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S21 - YES we can !!!

Erstellt von Kramer, 27.11.2011, 21:27 Uhr · 200 Antworten · 10.173 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #51
    Zitat Zitat von bdr529 Beitrag anzeigen
    Ich bin jetzt nur mal gespannt, wie die Befürworter reagieren, wenn die Rechnung für den Bahnhof präsentiert wird.
    Ja und? Die ICE-Bahnstrecke von München nach Hannover ist vermutlich auch teurer gewesen als ursprünglich geplant. Dennoch genieße ich heue die Möglichkeit, in etwas mehr als vier Stunden von München nach Hannover zu rauschen. Und wenn man sich ansieht, welche aberwitzigen Beträge im Moment dafür verbrannt werden, Pleitebanken und die von ihnen finanzierten Staaten zu subventionieren, was sind da schon ein paar Milliarden für einen Bahnhof?

    Es ist auch relativ flach, jetzt im Nachklapp die mangelnde Fachkenntnisse derer zu beklagen, die sich in einer demokratischen Abstimmung für eine bestimmte Option entschieden haben. Interessanterweise wirft ja auch niemand die Frage auf, was die ganzen Berufsökos eigentlich sagen werden, wenn der Bahnhof erst einmal fertig ist und sich großer Nachfrage und Beliebtheit erfreut...

    Ich bin froh, dass die Initiatoren dieses Volksentscheides diesen so eindeutig verloren haben, denn ich halte nicht besonders viel von diesem Instrument. Die große Masse hat nun mal weder Ehrgeiz noch Möglichkeiten, sich wirklich tiefschürfend mit all den Fragen auseinanderzusetzen, die es zu bedenken gibt, wenn man eine Entscheidung dieser Tragweite seriös treffen will. Deshalb gewinnen in den Bürgerentscheiden, die kein großes Quorum brauchen, auch meistens die, die einen solchen Entscheid initiiiert haben, denn sie scharen diejenigen hinter sich, die sich ohnehin aktiv mit einer bestimmten Fragestellung beschäftigen. Oder es gewinnen die, die die Meinung der lokalen Medien hinter sich haben. Was mich an S21 noch gestört hat: Es ist nun mal ein Fernbahn-Projekt mit Auswirkungen auf den europäischen Verkehr. Die Nutznießer sitzen also nicht unbedingt in BaWü. Vielleicht sitzen sie auch in München und freuen sich über eine halbe Stunde Fahrtzeiteinsparung nach Karlsruhe. Die wurden aber nicht gefragt. Und wenn das so weiter geht, dann bekommen wir kein Großprojekt mehr durch, weil es vor Ort immer welche gibt, die dagegen sind.

    Ich perönlich habe den Eindruck, dass der Volksentscheid einfach nur ein weiterer Pfeil im Köcher der S21-Gegner war, um ein längst demokratisch beschlossenes Projekt noch einmal zu blockieren. Hier wird sich unsere Gesellschaft dringend Mechanismen überlegen müssen, wie sie mit solchen Projekten zukünftig umgeht. Ich erinnere an den Flughafen München-Erding. Die Planungen für den Flughafen begannen 1954, eröffnet wurde er 1992(!). Die Fertigstellung verzögerte sich um mindestens 15 Jahre, weil das Planfeststellungsverfahren durch hunderte von Einzelklagen abgebremst wurde. Und natürlich kosten solche Verzögerungen enorm viel Geld. Kein Wunder, dass solche Projekte am Ende dann teurer werden als zuerst berechnet - auch wenn das natürlich nicht der einzige Grund dafür ist.

    Manchmal mache ich mir aber schon ein bisschen Sorgen, wie Deutschland eigentlich auf Dauer konkurrenzfähig bleiben soll, wenn eine kleine Minderheit in der Lage ist, Großprojekte so lange und so gründlich zu sabotieren. Beispiele dafür gibt es genug. So brauchen wir, wenn wir tatsächlich unsere Atomkraft durch regenerative Energien ersetzen wollen, ein leistungsfähiges Fernstrom-Netz, um zum Beispiel Wasserkraft-Strom von Norwegen in unsere Ballungsräume zu bringen. Das geht aber nicht, wenn gegen jeden Strommast fünf Bürgerinitiativen auf die Straße ziehen und erst dann den Rechtsweg beschreiten, wenn eigentlich schon alles fertig zum Bau ist.

  2. Registriert seit
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    #52
    Zitat Zitat von nobbe Beitrag anzeigen
    15.000 "ungültige stimmen" - mich würde auch interressieren, wieviele gegner mit "nein", wieviele befürworter mit "ja" gestimmt haben
    das dürfte sich erfahrungsgemäß die Waage halten, außerdem war ja wohl in allen Medien lange und breit schon seit Wochen dargestellt worden, was was bedeutet sprich
    ja=nein und nein=ja

  3. ArmerIrrer Gast

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    #53
    Zitat Zitat von qualinator Beitrag anzeigen
    ...was was bedeutet sprich
    ja=nein und nein=ja
    genau, rot = schwarz und plus = minus

  4. Registriert seit
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    #54
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Manchmal mache ich mir aber schon ein bisschen Sorgen, wie Deutschland eigentlich auf Dauer konkurrenzfähig bleiben soll, wenn eine kleine Minderheit in der Lage ist, Großprojekte so lange und so gründlich zu sabotieren. Beispiele dafür gibt es genug. So brauchen wir, wenn wir tatsächlich unsere Atomkraft durch regenerative Energien ersetzen wollen, ein leistungsfähiges Fernstrom-Netz, um zum Beispiel Wasserkraft-Strom von Norwegen in unsere Ballungsräume zu bringen. Das geht aber nicht, wenn gegen jeden Strommast fünf Bürgerinitiativen auf die Straße ziehen und erst dann den Rechtsweg beschreiten, wenn eigentlich schon alles fertig zum Bau ist.

    ..diese Frage macht mir auch Sorgen, wenn das so weitergeht wird Deutschland nicht mehr lange führend sein!!

  5. Registriert seit
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    #55
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ja und? Die ICE-Bahnstrecke von München nach Hannover ist vermutlich auch teurer gewesen als ursprünglich geplant. Dennoch genieße ich heue die Möglichkeit, in etwas mehr als vier Stunden von München nach Hannover zu rauschen. Und wenn man sich ansieht, welche aberwitzigen Beträge im Moment dafür verbrannt werden, Pleitebanken und die von ihnen finanzierten Staaten zu subventionieren, was sind da schon ein paar Milliarden für einen Bahnhof?

    Es ist auch relativ flach, jetzt im Nachklapp die mangelnde Fachkenntnisse derer zu beklagen, die sich in einer demokratischen Abstimmung für eine bestimmte Option entschieden haben. Interessanterweise wirft ja auch niemand die Frage auf, was die ganzen Berufsökos eigentlich sagen werden, wenn der Bahnhof erst einmal fertig ist und sich großer Nachfrage und Beliebtheit erfreut...

    Ich bin froh, dass die Initiatoren dieses Volksentscheides diesen so eindeutig verloren haben, denn ich halte nicht besonders viel von diesem Instrument. Die große Masse hat nun mal weder Ehrgeiz noch Möglichkeiten, sich wirklich tiefschürfend mit all den Fragen auseinanderzusetzen, die es zu bedenken gibt, wenn man eine Entscheidung dieser Tragweite seriös treffen will. Deshalb gewinnen in den Bürgerentscheiden, die kein großes Quorum brauchen, auch meistens die, die einen solchen Entscheid initiiiert haben, denn sie scharen diejenigen hinter sich, die sich ohnehin aktiv mit einer bestimmten Fragestellung beschäftigen. Oder es gewinnen die, die die Meinung der lokalen Medien hinter sich haben. Was mich an S21 noch gestört hat: Es ist nun mal ein Fernbahn-Projekt mit Auswirkungen auf den europäischen Verkehr. Die Nutznießer sitzen also nicht unbedingt in BaWü. Vielleicht sitzen sie auch in München und freuen sich über eine halbe Stunde Fahrtzeiteinsparung nach Karlsruhe. Die wurden aber nicht gefragt. Und wenn das so weiter geht, dann bekommen wir kein Großprojekt mehr durch, weil es vor Ort immer welche gibt, die dagegen sind.

    Ich perönlich habe den Eindruck, dass der Volksentscheid einfach nur ein weiterer Pfeil im Köcher der S21-Gegner war, um ein längst demokratisch beschlossenes Projekt noch einmal zu blockieren. Hier wird sich unsere Gesellschaft dringend Mechanismen überlegen müssen, wie sie mit solchen Projekten zukünftig umgeht. Ich erinnere an den Flughafen München-Erding. Die Planungen für den Flughafen begannen 1954, eröffnet wurde er 1992(!). Die Fertigstellung verzögerte sich um mindestens 15 Jahre, weil das Planfeststellungsverfahren durch hunderte von Einzelklagen abgebremst wurde. Und natürlich kosten solche Verzögerungen enorm viel Geld. Kein Wunder, dass solche Projekte am Ende dann teurer werden als zuerst berechnet - auch wenn das natürlich nicht der einzige Grund dafür ist.

    Manchmal mache ich mir aber schon ein bisschen Sorgen, wie Deutschland eigentlich auf Dauer konkurrenzfähig bleiben soll, wenn eine kleine Minderheit in der Lage ist, Großprojekte so lange und so gründlich zu sabotieren. Beispiele dafür gibt es genug. So brauchen wir, wenn wir tatsächlich unsere Atomkraft durch regenerative Energien ersetzen wollen, ein leistungsfähiges Fernstrom-Netz, um zum Beispiel Wasserkraft-Strom von Norwegen in unsere Ballungsräume zu bringen. Das geht aber nicht, wenn gegen jeden Strommast fünf Bürgerinitiativen auf die Straße ziehen und erst dann den Rechtsweg beschreiten, wenn eigentlich schon alles fertig zum Bau ist.
    du schreibst mir aus dem Herzen und es gibt nichts was man hinzufügen müsste.

  6. Baumbart Gast

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    #56
    Zitat Zitat von Ralf_GSX1400 Beitrag anzeigen
    du schreibst mir aus dem Herzen und es gibt nichts was man hinzufügen müsste.
    Doch. Viel schneller planen und bauen die Kinesen, aber wollen wir eine kommunistische Diktatur zurück?

  7. Registriert seit
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    #57
    Zitat Zitat von Momber Beitrag anzeigen
    Du irrst Dich. Der Mehrheit ist es wurstegal, ob die in Stuttgart im Boden rumbuddeln und wer wieviel dafür bezahlt. Die Mehrheit hat nämlich gar nicht abgestimmt.

    Das einzige, das an der ganzen Aktion erfreulich ist, ist dass das Thema jetzt ein für allemal erledigt ist.

    Das Thema Stuttgart 21 wird erst erledigt sein, wenn 2019 die erste Züge ohne Verspätung durch den unterirdischen Bahnhof fahren. Vorher wird hier nichts zur Ruhe kommen.
    Ist doch genauso wie in Bayern mit dem Nichtraucherschutzgesetz, abgestimmt und niemand nimmts hin.Vorallem die Raucher nicht.

    und wie sagt man im Ländle.

    Schaffa, Schaffe Häusle bauen,
    Katz verkaufen, selber Mausen.

  8. Momber Gast

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    #58
    Zitat Zitat von Bikerscout Beitrag anzeigen
    Das Thema Stuttgart 21 wird erst erledigt sein, wenn 2019 die erste Züge ...
    Also für mich ist das Thema erledigt. Insofern melde ich mich hiermit auch aus diesem Fred ab

    ta-ta
    S.

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    #59
    Zitat Zitat von Trabbelju Beitrag anzeigen
    Interessant finde ich, daß im Badischen zumindest im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in den Gemeinden, die in der Nähe der Nord-Süd Achse oder auch zukünftigen Alpentransversale der Bahn liegen, durchgängig eine Mehrheit für den Ausstieg votiert hat.
    Die Befürchtung in den Anliegergemeinden ist, daß vorhandene Bahngelder nun in den Statusbau in Stuttgart vergraben werden und nicht für den Lärmschutz im Badischen ausgegeben werden.
    Je entfernter die Gemeinden von der Bahnstrecke waren, umso mehr Abstimmer entschieden sich für den Stuttgarter Bahnhof.
    Aha und diese Auswertung ist heute Mittag schon verfügbar, wer hat sie denn erfunden

  10. Registriert seit
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    #60
    Dieser verdammte Spiegel.... jetz schreibt er schon von uns ab:

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...0.html#ref=rss


 
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