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unfall-schadenregelung nach gutachten

Erstellt von atreju, 15.02.2009, 19:48 Uhr · 18 Antworten · 1.692 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #1
    hat jemand mit sowas erfahrung?

    der fall: mein geparktes auto wurde von einem schulbus geschrammt. da es sich nur um einen geringfügigen blechschaden handelt, wollte ich das von meinem kfz-meister-nachbarn machen lassen und nicht von vw. habe also ein gutachten machen lassen von einem unabhängigen büro (ca 1250,-- netto). die gegnerische versicherung hat nun gerade mal 880,-- überwiesen mit der begründung dies und das aus dem gutachten sei nicht unbedingt nötig. wenn es sich bei der reparatur doch als nötig erweise, solle sich die werkstatt mit ihnen in verbindung setzen.

    muss ich das hinnehmen? ich meine, wofür ein gutachten, wenn die versicherung es dann nicht ernst nimmt und den betrag mal locker um 1/3 unterschreitet?

    ich hatte so einen fall (unverschuldeter unfall) vor jahren schon mal, da hat die gegnerische versicherung ohne gezicke den gutachten-betrag überwiesen.

    danke schon mal für eure sachdienlichen auskünfte!
    lg
    Jutta

    sorry jetzt steht es zweimal drin, falschen knopf erwischt...

    EDIT-Mod: Jetzt nicht mehr! ;-)

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    #2
    Die müssen das vom Gutachter errechnete überweisen . Soweit ich weiß musst du deinen Wagen noch nicht mal reparieren lassen.

  3. Registriert seit
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    Standard RA einschalten!

    #3
    Hi Jutta,
    wenn dein Nachbar das ohne Rechnung gemacht hat, ist es glaube ich rechtens.
    @ twice: Das war früher mal, aber es wurde zuviel Schindluder damit getrieben. Soweit ich weiß muss man nachweisen das der Schaden in einer Werkstatt repariert wurde, sonst bekommt man Abzüge (nur Ersatzteile bezahlt, glaube ich!)

    ... und das ist wahrscheinlich auch die Begründung für dich Jutta.

    Gruß Hermann

  4. Registriert seit
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    #4
    Ist ganz einfach:
    die gegnerische Versicherung muss den vom vereidigten Gutachter ermittelten Schaden bezahlen. Vom errechneten Schaden wird jedoch die Mehrwertsteuer abgezogen und nicht überwiesen, da sie nicht angefallen ist. Wenn du nachträglich den Schaden privat reparierst und dafür Ersatzteile kaufst, kannst du die dabei gezahlte MWSt noch nachträglich anfordern.
    Außerdem gibt's einen pauschalen Betrag als Aufwandsentschädigung.
    Sollte die Versicherung weiter rumzicken, so wäre für mich der Punkt erreicht, einen RA einzuschalten.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    und der RA wird ebenfalls von der gegnerischen versicherung getragen (wenn ich mich nicht täusche)

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von atreju Beitrag anzeigen
    hat jemand mit sowas erfahrung?

    der fall: mein geparktes auto wurde von einem schulbus geschrammt. da es sich nur um einen geringfügigen blechschaden handelt, wollte ich das von meinem kfz-meister-nachbarn machen lassen und nicht von vw. habe also ein gutachten machen lassen von einem unabhängigen büro (ca 1250,-- netto). die gegnerische versicherung hat nun gerade mal 880,-- überwiesen mit der begründung dies und das aus dem gutachten sei nicht unbedingt nötig. wenn es sich bei der reparatur doch als nötig erweise, solle sich die werkstatt mit ihnen in verbindung setzen.

    muss ich das hinnehmen? ich meine, wofür ein gutachten, wenn die versicherung es dann nicht ernst nimmt und den betrag mal locker um 1/3 unterschreitet?
    1. geh zum anwalt.

    2. wenn dein gutachten von einem sachverstaendigen, zugelassenen gutachter erstellt wurde, so ist das geschriebene (und damit der betrag) fuer die reparatur anfallend und nicht was der sachbearbeiter der vers. sich ausdenkt.

    3. geh zum anwalt

    4. bestehe auf die abrechnung nach gutachten zuzueglich des ausfalls des pkw nach tabelle (musst du mal suchen, ich hab meine grad nicht da) und zwar vom schadentag bis zur erfolgten ueberweisung (klappt manchmal), im schlimmsten falls gibts nur fuer die angesetzten tage der reparatur laut gutachten die kohle....

    5. geh zum anwalt

    6. ein gegengutachten der versicherung kann deine situation nicht wesentlich verschlechtern wenn das gutachten nicht getuerkt ist.

    7. geh zum anwalt. kein witz, wenn du keinen plan hast, mach es nicht selber, du bleibst nur auf ner menge kohle sitzen. die kosten fuer die anwaltliche vertretung traegt in der regel der schaediger. oft (nicht immer) reicht ein anruf bei der versicherung, das du die faxen jetzt dick hast und jede weitere kommunikation laeuft ueber kanzlei <wasweissich>. in vielen faellen zuckt der SB dann weil die kosten pluetzlich um 100% gestiegen sind fuer den fall.

    8. ziehst du dir auch selber zaehne mit der wasserpumpenzange? nein, dann geh zum anwalt.

  7. Registriert seit
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    #7
    danke erstmal! ich werde berichten!

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Hallo Jutta,

    wenn du eine Rechtschutzversicherung hast, dann mal zum Anwalt.
    Aussicht auf Erfolg, allerdings sehr gering.

    Denn solange du keine originale Rechnung einer (Fach)-Werkstatt bei der gegnerischen Versicherung einreichst, bekommst du maximal den Betrag nach Gutachten oder Kostenvoranschlag, jedoch ohne MwSt. erstattet.
    Abzüge sind auch hierbei möglich und leider auch zulässig.
    Generell wird das Gutachten bei der gegnerischen noch mal durch die Revision gehen und das bedeutet zu 99%, das Abzüge vorgenommen werden.

    Wird die Instandsetzung von einer Werkstatt durchgeführt und vor Ort festgestellt, das die Rep.-Kosten höher sind als der Gutachtenbetrag, so wird die Versicherung informiert und eventuell kommt es zu einer Nachbesichtigung.

    Wenn du möglichst wenig Ärger haben möchtest, dann verbringe das Fz in die Werkstatt und unterschreibe eine "Abtrittserklärung".

    Gruß
    Jochen

  9. Registriert seit
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    #9
    hallo Jochen,

    ja so ist es wohl. hab nochmal mit meinem gutachter gesprochen, der hat es mir genau so erklärt. wenn man zum anwalt ginge, könne man glück oder pech haben, die rechtsprechung sei da völlig uneinheitlich. und rechtsschutz hab ich nicht.

    jedenfalls danke an alle, die sich gedanken gemacht haben!

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von atreju Beitrag anzeigen
    hallo Jochen,

    ja so ist es wohl. hab nochmal mit meinem gutachter gesprochen, der hat es mir genau so erklärt. wenn man zum anwalt ginge, könne man glück oder pech haben, die rechtsprechung sei da völlig uneinheitlich. und rechtsschutz hab ich nicht.

    jedenfalls danke an alle, die sich gedanken gemacht haben!
    auf die gefahr hin, an eine wand zu reden ...

    um einen anwalt zu nehmen, benoetigt man keine rechtschutzversicherung,
    es ist kein privileg von reichen, sich anwaltlich unterstuetzen zu lassen.

    in einem fall, bei dem die haftungsfrage anscheinend geklaert ist, laeuft man
    nciht einmal gefahr auf den anwaltskosten sitzen zu bleiben.

    wenn das gutachten ok ist, 1250.- NETTO ausweist, so ist dieser betrag,
    wenn da nicht noch die arbeitsstunden eingeflossen sind, dein anspruch an
    den gegner, dir wird der betrag erstattet, der notwendig ist, den zustand
    wiederherzustellen, der ohne den unfall bestanden haette und kein anderer.

    dem gutachter geht es gepflegt am arsch vorbei ob du 1250.- oder 800.-
    bekommst, sein geld fuers gutachten erhaelt er so oder so, da besteht fuer
    ihn ja keine gefahr.

    nochmal, entweder du latscht zum anwalt oder du lebst damit, das du dich
    hast schlicht ueber den tisch ziehen lassen. ich machte den krampf ein paar
    mal zu oft mit, das die versicherungen mit lustigen angeboten ankamen und
    darauf hofften, das ich einknicke und keinen anwalt nehme.

    mit der zeit weckt das wahrlich sportlichen ehrgeiz in mir, da versucht man
    auch mal was alles geht.

    falls es moeglich ist, schreib doch mal was in dem gutachten steht und was
    die versicherung da rausrechnet.


 
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