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Sachen die von selbst kaputtgehen

Erstellt von juekl, 16.02.2011, 07:29 Uhr · 65 Antworten · 4.079 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #21
    Würden alle Firmen nur noch unendlich haltbare Produkte Verkaufen hätten wir in Deutschland als Produktionsstandort und Export Weltmeister ein Problem.

    Sofern alles ewig hält muss auch nichts nachproduziert werden also Firmenpleiten oder Noterhalt und damit Verbundener Arbeitsplatzverlust, Deutschland würde zum Drittweltland aber natürlich nicht nur Deutschland.

    Erschreckend finde ich diesen Schrott Export nach Afrika, aber hier die Schuld nur auf die Hersteller zu schieben ist sehr einfach.

    Sofern ich ein Produkt z.B. Computer in den Müll werfe, welchen Einfluss hätte hier ein Hersteller noch?

    Erst einmal ist die Verantwortung beim Verbraucher, ist ja mein Computer und ich werfe ihn auf den Müll, ich werfe oft etwas weg obwohl ich es Reparieren könnte.

    Damit wir Fussball in 3D oder zumindest in HD schauen können, kaufen wir uns einen 3D/HD Fernseher der in einem Niedriglohnland produziert wird, wir wollen ja kein Vermögen dafür ausgeben und brauchen diesen ja sofort.

    Jeder Einzelne sitzt hier in einem Glashaus und sollte nicht mit Steinen werfen sondern für sein Halden Verantwortung übernehmen!

    Und es gibt ja auch licht am Horizont, plötzlich wird Müll als Rohstoffquelle entdeckt für neue Fernseher damit wir Fussball schauen können.

    Panem et circenses, Brot und Spiele für das Volk, die Verantwortung tragen immer andere!

  2. Baumbart Gast

    Standard

    #22
    Sofern ich ein Produkt z.B. Computer in den Müll werfe, welchen Einfluss hätte hier ein Hersteller noch?
    Ein Produkt so zu designen dass es
    1. nicht giftig ist, auch als Schrott
    2. möglichst einfach und vollständig wiederverwertet werden kann. Den Autobauern hat man hier einige Disziplin antrainiert, die denken heute bei der Entwicklung schon an die Wiederverwertung.
    Aber die Entsorgung nach Afrika ist einfacher und billiger.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #23
    Wenn etwas nicht kaputtgeht, dann hat es einfach nur nicht genug Möglichkeiten

  4. Registriert seit
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    Standard

    #24
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Ein Produkt so zu designen dass es
    1. nicht giftig ist, auch als Schrott
    2. möglichst einfach und vollständig wiederverwertet werden kann. Den Autobauern hat man hier einige Disziplin antrainiert, die denken heute bei der Entwicklung schon an die Wiederverwertung.
    Aber die Entsorgung nach Afrika ist einfacher und billiger.
    Die meisten Geräte bestehen aus Materialien die sich wiederverwehrten lassen ist halt nur eine Kostenfrage.

    Am ende muss es jemand machen und wird ja auch teils gemacht, da wo es sich Lohnt.

  5. Baumbart Gast

    Standard

    #25
    Zitat Zitat von Mortenhh Beitrag anzeigen
    Die meisten Geräte bestehen aus Materialien die sich wiederverwehrten lassen ist halt nur eine Kostenfrage.
    Beschäftige Dich ein bisschen mit dem Thema beschäftigst wirst Du feststellen dass die Kosten (bzw. die möglichen Erträge) der Wiederverwertung bei der Geräteproduktion festgelegt werden. Und die Kosten träge - z.B. bei einer Verwertungspflicht - natürlich der Kunde, wer sonst.

  6. JOQ
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    #26
    Zitat Zitat von AMGaida Beitrag anzeigen
    Um ein Beispiel für die "kaum vorhandenen technischen Änderungen" zu nennen: Fakt ist, dass Kompaktwagen heutzutage Bremsverzögerungen zustande bringen, wie sie vor 10 Jahren reinrassigen Supersportwagen gut zu Gesichte standen. 34m aus 100 km/h für ein Allerweltsauto sehen neben 32m für einen 200k Eur teuren Porsche GT2 (mit Keramikbremsen) recht gut aus. Das noch dazu mit immer spritsparenderen Reifen und weiter steigenden Fahrzeuggewichten...

    Wie man sich in seinem Urteil bei solchen Errungenschaften auf die Optik reduzieren kann bleibt mir ein Rätsel und zeugt - sorry - von starker Unwissenheit.
    ... in der Liga eines GT2, Rolex, etc. geht es definitiv darum die Haltbarkeit auf das mögliche Maximum zu bringen, hier wird enormer Aufwand betrieben, Massenprodukte werden eventuell anders kalkuliert.

  7. Registriert seit
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    #27
    .... mein Geldeutel geht auch immer so schnell kaputt, nach 2 Tagen kommt da immer weniger raus als ich reingetan habe ..

  8. Registriert seit
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    306

    Standard

    #28
    Toller Beitrag!

    Nach Rücksprache mit meinen Eltern kam heraus, dass bei meiner Herstellung nicht von einer geplanten Obsoleszenz ausgegangen wurde

    "Wir haben dich so gut gebaut, wie es eben ging"....warten wir es ab

  9. Registriert seit
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    1.042

    Standard

    #29
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Beschäftige Dich ein bisschen mit dem Thema beschäftigst wirst Du feststellen dass die Kosten (bzw. die möglichen Erträge) der Wiederverwertung bei der Geräteproduktion festgelegt werden. Und die Kosten träge - z.B. bei einer Verwertungspflicht - natürlich der Kunde, wer sonst.
    Wie heißt es so schön: Besser der Kunde als seine Kinder

    Aber wir werden das eh erst auf die harte Tour lernen müssen, denn wer verzichtet schon freiwillig auf Luxus

    Ach wir leben schon in einer komischen Zeit und einem weltfremden Ort..

    Mensch und Materialfressende Gesellschaft für den letzten Prozent Gewinnmaximierung um uns unseren Standart zu gewährleisten..

    Dann noch solche Kommentare

    .... mein Geldeutel geht auch immer so schnell kaputt, nach 2 Tagen kommt da immer weniger raus als ich reingetan habe ..
    Ist das jetzt einfach ein blöder Spruch und sprichst du auf die Geldentwertung an?

  10. Registriert seit
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    4.360

    Standard ohne hier viele Worte verlieren zu wollen

    #30
    hab ich mir den ganzen Bericht reingezogen. Und ich war echt betroffen, weil dort ne Menge Wahrheiten drin steckten. Nicht so offensichtlich für jedes Auge des Betrachters, aber sie steckten drin.

    Prinzipiell gilt für mich, das der Wachstumsgedanke, dem unser Wirtschaftssystem unterliegt und worauf es ausgelegt ist, eine endliche Größe darstellt. Nicht nur deswegen das wir hier auf der Erde immer weniger Platz haben um die immer stetiger wachsende Menge der Menschheit auch satt zu bekommen sondern auch wohin mit dem ganzen Müll? Solange man nur die eigenen Interessen betrachtet sprich die Volkswirtschaft des eigenen Landes, vergessen hier wohl einige auf wessen Kosten das geschieht.

    Da die meisten Konsumgüter mittlerweile nicht mehr in heimischen Gefielden hergestellt und produziert werden, da anscheinend ansonsten unbezahlbar, schaffen wir uns hier auf unserem Planeten das Bevölkerungswachstum geradezu selber. Es ist logischerweise zuende gedacht eine Folge des Wirtschaftswachstumsgedankens. Je mehr produziert werden muß, desto mehr braucht es Leute die das bezahlbar erledigen. Tragischerweise befinden wir uns hier in europa gerade im Übergang zur reinen Dienstleistungsgesellschaft. Was immer das für jede Region heissen mag.

    Wenn wir soviel in den Schwellenländern produzieren lassen was schön und erschwinglich ist brauchen wir uns aber auch nicht zu wundern, wenn diejenigen die es herstellen irgendwann einmal auch etwas vom Kuchen abhaben wollen und aufstehen um gegen dortige Machtverhältnisse vorzugehen. Das gleiche gilt für den Energiesektor basierend auf den fossilen Brennstoffen. Siehe naher Osten. Politisch hochbrisant, energetisch hoch ergiebig. Mit direkter Auswirkung auf unsere Spritpreise.

    Wie das immer aber auch wirklich immer geendet hat läßt sich in den Geschichtsbüchern bezogen auf jede Hochkultur auf dieser Erde nachlesen. Ich glaube kaum, daß irgendjemand Argumente dagegen vorzubringen vermag. Egal obs die Mayas, die alten Römer, die alten Ägypter, die alten Griechen, die alten Chinesen etc etc etc gewesen sind, Ihre Hochkulturen haben sicherlich bemerkenswertes vollbracht, aber letztendlich sind alle viel schneller untergegangen, als der Aufbau derselben gedauert hat. Und damit auch Ihr Wissen. Ich könnte heute noch kotzen, das die Römer damals aus Angst die berühmte Bibliothek von Alexandria verbrannt haben (vielleicht vergleichbar mit dem heutigen Internet? Was passiert mit uns, wenn dieses Medium mal ebend für 2 Generationen ausfällt?)

    Subjektiv betrachtet mag das aus verschiedenen Gründen geschehen sein. aber mit einigermassenem Wohlwollen wird wohl jeder nicht wiedersprechen, das das aus der Natur des Menschen heraus geschehen ist.

    Aus welchem Grunde sollten wir uns in unserer heutigen Zeit mit unserer heutigen langsam oder besser "Dank" des Internetzes sich immer schneller globalisierenden Hochkultur anmassen, das uns so etwas nicht passieren wird? Glaubt hier irgendeiner wirklich, das das ewig gutgehen kann?

    Ich denke das es genauso enden wird wie bei allen anderen "Hochzivilisierten" Kulturkreisen vorher. Es stellt sich nur die Frage, wie lange das noch dauern wird.Da brauchee wir gar nicht soweit zu gucken, nur wenige tausend Kilometer südlich von uns stehen grad die ersten auf und haben zum Glück nicht alles kurz und klein gekloppt. aber sie fangen schon an mit Nußschalen hier herüberzufahren.

    Aber wer glaubt, daß sich eine Völkerwanderung, die aus wirtschaftlicher Not heraus entstanden ist aufhalten läßt, wird ebenso aus den Geschichtsbüchern eines besseren belehrt. Und auch da braucht man in der heutigen Zeit nicht so ganz weit zu gucken, von vier ausgewiesenen Mexikanern kommen statistisch drei wieder ins "gelobte" Land Amerika zurück, trotz Mauerbau. Und ein paar Jahre zurück (etwas über 20 z.B.) haben wir ja das Paradebeispiel vor der eigenen Haustür live miterleben dürfen, was mit Mauern passiert, die allzu sehr mit Waffengewalt versucht worden sind zu halten.

    Jetzt sind es doch etwas mehr als viele Worte geworden, aber immer wenn ich solch einen Bericht sehe erfasst mich eine gewissen Wehmut, das der Mensch bis dato nicht dazugelernt hat. Ich musste mir das von der Seele schreiben. Im Gegensatz zu früheren Beispielen haben wir zwar mehr Chancen durch gegenseitige Information durch das Internetz z.B. aber inwieweit das noch so bleibt wird sich zeigen. Es wird ein spannendes Jahrhundert werden, in dem wesentlich mehr als nur technische Revolutionen die Menschheit erfassen werden. Und da spielen vordefinierte Produktzyklen aus Profitgier einiger weniger eher eine untergeordnete Rolle........

    Vielleicht bin ich etwas vom Thema abgewichen, fands aber trotzdem erwähnenswert. Auch wenns eher nen Lagerfeuerthema auf ner betimmten Mopedtour gewesen wäre

    nachdenklichen Gruß


 
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