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Studie offenbart weltweite Unzufriedenheit mit Kapitalismus

Erstellt von WoSo, 09.11.2009, 10:05 Uhr · 34 Antworten · 2.420 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Studie offenbart weltweite Unzufriedenheit mit Kapitalismus

    #1
    Trotz der nahezu übermenschlichen Anstrengung all unserer ehrlichen Bänker, unbestechlichen Politiker, vertrauenerweckenden Regierung offenbart eine englische "Studie (offenbart) weltweite Unzufriedenheit mit Kapitalismus"

    Der Studie zufolge sind "Die Ergebnisse ... verheerend. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden."

    Die Studie im Auftrag der britischen BBC in 27 Ländern durchgeführt, ergab, dass "demnach Menschen in den USA und in Pakistan" die beste Meinung über die freie Marktwirtschaft haben..


    Schon wieder die Franzosen ...

    große Unzufriedenheit mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem bekundeten

    43 % der Franzosen
    38 % der Mexikaner
    35 % der Brasilianer
    ...
    ...
    25 %der Amerikaner und
    21 % der Pakistaner

    23 Prozent der Befragten hielten die freie Marktwirtschaft laut Studie für sehr fehlerhaft.

    51 Prozent der Befragten waren der Auffassung, dass die Märkte stärker reguliert werden müssen. Von den insgesamt 29.000 Befragten in 27 Ländern war man überwiegend der Auffassung, " ... dass der Fall der Berliner Mauer nicht der überwältigende Sieg für die freie Marktwirtschaft gewesen ist, für den er damals gehalten wurde".

    "Einige Elemente des Sozialismus, etwa die gleiche Verteilung des Wohlstands durch die Regierung, sprechen viele Leute auf der Welt weiter an" fanden die untersuchenden Wissenschaftler heraus und in 15 der 27 untersuchten Länder spricht sich laut der Umfrage eine Mehrheit für eine stärkere direkte Kontrolle von Unternehmen durch den Staat aus. Mehrheiten in 22 Ländern wollen demnach, dass die Regierungen den Wohlstand gleichmäßiger verteilen.

    Den Zusammenbruch der UdSSR sahen

    54 % der Befragten rückbetrachtend als positiv an
    22 % bedauerten dies und
    24 % hatten keine Meinung

    Beachtenswert ist hier die Auffassung einiger Europäer

    79 Prozent der Deutschen
    76 Prozent der Briten
    74 Prozent der Franzosen

    befanden den Zusammenbruch der Sowietunion als positiv und sind auch im Nachhinein noch froh über den Zusammenbruch.

    Allerdings waren
    70% der Ägypter hier der gegenteiligen Meinung

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Solange durch Wahlen noch "Persilscheine" für das geringste Übel - das man ja vorher aufgrund der Wankelmütigkeit bei Koalitionsaussagen noch nicht einmal genau identifizieren kann - ausgestellt werden, wird sich daran nichts verändern.

    Und das einzige Argument, dass von den neoliberalen Befürwortern regelmäßig vorgetragen wird, ist das Scheitern des sozialistischen Blockes. Wenn unsere Vorväter dieser Denkweise gefolgt wären und alle schlecht gemachten Versuche zum Scheitern einer Idee geführt hätten, würden wir heute kein Auto sondern noch mit der Kutsche zur Arbeit fahren.

    Dies ist kein Appell für den Kommunismus oder Sozialismus, dies ist lediglich ein Statement gegen die platte, teils tumbe Argumentation der "es gibt kein besseres System" Politiker und Wirtschaftsleute. Diese Schlichtheit in der Erklärung sollte jeden denkenden Menschen beleidigen.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Sozialismus war nix, Kapitalismus is nix, also wieder zurück zur Monarchie?

    Vielleicht ist es in der Natur des Menschen unzufrieden zu sein. Im Rahmen der Finazkrise wird schnell gefordert die Märkte besser zu kontrollieren. Wenn kontrolliert wird heißt es dann wieder es muß alles freier werden und dereguliert werden.

    Gruß,

    Peter

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Natürlich liegt es in der Natur des Menschen, unzufrieden zu sein! Und das ist auch gut so.

    Nur Unzufriedene wollen Verbesserungen. Fortschritt und Weiterentwicklungen wären ohne Menschen, die mit dem Status quo unzufrieden sind, unmöglich.

    Um wer mit dem derzeitigen System der Umverteilung von oben nach unten zufrieden ist bzw. sein kann, liegt wohl auf der Hand.
    Und diese Auffassung habe ich, obwohl es mir in der derzeitigen Situation ökonomisch (auch sonst ist alles Paletti ) so gut wie nie zuvor geht. Dies darf jedoch nicht zu Denkblockaden führen.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Solche Umfragen sind das Papier nicht wert, auf dem sie veröffentlicht werden. Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie das Wirtschaftssystem tatsächlich funktioniert, keine praxistaugliche Idee, wie es besser sein könnte und erst recht keine Erfahrung (Glück gehabt), wie "gut" andere Wirtschaftssysteme (DDR-Zentralverwaltungswirtschaft) funktioniert haben.

    Grüße
    Ste

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von WoSo Beitrag anzeigen
    .. dass der Fall der Berliner Mauer nicht der überwältigende Sieg für die freie Marktwirtschaft gewesen ist, für den er damals gehalten wurde".
    geile Studie die einem Wirtschaftssystem den Sieg über ein politisches System zutraut....so als wenn die BMW GS die Antwort auf Microsoft Windows 8 ist

    besonders hier im BMWforum ist man unzufrieden, weil dieser verd. Scheixxstaat nicht in der Lage ist, uns allen ein vernünftiges Drittmotorrad zu
    verschaffen.
    Sauerei sowas!!!!
    Tiger

  7. Registriert seit
    01.10.2009
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Solche Umfragen sind das Papier nicht wert, auf dem sie veröffentlicht werden. Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie das Wirtschaftssystem tatsächlich funktioniert, keine praxistaugliche Idee, wie es besser sein könnte und erst recht keine Erfahrung (Glück gehabt), wie "gut" andere Wirtschaftssysteme (DDR-Zentralverwaltungswirtschaft) funktioniert haben.

    Grüße
    Ste
    Jetzt müsstest Du mir nochmal schlüssig erklären, was das Gefühl (bisher hielt ich das für etwas sehr Subjektives) der Unzufriedenheit mit den - volkswirtschaftlichen - Erkenntnissen über das Zusammenspiel in einem Wirtschaftssystem zusammenhängt.

    Muss ein Autofahrer künftig ein Maschinenbaustudium absolvieren, bevor er seine Unzufriedenheit mit dem Fahrverhalten eines Fahrzeuges äußern darf??

  8. Chefe Gast

    Standard

    #8
    Na ja, die Nachfrage bestimmt das Angebot und die Kombination aus beidem bestimmt den Preis - so weit das Ideal der freien Marktwirtschaft...
    Dass der Mensch zu dumm ist, von jetzt auf gleich zu denken und in schöner Regelmäßigkeit Lehrgeld zahlt kann man eigentlich nicht dem Wirtschaftssystem als solchen anlasten.
    Alle Formen von eingeschränkter, gesteuerter oder diktierter Marktwirtschaft scheitern letztendlich auch am zutiefst egoistischen Bedürfnis des Menschen, welches schnellstmöglich eine effektive, kapitalistische Schattenwirtschaft entstehen lässt

    Nicht mal die von hohen Idealen geprägte Tauschwirtschaft ermöglicht eine sozial gerechte Verteilung des möglichen Wohlstandes.

    Immer wieder erstaunlich: das Bedürfnis, den eigenen Wohlstand anzuheben steigt nicht linear sondern geht nach der Devise "viel zu haben ist durch nichts ersetzbar - außer durch noch viel mehr Haben" vor und ist geprägt von "warum hat der mehr als ich" und "was der hat muss ich auch haben" Damit übrigens geht auch eine Verschiebung der Werte in einer Gesellschaft einher...


    Klasse - mal wieder ein Thema zum Philosophieren (oder Filosofieren, oder Im-Kreis-Rum-Schwätzen )

  9. Chefe Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ... uns allen ein vernünftiges Drittmotorrad zu
    verschaffen...
    Warum hab' ich da jetzt als erstes "Dienstmotorrad" gelesen

  10. Chefe Gast

    Standard Das globale Dorf...

    #10
    ... von Haindling erklärt die Verhältnisse:

    Zitat Zitat von Haindling
    Stellen wir uns vor -
    die Menschheit ist ein Dorf mit 100 Einwohnern.
    ...
    Sechs Dorfbewohner besäßen 60% des gesamten Reichtums
    und alle sechs wären US-Amerikaner.
    wobei das mit den Amerikanern keine Wertung darstellen soll...


 
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