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Trickdiebe!!!

Erstellt von Kuh-Treiber, 15.07.2009, 21:59 Uhr · 14 Antworten · 1.993 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Nochwas vom ADAC

    #11
    ....

    Zitat:

    Diebstahl bei Probefahrt
    Wird einem Kaufinteressenten ein Motorrad für eine Probefahrt überlassen, ohne dass die Fahrzeugpapiere übergeben werden, und entwendet dieser das Motorrad, liegt hierin ein von der Teilkaskoversicherung umfasster Diebstahl.

    (Aus den Gründen: ...Durch die Überlassung zur Probefahrt war nur eine Gewahrsamslockerung eingetreten. Dies gilt auch dann, wenn keine ausdrücklichen Abreden über Details der Probefahrt getroffen wurden, denn schon aus dem Umstand, dass dem Kaufinteressenten das Motorrad ohne den Kraftfahrzeugschein ausgehändigt wurde, ergab sich, dass der Kläger nur mit einer zeitlich und räumlich begrenzten Probefahrt einverstanden war und nur für solche seinen Gewahrsam lockern wollte. Der Interessent sollte sich danach ersichtlich etwa im Gebiet der kleinen Ortschaft bewegen, in der der Kläger wohnt. Auch wenn der Interessent sich bei der Probefahrt zwangsläufig aus dem Sichtkreis des Klägers entfernte, rechtfertigt dies nicht die Annahme einer Gewahrsamsaufgabe...).


    siehe: http://www.adac.de/Auto_Motorrad/Mot...rcePageID=9942

  2. Baumbart Gast

    Standard

    #12
    Gut sowas mal gelesen zu haben als Warnung (scheise natürlich für den Betroffenen)
    Mein Fazit: nicht nur Perso, auch Handy vom Probefahrer als Pfand behalten, damit kann man ihn im Zweifel einfacher wiederfinden bzw. mehr schaden als mit einem evtl gefälschen Perso - weil er ggf. damit nicht rechnet.
    Probefahrt verweigern ist imho schierig, ICH würde von privat auch keine Katze im Sack kaufen.

  3. Registriert seit
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    #13
    noch mehr Info:

    Frage ist also nicht so einfach zu beantworten:

    http://www.haufe.de/recht/newsDetail...horid=00560203






    Fahrzeugdiebstahl bei Probefahrt – wie sieht der Versicherungsschutz aus?

    1 Bewertung





    27.07.2009 | Wirtschaftsrecht
    Immer wieder gibt es Fälle, in denen Privatpersonen ihre Fahrzeuge verkaufen wollen, die angeblichen Kaufinteressenten auf Probefahrt schicken und ihr Fahrzeug nie wieder sehen. Wenn Kaskoversicherte ihren Schaden dann gegenüber dem Versicherer geltend machen, beruft sich dieser in der Regel auf einen Haftungsausschluss.



    Der Ausschluss wird damit begründet, dass

    • das Fahrzeug nicht aufgrund Diebstahls, sondern wegen nicht versicherten Betrugs verloren gegangen sei
    • oder sich der Versicherungsnehmer grob fahrlässig verhalten habe.

    Diebstahl oder Betrug?
    Die Kaskoversicherung für Fahrzeuge umfasst u.a. die Entwendung des Fahrzeugs, insbesondere den Diebstahl (§ 12 Abs.1 I b) AKB).
    Nicht versichert ist der Verlust durch Betrug. Bleibt offen, ob der Verlust des versicherten Fahrzeugs durch eine widerrechtliche Sachentziehung oder durch einen Betrug eingetreten ist, so besteht keine Leistungspflicht des Kaskoversicherers.
    Die Abgrenzung zwischen (Trick-)Diebstahl und Betrug ist im Einzelfall oft schwierig.

    BEISPIEL: Als Betrug wurde die Konstellation gewertet, in der ein Pkw an den Kaufinteressenten für eine Probefahrt überlassen wurde, wobei sich in einem Koffer in dem Fahrzeug sämtliche Unterlagen, darunter Fahrzeugbrief und Reserveschlüssel befanden. Der Verkäufer sollte dem Interessenten in dem Pkw, mit dem dieser angereist war und der sich hinterher als gestohlen herausstellte, hinterher fahren. Der angebliche Interessent fuhr davon, ohne dass der Verkäufer ihm folgen konnte (LG Coburg, Urteil v. 29.5.2007, 11 O 70/07).
    Für den Tatbestand des Diebstahls muss das Merkmal der Wegnahme erfüllt sein (§ 242 StGB). Ist der ursprüngliche Gewahrsamsinhaber mit dem vom Täter erstrebten und erlangten Gewahrsam einverstanden, schließt dies die Wegnahme aus . Dabei ist egal, ob das Einverständnis durch Täuschung erzielt worden ist, in diesem Fall spricht man von Trickdiebstahl.
    WICHTIG:
    Das durch Täuschung erlangte Einverständnis muss sich auf die erstrebte Gewahrsamsänderung in ihrem vollen Umfang erstrecken. Willigt der Getäuschte nur in eine Gewahrsamslockerung ein und muss der Täter daher noch durch eine weitere, eigenmächtige Handlung den vorbehaltenen „Gewahrsamsrest“ brechen, so liegt hierin eine Wegnahme der Sache.
    BEISPIEL: Ein Motorradfahrer wollte seine BMW verkaufen. Er traf sich mit einem Kaufinteressenten, der sich unter falschem Namen ausgab und mit einer älteren Yamaha vorfuhr, die sich später als nicht umgemeldetes Bastlerfahrzeug im Wert von 600 Euro herausstellte. Der Verkäufer überließ dem Interessenten seine BMW für eine Probefahrt mit der Bitte, sich nur in der näheren Umgebung zu bewegen. Die Fahrzeugpapiere behielt er bei sich. Die Richter des OLG Köln werteten den Sachverhalt als Gewahrsamslockerung, noch nicht als vollständige Gewahrsamsaufgabe (OLG Köln, Urteil v. 22.7.2008, 9 U 188/07).

    Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit
    Führt der Versicherungsnehmer den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbei, wird der Versicherer leistungsfrei (§ 61 VVG)
    Grob fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt durch ein subjektiv unentschuldbares Fehlverhalten objektiv in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht lässt oder m.a.W.

    • wer das nicht beachtet,
    • was in der konkreten Situation jedem hätte einleuchten müssen.

    Die Entscheidungen der Gerichte und deren Anforderungen an die Sorgfaltspflicht sind recht unterschiedlich, was sich anhand nachfolgender Beispiele zeigt.
    BEISPIEL: keine grobe Fahrlässigkeit:
    Der Verkäufer einer gebrauchten Harley Davidson traf sich mit einem angeblichen Kaufinteressenten, von dem er nur den Vornamen kannte. Er ließ das Motorrad im Stand warmlaufen und fachsimpelte während dessen mit dem Interessenten. Da letzterer sich nicht ausweisen konnte, der Verkäufer ihn allein keine Probefahrt machen lassen wollte, zog er den Zündschlüssel bei weiter laufendem Motor ab und holte seinen Helm, der einige Meter weiter deponiert war. In diesen Sekunden setzte sich der Interessent auf die Harley und fuhr davon. Dieses Verhalten befand das OLG Frankfurt a.M. für derart dreist, dass der Verkäufer nicht mit ihm zu rechnen brauchte (OLG Frankfurt a.M., Urteil v. 8.6.2001, 24 U 175/99).

    BEISPIELE: grobe Fahrlässigkeit

    • Eine Verkäuferin überließ ihr fast neues Motorrad einem ihr unbekannten angeblichen Kaufinteressenten zur Probefahrt auf einem Tankstellengelände, der damit davon fuhr. Die Fahrzeugpapiere hatte sie weiter bei sich. Das OLG München warf der Verkäuferin vor, keine geeigneten Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben wie z.B. eine Anzahlung des Kaufpreises oder die Übergabe eines anderen Wertgegenstandes.
    • Einem anderen Versicherungsnehmer wurde die Herbeiführung des Versicherungsfalls durch grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen, weil er den Pkw während einer Probefahrt bei einem beabsichtigten Fahrerwechsel mit laufendem Motor verlassen hatte und dem angeblichen Kaufinteressenten so die Flucht mit dem Fahrzeug ermöglicht hatte. Er hätte durch Abziehen des Zündschlüssels Vorsorge gegen den Diebstahl treffen können, so die Frankfurter Richter. Außerdem hatte er es unterlassen, die Identität des Interessenten festzustellen.


    (Haufe Online-Redaktion)

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    Standard

    #14
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Gut sowas mal gelesen zu haben als Warnung (scheise natürlich für den Betroffenen)
    Mein Fazit: nicht nur Perso, auch Handy vom Probefahrer als Pfand behalten, damit kann man ihn im Zweifel einfacher wiederfinden bzw. mehr schaden als mit einem evtl gefälschen Perso - weil er ggf. damit nicht rechnet.
    Probefahrt verweigern ist imho schierig, ICH würde von privat auch keine Katze im Sack kaufen.
    morgen hole ich mir so ein Prepaid Handy für 19,95 Euro mit 25 Euro Startguthaben und wenn Du Deinen Bock mal verkaufen magst, sag bescheid. Ich lasse dann nur zu gern mein Handy als Pfand bei Dir

    Das sicherste wird wohl sein ausnahmsweise als Sozius mitfahren oder den Kaufpreis vorab als Sicherungsmittel fordern...

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    #15
    Zitat Zitat von KlausisGS76 Beitrag anzeigen

    Das sicherste wird wohl sein ausnahmsweise als Sozius mitfahren oder den Kaufpreis vorab als Sicherungsmittel fordern...
    ... genau - mit Travis Pastrana ne Runde umn Block vorher aber schön die Fuffzger unter UV-Licht


 
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