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Schmidt

Erstellt von peter-k, 17.12.2010, 03:48 Uhr · 55 Antworten · 3.430 Aufrufe

  1. beak Gast

    Standard

    #31
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ne, die Zähne sind denen nicht ausgefallen.......die haben sich, von VW Siemens usw gesponsort, ihre Energie in Südamerika rausgevögelt
    So "derb" wollte ich das jetzt nicht ausdrücken , aber Du hast natürlich recht!

    Zitat Zitat von Charly-R1200GS Beitrag anzeigen
    Ja, das glaube ich dir.
    Aber es ist euch früher besser gegangen!
    Schau doch einmal genau hin. Kein Volk hat einen derart hohen Standart erreicht nach so einem kaputten Land. Halb Deutschland war zerbomt.
    Ihr Deutschen habt das Land in 50 Jahren zu einem intakten Land gemacht.
    - Dann kam die Wiedervereinigung, die euch Milliarden gekostet hat.
    - Jetzt habt ihr die EU, die euch Milliarden kostet.

    Ist das Geld für die Deutschen?? Ja - zum kleinsten Teil!

    Die Politiker drücken euch in Grund und Boden.
    Wieso müssen alle EU Länder den selben Standart haben wie ihr??
    Wieso erarbeiten die ihren Luxus nicht selber?
    Man kann denen Technologie exportieren.
    Man kann denen Ingenieure zur Verfügung stellen, die ihnen zeigen wie man das macht.

    Ich mache dir ein Beispiel:
    Wenn du als Kind ein Fahrrad geschenkt bekommen hast, hast du dem nie so viel Sorge gegeben, wie wenn du es selber erarbeiten musstest.
    Stimmts??
    Meine Großeltern und Eltern haben dafür geschuftet, dass es uns mal besser geht. Und dank der damals noch "bissigen" Gewerkschaften konnten sie sich Einiges erkämpfen, was wir eben heute langsam wieder verlieren.
    In einem vereinigten Europa sollte es schon eine gewisse Solidarität und Hilfe für Länder, die wirtschaftlich nicht so gut drauf sind, geben. Aber Du hast Recht, Mißwirtschaft sollte nicht unterstützt werden!

  2. Registriert seit
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    Daumen hoch ....und ich sach noch.....

    #32
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ich auch, echt interessant, dieser scharfe Verstand, die beredte Art nichts zu sagen...wenn er nicht mag...
    auch sein Nicht-Statement zu Sigmar Gabriel spricht Bände.
    Interessant vor allem seine Aussagen zu Migration/Integration, dem Unterschied in der Lebensweise und den zu erwartenden Problemen (das gleiche erkannte schon Williy Brandt in den frühen 70ern) die gleichen Aussagen aus dem Munde eines "konservativen" Politikers hätten zu einem Aufschrei geführt.

    Genau!
    ...was das Schneeschippen angeht:...lieber mitti ...... wippeln,als zu Fuß nach Witten tippeln....

  3. Registriert seit
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    Rotes Gesicht Anhaun/Umhaun/Reinhaun/Abhaun....

    #33
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ne, die Zähne sind denen nicht ausgefallen.......die haben sich, von VW Siemens usw gesponsort, ihre Energie in Südamerika rausgevögelt
    ...und den Verstand!(..wenigstens zum Teil)--Ist doch so: Steht der Pin,ist der Verstand im Arsxx.....!!!

  4. Registriert seit
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    845

    Standard Zick Zack Politik

    #34
    Hallo,

    Helmut Schmidt und auch andere Politiker der "alten Garde" aller Parteien hatten das, was man heute bei den meisten Politikern nicht mehr findet: Charakter. Zu dem stehen, was man gesagt hat.
    Leider lassen sich viele heute nur noch von Umfragewerten leiten. Das Ergebnis ist eine "Zick-Zack-Politik" die wir heute erleben. Das fängt auf unterster Ebene an und zieht sich bis oben durch.
    Leider haben Politiker, wie Helmut Schmidt einer war, heute nur wenig Chancen an Ämter zu kommen, weil sie auch die unbequemen Dinge ansprechen und dafür abgestraft werden. Profiteure davon sind Randparteien, die das "Blaue vom Himmel" versprechen, ohne dafür jemals die Verantwortung zu übernehmen.

  5. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #35
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ich auch, echt interessant, dieser scharfe Verstand, die beredte Art nichts zu sagen...wenn er nicht mag...
    auch sein Nicht-Statement zu Sigmar Gabriel spricht Bände.
    Interessant vor allem seine Aussagen zu Migration/Integration, dem Unterschied in der Lebensweise und den zu erwartenden Problemen (das gleiche erkannte schon Williy Brandt in den frühen 70ern) die gleichen Aussagen aus dem Munde eines "konservativen" Politikers hätten zu einem Aufschrei geführt.
    Das ist eben der Unterschied zwischen einem heutigen konservativen Politiker, besser Politiker allgemein, und Helmut Schmidt. Einem 92 jährigen, der den zweiten Weltkrieg als Offzier noch aktiv miterlebt hat und daher weiß was Krieg ist, der erfolgreicher Krisenmanager bei der großen Flutkatastrophe in Hamburg war, der auch unpopuläre Entscheidungen zu Zeiten von Bader-Meinhoff treffen musste (z. B. Schleyer und Mogadischu), der Konjukturmaßnahmen bei der ersten Ölkrise in den 70iger jahren erfolgreich beschlossen hat und dank seiner Ausbildung auch wußte von was er sprach, der den Nato-Doppelbeschluß gegen öffentlichen Widerstand und auch den Widerstand innerhalb seiner eigenen Partei durchsetzte, der eine gescheiterte Vertrauensfrage hinter sich hatte und erleben mußte wie seine ehemaligen Verbündteten sich von ihm abwandten (eigentlich betraf es eher die Partei die er vertrat) und der über die letzten Jahre den Niedergang seiner Partei mitverfolgte und dies, zumidest zwischen den Zeilen, auch beim jetzigen Interview kommentierte.

    Hochgebildet und intelligent und nicht zuletzt deshalb auch mit einem gerüttelt Maß an Arroganz ausgestattet, die er selbst sogar zugibt. Bei jedem anderen würde ich das kritisieren, ihm sei es erlaubt. Außerdem steht man mit 92 über den Dingen und kann auch in einem öffentlich rechtlichen Sender eine Zigarette nach der anderen zu rauchen. Selbst das sieht man ihm ggf. nach.

    Schade, daß es solche Charactere in der Politik nicht mehr gibt. Dazu gehören dann allerdings auch noch andere wie beispielsweise Brandt, Strauß, Wehner, Ehmke, Genscher Baum und andere. Alles Charaktere mit ausgeprägten Stärken und Schwächen, aber inneren Überzeugungen.

    Die heutigen Politiker sind für mein Empfinden größtensteils weichgespült und keiner von denen traut sich nur noch das zu sagen was auch in Einklang mit der Parteilinie ist. Opportunismus und Lobbyismus und bevorstehende Wahlen bestimmen heute das Handeln. Das gab es vor Jahren sicherlich auch, für mein Empfinden allerdings weniger stark ausgeprägt. Für mich haben Politiker einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit damit verloren. Und die Politikverdrossenheit vieler insbesondere jüngerer Leute hat sicherlich ihre Ursachen darin. Mag sein, daß ich das heute in einem etwas reiferem Alter auch etwas anders sehe.

    Für mich ist Schmidt eine Ikone und zwar seit der Zeit als er noch aktiv Politiker war und ich das erste mal wählen durfte. Alles was danach kam hatte es in meiner Bewertung schwer.

    Gruß Thomas

  6. Registriert seit
    11.09.2008
    Beiträge
    4.128

    Blinzeln

    #36
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Das ist eben der Unterschied zwischen einem heutigen konservativen Politiker, besser Politiker allgemein, und Helmut Schmidt. Einem 92 jährigen, der den zweiten Weltkrieg als Offzier noch aktiv miterlebt hat und daher weiß was Krieg ist, der erfolgreicher Krisenmanager bei der großen Flutkatastrophe in Hamburg war, der auch unpopuläre Entscheidungen zu Zeiten von Bader-Meinhoff treffen musste (z. B. Schleyer und Mogadischu), der Konjukturmaßnahmen bei der ersten Ölkrise in den 70iger jahren erfolgreich beschlossen hat und dank seiner Ausbildung auch wußte von was er sprach, der den Nato-Doppelbeschluß gegen öffentlichen Widerstand und auch den Widerstand innerhalb seiner eigenen Partei durchsetzte, der eine gescheiterte Vertrauensfrage hinter sich hatte und erleben mußte wie seine ehemaligen Verbündteten sich von ihm abwandten (eigentlich betraf es eher die Partei die er vertrat) und der über die letzten Jahre den Niedergang seiner Partei mitverfolgte und dies, zumidest zwischen den Zeilen, auch beim jetzigen Interview kommentierte.

    Hochgebildet und intelligent und nicht zuletzt deshalb auch mit einem gerüttelt Maß an Arroganz ausgestattet, die er selbst sogar zugibt. Bei jedem anderen würde ich das kritisieren, ihm sei es erlaubt. Außerdem steht man mit 92 über den Dingen und kann auch in einem öffentlich rechtlichen Sender eine Zigarette nach der anderen zu rauchen. Selbst das sieht man ihm ggf. nach.

    Schade, daß es solche Charactere in der Politik nicht mehr gibt. Dazu gehören dann allerdings auch noch andere wie beispielsweise Brandt, Strauß, Wehner, Ehmke, Genscher Baum und andere. Alles Charaktere mit ausgeprägten Stärken und Schwächen, aber inneren Überzeugungen.

    Die heutigen Politiker sind für mein Empfinden größtensteils weichgespült und keiner von denen traut sich nur noch das zu sagen was auch in Einklang mit der Parteilinie ist. Opportunismus und Lobbyismus und bevorstehende Wahlen bestimmen heute das Handeln. Das gab es vor Jahren sicherlich auch, für mein Empfinden allerdings weniger stark ausgeprägt. Für mich haben Politiker einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit damit verloren. Und die Politikverdrossenheit vieler insbesondere jüngerer Leute hat sicherlich ihre Ursachen darin. Mag sein, daß ich das heute in einem etwas reiferem Alter auch etwas anders sehe.

    Für mich ist Schmidt eine Ikone und zwar seit der Zeit als er noch aktiv Politiker war und ich das erste mal wählen durfte. Alles was danach kam hatte es in meiner Bewertung schwer.

    Gruß Thomas
    ...an dieser Stelle hätte dich Schmidt unterbrochen......

  7. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #37
    Zitat Zitat von Komagleiter Beitrag anzeigen
    ...an dieser Stelle hätte dich Schmidt unterbrochen......
    Auch das hätte ich ihm vermutlich nachgesehen. Es ist ein Phänomen.

    Gruß Thomas

  8. Registriert seit
    11.09.2008
    Beiträge
    4.128

    Frage ....und ich sach noch.....

    #38
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Auch das hätte ich ihm vermutlich nachgesehen. Es ist ein Phänomen.

    Gruß Thomas
    High?
    Da gibbet nix nachzusehen..,jdf. nich für Schmidt!-Du mußt doch nachsehen..,da ist doch ein totaler Widerspruch drin!-Keiner traut sich, etwas anderes zu sagen als..... oder so...müßte es oben heißen...mööööönsch.....
    Gruß Martin

  9. Registriert seit
    24.10.2010
    Beiträge
    2.501

    Standard

    #39
    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Kriege ich einen Hals wenn ich das lese. Der größte Unsinn überhaupt, denn nichts und niemand profitiert so von den offenen Grenzen in Europa wie wir. Wir sind ein Exportorientiertes Land und mit der EU können wir unsere Autos, Machinen etc. etc. viel einfacher verkaufen in Europa als vorher.

    Sicher zahlen wir auch viel ein, aber den Nutzen den wir davon haben wiegt das mehr als auf.

    grüße,
    Jürgen
    Ich will hier überhaupt niemand an den Pranger stellen. Auf jeden Fall nicht so, dass jemand "so ein Hals kriegt".
    Es gibt meiner Meinung nach auch noch andere Formen von erleichterter Handelsbeziehungen "Freihandelsabkommen etc." ohne gleich so viel Geld in andere Länder zu bezahlen.
    Entwicklungshilfe in armen Ländern ist auch eine Form von "Aufbau". Das investierte Geld kommt auch in Form von Aufträgen für die Industrie und Wirtschaft zurück. Dafür gibt es X-Beispiele.

    Nochmals - es ist nicht Schelte, die ich austeilen will, sondern eher eine Portion Mitleid mit einem Land, das so viel erreicht hat wie Deutschland.
    Nur weil ich eine BMW habe und mein Nachbar nicht, schenke ich ihm trotzdem keine.......

    Herzliche Grüsse
    Charly

  10. Registriert seit
    20.06.2009
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    845

    Standard

    #40
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Deutschland ist auf ein einiges Europa und angewiesen, hat Schmidt als einer der ersten erkannt.
    Dem kann ich nur zustimmen.
    Auch ich bin nicht mit allem einverstanden, was aus Brüssel und Straßburg kommt. Man kann über vieles nur den Kopf schütteln, was sich unsere Eurokraten so ausdenken. Geschweige denn, was das alles kostet. Da kann man schon Zweifel an der Richtigkeit bekommen.

    Aber eines ist sicher: Noch nie in der Geschichte, hat Europa über einen so langen Zeitraum friedlich nebeneinander / miteinander gelebt. Die Vereinigung Deutschlands und die Öffnung zum Osten wäre ohne ein geeintes Europa nicht so friedlich vonstatten gegangen.

    In allen Europäischen Ländern hat es Menschen wie Helmut Schmidt gegeben, die das erkannt haben und die sich über Grenzen - Stattsgrenzen und Grenzen in den Köpfen - hinweggesetzt haben. Auch Helmut Kohl hat einen entscheidenden Anteil daran.

    Wenn es noch gelingt, das Gartenzaundenken in den Köpfen der Politiker und der Bevölkerung aufzubrechen, dann ist viel für unsere Zukunft erreicht worden.


 
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