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So funktioniert Demokratie

Erstellt von Bandeskunzler, 03.03.2013, 10:57 Uhr · 54 Antworten · 3.158 Aufrufe

  1. LieberOnkel Gast

    Standard AW: So funktioniert Demokratie

    #41
    Wieso wird die arme Frau denn nicht selber Chefin einer Leiharbeitsfirma?

    Wieso sind Inhaber anderer Firmen nicht auch Sklavenhalter? Kündigungsfristen in Arbeitsverträgen sind meines Wissens nicht so ungewöhnlich.

  2. LieberOnkel Gast

    Standard AW: So funktioniert Demokratie

    #42
    Btw: 10, - Brutto sollten aber eher sowas um die 1700,- € brutto ergeben.

    Nicht das man damit wohlhabend wäre, aber arm?!

  3. Registriert seit
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    Standard

    #43
    Zitat Zitat von LieberOnkel Beitrag anzeigen

    Wieso wird die arme Frau denn nicht selber Chefin einer Leiharbeitsfirma?

    [ ... ]
    Es können eben nicht alle Häuptlinge sein, man braucht auch Indianer. Wer soll denn sonst den Reichtum erwirtschaften.
    Aber ich werde sie morgen einmal fragen, vielleicht hat sie ja keinen Bock mehr auf Indianer.



    1.200 brutto deshalb, weil sie nur einen 30 Stunden pro Woche -Vertrag bekommen hat (sicherheitshalber, falls es mal mehr wird -die Nachfrage nach ihrer Arbeitskraft also steigt- dann bekommt sie natürlich auch mehr Stunden bezahlt) das unternehmerische Risiko (des Verleihers) wird auf diese Art aber abgesenkt.
    Arm ist sie natürlich nicht wirklich, sie hat eben nur kein Geld (übrig). Das ist letztlich Definitionssache.
    Sie kann ja immer noch "aufstocken" ... der Leiharbeitschef zahlt bestimmt auch Steuern, die könnte man ja dafür verwenden, also teilweise. Wenn er natürlich einen guten Steuerberater hat, dann vielleicht auch nicht. Man weiß es eben nicht ... so ganz genau.

  4. Registriert seit
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    #44
    Leiharbeit, so etwas Rückständiges. Heute macht man das per Werkvertrag. Kein Kündungsschutz, 10.000 und 1 Grund das Geld zurückzuhalten, kein Mindestlohn.

    Man, wie soll da die Wirtschaft wieder in Gang kommen, wenn Ihr Euch erdreistet Leiharbeitsfirmen anzuheuern und die Leiharbeiter dann noch zu übernehmen, in unbefristet Verhältnisse mit Krankengeld, Kündigungsfristen, bezahltem Urlaub.

    Die Tags fehlen absichtlich.

  5. Registriert seit
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    #45
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Leiharbeit, so etwas Rückständiges. Heute macht man das per Werkvertrag. Kein Kündungsschutz, 10.000 und 1 Grund das Geld zurückzuhalten, kein Mindestlohn.

    Man, wie soll da die Wirtschaft wieder in Gang kommen, wenn Ihr Euch erdreistet Leiharbeitsfirmen anzuheuern und die Leiharbeiter dann noch zu übernehmen, in unbefristet Verhältnisse mit Krankengeld, Kündigungsfristen, bezahltem Urlaub.

    Die Tags fehlen absichtlich.
    Du meinst: Heutzutage verkauft man sich (seine Arbeitskraft) nicht mehr, man verleiht sich ... also selbst. Beim einem Werkvertrag schuldet man dem Auftraggeber ja eigentlich ein Werk. So war das jedenfalls früher. Klassisch an Baustellen/Bauvorhaben ... also "funktionsfähige Entrauchungsanlage nach Baubeschreibung" (jetzt nur mal als Beispiel).
    Inzwischen geht wohl auch: Vollständig eingeräumte Regale in einem Supermarkt ... und derartige Dinge. Ist doch toll, die neuen Werktätigen, ein Volk von Unternehmern. Vom Tellerstapler zum Millionär ... verleihe dich selbst, sonst wirst du verliehen. Hauptsache, alle haben Arbeit ... sagt die Bundesregierung. Stimmt ja auch.

  6. LieberOnkel Gast

    Standard AW: So funktioniert Demokratie

    #46
    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    (...)

    1.200 brutto deshalb, weil sie nur einen 30 Stunden pro Woche -Vertrag bekommen hat...
    (...)

    Das ist natürlich eine Schweinerei, daß Arbeitnehmer in Teilzeit weniger verdienen als solche in Vollzeit. Das riecht nach Diskriminierung, da muß ein Gesetz her, das ein monatliches Mindesteinkommen vorschreibt!

  7. Registriert seit
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    #47
    Zitat Zitat von LieberOnkel Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich eine Schweinerei, daß Arbeitnehmer in Teilzeit weniger verdienen als solche in Vollzeit. Das riecht nach Diskriminierung, da muß ein Gesetz her, das ein monatliches Mindesteinkommen vorschreibt!
    Jawoi! *im bierzelt auf den tisch hau*
    a sauarei iss dees!

  8. Registriert seit
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    #48
    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Du meinst: Heutzutage verkauft man sich (seine Arbeitskraft) nicht mehr, man verleiht sich ... also selbst. Beim einem Werkvertrag schuldet man dem Auftraggeber ja eigentlich ein Werk. So war das jedenfalls früher. Klassisch an Baustellen/Bauvorhaben ... also "funktionsfähige Entrauchungsanlage nach Baubeschreibung" (jetzt nur mal als Beispiel).
    Inzwischen geht wohl auch: Vollständig eingeräumte Regale in einem Supermarkt ... und derartige Dinge. Ist doch toll, die neuen Werktätigen, ein Volk von Unternehmern. Vom Tellerstapler zum Millionär ... verleihe dich selbst, sonst wirst du verliehen. Hauptsache, alle haben Arbeit ... sagt die Bundesregierung. Stimmt ja auch.
    Naja, volkswirtschaftlich betrachtet ist es immer billiger Arbeit zu bezahlen als Nicht-Arbeit. Volkswirtschaftlich betrachtet ist es aber auch sehr viel besser, das Gesamtvermögen in der breiten Masse zu verteilen, als auf einige wenige zu beschränken.
    Ja, bei einem Werkvertrag schuldest Du die Lieferung oder den Erfolg, das ist völlig richtig. Und das Werk kann auch sein, ein vollständig und ordentlich eingeräumtes Regal. Das ist pervers, aber es ist so.

    Vom Tellerstapler zum Millionär, nee vom Tellerstapler zum HartzIV-Empfänger. Unternehmer, die keine sind, aber wie solche behandelt werden. Selbstausbeutung auf einen Niveau, das an die übelsten Zeiten der industriellen Revolution erinnert. Das Ergebnis neoliberale Politik. Mindestlohn ist Teufelszeug, Kündigungsschutz sowieso, was Dein Leben und Deine Gesundheit wert sind, bestimmt der Berater vom Arbeitsamt, der Bearbeiter Deines Hartz-IV-Antrags, die Politik, die die Rahmenbedingungen schafft.

    Das Proletariat ist mal wieder ein Prekariat.

    Arbeitslosengeld entwickelt sich von einem Versicherungsanspruch in ein Bittgesuch, Arbeitslosenhilfe landet auf dem Niveau der Sozialhilfe und wird mit dieser zusammengelegt.

    Klar freue ich mich darüber, das ich mir keine Gedanken darüber machen muß, ob die Flasche Wein zum Abendessen 20 oder 40Euro kostet, aber ich kenne auch die andere Seite und ich habe sie nicht vergessen. Mir und meiner Frau und ich denke auch den absolut meisten in unserem Einkommensbereich würden 1000, 2000 oder 3000Euro mehr Steuern im Jahr nicht wirklich weh tun. Auf die Masse gerechnet ist das ein Menge Geld, mit der man eine Menge Sachen finanzieren kann, geringere Steuern für Geringverdiener , höhere HartzIV-Sätze, höheres Bafög, mir fallen eine Menge Dinge ein, die die Situation von Leuten mit geringem Einkommen deutlich verbessern würde.

    Wir haben nichts zu unserem besseren Startmöglichkeiten getan, weder zu unserer Intelligenz, noch das sich unsere Eltern unsere Ausbildung leisten konnten. All das ist nicht unser Verdienst. Und das trifft für die Mehrzahl der Gut-, Besser- und Bestensverdienenten zu, ihre Startmöglichkeiten waren aus Gründen, die sie nicht zu vertreten haben, besser.

    Aber wir alle haben es in der Hand, jeden Tag, bei jedem Wahlgang. Die Welt ist das, was wir daraus machen und momentan gefällt sie mir gar nicht.

    Es kann einfach nicht sein, das, wenn ich als Selbsständiger freiwillig in der Gesetzlichen verischert bin, es eine Beitragshöchstgrenze gibt und es kann einfach nicht sein, das ich auch wenn ich das doppelte von meiner Frau verdiene, genauso viel zahle wie sie und es kann noch viel weniger sein, das ich in einer privaten Versicherung bin, weniger als die Hälfte zahle. Es kann einfach nicht sein, das meine Steuerlast bei nahezu doppeltem Einkommen bei 21% liegt während meine Frau 24,5% zahlt. Und mir mein Steuerberater erklärt, "Sie zahlen zu viel Steuern". Hallo, wo leben wir.

    Ich könnte platzen darüber. Ja klar, mein Arbeitstag ist oft 16 Stunden, aber das ist meine Entscheidung. Genauso wie es meine Entscheidung ist, am Dienstag zu beschließen, am Mittwoch eine Tour von 435km zu fahren und für niemanden erreichbar zu sein. Das kann kein AN.

    Für Entscheidungsfreiheit, braucht es wirtschaftliche Unabhängigkeit, was für HartzIV-Empfänger zutrifft, trifft im europäischen Rahmen auch auf Griechenland, Spanien und Italien zu.

  9. LieberOnkel Gast

    Standard AW: So funktioniert Demokratie

    #49
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    (...
    Selbstausbeutung auf einen Niveau, das an die übelsten Zeiten der industriellen Revolution erinnert.
    (.. .)
    Aber sonst geht's gut?

    Wo soll es sowas heute hier geben? 14 Stunden Arbeit für einen Lohn, der nicht ausreicht, die Familie, die in einer Einraumwohnung mit sieben Kindern haust, vor dem Hunger zu bewahren.
    Die Kinder mit sieben schon in der Fabrik, keine Krankenkasse, keine Lohnfortzahlung, keine Rente.

    Das ließe sich jetzt beliebig fortsetzen.

    Also bei manchen Vergleichen fällt einem echt ein Ei aus der Hose...

  10. Registriert seit
    25.03.2009
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    975

    Standard

    #50
    Mahlzeit,

    ich will mich jetzt nicht in Eure Diskussion einklinken,
    habe aber gerade mal wieder den typischen Fall vorliegen.

    Am vergangenen Freitag habe ich beim Jobcenter angerufen und um die Vermittlung eines
    Kunststoffformgebers gebeten.
    Am Montag bekam ich die Bewerbervorschläge.
    Genau 12 an der Zahl, die eigentlich perfekt passen.
    Um dem Bewerber den Bürokratismus der schriftlichen Bewerbung zu ersparen,
    wurde ihm gleich meine Telefonnummer zur persönlichen Vorstellung mitgeteilt.
    Was soll ich Euch erzählen?

    Kein Schwein ruft mich an ......!
    Und das war nicht das erste Mal, dass es so lief.

    Was machen wir jetzt mit solchen, ich trau es mich kaum zu sagen, "BEWERBERN"?
    Werden die erst aktiv, wenn`s Hartz IV gibt, weil ALG I noch locker ausreicht?
    Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass es sich bei "unmotivierten Bewerbern" durchsetzt
    zu Hause zu bleiben, so lange der Lebenstandard noch einigermaßen zu halten ist.
    Hier sollte an der Leistungsschraube angesetzt werden und das eingesparte Geld als Aufstockung
    den arbeitswilligen Unterbezahlten zugeschustert werden.


 
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