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€ - Sfr. Kurs wieder frei

Erstellt von soaringguy, 15.01.2015, 16:01 Uhr · 212 Antworten · 13.440 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #61
    Zitat Zitat von Topas Beitrag anzeigen
    ... dann kostet der Sprit in D - deutlich weniger, als bei uns - kommen wir nach D - zum tanken...

    der anliegende Einzelhandel kotzt so richtig ab.....


    Ich weiss nicht, ob ich mich freuen soll.....bin gerade dabei ein paar Messer in Amiland bzw. Deutschland zu ordern
    - und diese sind gerade um 20% billiger geworden.....

    andererseits ist die Schweiz vom Export abhängig
    .....

    wenn ich jetzt mal so `ne olle neue GSA kalkuliere.... dabei brauche ich eigentlich keine neue.....

    der neue Kurs macht mich richtig fertisch.......
    Tja, man kann nicht alles haben, hättet ihr den Euro, wäre es egal.

    Wie häufig ausgeführt. Wertet die EU heute ab, ist die Schweiz morgen pleite.

    Die SNB hat gerad 80Mrd Sfr Verlust gemacht. Gibt wohl kein Geld für die Kantone dieses Jahr.

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    #62
    Meine Frau hat gestern in Konstanz 29ct preiswerter als in der Schweiz Diesel getankt. Nach dem Einkaufstourismus beginnt nun auch der Tanktourismus. Es sind irre Zeiten.

    Ich wäre nicht überrascht, wenn der Sfr. / € Kurs noch weiter steigt. 0.85-0.9 Sfr./€ in wenigen Wochen sind realistisch wenn am Donnerstag die EZB mit ihrem QE-Programm beginnt.

    Ich bin gespannt, was der SNB für eine Antwort auf diese Herausforderung einfallen wird...

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    #63
    Zitat Zitat von soaringguy Beitrag anzeigen
    Meine Frau hat gestern in Konstanz 29ct preiswerter als in der Schweiz Diesel getankt. Nach dem Einkaufstourismus beginnt nun auch der Tanktourismus. Es sind irre Zeiten.

    Ich wäre nicht überrascht, wenn der Sfr. / € Kurs noch weiter steigt. 0.85-0.9 Sfr./€ in wenigen Wochen sind realistisch wenn am Donnerstag die EZB mit ihrem QE-Programm beginnt.

    Ich bin gespannt, was der SNB für eine Antwort auf diese Herausforderung einfallen wird...
    Ich denke, der Kurs wird sich mittelfristig bei etwa 1:1 einpendeln und D dem es sowieso schon gut geht noch mal nen Schub geben, diesmal nicht auf Kosten der schwächeren EU-Partner, sonder auf Kosten der Schweiz.

    Die deutsche Wirtschaftspolitik hat sich schon lange von dem Ziel der ausgeglichenen Aussenhandelsbilanz verabschiedet und drückt mit seiner Exportkraft, die jeweiligen Handeslpartner an die Wand (um sie dann ggf. über Bürgschaften vor dem Staatsbankrott zu retten). Auch A,I,F werden profitieren.

    Ist eine Frage, wie lange 8 Mio Schweizer gegen 210Mio Europäer in der direkten Nachbarshaft bestehen können.

    Die Gewinner sind die, die in der Schweiz arbeiten und in der EU leben.

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    #64
    @ C-Treiber: Um die Schweiz und den Franken mache ich mir bis 2017 keine Sorgen . Es ist halt ein teilweise schmerzhafter Anpassungsprozess für die Firmen. Alles handelbar.

    Interessanter ist wie & ob die Bilateralen gerettet werden können. Um den Status Quo bei den Bilateralen Verträgen mit der EU zu erhalten, muss die Schweiz eine Lösung bis zum Sommer 2016 finden. Die Frist läuft 2017 aus. D.h. keine Kontingente und keinen Inländervorrang, so wie in der Abstimmung am 9.2. durchs Volk angenommen.

    Um weitere Bilaterale Verträge zu erhalten (Strommarkt, bessere Absicherung des Zugangs zum EU Markt) muss sie in die automatische Rechtsübernahme einwilligen, was sie vermutlich und richtigerweise nicht machen wird. Die EU verschärft fortlaufend die Zutrittsbedingungen für Drittländer. Letztens erst im Lebensmittelbereich. Lebensmittelimporte gehen nur noch mit einem Generalimporteur oder Niederlassung in der EU. Die Schweizer Banken möchten ein Bilaterales Abkommen um sich besser abzusichern.

    Das Freihandelabkommen TTIP ist ein Abkommen zwischen der EU und der USA. Norwegen und die Schweiz haben keinen Einfluss auf das, was da kommen wird. Damit sie dort mitmachen dürfen, werden sie als Gäste gleich aber nicht besser gestellt sein wie die EU Mitglieder.

    Wie also weiter? Ich vermute die Bilateralen sind am Ende und laufen 2017 aus. Was folgt ist der Versuch eines Alleinganges für 7-10 Jahre und anschliessend die Mitgliedschaft im EWR/TTIP.

    Die Schweiz tendiert dazu zuerst immer alle Nischen und Sackgassen auszuprobieren, ehe sie das Richtige tut.

    Ein schönes Beispiel für dieses Verhalten ist die Swissair. Eigenständigkeit? Ja,um jeden Preis! Mitgliedschaft in der Staralliance? Forget it! Dann kam das EWR Nein des Volkes. Die Swissair verlor den Zugang zum EU-Markt und konnte nur noch Direktverbindungen von und zur Schweiz anbieten. Was folgte war die Hunterstrategie. Die Swissair kaufte Schrottairlines wie die Sabena ein. Die Bilateralen kamen zu spät.

    Am Ende ging die Swissair mit 16Mrd. Sfr. pleite. Die Neugründung der Swiss erfolgte mit 4.3 Mrd. Franken. Mit diesem Betrag hätte die man 2001 glatt die Aktienmehrheit der Lufthansa kaufen können, so Jürgen Weber der ehemalige CEO der LH.

    Trotz Entschuldung, tiefer Tarifverträge usw. gelang es nicht erfolgreich zu sein. Was folgte waren Sparrunden nach Sparrunden und am Ende konnte die Lufthansa die Swissair für läppische 347 Millionen kaufen. Eine Folge: Die Swisspiloten verdienen nicht das, was ihre Kollegen bei der Swissair einst hatten und arbeiten heute für ca. 30% weniger als die Kollegen bei der Lufthansa.

    Heute möchte niemand mehr eine eigenständige Swiss sehen. Die Swiss befördert so viele Passagiere, wie die Swissair zu ihren besten Zeiten und ist eine Cashcow im LH-Konzern.

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    #65
    Es kommt sowieso wie es kommt.

    Am Montag kauf ich ein Sack Euro, will ja nicht nur in den schönen Schweizer Berge
    Töff fahren.

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    #66
    Zitat Zitat von soaringguy Beitrag anzeigen
    @ C-Treiber: Um die Schweiz und den Franken mache ich mir bis 2017 keine Sorgen . Es ist halt ein teilweise schmerzhafter Anpassungsprozess für die Firmen. Alles handelbar.

    Interessanter ist wie & ob die Bilateralen gerettet werden können. Um den Status Quo bei den Bilateralen Verträgen mit der EU zu erhalten, muss die Schweiz eine Lösung bis zum Sommer 2016 finden. Die Frist läuft 2017 aus. D.h. keine Kontingente und keinen Inländervorrang, so wie in der Abstimmung am 9.2. durchs Volk angenommen.

    Um weitere Bilaterale Verträge zu erhalten (Strommarkt, bessere Absicherung des Zugangs zum EU Markt) muss sie in die automatische Rechtsübernahme einwilligen, was sie vermutlich und richtigerweise nicht machen wird. Die EU verschärft fortlaufend die Zutrittsbedingungen für Drittländer. Letztens erst im Lebensmittelbereich. Lebensmittelimporte gehen nur noch mit einem Generalimporteur oder Niederlassung in der EU. Die Schweizer Banken möchten ein Bilaterales Abkommen um sich besser abzusichern.

    Das Freihandelabkommen TTIP ist ein Abkommen zwischen der EU und der USA. Norwegen und die Schweiz haben keinen Einfluss auf das, was da kommen wird. Damit sie dort mitmachen dürfen, werden sie als Gäste gleich aber nicht besser gestellt sein wie die EU Mitglieder.

    Wie also weiter? Ich vermute die Bilateralen sind am Ende und laufen 2017 aus. Was folgt ist der Versuch eines Alleinganges für 7-10 Jahre und anschliessend die Mitgliedschaft im EWR/TTIP.

    Die Schweiz tendiert dazu zuerst immer alle Nischen und Sackgassen auszuprobieren, ehe sie das Richtige tut.

    Ein schönes Beispiel für dieses Verhalten ist die Swissair. Eigenständigkeit? Ja,um jeden Preis! Mitgliedschaft in der Staralliance? Forget it! Dann kam das EWR Nein des Volkes. Die Swissair verlor den Zugang zum EU-Markt und konnte nur noch Direktverbindungen von und zur Schweiz anbieten. Was folgte war die Hunterstrategie. Die Swissair kaufte Schrottairlines wie die Sabena ein. Die Bilateralen kamen zu spät.

    Am Ende ging die Swissair mit 16Mrd. Sfr. pleite. Die Neugründung der Swiss erfolgte mit 4.3 Mrd. Franken. Mit diesem Betrag hätte die man 2001 glatt die Aktienmehrheit der Lufthansa kaufen können, so Jürgen Weber der ehemalige CEO der LH.

    Trotz Entschuldung, tiefer Tarifverträge usw. gelang es nicht erfolgreich zu sein. Was folgte waren Sparrunden nach Sparrunden und am Ende konnte die Lufthansa die Swissair für läppische 347 Millionen kaufen. Eine Folge: Die Swisspiloten verdienen nicht das, was ihre Kollegen bei der Swissair einst hatten und arbeiten heute für ca. 30% weniger als die Kollegen bei der Lufthansa.

    Heute möchte niemand mehr eine eigenständige Swiss sehen. Die Swiss befördert so viele Passagiere, wie die Swissair zu ihren besten Zeiten und ist eine Cashcow im LH-Konzern.
    Ja, das Spiel mit der Swissair --> Swiss --> LH-Tochter habe ich am Rande mit verfolgt und war beeindruckt, mit welcher Gelassenheit da Milliarden vernichtet wurden.

    TTIP wird in der EU von der Bevölkerung durchaus nicht nur positiv wahrgenommen. Ob das kommt und wie ist die Frage.

    Naja, die Bilateralen Verträge kann man ja neu verhandeln. Ist ja trotz allem Schweizbashing nicht so, dass wir unsere eigenwilligen Nachbarn nicht mögen.Ist mehr so, dass wir die Ängste hinter den Abgrenzungstendenzen nicht so ganz verstehen.

    Das sich die Schweiz mit der Volksabstimmung selbst ins Knie geschossen hat, wird der Bevölkerung wahrscheinlich erst in ein paar Jahren klar werden. Wie immer, war die Angst der schlechteste Ratgeber. Frage ist, ob eine erneute Volksabstimmung das Ergebnis nicht wieder ändern würde.

    Trotzdem wird es jetzt erstmal teuer. Nicht unbedingt für den einzelnen Konsumenten, aber für die Wirtschaft insgesamt.

  7. X-Moderator
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    #67
    .... hat imho nur nichts mit der SNB Entscheidung zu tun....

    insgeheim spricht man von 800 Mrd. €uronen, die in den Bankenkellern eingelagert sind...

    auch für Schweiz wird es somit zu riskannt, noch mehr von dem faulenden Papier aufzukaufen....

    da macht es evtl. mehr Sinn, die betroffenen Firmen indirekt zu stützen, als zu versuchen, den € künstlich aufzuhübschen.

    Die Deutschen sind Exportweltmeister - trotzdem ist die Rente für die meisten ein Witz - Riester die volle Verarschung - und das reale Einkommen sinkt....

    Dafür gibt es niedrigste Löhne - und billigste Lebensmittel - wenn auch quallitativ am untersten Level.....

    Ich sehe für die "normalen deutschen Arbeitnehmer" keinen Vorteil - den das Gesamtwachstum generiert.....


    Die Schweizer sind sicher gut beraten - zum jetzigen Zeitpunkt - nicht der €U beizutreten.....

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    #68
    Zitat Zitat von Bergler Beitrag anzeigen
    Es kommt sowieso wie es kommt.

    Am Montag kauf ich ein Sack Euro, will ja nicht nur in den schönen Schweizer Berge
    Töff fahren.
    Vielleicht nicht die schlechteste aller Ideen. Steigt der Kurs des € wie von Jordan prognostiziert, dann kannst Du zurücktauschen.

    Fällt er weiter, hast Du schöne Ferien oder was auch immer...

    Mir ist jetzt klar warum die SNB kalte Füsse bekommen hat. Die Notenbankbilanz der SNB lässt einem erschaudern.

    Notenbankbilanz in % des BIP | Galerien Was zählt | Finanz und Wirtschaft

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    #69
    Zitat Zitat von Bergler Beitrag anzeigen
    Es kommt sowieso wie es kommt.

    Am Montag kauf ich ein Sack Euro, will ja nicht nur in den schönen Schweizer Berge
    Töff fahren.
    Bring mir nen Sack voll mit
    Kaufe mir dann nen Sack voll Schweizer...
    WÖLFE natürlich

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    #70
    Zitat Zitat von Topas Beitrag anzeigen
    .... hat imho nur nichts mit der SNB Entscheidung zu tun....

    insgeheim spricht man von 800 Mrd. €uronen, die in den Bankenkellern eingelagert sind...

    auch für Schweiz wird es somit zu riskannt, noch mehr von dem faulenden Papier aufzukaufen....

    da macht es evtl. mehr Sinn, die betroffenen Firmen indirekt zu stützen, als zu versuchen, den € künstlich aufzuhübschen.

    Die Deutschen sind Exportweltmeister - trotzdem ist die Rente für die meisten ein Witz - Riester die volle Verarschung - und das reale Einkommen sinkt....

    Dafür gibt es niedrigste Löhne - und billigste Lebensmittel - wenn auch quallitativ am untersten Level.....

    Ich sehe für die "normalen deutschen Arbeitnehmer" keinen Vorteil - den das Gesamtwachstum generiert.....


    Die Schweizer sind sicher gut beraten - zum jetzigen Zeitpunkt - nicht der €U beizutreten.....
    Lebensmittel am unteren Qualitätslevel? Na ich weiß nicht, wo Du in D einkaufst wenn Du hier bist, aber die Aussage ist in ihrer Pauschalität einfach nur lächerlich. Sorry.
    Ich konnte keinen Qualitätsunterschied feststellen, zwischen, sagen wir Migro und Edeka. Doch, einen, Hackfleisch ist in der Schweiz unverschämt teuer und von schlechter Qualität. Soviel Wasser hatte ich nach dem Anbraten noch nie in der Pfanne.

    Da wird nicht gemunkelt, die Schweiz sitzt auf dem Gegenwert eines Bruttoinlandsproduktes an Euro. Bargeld und Anleihen (800Mrd erscheint mir etwas zu hoch, will ich aber nicht ausschließen). Was glaubst Du warum ich immer läster, wenn die EU morgen Schuldenschnitt macht, ist die Schweiz übermorgen pleite?

    Die Unternehmen stützen? Die Pension in Oberwald, die von den Wanderen und Skigästen lebt, die nun asubleiben? Die kleinen Hotels in Graubünden? Da hängt nen Rattenschwanz dran, der sich ausser mit der Gieskanne kaum bewältigen läßt.

    Ich weiß nicht, ob die Schweizer mit überhaupt etwas gut beraten sind, für mich haben sie momentan nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, den günstigen Zeitpunkt zum Einstieg in den Euro haben sie jedenfalls verpasst.


 
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