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Streik bei Blutspendedienst

Erstellt von ackibu, 20.01.2011, 18:00 Uhr · 17 Antworten · 1.252 Aufrufe

  1. Baumbart Gast

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    #11
    Zitat Zitat von ackibu Beitrag anzeigen
    Wie kann man so mit der Gesundheit der Bevölkerung "Russisch Roulette" spielen? Das Verhalten von VER.DI finde ich unverantwortlich!!!
    Ich kenne die Verhältnisse beim DRK-Blutspendedienst nicht, aber wenn ich mir die Krankenhäuser ansehe sind es wohl eher die Arbeitgeber die russisches Roulette spielen, gerade bei den unteren Lohngruppen (schwstern, Pfleger etc.). Ist also möglicherweise wie so oft ne Frage der Perspektive.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #12
    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    Da aber momentan keine Ferienzeit ist und deshalb die Blutreserven nicht derart knapp sind, ist durch diesen Streik nicht direkt ein Kranker/ Unfallopfer gefährdet.
    Das sehe ich aber anders... wir wurden im Januar schon persönlich angerufen, weil unsere Blutgruppe benötigt wurde! Es ist JETZT keine Ferienzeit, aber es war lange Ferienzeit, die Reserven schrumpfen.

    Aber Du hast im Prinzip recht, Streiks sollen "weh tun", aber genau dass es jedem Betroffenen weh tut, ist das beschissene daran.

  3. dave2006 Gast

    Standard

    #13
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Ich kenne die Verhältnisse beim DRK-Blutspendedienst nicht, aber wenn ich mir die Krankenhäuser ansehe sind es wohl eher die Arbeitgeber die russisches Roulette spielen, gerade bei den unteren Lohngruppen (schwstern, Pfleger etc.). Ist also möglicherweise wie so oft ne Frage der Perspektive.

    Das DRK ist ein knallharter Verein, der gerade mit Blutkonserven viel Geld verdient. Nebenbei werden ehrenamtliche eingesetzt und mit den Hauptamtlichen wird sehr feudalistisch verfahren...........

  4. Baumbart Gast

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    #14
    Zitat Zitat von dave2006 Beitrag anzeigen
    Das DRK ist bein knallharter Verein, der gerade mit Blutkonserven viel Geld verdient. Nebenbei werden ehrenamtliche eingestzt und mit den Hauptamtlichen wird sehr feudalistisch verfahren...........
    Also sind es eher nicht die Gewerkschaften die Roulette spielen....

  5. Registriert seit
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    #15
    Das DRK verdient sich als (fast) Monopolist mit den Blutspenden echt goldene Wasserkräne für ihre Vorstandsetagen. Es ist ja nicht so, das sie die gespendeten Konserven zum Selbstkostenpreis oder gar Umsonst an die KHS abgeben ... nein, da ist schon eine ordentliche Gewinnspanne drin ...

    An Universitätskliniken und ggf noch wenigen anderen großen Krankenhäusern werden eigene Blutbanken unterhalten. Wenn man da "spenden" geht, bekommt man neben dem Kaffee+ Brötchen auch noch eine "Entschädigung"... Wenn man die nicht möchte, kann man diese auch direkt per Formular spenden (i.d.R an eine Selbsthilfeorga, wie Herzkranke Kinder, Kinderhospiz, o.ä.)

    Ich arbeite an der UK Köln und unser Blutspendedienst stöhnt immer, wenn er ausnahmsweise mal vom DRK zukaufen muss, weil zu teuer ...

    Das das DRK ziemlich schlecht bezahlt ist in der Szene weitreichend bekannt ... deshalb halte ich den Streik für auf jeden Fall gerechtfertigt!

    Ciao Jörg

    Ciao Jörg

  6. Registriert seit
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    #16
    N'abend,
    den Streik kann ich eigentlich nur gut heissen.
    Im Grunde geht es darum, dass der Arbeitgeber die Angestellten zwingen will nicht Mitglied bei ver.di, sondern in der vonihm gegründeten Gewerkschaft, Mitglied zu werden. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
    Das ganze geht schon, ich schätze mal, fast zwei Jahre und es gab wohl auch schon mal einen Termin vor Gericht.
    Es geht also nicht nur um Kohle.

    Gruß
    Martin

  7. Registriert seit
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    #17
    hallo...

    also,das konserven so knapp werden,das nicht operiert werden kann passiert heute eigentlich nur sehr selten,vieleicht bei den ganz seltenen blutgruppen.

    das drk als fastmonopolist hält die preise am markt wirklich hoch,wenn man mal schaut,was eine konserve kostet,von anderen blutderivaten reden wir besser garnicht....

    es ist wohl einfach so,das sich das drk nichtmehr so wirklich dem allgemeinwohl verpflichtet fühlt sondern knallhart gewinnorientiert arbeitet,die preise am markt bestimmt und dann auchnoch seine mitarbeiter....naja,wie soll ich sagen....ja doch...:ausbeutet....

    ich bin mitlerweile froh,das ich bei einem kirchlichem arbeitgeber bin
    (katholische uniklinik),nicht,das da alles toll wäre,aber wenn ich die zustände woanders sehe wird mir ganz anders.

    ich kann deinen ärger verstehen,aber gerade im gesundheitswesen werden extrem viele arbeitnehmer schlichtweg ausgebeutet was arbeitszeiten und vergütung angeht,da kann eigentlich garnicht genug gestreikt werden,es ist meistens halt nicht erlaubt zu streiken!

    das schlimme ist,das man nur auf diesem weg die geneigte bevölkerung/wähler/kunden/patienten/wie auch immer auf diese missstände aufmerksam machen kann,auch wenn das bis jetzt nicht viel geändert hat.
    zumindest in meinem beruf(pflege) geraten wir in deutschland sehenden auges in einen fachkräftemangel,was ich nie für möglich gehalten hätte.
    wenn nicht jetzt langsam etwas getan wird,um im gesundheitswesen für vernünftige bezahlung und arbeitszeiten zu sorgen,dann wird ein mangel an konserven unser kleinstes problem sein....

    entschuldigt,wenn ich mich etwas in rage schreibe,aber nach 15 jahren im krankenhaus muss man manche dinge auchmal deutlich zum ausdruck bringen.

    in diesem sinne,

    Oliver

  8. dave2006 Gast

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    #18
    Hallo Oliver,
    da kann man sich nur in Rage schreiben, wenn man die Zustände im System kennt.
    Ob es die Pflege ist oder der Rettungsdienst Bezahlung sehr mies für die Tätigkeit und Verantwortung, Arbeitszeiten rund um die Uhr, fragt Euch doch mal warum viel Fachpersonal nach Skandinavien geht.............


 
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