...Erst mal alles ablehnen..der Versender ist immer schuld....dann aussitzen...und erst dann wenn`s eng wird sich großzügig zeigen und ohne Rechtsgrundlage doch regulieren...

    Hatte bereits auch schon mal das Vergnügen, aber dank Rechtsschutz konnte dem Spuk dann ein schnelles Ende gesetzt werden....

    Ach ja...noch ein Tipp....mache seid dem von allen Lieferungen die ich versende Fotos....so kann ich immer nachweisen in welchem Zustand sie vom Hof gerollt sind....( Gewerblich und Privat )

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    #18
    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Hi...wenn es die beauftragte Spedition Vermittlung ist welche ich vermute , wirst du um einen Sachkundigen Anwalt nicht herum kommen! Die Herrschaften von der hier noch nicht genannten " Spedition Vermittlung " sind bekannt dafür das sie im Schadensfalle eine doch recht eigennützige Verfahrensweise an den Tag legen...Erst mal alles ablehnen..der Versender ist immer schuld....dann aussitzen...und erst dann wenn`s eng wird sich großzügig zeigen und ohne Rechtsgrundlage doch regulieren...

    Hatte bereits auch schon mal das Vergnügen, aber dank Rechtsschutz konnte dem Spuk dann ein schnelles Ende gesetzt werden....

    Ach ja...noch ein Tipp....mache seid dem von allen Lieferungen die ich versende Fotos....so kann ich immer nachweisen in welchem Zustand sie vom Hof gerollt sind....( Gewerblich und Privat )
    Fotos sind vorhanden, sowohl vom "Urzustand" als auch dem zum Zeitpunkt der Lieferung.
    Sie zeigen stets dass die Zurrgurte die Ware unverrückbar auf der Palette hielten. Keiner war gerissen, auch die Palette ist nirgends gebrochen.

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    #19
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Fotos sind vorhanden, sowohl vom "Urzustand" als auch dem zum Zeitpunkt der Lieferung.
    Sie zeigen stets dass die Zurrgurte die Ware unverrückbar auf der Palette hielten. Keiner war gerissen, auch die Palette ist nirgends gebrochen.
    Lehrinhalt erstes Lehrjahr Speditionskaufmann: Lügen, lügen, lügen. Das ist uns noch nie passiert hört man von Spediteuren öfter als beim BMW Händler. Ich hoffe, Du hast den Transport nicht bezahlt und der Motor wurde Dir durch Vorkasse bereits gezahlt, dann sitzt Du ohnehin erst einmal am längeren Hebel. Nur so viel, ich mache meinen Job jetzt im dreißisten Jahr und habe tagtäglich mit Speditionen und deren Leistungen zu tun, natürlich auch in ca. ein, zwei% der Fälle mit deren Fehlleistungen. Noch niemals nicht haben wir einen Pfennig oder Cent zahlen müssen, wenn etwas schief ging. Zuletzt war das eine komplette LKW Ladung mit Anhänger und 32 Paletten, die schlecht, oder gar nicht gesichert, das Fliegen anfingen

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    #20
    Transport wurde in voller Höhe bezahlt, die Zahlung für den Motor habe ich vorab erhalten.
    Längerer Hebel ist relativ. Natürlich blieb der Käufer bis dato auf seinem Schaden sitzen, ich bin aber nicht gewillt dass dies so bleibt, denn er soll zu seinem Geld kommen das ihm zusteht.
    Ich selbst habe bisher keinen € verloren, lediglich die leidvolle Aufgabe mich darum zu kümmern.
    Den Empfänger kenn ich zwar nicht persönlich, es ist aber ein ganz netter Kerl der mir in der Hinsicht keinen Streß bereitet.
    Der Kontakt verläuft in einem absolut freundlichen Rahmen, nur ist es langsam an der Zeit die Sache möglichst schnell und unbürokratisch zum Abschluß zu bringen.
    Da sich aber das Transportunternehmen mit Händen und Füßen dagegen wehrt, sehe ich da kaum Möglichkeiten die Geschichte zeitnah zu beenden.


 
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