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Tesla kündigt 1.000 Kilometer Reichweite ab 2017 an

Erstellt von soaringguy, 13.10.2015, 12:58 Uhr · 1.631 Antworten · 75.129 Aufrufe

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    Zitat Zitat von J.Hahn Beitrag anzeigen
    Verstehe ich jetzt nicht. Wenn ich zu meinem Stromanbieter gehe und ihm erzähle, daß ich nächstes Jahr 3000kWh Strom mehr brauche, dann ist ihm das herzlich egal. Er reibt sich höchstens die Hände wegen dem Mehrumsatz. Und außerdem haben wir in Deutschland eine Überproduktion an Strom.

    Gruß,
    Jürgen
    Ich kann Dir das hier nicht erklären, ich will es auch nicht. Ich hab dafür lange studiert und nun fast 30 jahre Berufpraxis hinter mir. Ich hab mehr als einmal den Kopf geschüttelt über manchen Blödsinn der seit der Liberalisierung des Strommarktes passiert ist.

    Die Erzeugung und Verteilung von Strom ist tatsächlich etwas komplexer als nur der Wunsch Strom zuverlässig zu jeder Zeit und in ausreichender Menge und zu angemessenem Preis verfübgbar zu haben. Und das aus der Steckdose, überall im Haus.

    Ja der Versorger reibt sich tatsächlich die Hände, solange Du der einzige bist der sowas möchte. Kommen viele, dann legen sich höchsten Falten auf seine Stirn.

    Was den Import und Export von Strom angeht:
    es gibt keinen überschüssigen Strom, es gibt zeitweise freie zur Verfügung stehende Kraftwerkskapazitäten. Diese werden zwischen den Vertragspartnern des europäischen Verbundnetzes (UCTE) ausgetauscht. Aber nicht weil man zuiviel hat, sondern weil hier ein Bedarf besteht. Deutschland ist in dieser Hinsicht sowohl Importeur als auch Exporteur. So funktioniert das UCTE-Netz mit hoher Versorgungszuverlässigkeit und so war das bisher!

    Die genannten Überkapazitäten resultieren aus Überproduktionen der EEG-Einspeiser. Die unterliegen nämlich nicht der Kraftwerkseinsatzplanung, sondern sind "dank" EEG vorangig vor allen anderen Erzeugern abzunehmen. Und das auch zu Zeiten, wo eigentlich kein Bedarf besteht. Ein nachträglich festgestellter Fehler im System. Das geht so weit, da es mittlerweile Unternehmen gibt, die sich einen "Boiler" mit beispielsweise ca. 20 MW aufstellen (Leistung einer Kleinstadt mit 30.000 EW), um den Strom abzunehmen und damit das System stabil zu halten. Dieser Boiler ist für nix anderes gut als Wasser zu erhitzen, das anschließend über Kühler wieder abgekühlt wird. Ein Irrsinn**3!!!
    Und dafür kriegen die noch Geld. Alternativ versucht man natürlich auch diesen Strom auch nutzbringender ins Ausland zu verkaufen, denn der ist billig. Nicht weil er so billig erzeugt wurde sondern weil den keiner haben will. Angebot und Nachfrage halt. Und 3 x darfst Du raten wer diesen Irrsinn mitfinanziert. Schau mal in Deine Stromrechnung, Punkt EEG-Umlage.

    Schließe eine Vertrag mit dem EVU und trete als Sondervertragskunde auf. Dann kannst Du auch davon profitieren. Du brauchst einen etwas anderen Anschluß (kostet ein bißchen mehr), Du kannst Dir dann Batteriespeicher aufstellen und den billigen Strom speichern. Oder auch drei Teslas hinstellen (die haben relativ große Batterien). Da der Öko-Strom nicht rund um die Uhr verfügbar ist, mußt Du halt zum laden über den tag etwas flexibel sein. Manchmal ist es 1/2 Tag, manchmal auch nur eine viertel Stunde. Irgendwann sind die Akkus voll. Da Du aber drei Autos hast und eh nicht mehr fährst als 15000 km / Jahr, dann wird bei drei Fahrzeugen wenigstens eins einsatzbereit sein. Vielleicht reichen ja auch zwei Autos dazu.

    Wie immer im Leben, nichts ist leicher als das was man nicht selbst ausführen muß.

    Gruß Tom

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    Ist sehr schön erklärt, danke Intermezzo.

    Den kleinen Bürger interessiert das allerdings nicht. Wenn der geneigte Auto-Kunde heute ein E-Auto für 10.000 Euro bekommen könnte (BMW i3, Tesla S, Renault Zoe, Nissan Leaf, ...) dann würde er das heute schon kaufen. Er würde das an die Steckdose hängen, und würde dann auch den Strom beziehen, der heute zu viel produziert wird. Bei mir läuft eine kleine PEV auf dem Dach, die könnte tagsüber bequem den Tesla, den i3 oder den Leaf laden, den meine Frau, meine Töchter oder auch ich morgens oder abends nutzen würden. Nur leider gibt es kein E-Auto für 10.000 Euro. Und das ist ehrlich gesagt auch das einzige Argument gegen E-Autos: Sie sind zu teuer.

    Gruß,
    Jürgen

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    Zitat Zitat von J.Hahn Beitrag anzeigen
    ...Bei mir läuft eine kleine PEV auf dem Dach, die könnte tagsüber bequem den Tesla, den i3 oder den Leaf laden, den meine Frau, meine Töchter oder auch ich morgens oder abends nutzen würden...[/B].

    Gruß,
    Jürgen
    und die Batterie des E-Autos könnte abends, wenn nicht gefahren wird, das Haus mit Strom versorgen und so die Dunkelzeiten der PEV Anlage brücken. nicht zu 100%, klar, aber bei einer weiten Verbreitung von E-Autos könnten diese schon mit in die Netzplanung einbezogen werden, als lokale Zwischenspeicher.

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    Zitat Zitat von FrankS Beitrag anzeigen
    und die Batterie des E-Autos könnte abends, wenn nicht gefahren wird, das Haus mit Strom versorgen und so die Dunkelzeiten der PEV Anlage brücken. nicht zu 100%, klar, aber bei einer weiten Verbreitung von E-Autos könnten diese schon mit in die Netzplanung einbezogen werden, als lokale Zwischenspeicher.
    Das geht aber auch billiger als mit einem 90.000 Euro-Auto.

    Und wenn gefahren wurde, muss die Batterie aufgeladen werden und kann nicht noch zur Überbrückung von Dunkelzeiten leergesaugt werden.

  5. Registriert seit
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    Zitat Zitat von soaringguy Beitrag anzeigen
    Die Chinesen haben massive Luftverschmutzungsprobleme in ihren Städten,
    Nur die Chinesen ?

    Josef

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    Zitat Zitat von J.Hahn Beitrag anzeigen
    Hmmm... Bei einem Akku-Wechselsystem hätte ich doch gerade den Vorteil, daß ich bessere Akkus nachträglich einbauen lassen könnte? Oder verstehe ich das jetzt falsch? Bei meiner Taschenlampe funktioniert das zumindest so.
    Ein Akku-Wechselsystem für E-Autos bedeutet zunächst einmal, dass du den Akku, den du mit deinem Auto gekauft hast, nach 300 km eintauschst gegen einen, von dem du nicht weißt, wie alt er ist, wie viele Ladezyklen er schon hinter sich hat etc. und wenn du meinetwegen in drei Jahren einen neuen Tesla kaufst, der dann schon 30% mehr Akkuzapazität hat, dann hat der die auch nur bis zum ersten Tankstopp.

    Dazu kommt, dass ein universelles Akkusystem viele Parameter festschreiben müsste, etwa die Ladelogik, die Abmessungen und noch ein paar Sachen. Damit wären Entwicklungen, die von diesem Standard abweichen, quasi unverkäuflich.

  7. Registriert seit
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    Mal davon abgesehen, dass die derzeitigen Akku-Preise einen immensen finanziellen Aufwand für solch ein Wechsel-Akku-System bedeuten. 100 Akkus sind ganz schnell eine Million Euro und mehr.

  8. Registriert seit
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    Man könnte ein Akku-Wechselsystem aber auch anders aufziehen:
    - Rumpf-Auto ohne Akku kaufen
    - initial mit einem 25kWh-Akku bestücken
    - an der nächsten Akku-Wechselstation dann die Wahl haben zwischen 25kWh, 50kWh, 75kWh, 100kWh usw. (dann könnten auch alte ausgelutschte Akkus verwendet werden)
    - entsprechend der gekauften Kapazität bezahlen
    - Akkus so simpel konstruieren, daß die mechanischen und elektrischen Anforderungen einfach umzusetzen sind (so wie bei Taschenlampen)
    - alternativ: Akkus verwenden, die ein flüssiges Elektrolyt verwenden

    Aber ehrlich gesagt, ich wäre schon froh, wenn ich in ein paar Jahren einen Focus electric als Kombi und für 20.000 Euro bekommen könnte, auch ohne Wechselakku, das wäre ein interssanter Nachfolger für meinen Volvo V50.

    Gruß,
    Jürgen

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    Weniger, woher der Strom für Elektroautos kommt, als viel mehr beschäftigt mich die Frage danach, wie sollen diese Akkus produziert und später auch wieder entsorgt, repsektieve recykelt werden.

  10. Registriert seit
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    Capricorn, du stellst zu viele Fragen


 

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