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Schweizer Wegelagerer sind billig dagegen

Erstellt von C-Treiber, 16.10.2013, 20:52 Uhr · 74 Antworten · 4.596 Aufrufe

  1. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #41
    Ja, ja die armen reichen. Was ist eigentlich reich und was ist arm. Bin ich reich, nur weil ich mit meinem Verdienst etwas über dem Durchschnitt liege und nicht jeden Pfennig umzudrehen brauche. Oder bin ich arm, weill ich mir mal eben nicht so einfach ein neues Auto der gehobenen Klasse an meinem Arbeitsplatz vorbeibringen lasse.

    Allen per Grudgesetz verbrieften Gleichheitsprinzipien zum Trotz, hat auch bei uns derjeneige mit der besseren finanziellen Ausstattung immer noch einen Vorteil den etwas weniger Bemittelten gegenüber. Bei der Bildung, der Gesundheit, der Steuer und beim Recht. Das so scheinbar gerechte Punktesystem ist auch nicht so gerecht wie man glauben mag. Um gerecht zu wirken, muß man da erst einmal rein kommen. Derjenige mit dem besseren Rechtsanwalt oder auch nur den besseren Kontakten hat hier eher eine Chance auch mal mit einem blauen Auge davon zu kommen. Der, der diese Möglichkeiten nicht hat, der noch nicht mal die Möglichkeiten hat diese denn auch nur in Erwägung zu ziehen, der zahlt. Ist das gerecht? Auf dem paier sicherlich, aber auch in der Praxis.

    Zu dem hier genannten guten Reichen der über seine Steuerehrlichkeit schon vorher gezahlt hat. Muß ich da noch mehr erläutern. Ich denke das ist selbsterklärend. Schmarotzer der Gesellschaft. Auch hier ist wieder der der Dumme, der aufgrund seiner Herkunft, seines Standes und seines Einkommens/Vermögens halt nicht die Möglichkeiten hat.

    Nein, ich bin weder Kommunist noch Sozialist. Und ich gehöre auch nicht zu denen am unteren Rand, aber auch nicht zu denen die ihr Vermögen "steueroptimiert" in der Schweiz anlegen. Nur irgendetwas stimmt im Saate nicht mehr und das wird zusehend offensichtlicher. Dies sorgt für innere Unruhen und gibt Auftrieb für Parteien am unteren und oberen Rand unserer Gesellschaft (siehe beispielsweise die Antworten in diesem Thema).

    Ich würde das Einspruchrecht bei Verkehrsvergehen stark einschränken. Und bei mir wären auch die Strafen drastischer. Dem Einkommen angepaßt. In Deutschland haben wir Discountpreise, die es jedem erlauben abwägbare Risiken einzugehen und Gestzesverstöße bewußt zu begehen.. Diesbezüglich kann sich ja jeder mal an die eigene Nase fassen. Ich tu das auch.

    Gruß Thomas

  2. Registriert seit
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    #42
    liebe kollegen ihr widersprecht euch hier permanent selbst. auf der einen seite behauptet ihr (ohne jedwede grundlage), dass "reiche sowieso keine steuern zahlen" auf der anderen seite findet ihr es ok, dass reiche am einkommen gemessen versteuert werden. wenn ein entsprechendes einkommen vorhanden ist, dann ist es ein einkommen NACH steuern, es wurde also zuvor schon versteuert, da ansonsten es keine bemessungsgrundlage für einen strafbescheid in dieser höhe geben kann.

    "aushandeln" kann man sich seine steuern zum teil in der schweiz, in D und Ö gibt es das prinzipiell nicht.
    ein "reicher" kann sich nach wie vor nicht über die STVO hinwegsetzen, wenn er erwischt wird, soll er dieselbe strafe wie alle bezahlen. wenn die übertretung aufgrund der gesetzeslage einen tagsatz vorsieht, dann muss er ohnehin mehr löhnen als andere.
    over and out !

  3. TomTom-Biker Gast

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    #43
    Mehr löhnen nur, sofern die Strafe rechtswirksam wird. Und da gibt es halt in einigen Fällen schon Unterschiede.

    In Deutschland gibt es Fälle, in denen bei Geschwindigkeitskontrollen oder per kamera dokumentierten Rotlichverstößen andere die Verantwortung übernommen haben. Gegen entsprechende Bezahlung natürlich. Das ging durch die Presse und ist einschlägig bekannt.

    Und dann gibt es regelmäßig bei uns das Thema Steuer-CDs. Presseberichte, Talk-Shows zum Thema und Gesetzesentwürfe, Versuch eines Steuerabkommens mit der Schweiz. Alles grundlos?

    Es ist sicherlich nicht jeder ein Steuerbetrüger nur weil sein Einkommen 6- oder 7stellig ist und auch einige richtig Reiche zahlen ordentlich ihre Steuern. Aber es gibt genügend, die es eben nicht tun. Und das sind für mich die Schmarotzer. Denn die anderen zahlen für die mit.

    Gruß Thomas

  4. Registriert seit
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    #44
    generell empfinde ich eine Bestrafung nach Tagessätzen als gerecht. Ebenfalls generell finde ich den Wirbel, der um zu schnelles Fahren gemacht wird, als ungerecht

  5. Registriert seit
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    #45
    Zitat Zitat von QVIENNA Beitrag anzeigen
    "aushandeln" kann man sich seine steuern zum teil in der schweiz, in D und Ö gibt es das prinzipiell nicht. !
    Naja, unter unserm Gotthabihnseelig KHG kamen so kleine Notleidende wie ....wurscht, wer auch immer... und haben sehr wohl ihre Steuerhöchstsätze ausgehandelt, ich bin sicher, dass es auch in D solche Fälle gibt/ gegeben hat

  6. Registriert seit
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    #46
    Mal abgesehen von den Sportlern, die ja auch alle Sonderregelungen haben

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    #47
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Sorry, wer kein Jahressalär in 5-stelliger Höhe hat, nimmt wahrscheinlich auch nicht motorisiert am Straßenverkehr teil. Auch bei 6-stelligen Jahreseinnahmen, ärgen mich Strafzettel über 100Eur. Sie tun nur weniger weh. Aber der Frust ist der selbe.

    Die Ersatzhaftstrafe ist allerdings die größte Lachnummer, nicht nur das die Strafe nicht gezahlt wird, jeder Tag den Du auf Kosten des Steruerzahlers drei e Mahlzeiten und ein Bett bekommst kostet mindestens 113€ (das ist jedenfalls der billigste Preis den ich kenne).
    Dann mach einfach 6-7(8, ...) -stellige Einkommen davon (nach oben offen).
    "Leichte" Unterschiede gibt's dennoch bereits bei nur "5"-stelligen Einkommen. Mit ca. 11000€ bist Du in D an der Armutsgrenze, und 100€ tun extrem weh (auch wenn Du Dir dann ev. noch einen Kleinstwagen leisten kannst -"Carsharing", zusammen mit anderen "Hochverdienern") . Mit 99999€ bist Du immer noch im 5"-stelligen Bereich, 's tut halt nicht mehr wirklich weh. Und wenn Du, "6"-stellig, bei 999999€ landest, geht das bereits völlig im Grundrauschen unter und stellt nichtmal eine "Belästigung" dar (höchstens dann, wenn Du, aus Prinzip, weil Du glaubst, Dir könnte niemand was -Geburtsrecht,. Das Recht des besser gestellten ... wasauchimmer, diese "Strafe" als "unzulässig/Deiner hervorragenden Person ggnüber als völlig unangemessen" ansiehst).

    Grüße
    Uli

  8. Registriert seit
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    #48
    ganz einfach! wenn ich es mir nicht leisten kann zu schnell zu fahren, dann muss ich mich halt an die Verkehrsregeln halten.

  9. Registriert seit
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    #49
    Eine Strafe nach Einkommen hat ein Stück weit ihre Berechtigung. Strafen/Bußen sind schließlich kein Ablaß, mit dem man sich per Preisliste von seinen Verkehrsünden freikauft. Es geht nicht ums "leisten können" oder "nicht leisten können" sondern es soll "individuell gemessen" weh tun . In D gibt es das auch schon sehr lange. Mein Vater bekam das schon in der 70er Jahren zu spüren...

    Allerdings:

    Ein Elektrofacharbeiter in einer Fabrik arbeitet 35 Stunden pro Woche und verdient 2.000 Euro.

    Ein selbständiger Elektroinstallateur buckelt 60 Stunden auf dem Bau und macht am Wochenende noch seine Buchhaltung. Er verdient 4.000 Euro.

    Letzterer würde für den gleichen Delikt die doppelte Stafe bezahlen, wie sein Kollege aus der Fabrik.

    Gerecht?

    Zugegeben, etwas konstruiert, aber es zeigt, dass es nicht so einfach ist.
    Will heißen: Manchmal arbeiten Leute mit höherem Einkommen auch einfach etwas mehr....

    Und die Räikkönens und Hönes, etc.. dieser Welt verdienen deshalb so viel, weil es zuviele Leute gibt, die für diesen Unterhaltungszirkus freiwillig idiotische Summen bezahlen. Also beschwert euch nicht...

    Michael.

  10. Registriert seit
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    #50
    Zitat Zitat von QVIENNA Beitrag anzeigen
    liebe kollegen ihr widersprecht euch hier permanent selbst. auf der einen seite behauptet ihr (ohne jedwede grundlage), dass "reiche sowieso keine steuern zahlen" auf der anderen seite findet ihr es ok, dass reiche am einkommen gemessen versteuert werden. wenn ein entsprechendes einkommen vorhanden ist, dann ist es ein einkommen NACH steuern, es wurde also zuvor schon versteuert, da ansonsten es keine bemessungsgrundlage für einen strafbescheid in dieser höhe geben kann.

    "aushandeln" kann man sich seine steuern zum teil in der schweiz, in D und Ö gibt es das prinzipiell nicht.
    ein "reicher" kann sich nach wie vor nicht über die STVO hinwegsetzen, wenn er erwischt wird, soll er dieselbe strafe wie alle bezahlen. wenn die übertretung aufgrund der gesetzeslage einen tagsatz vorsieht, dann muss er ohnehin mehr löhnen als andere.
    over and out !
    Lieber Kollege,

    Steuern verhandeln, kannst Du auch in D. Und keine Steuern zahlen ist als "Reicher" viel einfacher als als "Armer". Die Steuersparmodelle, z.B. über vermietete Immobilien setzen halt mal ein gewisses Vermögen und Monatseinkommen voraus. Und ganz schnell bist Du mit ein wenig Abschreibung auf 0 Euro Steuern.

    Man kann das auch wie die Familie Quandt machen, ein wenig für das eigene Einkommen sorgen und dann mal eben die eigenen Einnahmen um 690.000 reduzieren. Versuch Du mal mit Deinen paar Kröten eine Entscheidung auf europäischer Ebene zu beeinflußen, die sich direkt oder indirekt auf Dein Einkommen auswirkt. Und das Ganze ist dann noch Steuerabzugsfähig.

    @Tomtom-Biker
    Es gibt ein paar Definitionen von "reich" im Sinne der VWL. Die passenste, wie ich finde, ist die, Dein Vermögen muß groß genug sein, um davon, ohne jede weitere Einnahme und ohne jede Einschränkung mindestens 2 Jahre leben zu können.

    Sprich, Du mußt zwei Jahresnettofamileieneinkommen an Barreserven auf der Bank liegen haben, täglich verfügbar. (Nicht in Aktien, Immobilien, Obligation, Festpapieren etc.)


 
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